Donnerstag, 29. Januar 2009

Unerwartete Funde am Ende der Welt

Heute ein Bild von einem magischen Ort, den ich 2005 während meiner Diplomarbeit kennenlernen durfte: Geitafell, noch ein erloschener und bis zu seinen Wurzeln erodierter Vulkan in Island. Meine Arbeit befaßte sich mit der Struktr des Inneren des Vulkans. Die Geländearbeiten dazu dauerten etwa 3 Wochen. In dieser Zeit bin ich täglich mindestens zweimal durch einen einkalten Fluß gestapft, der das Gebiet vom Zugang mit meinem kleinen Auto bewahrte. Dann hieß es nur noch 45 Minuten Laufen, und dann konnte die Arbeit beginnen.
Diese gestaltete sich auch lang, kalt, naß und teilweise schmerzhaft. Aber im Nachhinein würde ich jederzeit wieder hinfahren. Die Zeit war sehr schön. Und wie so oft hatte ich auch dort wieder die Möglichkeit, an Orte vorzustoßen, an denen bestimmt nur ganz wenige vor mir waren.
Bis auf diesen einen...
Es war nämlich an einem Tag, an dem meine beiden Mitdiplomanden und ich nach einem langen Tag besonders weit in eine Schlucht vorgestoßen waren. Über uns erhob sich eine scheinbar uneinnehmbare Bergkette. Da fanden wir plötzlich im Fluß zwischen zwei großen Steinblöcken stecken... einen Golfball! Vielleicht spielen Elfen ja auch gern mal eine Runde Golf...

Dienstag, 27. Januar 2009

Elfenland

Ein neuer magischer Ort in meinem Geoversum: die Dyrfjöll in Nordostisland. Ich war bisher dreimal dort - zu unterschiedlichen Zeiten und bei unterschiedlichem Wetter. Doch sie sind immer faszinierend. Ein Isländer hat sie mir gegenüber als "das am besten gehütete Geheimnis Islands" bezeichnet. Vielleicht liegt das daran, daß sie recht abgeschieden sind - mehr als 70 km bis zur nächsten Stadt, Egilstadir, und so ziemlich so weit, wie man von Reyjavik wegkommen kann - und deshalb noch nicht sehr viele Touristen die Idylle stören. In der Hauptsaison kommen mittlerweile mehr Leute, auch um die Vögel an der Küste zu beobachten.
Ich war glücklicherweise immer außerhalb der Saison da, sodaß ich die Umgebung ungestört erkunden konnte. Und wenn man Geländearbeit macht, sieht man ohnehin viel mehr von der Landschaft, weil man natürlich auch dahin geht, wohin es nie einen Touristen verschlägt. Da kann man schon verstehen, warum die Einheimischen glauben, daß hier Feen leben.


Samstag, 24. Januar 2009

Digitales Geoversum


Beim Vorbereiten meiner letzten Vorlesungsstunde für dieses Semester bin ich heute dank eines Kollegen auf eine sehr schöne Website gestoßen. Sie heißt Views of the Earth - artificial images of our real Earth und zeigt perspektivische Bilder der Erde aus dem Weltall - als wäre man selbst an Bord einer Weltraumstation!

Freitag, 23. Januar 2009

Und wieder eine Woche vorbei

Ja, es ist wieder einmal Freitag. Wie konnte es nur so weit kommen?! Mir kommt es so vor, als wäre gestern noch Montag gewesen. Hinzukommt, daß ich in dieser Woche nichts geschafft habe, zumindest nichts, woran ich mich erinnern könnte. Das liegt wahrscheinlich auch daran, daß ich den gesamten gestrigen Tag zu Hause war, um auf den Paket-Mann zu warten. Der kam natürlich erst heute. Aber das Warten hat sich gelohnt, denn jetzt habe ich endlich mein neues Spielzeug, meine vorträgliche Selbstbelohnung zum Doktor. Und mit Office 2007 macht das Erstellen einer Präsentation für die Verteidigung auch viel mehr Spaß.
Das war dann zwar das einzige Highlight der Woche, aber immerhin: Es gab ein Highlight. Und ich hab was zum Spielen fürs Wochenende.

