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Samstag, 5. Juli 2014

Besuch aus der Heimat 1

Letzte Woche waren zum ersten Mal, seit wir im neuen Haus wohnen, meine Eltern zu Besuch. Mit dem Wohnwagen hatten sie sich auf den Weg zu uns gemacht, um eine Woche mit uns zu verbringen. Auch wenn das Wetter sehr wechselhaft war, konnten wir einiges unternehmen, zum Beispiel im Garten grillen oder ins Museum in Gamla Uppsala gehen.

Freitag, 27. Juni 2014

Mittsommerwochenende in Stavanger

Am letzten Wochenende waren wir  einmal mehr in Stavanger zu Besuch. Und das erste Mal überhaupt war das Wetter dort - bis auf den obligatorischen Sturm - besser als bei uns in Schweden. So konnten wir uns dem Wandern, Lachsangeln und dem Spazieren am Strand widmen und zudem noch einen runden Geburtstag nachfeiern. Dank norwegischer Erdbeeren, eichsfelder Rostbratwurst und sherryhaltiger Vorspeisen konnten wir es uns richtig gutgehen lassen. Und auch wenn in Norwegen Mittsommer nicht richtig gefeiert wird, habe ich zur Kompensation einen Blumenkranz geflochten.

Sonntag, 9. Februar 2014

Skiwochenende in Norwegen

Eine Sportart, die ich erst in Schweden för mich entdeckt habe, ist das Skilanglaufen. Bei unserer flachen Landschaft und den normalerweise großen Schneemengen ist Langlauf nun mal eine gute Möglichkeit im Winter etwas raus zu kommen und sich zu bewegen.
Einer der Berge auf der Skitour, vor denen ich kapituliert habe.
Letztes Wochenende waren wir dann das erste Mal außerhalb Schwedens skilaufen. Unsere Freunde aus Stavanger hatten uns für ein Wochenende eingeladen, weil sie zufällig gerade die Firmenskihütte zur Verfügung hatten. Die Hütte (eigentlich ein Apartment) liegt im südnorwegischen Sinnes Skigebiet in den Bergen und bietet eine gute Auswahl an Loipen und auch Abfahrtspisten.

Mir waren ehrlich gesagt schon die Langlaufloipen bergig genug. Da ich hier in Schweden nie Hügel habe, auf denen ich das Runterfahren üben kann, war die Strecke, die wir uns für den Samstag ausgesucht haben, schon eine ziemliche Herausforderung. Ich hab mir bei meinem ersten Sturz auch das Knie verdreht, was wirklich nicht schön war. Das Wetter hat sich mit Windstärken von 12 m/s auch eher von seiner unfreundlichen Seite gezeigt. Trotzdem war unsere 13 km Tour am Samstag toll, zumal es danach in der Hütte einen warmen Kamin, Sauna und leckeren aus Deutschland importierten Glühwein gab.
Auf der Rückfahrt an die Küste aus dem Autofenster.
Der Sonntag war leider warm und naß, sodaß wir uns wieder auf den Rückweg nach Stavanger gemacht haben. Da waren wir sogar noch am Strand spazieren. Das ist ein echter Vorteil von Norwegen: man hat sowohl die Berge als auch das Meer immer in der Nähe. Nur das Wetter ist bei uns normalerweise besser, wenn es hier auch seit einer Woche taut. Da hat sich das Skifahren in Norwegen doch echt mal gelohnt, falls es jetzt echt vorbei sein sollte mit dem Schnee.

Dienstag, 31. Dezember 2013

Das war 2013!

Jetzt ist wohl im Allgemeinen die Zeit gekommen, auf das vergangene Jahr zurückzublicken und sich erinnern, was alles passiert ist.

Januar
Der Januar stand auf jeden Fall noch im Zeichen von Renovierung und Umzug, ein wahnsinniger Anstrengungsakt, dem ich im dunklen Winter niemandem empfehlen kann. Da kam auch die Dienstreise in die Slowakei nicht so passend, auch wenn es mir dort ansonsten sehr gut gefallen hat und ich gern nochmal privat hinfahren würde. Freizeittechnisch war also nicht viel los im Januar. Eine der positivsten Überraschungen war da noch die Entdeckung, daß wir eine beleuchtete Skiloipe in der Nachbarschaft haben, die auch prompt ein paar Freunde zu Besuch anlockte.

