Hin und wieder von zu Hause aus zu arbeiten, ist ein fester Vorsatz für dieses Jahr.
Wenn man schon ein Arbeitszimmer zu Hause hat und die Möglichkeit von Seiten des Arbeitgebers besteht, ist Home office eine gute Gelegenheit, mal einigermaßen in Ruhe an wichtigen Sachen zu arbeiten. Bei mir kommen leider viel zu oft irgendwelche Meetings oder Unterricht dazwischen. Da kann ich natürlich nicht von zu Hause aus teilnehmen ;-) Aber die letzten beiden Freitage hatte ich mir extra für Home office freigehalten.
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| Zu Hause muß man im Gegensatz zur Arbeit das Büro natürlich mit anderen teilen. Und gelentlich mal ein Bällchen werfen. |
Ein deutlicher Nachteil des Home office ist verständlicherweise, daß man sich die Arbeit mit nach Hause nimmt. Das war auch der Grund, warum ich nach dem Studium irgendwann aufgehört habe, zu Hause an meiner Doktorarbeit zu arbeiten und lieber am Wochenende in die Uni gefahren bin. Damals lag die Uni aber auch nur einen Katzensprung von meinem Zuhause entfernt, jetzt muß ich eine halbe Stunde Auto fahren.
Bleibt zu erwähnen, was es denn so Wichtiges gibt, daß man sich zu Hause in Ruhe und in letzter Zeit auch an den Wochenenden damit beschäftigen möchte. Derzeit gibt es zwei Dinge: Zum einen haben wir in der Woche vor Weihnachten endlich unseren Artikel in der Zeitschrift Nature Communications akzeptiert bekommen und waren im Prinzip über die Ferien damit beschäftigt, die entsprechenden Formalitäten für die Veröffentlichung fertigzumachen. Bei Nature gibt es offensichtlich keine Feiertage, und da bekommt man schonmal eine Deadline zwischen Weihnachten und Neujahr. Diesen Freitag Nachmittag kam dann die Druckvorlage unseres Artikels, den wir bitte innerhalb von 48 Stunden durchzusehen haben. In drei Stunden läuft die Deadline ab, und da hat man eben keine andere Wahl, als sich am Wochenende hinzusetzen. Das nimmt man auch in Kauf, denn eine Veröffentlichung in Nature oder auch den eher spezialisierteren Nature-Zeitschriften kann entscheidend für die Karriere sein.
Das andere Projekt, mit dem ich mich derzeit intensiv beschäftige, ist ein Antrag an den europäischen Forschungsrat, ERC. Ich hatte ja schon mal erklärt, daß man als Wissenschaftler selbst Geld für die eigene Forschung und nur allzu oft auch für seinen eigenen Lohn aufbringen muß. Ein ERC-Projekt zu bekommen, wäre besser als ein Lottogewinn. Da geht es um 1,5 Millionen Euro! Aber dementsprechend schwer ist es auch, mit dem Antrag erfolgreich zu sein. Die Deadline für dieses Jahr ist am 25. März. Bis dahin ist noch enorm viel zutun. Hoffentlich kann ich bis dahin noch ein paar mal von zu Hause aus arbeiten.