Montag, 19. Januar 2009

An die Arbeit!

Ab dieser Woche habe ich mir wieder ein normales Maß an Arbeit verordnet. Mal sehen, wie ich mich so schlagen werde. Auf jeden Fall ist ein Plan gemacht und die Motivation auch zumindest in kleinen Dosen zurückgekehrt.
Deshalb heißt es jetzt: Zähne zeigen und rein in die neue Woche!



Mein Wochenende

Bis auf ein wenig Shopping und zwei kurze Besuche an der Uni hatte ich dieses Wochenende dem exzessiven Nichtstun gewidmet. Und so habe ich endlich einmal wieder Zeit zum Lesen gehabt. Momentan lese ich, wie man ja jetzt auch rechts in der Leiste sehen kann Parable of the Sower von Octavia Butler.
An sich gehört das Buch in das Science Fiction Genre; allerdings kommen Raumschiffe und Zukunfts-technologien nur am Rande vor. Das Buch zeigt vielmehr eine düstere und erschreckend realistische Zukunftsvision der Vereinigten Staten von 2025, in der der Klimawandel und daraus resultierende Wasser- und Nahrungsknappheit zu einer schockierenden Kriminatität geführt haben. Normales Leben ist auf kleine Nachbarschaften hinter hohen Mauern zurückgedrängt worden, während draußen Horden von mit Drogen vollgepumpten Vandalen Feuer legen, plündern und vergewaltigen und die Polizei entweder zusieht oder mitmacht. Das Buch erzählt die Geschichte von Lauren Olamina, die in dieser Gesellschaft lebt und nicht glauben will, daß nicht jeder einzelne etwas daran ändern könnte. All das kann man sich sehr gut als mögliche Entwicklung unserer Gesellschaft vorstellen, weshalb das Buch auch so beunruhigt.
Es ist trotzdem eine interessante, lehrreiche und spannende Lektüre, sodaß ich kaum wieder damit aufhören konnte. Die Fortsetzung Parable of the Talents habe ich mir deshalb auch gleich bestellt.

Freitag, 16. Januar 2009

Diese Woche

Da habe ich mir, während ich zwischen Weihnachten und Neujahr jeden Tag auch am Wochenende gearbeitet habe, so gewünscht, endlich ein bißchen Freizeit zu haben. Ich habe den Tag herbeigesehent, da ich endlich meine erste Version der Doktorarbeit an meine Gutachter abgeschickt habe. Und dann...
...dann war es diese Woche endlich so weit! Es lebe die [zumindest vorübergehende] Freiz(h)eit! Nur kann ich damit scheinbar nichts mehr anfangen. Ich fühle mich ziellos und unnütz, daddele studenlang nur herum oder surfe durch die endlosen Weiten des Internets. Aber das ist alles so unbefriedigend. Kann ich denn ohne meine Arbeit nicht mehr leben? Kann ich denn ansonsten nichts mehr mit mir anfangen?
Mittlerweile bin ich zu dem Schluß gelangt, daß ich von Anfang an eine Woche hätte freinehmen sollen, um wirklich nichts zu tun, statt mich der Illusion hinzugeben, ich könnte zur Arbeit gehen, als wäre nichts gewesen. Doch dazu ist es jetzt zu spät. Deshalb habe ich beschlossen, mich an diesem Wochenende noch progressiv zu entspannen (d.h. nichts zu tun), bevor ich dann am Montag voller Tatendrang und Motivation an die Arbeit zurückkehre und mir als erstes einen Plan mache, was ich tun werde.
Genau so mache ich es! Da gibt es keine Diskussion. Schönes Wochenende!