Februar
Der Februar war so vollgepackt, daß ich gar nicht weiß, wie ich diesen Monat überstanden habe. Gleich zu Anfang ging es für einen Workshop nach Oslo und dann nur wenige Stunden danach zum 2tägigen Einstand meines Führungskräftekurses auf ein Schloß bei Knivsta. Die folgenden Wochen waren voll mit Unterricht inklusive geologischem Kuchen. So ganz nebenbei haben wir im heimischen Chaos noch am Eßzimmer gearbeitet, das nach der Küche die weitaus größte Renovierung nötig hatte.

März
Der März war dagegen beinahe ereignislos, auch wenn auf Arbeit eine Menge los war, inklusive Anträgen, Beitreuung und Meetings. Zu Hause ging es mit der Renovierung des Eßzimmers und des Flures weiter. Rein wettertechnisch ist mir der März noch deutlich in Erinnerung: es war konstant knitterkalt (-15°C) und supersonning, sodaß der Schnee langsam von der Sonne weggefressen wurde und wir in der Fensterbank angefangen haben, Chilisamen auszusähen.
Resorptionsstrukturen im Schnee.
April
Ostern ist hier in Schweden eigentlich immer etwas enttäuschend, da draußen noch immer alles tot und grau ist, nachdem der Schnee so langsam wegtaut. Umso mehr habe ich mich gefreut, wenigstens für ein Wochenende meine Familie in Dresden zu besuchen. Von dort ging es direkt (na ja, mit umsteigen) nach Wien zur alljährlichen Tagung, wenn auch diesmal nur für die Hälfte der Zeit. Und auch da war dieses Jahr noch nichts von Frühling zu sehen. Wieder zu Hause mußten wir noch bis in die zweite Aprilhälfte warten, bis endlich die ersten Frühblüher zum Vorschein kamen.

Mai
Über den 1. Mai war ich mit meinen Schulfreunden an der deutschen Nordseeküste, was wirklich schön war, aber wie immer viel zu kurz. In der darauf folgenden Woche war ich nämlich wieder einmal mit den Stundenten im stockholmer Schärengarten auf Exkursion. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite, ganz zur Freude von Studenten und Lehrern. Wieder zu Hause war dann endlich der Frühling da. Die Katzen bekamen einen Freilaufbalkon und ich ein Kräuterbeet im noch immer etwas kahlen Garten. Am Samstag, den 18. Mai, haben wir dann endlich unsere Einweihungsparty gefeiert, zu der die meisten unserer hiesigen Freunde (sogar ein paar aus Oslo) gekommen sind. Bei fast vorsommerlichen Temperaturen haben wir das erste Mal im Garten gegrillt und drinnen Cocktails getrunken und Eurovision Song Contest geschaut. Rein wettertechnisch hat der Mai ansonsten keine Wünsche offengelassen: eine echte Frühlingsexplosion mit allem, was dazugehört.

Juni
Neben Mai ist Juni einer meiner Lieblingsmonate in Schweden. Dieses Jahr stand erstmal ein Wochenendbesuch in Stavanger an, bevor es dann ab Mittsommer in den Urlaub ging. Der führte uns und unsere Freunde ein paar tausend Kilometer nach Norden durch Schweden, Finnland und Norwegen zunächst nach Alta und dann an den Lyngenfjord zum Angeln. Sowohl zu Hause als auch bei 70°N war das Wetter einfach nur fantastisch. Ein Sommer, wie man ihn sich besser nicht wünschen kann.

Juli
Als es Anfang Juli aus dem Urlaub wieder zurückging, war der schwedische Sommer noch in vollem Gang. Bei langen Tagen und warmem Wetter machte selbst das Arbeiten Spaß, zumal der ganze Stress von Meetings im Sommer einfach ausfällt. Zu meinem Geburtstag waren wir dann auf Exkursion, um etwas mehr über Schwedens Geologie zu lernen. Die war gefolgt von einem kleinen Stresspeak, da wir auf Arbeit Besuch von einem Kamerateam von Discovery Channel hatten.

