Nun kommt endlich der Bericht zum Cat Transfer. Ich muß schon sagen, es war ein aufregendes Wochenende mit Martinsgansessen am Freitag und Familie besuchen am Samstag und definitiv zu wenig Zeit in Deutschland, von der mir auch noch 50 Minuten durch eine Streckensperrung auf der Zugfahrt von Hannover nach Göttingen gestohlen wurden. Nun ja, der eigentliche Zweck meiner Reise war ja der Cat Transfer, dem nach der rechtzeitigen Ankunft der Ergebnisser der Blutuntersuchung nichts mehr im Wege stand. Trotzdem war es eine aufregende Sache vor allem für Ginny und Leon, die keine großen Fans von Reisen sind.
Am Freitag war ich erstmal froh, meine beiden Raubtiere nach 3 Monaten wiederzusehen. Glücklicherweise hatten sie mich nicht vergessen. Mein Leon mußte das in der Nacht mit einer leidenschaftlichen Schmuseorgie beweisen. Meine Wohnung kam mir dagegen schon irgendwie fremd vor, auf jeden Fall kleiner, als ich sie in Erinnerung hatte, und natürlich irgendwie unheimelich. Doch wenigstens hatten die meisten meiner Pflanzen überlebt, und der Berg von Post war auch schnell durchgeschaut. Martinsgansessen war dann ein echter Höhepunkt. Ich sag nur: Freunde, tolles Essen (wenn jemand den ganzen Tag am Herd steht, schmeckt man das abends), Fotos, Neuigkeiten austauschen... Ach ja, in 3 Monaten passiert eine Menge, obwohl es war, als hätten wir letzte Woche erst zusammengesessen.
Nach einer zu kurzen Nacht gings dann zu den Eltern und weiter zu den Großeltern. Da gabs natürlich wieder eine Menge zu Essen, aber nach 3 Monaten Kloßentzug war das einfach wunderbar (auch wenn es am Abend vorher auch Klöße gab). Auch der Besuch ging zu schnell vorbei. Aber ich hab es mir nicht nehmen lassen, einen dm aufzusuchen. Warum gibt es in Schweden eigentlich keine Drogerien?
Abends hab ich dann die Sachen der Katzen gepackt, damit wir am nächsten Morgen auch pünktlich los konnten. 2 Stunden vor Abfahrt mußte ich dann kurzfristig aufstehen, um den Raubtieren ihre Beruhigungstabletten zu geben. Das ging zum Glüc problemlos. Bei der Abfahrt waren die beiden leider nicht wirklich eingeschlafen, wenn auch ziemlich neben sich stehend. Leon mußte deshalb auf der Autofahrt die ganze Zeit leise jammern. Doch das war nichts gegen sein übliches Geweine. Am Flughafen waren die Katzen und ich dann auch uns gestellt. Einchecken ging problemlos. Ich frage mich, ob die Katzenbeförderung von meinem Konto abgezogen wird. Eigentlich sollte ich am Schalter bezahlen, aber da hat keiner was gesagt. Katzen sind übrigens Sperrgepäck, zumindest die Katzenboxen. Aber beim Gepäckdurchleuchten mußte ich sie dann rausnehmen und hinter dem Scanner wieder in ihre Boxen setzen. Dabei haben sie sich vorbildlich verhalten. Dann mußte ich sie leider mit den Gepäckleuten gehen lassen, denn sie mußten im Bauch vom Flugzeug reisen, während ich im Passagierraum schlafen durfte und sogar ein Wasa bekommen habe.
Am Gepäckband hatte ich dann doch ziemliche Angst, daß sie einfach mit den Koffern rausgefahren kommen, denn das hätte einen etwa 1 m Sturz aufs Band bedeutet. Doch dann waren sie nicht da. Schon mit leichter Panik hab ich dann einen Sicherheitsmenschen gefragt. Der zeigte nur neben den Ausgang, und da standen sie. Die beiden waren wach und ziemlich ängstlich. Sie haben sich aber gefreut, mich zu sehen. Eigentlich hätten wir dann durch den Zoll gemußt wegen der Impfungen usw., aber der Zoll war zu. War ja Sonntag! Also gings direkt zum Ausgang, die Einreise war geglückt. Meine Kollegin kam uns dann mit meinem Auto abholen, und nach nicht mal 1 Stunde hatten sie es dann geschafft.
Wir waren im neuen Zuhause angekommen, und sie durften endlich aus den Boxen raus. Dann war erstmal Neugierde angesagt. Es gab ja eine Menge zu erkunden. Und abends im Bett wurde dann ganz viel geschmust. Meine armen, weit gereisten Katzen!