Posts mit dem Label aus dem Nähkästchen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label aus dem Nähkästchen werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

Donnerstag, 24. Oktober 2013

Endlich wieder stricken

Ein Gutes hat das ungemütliche Herbstwetter ja: es ist endlich wieder Zeit zum Stricken. Meine Schwester ist zur Zeit kaum zu stoppen. Und auch ich habe mich wieder an die Nadeln begeben. Mein neuestes Werk: superwarme Handschuhe aus isländischer Schafwolle nach einem Strickmuster von Drops.
Besonders schön finde ich den Mäusezähnchenrand.
Vielleicht wage ich mich jetzt ja mal an was Größeres als Handschuhe, Socken, Mützen und Schals.

Sonntag, 29. September 2013

Einrichten für den gemütlichen Teil des Jahres

Jetzt wo die Tage rapide kürzer werden und es draußen ungemütlich wird, ist es an der Zeit, es sich drinnen extra gemütlich zu machen. Im Schwedischen gibt es das Wort mysig, was angenehm und gemütlich bedeutet. Es sich am Freitagabend mit Chips vor dem Fernseher gemütlich machen, nennt der Schwede fredagsmys. Sich an dunklen Herbsttagen drinnen einzukringeln bezeichnet er als höstmys.

Für mein höstmys habe ich heute neue Kissenbezüge genäht, nachdem ich endlich den perfekten Stoff passend zur Wohnzimmereinrichtung gefunden habe. Jetzt bin ich bereit für den Herbst. 

Sonntag, 9. September 2012

Meine 1. selbstgemachte Handtasche

Nachdem ich mir vor einiger Zeit das Buch "The Bag Making Bible" von Lisa Lam gekauft hatte, war es an der Zeit meine Taschennähtechniken zu verfeinern. Und was wäre da besser geeignet als eines der Projekte aus dem Buch, das übrigens super ist und alle wichtigen Techniken als Schritt-für-Schritt-Anleitungen enthält.

Um die ganze Geschichte nicht zu sehr in die Länge zu ziehen, kommen hier einfach die Fotos. Wer die Tasche selbst nähen möchte, sollte sich unbedingt das Buch kaufen. Das kann ich nur wärmstens empfehlen.
Alle Teile zugeschnitten. Ich habe Stoffe von IKEA (grau und schwarz) und Panduro Hobby verwendet.
Nicht im Projekt vorgesehen, aber eine perfekte Gelegenheit, zu üben, wie man Reißverschlußtaschen näht.
Hier ein Schritt beim Nähen der Reißverschlußtasche auf der schwarzen Seite.
Die graue Außenseite und das Fließfutter jeweils einzeln fertig zusammengenäht.
Die graue und schwarze Seite, sowie das Futter vor dem Zusammennähen.
Die Schlaufe ist schon dran. Dann wird der Rand der Tasche gesäumt.
Und hier ist der Saum am mittleren Rand fertig und man sieht die Schlaufe schön.
Als nächstes wird der seitliche Rand gesäumt. Das war für mich am schwierigsten, hat aber letztlich ganz gut geklappt.
Und hier das Ergebnis. Sieht doch gut aus.
Anschließend habe ich die Träger genäht. Das war verhältnismäßig einfach.
Voila! Die fertige Tasche. Übrigens habe ich die Knöpfe selbst bezogen. Und ist die Reißverschlußtasche nicht super geworden?
Und hier die schwarze Seite, denn die Tasche ist wendbar. Die Reißverschlußtasche ist hier auf der Rückseite, weil die beiden RVTs nicht aneinander liegen sollten. An dieser Stelle kann ich ja noch zugeben, daß ich die Henkel falsch angenäht habe. Ich hab sie dann kurzerhand oben durchgeschnitten und richtig zusammengenäht, sodaß die Tasche schön über der Schulter getragen werden kann. Auf den Bildern sind die Henkel aber noch falsch.

Ich bin sehr stolz auf das Ergebnis, und meine Freundinnen waren auch sehr neidisch. Allerdings habe ich keine Ahnung, wie viele Stunden ich an der Tasche gesessen habe. Ich hab jedenfalls eine Menge gelernt.

Sonntag, 27. Mai 2012

Aus dem Nähkästchen: Readertasche

Nix geht ohne Plan.
Nachdem ich mir dieses tolle Buch gekauft habe und es nach dem 2. Versuch auch tatsächlich geliefert worden ist (amazon.co.uk ist sehr nett, wenn die Post was verschludert hat), konnte ich endlich mein Versprechen einlösen und eine Readertasche nähen. Und das ging so:

Den Stoff habe ich im Bastelladen erstanden: schwarzer Baumwollstoff für außen, mittelsteifes Flies als Futter und roter Filzstoff für das Innenfutter.












Streng nach Plan habe ich die Teile für Klappe, Innenfutter und Außentasche mit Flies zurechtgeschnitten und die drei Teile linksherum zusammengesteckt.



Dann habe ich die Klappe zusammengenäht und auf rechts gedreht. Um die Kante der Klappe nicht zu steif werden zu lassen, habe ich das Innenflies hier nicht eingenäht, sondern einfach zwischen Futter und Außenstoff gelegt.


Anschließend habe ich die beiden Teile der Innentasche ganz einfach an 3 Seiten zusammengenäht. Das gleiche habe ich dann auch mit der Außenstasche gemacht. Dadurch erhält man zwei "Mappen", die allerdings noch keine Tiefe haben.

Die Tiefe erzeugt man dann durch das Umnähen der unteren Ecken, einen Kniff, den ich aus dem oben erwähnten Buch habe. 





Das ist wirklich nicht schwierig und erzeugt einen schönen 3D-Effekt für die Innen- und Außentasche.

Dann wird es jedoch ein bißchen kniffliger. Zunächst dreht man die Außentasche auf rechts und faltet den oberen Rand nach innen. Die Tasche für das Innenfutter läßt man auf links und faltet den oberen Rand nach außen. Indem man mit einem Bügeleisen über die gefalteten Ränder bügelt, kann man sicherstellen, daß sich der Rand nicht von allen wieder auffaltet.

 Anschließend platziert man die Innentasche in der Außentasche und fummelt so lange alles an seinen Platz, bis die umgefalteten Ränder schön aufeinander passen. Alles erst einmal mit Stecknadeln fixieren.


Auf einer Seite zieht man dann die Nadeln nochmal heraus und steckt die Klappe zwischen den Rand der Innen- und der Außentasche. Alles schön mit Stecknadeln feststecken.





Nun folgt der mit Abstand schwierigste Arbeitsschritt, für den man am besten den großen Teil des Fußes der Nähmaschine entfernt. Der obere Rand der Tasche wird einmal rund herum zusammengenäht.

Schließlich habe ich noch selbstklebendes Klettband als Verschluß angebracht.

Fertig!







Die Arbeit an der Tasche hat insgesamt 2 Stunden in Anspruch genommen. Das Resultat kann sich meiner Meinung nach sehen lassen: