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Samstag, 31. Mai 2014

Gartenmöbel für Katzen

Unsere Katzen haben heute für den Balkon ein eigenes Möbelstück bekommen, nämlich eine Sonnenbank mit Graseinsatz. Leider ist heute kein gutes Balkonwetter, aber auch in naß haben Ginny und Leon das eigens für sie angefertigte Kunstwerk schon mal für gut befunden. Mein Anteil war übrigens das Gras.
Letztes Wochenende war die Bank schon fertig, aber der Rasen noch in Arbeit.
Anwändertest.

Sonntag, 27. April 2014

Fischbabies 2.0

Am Samstag erwartete uns zum Frühstück eine Überraschung: unsere Kakadu-Zwergbuntbarsche hatten das erste mal Nachwuchs bekommen. Eine Menge sandkorngroßer Minifische wurde am Eingang der Kokosnußhöhle von der Barschmama im Zaum gehalten.
Samstag: Mama Kakadu (gelb-schwarz) und Papa Kakadu (rot-schwarz) halten den Schwarm Babyfische in der Höhle und verteidigen ihr Revier vor anderen Fischen.
Heute morgen: Mama Kakadu und die Kinder sind umgezogen. Man sieht die Babies kaum, da sie nur so groß sind wie ein Sandkorn mit Flossen.
Mama Kakadu verteidigt die Kleinen. Gegen Ende sieht man, wie sie eines der Kleinen ins Maul nimmt und zur Höhle zurückspruckt.

Kakadu-Zwergbuntbarsche legen Eier in Höhlen und bewachen diese dann aggressiv. Wenn die Kleinen dann schlüpfen werden sie von der Mutter gehütet, während der Vater das Revier gegen die anderen Fische verteidigt, die die Minifische natürlich als Futter betrachten. Unser Kakadu-Pärchen ist noch sehr jung, weshalb es vom ersten Nachwuchs leider keiner geschafft hat, was aber nichts Ungewöhnliches ist.

Trotzdem war es sehr interessant, zu beobachten, wie sich die Buntbarscheltern um die Winzlinge kümmern: Wenn sie aus der Höhle herausschwimmen, werden sie kurzerhand von Mama oder Papa in den Mund genommen und zurück in die Höhle gespuckt. Wie liebevoll!

Heute Morgen war dann die ganze Sippe in die Nachbarnuß umgezogen. Hoffen wir, daß beim nächsten Mal ein paar der kleinen Fischies durchkommen.

Montag, 17. März 2014

Katzenfernseher 2.0

Seitdem wir im Herbst von unseren alten Nachbarn vor deren Auszug ein Aquarium mit Neons und Platys geerbt hatten, war ich auf der Suche nach einem günstigen Unterschrank. Ein Aquarium steht auf Dauer einfach nicht auf einer normalen Komode. Neue Unterschränke erwiesen sich als sehr unerschwinglich, sodass ich begann, mich bei blocket.se, dem schwedischen Äquivalent von eBay, nach gebrauchten umzuschauen. Dort gibt es oft sogar ganze Sets aus gebrauchtem Aquarium mit dem passenden Unterschrank für wenig Geld. 

Im November fand ich dann ein sehr günstiges Eckaquarium mit Schrank, das wir aus einem Dorf nordwestlich von Uppsala mit dem Auto abholten. Mitte Dezember haben wir das Aquarium dann aufgestellt. Das alte Aquarium mußte dafür erst einmal in die andere Zimmerecke umziehen. Dann konnte das neue eingefahren werden, wie das im Jargon heißt. Als Boden haben wir hellen  Sand ausgewählt und mit Hilfe von Wurzeln und Pflanzen ein Südamerika-Becken eingerichtet. Nach ein paar Wochen durften dann die Fische aus dem alten Aquarium einziehen. 