August
Der August stand hauptsächlich im Zeichen der Geländearbeit in Island. Neben einem Besuch auf dem Vulkan Hekla, hatten wir noch eine ganze Menge anderer Aufgaben zu erledigen. Unter anderem haben wir eine neue Caldera entdeckt und den schönsten Berg Islands bestiegen. Für mich war die Islandreise nicht zuletzt wegen des außergewöhnlich tollen Wetters der Höhepunkt des Jahres, wenn auch leider das Ende des Sommers.

September
Der September bringt mit dem Anfang des Herbstsemesters immer auch eine riesige Menge Arbeit mit sich. Die ersten zwei Wochen laufe ich generell Stundenten im Wald hinterher, was in der ersten Woche dieses Jahr noch OK war, denn der Sommer war kurzfristig zurück. Ab der zweiten Woche wurde es aber doch sehr herbstlich, was der Motivation der Studenten nicht gerade zuträglich ist. Die schöne Seite des Septembers ist, daß man es sich endlich wieder auch drinnen gemütlich machen kann und im Garten ernten kann, was über den Sommer gewachsen ist.

Oktober
Den diesjährigen Oktober verbinde ich in erster Linie mit Laubharken und Wintervorbereitungen. Und irgendwo war da auch noch Zeit für Kreativität, sowohl in meinem Führungskräftekurs, als auch zu Hause. Das Wetter war typisch für den Oktober. Bei einem Sturm fiel doch tatsächlich ein Baum in unserem Garten um und verfehlte nur knapp das Haus.

November
Der November ist generell mein am wenigsten geliebter Monat. Aber ein großer Teil der Lehre des Herbstes war vorbei und so beschlossen eine Freundin und ich, übers Wochenende nach Kopenhagen zu fahren, um zu shoppen und uns zu erholen. Außerdem fand noch die 2tägige Abschlußveranstaltung meines Kurses auf dem Rånäs-Schloß statt. Am zweiten Tag bekam ich dann die Nachricht, daß meine zweite Nichte das Licht der Welt erblickt hatte, was den Monat November dieses Jahr auf jeden Fall zu einem der vorderen Plätze verhilft. Mitte des Monats fand dann auf Arbeit noch ein populärwissenschaftliches Kolloquium zum 50. Jubiläum des Vulkanausbruchs, der die Insel Surtsey geschaffen hat, statt. Dort durfte ich auch einen Vortrag halten. Abgesehen davon habe ich dann in der zweiten Hälfte des Monats noch recht viel unterrichtet, was in dem Fall aber wirklich Spaß gemacht hat. Zum Schluß des Monats bin ich dann nach Deutschland zu meinem 12jährigen Klassentreffen gereist. Wow, ein ereignisreicher November!

Dezember
Vom Klassentreffen ging es dann weiter nach Dresden, wo ich meine neue Nichte kennenlernen durfte und mit meiner "alten" Nichte ihren 3. Geburtstag gefeiert habe. Trotz Sturm bin ich nach einer Woche wieder in Schweden angekommen, nur um in der Woche darauf wieder nach Deutschland zu reisen. Das zweite Mal ging es zur diamantenen Hochzeit meiner Großeltern. Ein echter Blitzbesuch übers Wochenende. Am Montag darauf war ich zum Abendessen bei der Unipräsidentin. Und dann war weihnachtsbedingt endlich frei! Ich kann Euch sagen, daß ich nach einem solch rasanten Jahr echt geschafft bin und mich über ein paar freie Tage gefreut habe.

2013 war also ein Jahr voller Ereignisse. Man könnte sagen, es war das Jahr der Kurzreisen und das Jahr, in dem unser Haus ein richtiges Heim geworden ist. Ein tolles Jahr, das wahnsinnig schnell vorbeiging und in dem es eindeutig zu wenig Zeit für Freizeit gab. Ein Jah, an das ich mich auf jeden Fall gern erinnern werde.

