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Montag, 26. November 2012

Mein 1. schwedisches Buch

Endlich hab ich mich mal dazu durchgerungen, neben Kochbüchern auch mal ein richtiges Buch (ohne Bilder) auf schwedisch gelesen. Dabei wollte ich nicht einfach eine Übersetzung lesen, sondern ein Buch, das auch auf schwedisch geschrieben wurde. Auf Anraten meiner Schwedischlehrerin habe ich mir das young adult-Buch Circeln von Mats Stranberg und Sara Bergmark Elfgren. Es ist das erste Buch einer Trilogie, von der gerade erst der 2. Teil, Eld, erschienen ist. Dennoch ist der 1. Teil schon jetzt ein internationaler Bestseller, der als schwedisches "Twilight" gehandelt wird. Auf deutsch heißt das Buch Zirkel.
Originalcover des Buches, zum Beispiel erhältlich bei bokia.se
Ich fand das Buch wirklich toll. Abgesehen von der fantasy-Komponente ist die Handlung eher eine Mischung aus Jugendroman, Krimi und Horrorgeschichte. Die Charaktäre sind sehr, sehr realistisch und vielschichtig, weil eben gar nicht heldenhaft oder übermenschlich. Und die Handlung ist fesselnd, schockierend und von der ersten bis zur letzten Seite spannend. Im Gegensatz zur idealisierten Twilight-Welt gibt es nur die Enttäuschungen, Krisen und Triumphe des echten Lebens. In den USA muß das Buch wahrscheinlich gekürzt oder als Jugendbuch angepaßt werden.

Alles in allem eines der besten Bücher, die ich dieses Jahr gelesen habe.

Donnerstag, 22. März 2012

Wie E-Books beeinflussen, was wir lesen

Zwar bin ich noch recht frisch auf dem E-Book-Planeten mit meinem Reader, aber mir sind schon jetzt einige Veränderungen beim Bücherstöbern bei amazon.com und anderen online-Buchläden wie kobo.com aufgefallen, denn auch wenn ich kein Kindle habe, mag ich das Stöbern bei amazon einfach, um eine Idee zu bekommen, was ich als nächstes lesen möchte.

Dabei sind mir spontan ein paar Dinge aufgefallen. Vielleicht sind es subjektive Eindrück, aber ich wollte sie einfach mal zum Besten geben. Sollte ich mich irren, bitte ich um Nachsicht.

  1. Klassiker wie die von Jules Vernes, Shakespeare und Karl Mai sind überall frei also kostenlos als E-Books erhältlich. Das wird vermutlich dazu führen, daß sie neue Leser gewinnen. Junge Leute vielleicht, die einfach neugierig sind auf die großen Namen, sich aber nie für Geld ein analoges Papierbuch gekauft hätten. Diese Entwicklung finde ich äußerst positiv.
  2. Für deutsche Bücher gilt sowohl für Papierbücher als auch E-Books die Buchpreisbindung. Daher sind E-Books nicht billiger als Papierbücher. Das finde ich wirklich schade, denn auch wenn ich den Autoren ihr Geld gönne, kann ich mir doch vorstellen, daß ein E-Book in Herstellung und Transport billiger ist als ein Papierbuch. Und umweltfreundlicher ist es allemal. Zum Glück beschränke ich mich nicht auf deutsche E-Books. Zum gleichen Preis würde ich mir doch öfter mal ein Papierbuch kaufen.
  3. Auf dem englischsprachigen Markt, der dank fehlender Buchpreisbindung und größerer Leser- sowie Autorenschaft recht wandlungsfähig und modern ist und damit wohl am besten die Trends für die Zukunft anzeigt, gibt es momentan die Tendenz, den ersten Band mehrteiliger Romane für kleines Geld oder sogar kostenlos anzubieten. Die filgenden Bände sind dann etwas teurer. Das finde ist für mich ein deutlicher Kaufanreiz, und ich habe schon 2 solcher Serien gelesen. Von denen hat das erste Buch der einen Serie 99 cent gekostet und das der anderen Serie war sogar kostenlos.
  4. Überhaupt sind E-Books auf dem englischsprachigen Markt viel billiger, billiger als Papierbücher allemal. Wenn man nicht gerade ein ganz bestimmtes Buch sucht, kann man leicht etwas Billiges finden.
  5. Wie schon das Internet im Vergleich zu Printmedien verhelfen E-Books im Vergleich zu gerdruckten Büchern Autoren dazu, sich Gehör zu verschaffen. Bisher stand es einem Autoren offen, sein Buch auf eigene Kosten im Selbstverlag zu publizieren oder einen Verlag von der Qualität des Manuskriptes zu überzeugen. Letzteres war der Fall, wenn einem einfach das Geld fehlte, beinhaltet aber natürlich, daß die Verlage sich die besten Manuskripte aussieben können und im Erfolgsfall dann auch mitverdienen wollen. So eine Publikation über einen Verlag hat natürlich auch Vorteile: ein Lektor hilft, das Manuskript zu überarbeiten und inhaltlich sowie grammatikalisch und orthografisch zu verbessern, und ein PR-Mensch hilft bei der Vermarktung. Das steigert die Qualität eines Buches natürlich allgemein sehr, macht es aber schwierig, überhaupt veröffentlichen zu dürfen. Durch E-Books ist es im Prinzip möglich, daß jeder seine geistigen Ergüsse öffentlich zur Verfügung stellt, und sei es auf der eigenen Website. Auch amazon und andere E-Bookläden bieten E-Books an, die im Selbstverlag veröffentlicht wurden. Ich habe eine Serie gelesen, deren erster Band zumindest im Selbstverlag als E-Book erschien, dann dank der positiven Resonanz der Leser auch von einem Verlag publiziert wurde. Als ich angefangen hatte, das erste E-Book der Reihe zu lesen, fiel mir auf, daß da doch der ein oder andere Rechtschreib- und Grammatikfehler drinsteckte. Das wäre mit einem Verleger nicht passiert. Nach etwas Nachforschung stellte ich dann aber fest, daß man sich eine überarbeitete Fassung des Buches mit Korrekturen runterladen kann. Der Autorin hat die Welt der E-Books jedenfalls offensichtlich ermöglicht, mittlerweile 3 Bücher zu veröffentlichen und eine beträchtliche Fangemeinde zu sammeln. So gesehen machen E-Books die Veröffentlichung eines Buches leichter und billiger, wenngleich auch die Gefahr besteht, daß die Qualität der Manuskripte im Allgemeinen sinkt. Wie so oft im Leben ist die Lösung dazu einfach, wählerisch zu sein.
So weit meine subjektiven Eindrücke zu E-Books. Was meint Ihr? 