Die Platys haben sich seit dem ziemlich doll vermehrt. Seit zwei Wochen haben wir zudem noch ein Pärchen Kakadu-Zwergbuntbarsche und vier Maronii, eine friedliche Buntbarschart auch aus Südamerika. Die Buntbarsche sind interessant zu beobachten, nicht nur für die Katzen. 
Nach dem Befüllen mit Sand war das Wasser für einige Tage sehr trübe.
Ein paar Tage später mit Wurzel, Steinen und ersten Pflanzen.
Noch später mit noch mehr Pflanzen erkennt man langsam, was es werden soll.
So sieht das Aquarium heute aus. Mehr Wurzeln und größere Pflanzen machen es dem Lebenraum in Südamerika ähnlicher. Die Kokosnußschalen dienen den Buntbarschen als Höhle.
Das Kakadu-Zwergbuntbarschweibchen. Das Männchen ist grau-schwarz gestreift mit prächtigen roten Flossen.
Einer von den vier Maronii. Entgegen ihres Rufes sind sie ziemlich neugierig und immer vorn dabei.

Samstag, 22. Februar 2014

Katzenfernseher a.k.a. Vogelhäuschen

Im Herbst hatte ich ja in einer kreativen Phase ein Vogelhäuschen gebaut und es so angebracht, daß es die Katzen vom Balkon und vom Wohnzimmerfenster aus beobachten können. Jetzt kommen endlich auch mal ein paar Fotos vom Vogelhäuschen im Einsatz. Die primäre Funktion als Katzenunterhaltung ist ebenso gegeben wie der sekundäre Einsatzbereich der Meisenernährung.

Sonntag, 26. Januar 2014

Home office

Hin und wieder von zu Hause aus zu arbeiten, ist ein fester Vorsatz für dieses Jahr. 

Wenn man schon ein Arbeitszimmer zu Hause hat und die Möglichkeit von Seiten des Arbeitgebers besteht, ist Home office eine gute Gelegenheit, mal einigermaßen in Ruhe an wichtigen Sachen zu arbeiten. Bei mir kommen leider viel zu oft irgendwelche Meetings oder Unterricht dazwischen. Da kann ich natürlich nicht von zu Hause aus teilnehmen ;-) Aber die letzten beiden Freitage hatte ich mir extra für Home office freigehalten.
Zu Hause muß man im Gegensatz zur Arbeit das Büro natürlich mit anderen teilen. Und gelentlich mal ein Bällchen werfen.
Ein deutlicher Nachteil des Home office ist verständlicherweise, daß man sich die Arbeit mit nach Hause nimmt. Das war auch der Grund, warum ich nach dem Studium irgendwann aufgehört habe, zu Hause an meiner Doktorarbeit zu arbeiten und lieber am Wochenende in die Uni gefahren bin. Damals lag die Uni aber auch nur einen Katzensprung von meinem Zuhause entfernt, jetzt muß ich eine halbe Stunde Auto fahren.
 
Bleibt zu erwähnen, was es denn so Wichtiges gibt, daß man sich zu Hause in Ruhe und in letzter Zeit auch an den Wochenenden damit beschäftigen möchte. Derzeit gibt es zwei Dinge: Zum einen haben wir in der Woche vor Weihnachten endlich unseren Artikel in der Zeitschrift Nature Communications akzeptiert bekommen und waren im Prinzip über die Ferien damit beschäftigt, die entsprechenden Formalitäten für die Veröffentlichung fertigzumachen. Bei Nature gibt es offensichtlich keine Feiertage, und da bekommt man schonmal eine Deadline zwischen Weihnachten und Neujahr. Diesen Freitag Nachmittag kam dann die Druckvorlage unseres Artikels, den wir bitte innerhalb von 48 Stunden durchzusehen haben. In drei Stunden läuft die Deadline ab, und da hat man eben keine andere Wahl, als sich am Wochenende hinzusetzen. Das nimmt man auch in Kauf, denn eine Veröffentlichung in Nature oder auch den eher spezialisierteren Nature-Zeitschriften kann entscheidend für die Karriere sein.
Das andere Projekt, mit dem ich mich derzeit intensiv beschäftige, ist ein Antrag an den europäischen Forschungsrat, ERC. Ich hatte ja schon mal erklärt, daß man als Wissenschaftler selbst Geld für die eigene Forschung und nur allzu oft auch für seinen eigenen Lohn aufbringen muß. Ein ERC-Projekt zu bekommen, wäre besser als ein Lottogewinn. Da geht es um 1,5 Millionen Euro! Aber dementsprechend schwer ist es auch, mit dem Antrag erfolgreich zu sein. Die Deadline für dieses Jahr ist am 25. März. Bis dahin ist noch enorm viel zutun. Hoffentlich kann ich bis dahin noch ein paar mal von zu Hause aus arbeiten.

