Am Dienstag habe ich zum ersten Mal seit Schulzeiten an einem Rennen teilgenommen. Im Gegensatz zum Gehegelauf oder wie auch immer das hieß, wozu man uns damals im Sportunterricht gezwungen hat, war die Teilnahme dieses Mal freiwillig.
Die ganze Veranstaltung hieß blodomloppet (Blutkreislauf) und wird seit einigen Jahren jährlich in verschiedenen Städten Schwedens zu einem guten Zweck, nämlich um zur Blutspende aufzurufen, organisiert. Die Teilnahme kostet ein bißchen Geld, wird aber auch von mehreren Sponsoren, unter anderem von ICA, der größten Supermarktkette Skandinaviens, unterstützt. Zur Wahl stehen 10 km laufen/joggen und 5 km laufen/joggen oder auch gehen, sowie für Kinder unter 12 Jahren der "kleine Blutkreislauf" von 800 m.
Ich hatte mir mit einer Freundin von der Arbeit vorgenommen, die 5 km zu laufen. Dafür habe ich auch seit Anfang April trainiert, um sicher zu gehen, daß ich nicht gnadenlos versage. Dann kam aber die Borreliose dazwischen, weshalb auch bis zuletzt unklar war, ob ich überhaupt antreten werde. Nachdem ich die erste 10tägige Behandlung mit Antibiotika hinter mir hatte, kamen die Symptome nämlich innerhalb von nur 3 Tagen zurück. Deshalb habe ich noch ein 2. Mal Antibiotika in der doppelten Dosis bekommen, noch einmal für 10 Tage. Das hat dann auch wieder gut angeschlagen, wie schon beim ersten Mal. Störend waren nur die Nebenwirkungen: Magenschmerzen und Übelkeit. Aber immer noch besser als Borreliose. Heute ist übrigens der 4. Tag ohne Medikamente, und bisher bin ich zuversichtlich, daß ich dieses Mal kuriert worden bin.
Jedenfalls konnte ich wegen der Borreliose in den Wochen vor dem Rennen nicht trainieren. Deshalb war mein Ziel am Tag des Rennens: teilnehmen und sehen, wie es mir geht, zur Not die Strecke gehen.
Ich bin also angetreten, so wie etwa 10500 andere Uppsalienser! Der Anturm war wirklich gewaltig. 10500 Leute sind immerhin etwa 10% der Stadtbevörkerung. Es gab auch eine Menge Teams von ganz unterschiedlichen Firmen, die man dann an ihren eigens zu diesem Zweck gedruckten T-Shirts erkannt hat. Für die unterschiedlichen Strecken und Fitneßgrade gab es außerdem unterschiedliche Startzeiten, sowie davor Aufwärmrunden. Das war ganz lustig: tausende Leute machen gemeinsam Gymnasik.
Meine Freundin und ich mußten uns dann ganz schön durchkämpfen, um zum Start zu kommen. Es waren einfach zu viele Leute. Das hat den Start ganz schön erschwert. Auch beim Laufen war es mit den Leuten nicht so einfach, weil man ständig überholen mußte und überholt wurde. Die Strecke an sich ist aber sehr schön: entlang von gekiesten Fahrradwegen durch Park und Waldgelände und dann zurück auf dem Fahrrad-/Spazierweg am Fluß entlang und dann ins Stadion zurück, wo der Zieleinlauf stattfand. Ich hab alles ganz gut überstanden, auch wenn es ganz schön warm war in der Sonne, vielleicht 25°C oder so.
Nach dem Ziel warteten dann verschiedene Stände: es gab eine Medaille für jeden teilnehmer, der es ins Ziel geschafft hatte (sehr schwedisch: alle gewinnen!), sowie Getränke, Bananen und ein T-Shirt. Es gab wohl auch eine Siegerehrung für die ersten jeder Kategorie. Aber das war nebensächlich. Meine Zeit war wirklich überraschend gut 30:32 so in Anbetracht meines Trainings und im Vergleich zu meinen sonstigen Zeiten. Außerdem war ich nur etwa 10 min langsamer als die Erstplatzierte, was mich insgesamt auf Platz 534 von 2601 brachte. Für meinen Mangel an Ehrgeiz in dieser Beziehung, kann ich wirklich mehr als zufrieden sein.