Dienstag, 22. März 2011

Bescherung - das war doch im März

März scheint der Monat der riesigen Südpakete zu sein. Erst ein  10kg-Paket aus Nordhausen, heute dann ein 5,8kg-Paket aus Dresden, beide voll mit ganz vielen kreativen Überraschungen. Nicht fehlen in einem Südpaket durfte natürlich in keinem Falle die obligatorische Flasche Schnaps. In beiden Paketen fand sich auch jeweils ein Buch, eins mit Fantasy und eins über Makrofotografie. Außerdem gab's (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) Schoki, ein paar neue Lieblingsklamotten (paßt alles wie angegossen), Fotos von meiner anbetungswürdigen Nichte und ihren Eltern, eine Obst- und Pilztrocknungsmaschine (wurde direkt ausprobiert) samt einer Wagenladung getrockneter Äpfel, Haarverwöhnsubstanzen, Kaffeepads, eine DVD, Tee, ein gaaaaaanz langes Feuerzeug, Tee, Katzenleckerlies und und und.

An dieser Stelle noch ein ganz großes DANKE in den Süden. Wir haben uns riesig gefreut.

Donnerstag, 1. Juli 2010

Sweden entdecken

Beim gestrigen Einkauf habe ich dieses formschöne Buch erworben: ein schwedischer Reiseführer für Schweden. Gegliedert nach Regionen und mit Tipps von Einheimischen. Wenn die nicht wissen, was bei ihnen um die Ecke sehenswert ist, wer dann?

Offensichtlich geht der Trend unter den Schweden auch zum Urlaub im eigenen Land, wie es ja in Deutschland auch seit einigen Jahren der Fall ist. Ohnehin bevorzugen es die Schweden, ihren Sommerurlaub auf dem Lande zu verbringen. Und wer will auch ernsthaft weg aus Schweden zu dieser Jahreszeit. Es ist zu schön!

Donnerstag, 25. Juni 2009

Die Insel der Vergessenen

So, vorgestern habe ich nach etwa 6 Wochen endlich Øya von Victoria Hislop zuende gelesen. Auf deutsch heißt das Buch übrigens Insel der Vergessenen. Es geht um die Familiengeschichte der jungen Engländerin Alexis Fielding, deren Mutter von Kreta stammt, aber nie von ihrer Vergangenheit gesprochen hat. Nun ist Alexis auf Kreta und erfährt von einer alten Familienfreundin die Geschichte ihrer Familie beginnend mit ihrer Urgroßmutter Eleni und deren Töchtern Anna und Maria und den EInfluß, den Lepra auf das Schicksal der Menschen hatte, als es noch kein Heilmittel gab.