Sonntag, 12. Januar 2014

Endlich Winter!

Man hätte ja fast meinen können, daß dieses Mal der Winter einfach ausfällt. Weihnachten bei 10°C und Regen ist nichts, was man in Schweden erwartet. Und ohne Schnee ist es hier sehr, sehr dunkel! Doch nun, fast Mitte Januar ist es endlich an der Zeit für Winter! Es schneit. Es sind etwa -10°C tagsüber, und Plusgrade sind nicht in Sicht. Jetzt fehlen uns nur noch 10 cm mehr Schnee, damit wir ordentlich Ski fahren können. Für die Katzen reicht die Schneemenge aber schon.
Ein Spaziergang auf der Skiloipe hinterm Haus. Zum Ski fahren reicht der Schnee gerade noch nicht.
Leon auf dem Balkon im Schnee.
Schnee schmeckt offensichtlich.

Freitag, 6. Dezember 2013

Familienurlaub mit Neubekanntschaft

Jeder Auswanderer wird es einem bestätigen: Besuche in der Heimat werden nie wieder erholsam sein, wenn man erstmal im Ausland wohnt. Dann muß man nämlich Familie und Freunde in kürzester Zeit besuchen.

Gerade sitze ich nach einem sechstägigen Deutschlandbesuch auf dem schönefelder Flughafen und hoffe, daß Orkan Xaver mir nicht die Heimreise verdirbt. Bis jetzt waren meine 6 Tage in Deutschland nämlich sehr schön. Ich habe meine Klassenkameraden aus der Schulzeit und meine alten Freunde getroffen, hab meine Eltern und Großeltern gesehen und hab dann 4 Tage mit der Familie meiner Schwester verbracht. Dort habe ich meine fast 4 Wochen alte, zuckersüße und total liebe Nichte kennengelernt und hab ausgiebig Zeit mit meiner anderen Nichte verbracht, die heute schon ihren dritten Geburtstag feiert. Es hat super viel Spaß gemacht, mit ihr Plätzchen zu backen und ein Pfefferkuchenhaus zu bauen. Heute Vormittag haben sie und ich auch einen Ausflug zum Tierladen gemacht und für Leon ein neues Bällchen gekauft. Dann hat sie heute Nachmittag die Kerzen auf ihrem Geburtstagskuchen ausgepustet. Sie ist echt schon wieder so groß.

Ich hoffe, meine Reise nimmt demnächst noch ein planmäßiges Ende und ich kann, wie meine Nichte es ausdrücken würde, heute wieder in meinem Schweden schlafen.

Mittwoch, 27. November 2013

Bällchennotruf!

Der Leon hat ein ganz bestimmtes Lieblingsspielzeug, ein weißes, klapperndes Fellbällchen. Er trägt es mit Vorliebe im Maul durch das Haus, apportiert es und legt es sorgfältig auf weichen Unterlagen ab.
Bällchen auf dem Ofenhandschuh abgelegt.
Bällchen auf dem Gartenschuh abgelegt.

Leider ist das Bällchen schon seit einiger Zeit am Auseinanderfallen. Alle Versuche, ein identisches Ersatzbällchen zu beschaffen, waren bisher ohne Erfolg. Leon ist mittlerweile der Kater mit der größten Bällchensammlung in ganz Schweden. Nur akzeptieren tut Leon die neuen Bällchen nicht. Sie haben einfach nicht das richtige Fell und das richtige Klappern. 



Bällchen auf Sandalen abgelegt.

Ein Teil von Leons Bällchensammlung.
Schweden ist abgesucht, jetzt brauchen wir Hilfe, das perfekte Ersatzbällchen zu finden. Sachdienliche Hinweise, die zur Ergreifung des richtigen Ersatzbällchens führen, werden dankend entgegengenommen.











Die Ginny läßt das Bällchen kalt.

Donnerstag, 31. Oktober 2013

Babyfische!

Unsere von den Nachbarn geerbten Fische haben Babies bekommen. Jetzt kann ich nicht mal mehr sagen, wieviele Haustiere wir haben.