Me parece español

Am Dienstag hatte ich meine mündliche Spanischprüfung für meinen Grundstufe 2 Spanischkurs, den ich zweimal pro Woche für insgesamt 4 Stunden besuche. Das ist natürlich eine Menge Zeit. Hinzukommen Hausaufgaben, Vokabeln lernen und Prüfungsvorbereitung. Da kann man sich schon manchmal fragen, warum ich das alles auf mich nehme, obwohl ich für meine Promotion eigentlich keine Scheine oder Credit points brauche.
Doch eigentlich macht mir das auch Spaß. Ich habe etwas Ablenkung von meiner Arbeit. Und ich lerne eine Sprache, die zum einen auf dem Lebenslauf gut aussieht und mir auf meinen Reisen definitiv hilfreich sein kann. Deshalb finde ich es schon schade, daß dies mein letztes Semester als Studentin ist, und ich im nächsten Semester keine Sprachkurse mehr an der Uni machen kann. Deshalb kann ich nur jedem empfehlen, die Gelegenheit zu nutzen, solange er sie hat. Denn Volkshochschulkurse bringen gar nichts, und alles andere ist einfach zu teuer.

Dienstag, 13. Januar 2009

Krankes Löwenbaby

In meinem Geoversum gibt es natürlich auch wilde Tiere, nämlich Pantherin Ginny und Löwenbaby Leon. Leider ist Leon krank! Er hat seit gestern eine Blasenentzündung, der arme, kleine Löwe. Das hat er nicht verdient!
Wahrscheinlich hat er einen kalten Bauch bekommen, als er am Wochenende draußen auf dem Balkon seine Ländereien betrachtet hat.
Ich sollte ihm wohl einen dicken Pullover stricken und ihm eine Wärmflasche machen, damit er bald wieder gesund ist.

Montag, 12. Januar 2009

Geo-Dilemma

Mit meinen Reisen habe ich immer wieder die Erfahrung gemacht, daß man vor Ort wegen all der Anstrengungen nur darüber nachdenken kann, wann es endlich wieder nach Hause geht und daß man dort schlafen kann und saubere Klamotten tragen kann und sich nicht jeden Tag aufs Neue Berge hoch- und wieder herunterquälen muß. Wenn man aber erst wieder zurück ist und Gelegenheit hatte, sich seine Wunden zu lecken und sich etwas auszuruhen, wünscht man sich zurück an den Ort, den man kurz zuvor noch unbedingt verlassen wollte.
An ein solches inneres Dilemma erinnern mich meine Fotos von Slaufrudalur.
Jetzt wäre ich gern da...

Wie gern wäre ich jetzt...

... irgendwo weit weg, wo mich meine Arbeit nicht erreichen kann. Aber Flucht hilft in diesem Fall auch nicht. Es ist nur so, daß mich jetzt, wo ich erst einmal eine erste Version abgeliefert habe und auf Reaktionen warte, irgendwie die Motivation verläßt. Und dieser Blog hat sich als wirksame Ablenkung erwiesen. Außerdem kann man jede Menge Zeit damit verbringen, durch anderer Leute Blogs zu surfen und zu sehen, was sie der Welt unbedingt mitteilen müssen. Hochinteressant!
Vielleicht sollte ich mich doch wieder an die Arbeit machen. Es ist ja nicht so, daß ich nichts mehr zutun hätte ;-)

Freitag, 9. Januar 2009

Mein Geoversum


Mein Geoversum besteht aus einer Reihe von besonderen Orten, die ich auf meinen Reisen besucht habe. Einer meiner Lieblingsorte und deshalb Teil meines Geoversums: Slaufrudalur. Eigentlich ist Slaufrudalur das Tal auf der rechten Seite im Bild, aber es ist auch der Name des Granits, der die umgebenden Berge aufbaut und den ich in meiner Doktorarbeit bearbeitet habe. Dort gibt es Stellen, an denen man sich vorstellen kann, daß dort noch nie ein Mensch vor einem gewesen ist ...maximal ein Schaf oder ein Rentier.

Ich jetzt auch!

Nun gut, früher oder später mußte es ja dazu kommen: Auch ich habe jetzt einen Blog, damit ich allen, die es wissen wollen (und nur denen), von meinem Leben berichten kann. Für heute gibt es zu berichten, daß ich eine erste Version meiner Doktorarbeit zusammengebastelt habe. Jetzt heißt es warten, was meine Gutachter dazu sagen. Da sie sich in den fernen Ländern China und Brandenburg aufhalten, werde ich die Reaktion wohl früher oder später per Mail erfahren.

Führ mich bedeutet das aber: Dieses Wochenende habe ich frei! Welch Luxus!