Wahrscheinlich hätte ich das Buch allein von seiner Beschreibung (Familienhistorie, Lepra, Schicksal) nie gelesen, wenn ich nicht aus Übungsgründen wieder mal etwas auf norwegisch lesen wollte. Beim Lesen fand ich das Buch allerdings ganz fesselnd, gerade wegen der Endgültigkeit, die die Diagnose Lepra für einzelne Personen und deren Familien damals innehatte.

Mittwoch, 27. Mai 2009

Vi flytter til Sverige - Teil I

Wie ich ja bereits angedeutet habe, geht es für mich in naher Zukunft nach Schweden, um genau zu sein schon in etwa 2,5 Monaten. Dann erstmal für 6 Wochen als Gast, bevor ich dort richtig anfange. Das bedeutet, mir stehen eine Menge Vorbereitungen bevor.

Um nicht völlig unbedarft an die Sache heranzugehen, habe ich mir bei Amazon das neu erschienene Buch "Alltag in Schweden" gekauft. Bisher kann ich es nur empfehlen: Es enthält alles, was man wissen möchte, von Wohnungs- und Arbeitssuche über Behördengänge bis hin zu Verhaltensregeln, die man im Umgang mit seinen schwedischen Nachbarn befolgen sollte.

Die Operation "Vi flytter til Sverige" (wir ziehen nach Schweden) ist also offiziell angelaufen.

Montag, 23. März 2009

Frühjahrsputz

Man hält es kaum für möglich, aber ich habe es doch tatsächlich geschafft, ein ganzes Wochenende nicht zur Uni zu fahren. Und bis auf die Tatsache, daß ich zu Hause kein Internet habe, war es leichter als erwartet.
Abgelenkt habe ich mich mit einem kleinen Frühjahrsputz, denn immerhin schien am Samstag sogar mal die Sonne. Größtest Projekt dieses Wochenendes war das Umtopfen meiner immer noch zahlreichen Zimmerpflanzen auf meinem Balkon. Das verursacht bei mir immer ein enormes Chaos in der ganzen Wohnung durch das ständige Raus- und Reintragen von Pflanzen, Töpfen, Erde... Schlimmer sieht da nur noch der Balkon aus, auf dem ich auch gleich hätte Rasen aussähen können bei der vielen Erde, die auf dem Boden gelandet ist. Das wär mal was: eine 6 Quadratmeter große Wiese mit Katzengras. Ginny und Leon wären begeistert!
Nachdem ich die Umtopfaktion hinter mich gebracht hatte (es macht ja auch Spaß, aber nach ein paar Stunden verläßt mich die Motivation), mußte ich mich erst einmal ausruhen. Doch im Laufe des Wochenendes habe ich noch Staub gesaugt, das Bad geputzt, den Abwach erledigt, Küche und Bad gewischt und die Wohnung aufgeräumt. Ich weiß, das interessiert außer mir niemanden, aber zum Aufbau meines Egos möchte ich es mal erwähnt haben.
Ansonsten habe ich viel auf dem Sofa rumgelegen, ferngesehen und gelesen. Gestern habe ich endlich Tales of Beedle the Bard gelesen. Für Harry Potter Fans eine interessante und kurzweilige Lektüre. Mal sehen, was ich als nächstes lese. Immerhin habe ich ja angeblich sooo viel Zeit jetzt ;-)

Montag, 19. Januar 2009

Mein Wochenende

Bis auf ein wenig Shopping und zwei kurze Besuche an der Uni hatte ich dieses Wochenende dem exzessiven Nichtstun gewidmet. Und so habe ich endlich einmal wieder Zeit zum Lesen gehabt. Momentan lese ich, wie man ja jetzt auch rechts in der Leiste sehen kann Parable of the Sower von Octavia Butler.
An sich gehört das Buch in das Science Fiction Genre; allerdings kommen Raumschiffe und Zukunfts-technologien nur am Rande vor. Das Buch zeigt vielmehr eine düstere und erschreckend realistische Zukunftsvision der Vereinigten Staten von 2025, in der der Klimawandel und daraus resultierende Wasser- und Nahrungsknappheit zu einer schockierenden Kriminatität geführt haben. Normales Leben ist auf kleine Nachbarschaften hinter hohen Mauern zurückgedrängt worden, während draußen Horden von mit Drogen vollgepumpten Vandalen Feuer legen, plündern und vergewaltigen und die Polizei entweder zusieht oder mitmacht. Das Buch erzählt die Geschichte von Lauren Olamina, die in dieser Gesellschaft lebt und nicht glauben will, daß nicht jeder einzelne etwas daran ändern könnte. All das kann man sich sehr gut als mögliche Entwicklung unserer Gesellschaft vorstellen, weshalb das Buch auch so beunruhigt.
Es ist trotzdem eine interessante, lehrreiche und spannende Lektüre, sodaß ich kaum wieder damit aufhören konnte. Die Fortsetzung Parable of the Talents habe ich mir deshalb auch gleich bestellt.