Sonntag, 6. Oktober 2013

Eichhörnchenfütterstation

Um im Winter zur allgemeinen Katzenunterhaltung beizutragen, haben wir eine Eichhörnchenfütterstation gebaut, die wir in den nächsten Tagen an einem der vielen großen Bäume im Garten anbringen wollen. Die Anleitung für die Fütterstation kommt von dieser Website, wo man sich sehr viele Gedanken über die Bedürfnisse der kleinen Puschel gemacht hat. So gibt es eine Plexiglasscheibe, durch die Nüsse leicht gesehen werden können, eine nicht zu schwere Klappe, die Hörnchen hochheben, sich aber nicht darin einklemmen kann, Wasserablauf, eine kleine Plattform zum Sitzen und Knabbern. Bevor die Fütterstation aufgehängt wird, habe ich sie heute nochmal mit Leinöl eingerieben, um das Holz auf ungiftige Weise zu schützen. Heute Morgen war auch ein Eichhörnchen im Garten unterwegs. Ich hoffe nur, daß es sich auch willkommen fühlt, wenn die Fütterstation erst hängt.
Ja, der Herbst ist da. Zeit, alles für den Winter vorzubereiten.

Samstag, 14. September 2013

Das ultimative Schweden-Vogelhäuschen

Nach Stunden und Tagen mühevoller Arbeit habe ich heute endlich mein erstes selbst gebautes Vogelhäuschen aufgestellt. Die Fütterungsstation ist vom Aussehen her unserem Haus nachempfunden und soll im Winter der Unterhaltung der Katzen dienen. Sowohl vom Wohnzimmerfenster als auch vom Balkon aus hat man gute Sicht auf die hoffentlich zahlreich dort speisenden Vögel. Aber auch ohne Vögel waren Ginny und Leon schon sehr interessiert an dem Häuschen, das da auf einmal auf einem Podest auftauchte.
Das Häuschen besteht aus Leimholz und ist mit Akryllack auf Wasserbasis lackiert.
Als Dachbelag habe ich einen Fußabtreter zurechtgeschnitten und mit der Unterseite nach oben aufs Dach genagelt.
Das Häuschen ist auf ein Brett geschraubt, das wiederum auf einem quadratischen Kantholz befestigt ist, der in einem dafür passenden Erdanker steckt.

Donnerstag, 5. September 2013

Katzenfernseher

Seit vorgestern haben unsere Katzen ihre eigenen Haustiere. Unsere alten Nachbarn, die gerade ausziehen und die Katzen gefüttert haben, während wir in Island waren, haben uns ihr Aquarium überlassen. Sie haben in ihrem neuen Haus keinen Platz dafür. Also haben Ginny und Leon jetzt einen Katzenfernseher.

Samstag, 3. August 2013

4 Jahre Schweden

Heute vor 4 Jahren bin ich nach Schweden gekommen! 
 
Gewöhnlich philosophiere ich ja zu meinem Jahrestagen immer, was sich seit dem Anfang und seit dem letzten Jubiläum so ereignet hat. Nach einem Jahr fühlte ich mich noch immer, als stände ich am Anfang. Nach zwei Jahren fand ich mich einigermaßen zurecht. Nach drei Jahren fühlte ich mich hier zu Hause. Was kann sich da nach einem weiteren Jahr schon noch getan haben?

Der wahrscheinlich größte Unterschied zum letzten Mal ist wohl, daß ich in meinem eigenen Haus sitze und blogge. Das ist schon ein riesiger Schritt. Und rein arbeitstechnisch habe ich mich recht gut eingefunden in meine Stelle, die seit letztem September ja auch teilweise eine Führungsrolle im Institut beinhaltet. Beides, das eigene Haus und meine Arbeit, hat irgendwie dazu geführt, daß ich näher als je zuvor am Eingang zur schwedischen Kultur stehe. 
 
Ich bilde mir ganz und gar nicht ein, daß ich tatsächlich einen echten Einblick habe. Bisher habe ich wirklich nur beobachtet. Ich kenne wenige Schweden privat, und es fehlt mir einfach an einem Hund oder Kind, um wirklich Kontakt aufnehmen zu können. Trotzdem habe ich im letzten Jahr noch einmal wahnsinnige Fortschritte beim schwedisch Sprechen gemacht. Ich kann jetzt richtig small talk halten. Vor einer halben Stunde habe ich doch tatsächlich mit unserer Nachbarin geredet, sie überredet unsere Katzen zu füttern und ihr beim Stachelbeeren pflücken geholfen. Das ist für mich ein Meilenstein der Kontaktaufnahme. Mittlerweile sind schwedische Konversationen um mich herum oder im Radio auch nicht mehr nur Hintergrundrauschen. 
 