Mein Fazit ist also: So ein Lauf ist in erster Linie eine gute Motivation, sich zum trainieren aufzuraffen. Für einen guten Zweck war es auch, wenn mein borrelien- und antibiotikaverseuchtes Blut auch keiner gewollt hätte. Außerdem ist es ein interessantes Gefühl, etwas in einer derart großen Gemeinschaft zu tun. Meine Freundin und ich wollen jedenfalls nächstes Jahr wieder teilnehmen.
Die ganze Veranstaltung hieß blodomloppet (Blutkreislauf) und wird seit einigen Jahren jährlich in verschiedenen Städten Schwedens zu einem guten Zweck, nämlich um zur Blutspende aufzurufen, organisiert. Die Teilnahme kostet ein bißchen Geld, wird aber auch von mehreren Sponsoren, unter anderem von ICA, der größten Supermarktkette Skandinaviens, unterstützt. Zur Wahl stehen 10 km laufen/joggen und 5 km laufen/joggen oder auch gehen, sowie für Kinder unter 12 Jahren der "kleine Blutkreislauf" von 800 m.
Ich hatte mir mit einer Freundin von der Arbeit vorgenommen, die 5 km zu laufen. Dafür habe ich auch seit Anfang April trainiert, um sicher zu gehen, daß ich nicht gnadenlos versage. Dann kam aber die Borreliose dazwischen, weshalb auch bis zuletzt unklar war, ob ich überhaupt antreten werde. Nachdem ich die erste 10tägige Behandlung mit Antibiotika hinter mir hatte, kamen die Symptome nämlich innerhalb von nur 3 Tagen zurück. Deshalb habe ich noch ein 2. Mal Antibiotika in der doppelten Dosis bekommen, noch einmal für 10 Tage. Das hat dann auch wieder gut angeschlagen, wie schon beim ersten Mal. Störend waren nur die Nebenwirkungen: Magenschmerzen und Übelkeit. Aber immer noch besser als Borreliose. Heute ist übrigens der 4. Tag ohne Medikamente, und bisher bin ich zuversichtlich, daß ich dieses Mal kuriert worden bin.
Jedenfalls konnte ich wegen der Borreliose in den Wochen vor dem Rennen nicht trainieren. Deshalb war mein Ziel am Tag des Rennens: teilnehmen und sehen, wie es mir geht, zur Not die Strecke gehen.
Ich bin also angetreten, so wie etwa 10500 andere Uppsalienser! Der Anturm war wirklich gewaltig. 10500 Leute sind immerhin etwa 10% der Stadtbevörkerung. Es gab auch eine Menge Teams von ganz unterschiedlichen Firmen, die man dann an ihren eigens zu diesem Zweck gedruckten T-Shirts erkannt hat. Für die unterschiedlichen Strecken und Fitneßgrade gab es außerdem unterschiedliche Startzeiten, sowie davor Aufwärmrunden. Das war ganz lustig: tausende Leute machen gemeinsam Gymnasik.
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| Aufwärmübungen auf der Anlage des Studenternas IP (Studentensportplatz) |
Nach dem Ziel warteten dann verschiedene Stände: es gab eine Medaille für jeden teilnehmer, der es ins Ziel geschafft hatte (sehr schwedisch: alle gewinnen!), sowie Getränke, Bananen und ein T-Shirt. Es gab wohl auch eine Siegerehrung für die ersten jeder Kategorie. Aber das war nebensächlich. Meine Zeit war wirklich überraschend gut 30:32 so in Anbetracht meines Trainings und im Vergleich zu meinen sonstigen Zeiten. Außerdem war ich nur etwa 10 min langsamer als die Erstplatzierte, was mich insgesamt auf Platz 534 von 2601 brachte. Für meinen Mangel an Ehrgeiz in dieser Beziehung, kann ich wirklich mehr als zufrieden sein.
Mein Fazit ist also: So ein Lauf ist in erster Linie eine gute Motivation, sich zum trainieren aufzuraffen. Für einen guten Zweck war es auch, wenn mein borrelien- und antibiotikaverseuchtes Blut auch keiner gewollt hätte. Außerdem ist es ein interessantes Gefühl, etwas in einer derart großen Gemeinschaft zu tun. Meine Freundin und ich wollen jedenfalls nächstes Jahr wieder teilnehmen.