Vielleicht wird Jahr 5 ja das Jahr der echten Kontaktaufnahme. Wer weiß? Ich bin gespannt.

Mittwoch, 31. Juli 2013

Abenteuergeschichte für meine Nichte



Hier etwas, das bestimmt meiner zweijährigen Nichte gefällt (Grüße an Chrilu):
 
Gestern Abend im Bett hörten wir seltsame Geräusche vom Dachboden über uns. Es war schon fast dunkel und ich kletterte ganz vorsichtig die Leiter nach oben. Oben war es ganz, ganz dunkel. Also leuchtete ich mit der Lampe von meinem Handy herum. Und tatsächlich hing da an einem der Dachbalken etwas kleines Flatterndes. Ich dachte natürlich: Ah, eine Fledermaus! Aber wie kommt die auf unseren Dachboden?  Die muß wieder raus in die Freiheit. 
 
Also haben wir uns Handschuhe und ein altes T-Shirt geholt und sind beide auf den Dachboden geklettert. Sofort flatterte die vermeintliche Fledermaus davon zum hinteren kleinen Fensterchen. Als ich mit der Lampe dorthin leuchtete, saßen da gleich zwei Fledermäuse. Allerdings zeigten ihre Köpfe nicht nach unten. Das waren also gar keine Fledermäuse, sondern Vögelchen, die auf den zweiten Blick aussahen wie Schwalben. 
 
Als wir näher kamen, blieben sie seltsamerweise einfach am Fensterrahmen sitzen. Wie waren sie nur reingekommen? Das Fensterchen geht nämlich gar nicht aufzumachen. So wie es aussah waren die beiden schon ein Weilchen hier und ziemlich schwach. Bei einem Flugversuch kam einer der beiden gar nicht weit,  sondern landete gleich auf der Hand.
 
Mittlerweile waren auch die Katzen neugierig geworden, und die Ginny stand schon mit drei Beinen auf dem Dachboden, während Leon hinter ihr auf der Leiter wartete. Nun passen Vögel und Katzen gar nicht zusammen. Deshalb mußte ich Ginny und Leon gleich wieder runterscheuchen.
 
Dann konnte die Rettung der Vögelchen endlich losgehen. Vorsichtig wurde erstmal der eine in das T-Shirt gewickelt. Dann hab ich das Vogelpäckchen nach unten ins Gästezimmer getragen und das Vögelchen wieder ausgewickelt. Zum Glück war er kräftig genug, um durch das Fenster in die Freiheit zu fliegen. Auch das andere Vögelchen haben wir so freigelassen, aber erst mußten wir noch ein Foto machen.
Übrigens haben wir dann hinterher rausgefunden, daß es gar keine Schwalben waren, sondern Mauersegler. Das sind schon echt schöne Vögel.

Sonntag, 12. Mai 2013

Terrasse/Balkon goes Katzenfreigehege

Ginny bei der ersten Begehung. Dabei ist das Netz noch nicht mal komplett fertig angebracht.
Unser Haus hat einen ca. 18 Quadratmeter großen und zu 2/3 überdachten Balkon auf der Ostseite, den man vom Eßzimmer aus betreten kann. Der Balkon ist also ideal, um dort morgens in der Sonne zu frühstücken oder abends im Sommer den Schatten zu genießen. Allerdings liegt er mit etwa 1,5 m über dem Erdboden zu niedrig, um unsere indoor-Raubtiere vom outdoor-Dasein abzuhalten. Nachdem ich gestern die Holzplanken geölt hatte, haben wir deshalb heute ein Katzennetz angebracht, daß unseren Monstern des Zugang zum Balkon ermöglicht, ohne daß sie abhauen.
Schnüffeln ist doch das Größte!
Endlich können jetzt auch Pflanzen und Menschen mit nach draußen. Herrlich! Und die Katzen sind begeistert. Eine ganze, große Welt der Gerüche tut sich auf. 


Fehlen eigentlich nur noch Gartenmöbel für Mensch und Tier, aber die kommen schon noch.

Montag, 21. Januar 2013

Katzenparadies: Katzeneckhochsitz

Vor dem Umzug haben wir den Katzen versprochen, daß das neue Zuhause nicht nur größer wird mit spannenderer Aussicht aus mehr Fenstern, sondern daß es auch schönere Katzeneinrichtung geben wird. Hier ein erstes Beispiel: Ein Katzeneckhochsitz mit Loch zum Duchangeln und allgemein als Rückzugsmöglichkeit. Die Befestigung funktioniert mit zwei gewöhnlichen Regalwinkeln. Leon bestätigt die Funktionstüchtigkeit.

Freitag, 23. November 2012

Quer durch Südafrika - Fazit


Man kann es vielleicht zwischen den Zeilen meiner Posts zu unserer Südafrikareise lesen oder an den Fotos sehen, die ich jetzt bei allen Posts nachgetragen habe, aber diese Reise war wirklich unvergeßlich. Südafrika ist ein riesiges Land voller Kontraste. Unsere Reise führte uns von Johannesburg zum Ithala Game Reserve bei Louwsburg, zum Royal Natal und zum Giant's Castle Nationalpark in den Drakensbergen, nach Coffee Bay an der Wild Coast, nach Port Elizabeth und über Queenstown und Dordrecht in die Karoo-Halbwüste, um am Ende von Post Elizabeth die Heimflüge anzutreten. Laut Google Maps sind das etwa 3000 km Direktstrecke vor allem in den Provinzen Kwazulu-Natal und Eastern Cape.
Google Maps Link.
Wir haben die wahnsinnig schöne Natur der Nationalparks gesehen. Die Tiere und Pflanzen dort in freier Wildbahn zu sehen, ist einfach atemberaubend. Das Highlight dabei war ohne Frage der Besuch im Addo Elephant Park, wo die Elefanten wirklich zum Greifen nahe waren.
Nur ein Handyfoto, aber immerhin: so nah waren die Elefanten.
Noch ein Elefantenhandyfoto.
Außerdem war es fantastisch, im Oktober und November durch die grüne und blühende Landschaft zu wandern, Blumen zu sehen, die wir in Europa nur aus dem Gewächshaus im botanischen Garten kennen oder manchmal auch als Zimmerpflanze halten. Vor allem die Drakensberge mit ihren schroffen Bergen, den mehr als 15 verschiedenen Vegetationszonen und den Höhlenmalereien haben es mir angetan.


Auch kulinarisch hat Südafrika so einiges zu bieten. Wo sonst kann man so lecker und sogar bezahlbar essen gehen. Der Service ist um einiges besser als in Schweden, und neben köstlichen Weinen gibt es auch so exotische Dinge wie Krokodil, Warzenschwein und Kudu, was ich alles nur empfehlen kann.
Voila! Carpaccio vom Warzenschwein, Krokodil und Springbock.

Springbockcarpaccio. Auch allein ein Wahnsinn!
Kudu, Warzenschwein und Springbock als Filets!
Noch eine Neuentdeckung für mich: Red Cappucchino mit Roibos.
Mein neues Motto.

Auf der anderen Seite ist Südafrika ein Land, in dem ein großer Teil der Bevölkerung in Lehmhütten mit Strohdach und ohne Strom oder fließend Wasser lebt, während der Lebensstandard in einigen Städten durchaus mit dem europäischen mithalten kann. Vielerorts, auch in den teuren und noblen Nationalparkunterkünften, sieht man, daß zwar alles pieksauber ist, aber seit Jahren nichts mehr repariert oder renoviert wurde. Auch im Gespräch mit unserem ersten Gastgeber, der zu den Buren (weißer Südafrikaner niederländischer Abstammung) gehört, haben wir erfahren, daß es momentan kaum Fortschritt auf irgendeinem Gebiet in Südafrika gibt. Besonders deutlich war das in Coffee Bay, wo es wirklich traurig und trostlos zuging, obwohl man dort touristisch bestimmt einiges auf die Beine stellen könnte.

So oder so haben wir nicht einmal die Hälfte des Landes gesehen. Ich würde gern wenigstens noch einmal hinreisen und mir Kapstadt und die Südküste entlang der sogenannten Gartenstraße anschauen. Vielleicht wird das ja irgendwann noch mal was.

Mittwoch, 7. November 2012

Quer durch Südafrika - Teil 4

Tag 10
Der letzte Fahrtag auf dem Weg nach Port Elizabeth begann für uns um 5:30, als wir vom Hof des Hotels in Coffee Bay fuhren. 566 km in 8:20 h lagen laut Navi vor uns. Leider waren wir nicht ganz so schnell. Mehrere 30 km lange Baustellen mit Ampeln, an denen man schonmal eine halbe Stunde warten muß, und eine Vollsperrung der Straße etwa 100 km vor Port Elizabeth machten uns einen leichten Strich durch die Rechnung. Da stehen dann schon mal zwei Polizeiautos mit Blaulicht und 4 schlafenden Polizisten auf dem Seitenstreifen, aber ohne Anzeichen, was sie wollen. Und 5 km weiter ist eine Blockade auf der Straße. Erst nach mehrfachem Hin- und Herfahren und schließlich Fragen bei der Polizeistreife wies man uns mit einer müden Geste, daß wir doch bitte abbiegen sollten. Das brachte uns nach einem einstündigen Umweg wieder auf die Straße östlich von Port Elizabeth.

Die Eastern Cape Provinz und P.E., wie Port Elizabeth genannt wird, bilden schon einen krassen Kontrast zur Wild Coast. Hier ist alles grün mit einer riesigen Flußmündung in den stürmischen indischen Ozean, Wanderdünen, viel Industrie und einer Strandpromenade mit 5-Sterne-Hotels.

Letzte Amtshandlung für heute war das Einchecken in der Pine Lodge, wo am Montag auch die Tagung startet, und die Rückgabe des Mietwagens.
Vorsicht Pumba!

Tag 11
Der letzte Tag unserer Rundreise und ein echtes Highlight: Zusammen mit einigen Teilnehmern der Tagung hatten wir einen Besuch im Addo Elephant Park gebucht. Unser Führer holte uns morgens mit einem Minibus ab und fuhr uns zum und durch den Park. Da er wirklich sehr viel Wissen über die Tiere und Erfahrung als Touristenführer mitbrachte, war die Tour durch den Park einfach nur fantastisch. Der Addo Elephant Park hat die wahrscheinlich höchste Dichte an Elephanten weltweit. Außerdem gibt es jede Menge verschiedene Antilopen, Mistkäfer (Pillendreher), Vögel, Zebras und sogar Nashörner und Löwen. Die Löwen haben wir leider nicht gesehen, aber das Spitzmaulnashorn war wirklich beeindruckend. Immerhin ist es das seltenste große Landsäugetier der Erde und selbst in den Parks stark durch Wilderer bedroht, die es auf das Horn abgesehen haben. Doch das Beste am ganzen Tag waren tatsächlich die Elefanten, die hier im Park völlig friedlich in ihren Familien leben und die Autos mit den Touristen ignorieren. An einer Stelle standen wir mit dem Auto in einer Ansammlung von mehr als 100 Elefanten, die sich über frisch gepflanzte Büsche hermachten, in einem Wasserloch spielten, ihre Babies säugten und offensichtlich eine Menge Spaß hatten. Es ist schon fantastisch, wenn so eine Gruppe Elefanten nur ein paar Meter vom Auto entfernt vorbeiläuft. Die Zeit verflog echt wie im Flug, auch wenn wir jede Minute genutzt haben und erst bei Einbruch der Dunkelheit den Park verlassen haben.
Echte Pumbas.
Elefanten von hinten.
Elephant crossing!
Elefantenstau.
Kudu. Die Hörner sind bestimmt gute Griffe, sollte man mal ein Kudu reiten.
Einer der Big 5: der Büffel.
Und zu guter letzt noch das Nashorn, noch eins von den Big 5 Tieren (Elefant, Büffel, Nashorn, Löwe und Leopard) und das am stärksten gefährdete große Landsäugetier.
So sind wir auch eine ganze Stunde zu spät zur Eisbrecherparty gekommen. Solche Parties, bzw. Abendessen mit Bier und Wein finden normalerweise vor Tagungen statt, um tatsächlich das Eis zu brechen. Damit war der Urlaub ganz offiziell beendet und die Tagung konnte beginnen.