Donnerstag, 26. Dezember 2013

Stuck, Schrotkugeln und Nobelpreisträger

Zum finalen Abschluss meines diesjährigen Führungskräftekurses war ich in der Woche vor Weihnachten zusammen mit den anderen Teilnehmern zum Abendessen bei unserer Unirektorin (in Deutschland entspricht das wohl der Unipräsidentin) eingeladen. Sowas passiert natürlich nicht bei der Rektorin zu Hause.  Dafür gibt es im Hauptgebäude der Uni eine Repräsentationswohnung, die mit antiken Möbeln, Stuck und Gemälden eingerichtet ist.

Die Rektorin muß wahrscheinlich öfter solche repräsentativen Abendessen abhalten, als ihr lieb ist, Smalltalk und Reden halten und wichtige und weniger wichtige Leute treffen. Meine Gruppe war diesen Monat jedenfalls nicht der Höhepunkt, denn der Gästebucheintrag auf der Seite vor der, auf der wir unterschrieben war von den diesjährigen Nobelpreisträgern, die am Freitag zuvor Uppsala besucht hatten.

Doch auch wenn wir nicht die wichtigsten Besucher waren, bekamen wir hervorragendes Essen. Zum Hauptgang gab es Wildente (inklusive Schrotkugel), was dem Geschmack aber keinen Abbruch tat.

Punkt 20 Uhr war der Ball, äh das Abendessen jedenfalls vorbei, und ich ließ mich von meiner blauen Kutsche abholen.

Montag, 16. Dezember 2013

Diamanten, Plätzchen und Harzkäse

Am Wochenende waren wir auf Blitzbesuch in Deutschland zur diamantenen Hochzeit meiner Großeltern. Für alle, die wie ich vor ein paar Wochen nicht wussten, was das ist: diamantene Hochzeit feiert man nach 60 Jahren Ehe. Wahnsinn! 

Das Wochenende war also sehr kurz und intensiv mit gerade genug Zeit, um unsere Harzkäse- und Kaffeevorräte aufzustocken und dann mit der Familie im Dorf meiner Großeltern bei Kaffee und Plätzchen (und Kuchen) und dann später beim Abendessen zu feiern. Es war schön, mal wieder etwas Zeit mit Verwandten zu verbringen, die schon Jahre nicht gesehen habe.

Sonntag Mittag saßen wir dann auch schon wieder im Flieger zurück nach Schweden. Für mich war das dieses Jahr übrigens mein 21. Flug (Verbindungsflüge einzeln gezählt). Das reicht wohl.

Freitag, 6. Dezember 2013

Familienurlaub mit Neubekanntschaft

Jeder Auswanderer wird es einem bestätigen: Besuche in der Heimat werden nie wieder erholsam sein, wenn man erstmal im Ausland wohnt. Dann muß man nämlich Familie und Freunde in kürzester Zeit besuchen.

Gerade sitze ich nach einem sechstägigen Deutschlandbesuch auf dem schönefelder Flughafen und hoffe, daß Orkan Xaver mir nicht die Heimreise verdirbt. Bis jetzt waren meine 6 Tage in Deutschland nämlich sehr schön. Ich habe meine Klassenkameraden aus der Schulzeit und meine alten Freunde getroffen, hab meine Eltern und Großeltern gesehen und hab dann 4 Tage mit der Familie meiner Schwester verbracht. Dort habe ich meine fast 4 Wochen alte, zuckersüße und total liebe Nichte kennengelernt und hab ausgiebig Zeit mit meiner anderen Nichte verbracht, die heute schon ihren dritten Geburtstag feiert. Es hat super viel Spaß gemacht, mit ihr Plätzchen zu backen und ein Pfefferkuchenhaus zu bauen. Heute Vormittag haben sie und ich auch einen Ausflug zum Tierladen gemacht und für Leon ein neues Bällchen gekauft. Dann hat sie heute Nachmittag die Kerzen auf ihrem Geburtstagskuchen ausgepustet. Sie ist echt schon wieder so groß.

Ich hoffe, meine Reise nimmt demnächst noch ein planmäßiges Ende und ich kann, wie meine Nichte es ausdrücken würde, heute wieder in meinem Schweden schlafen.

Freitag, 21. Juni 2013

Doppeltes Midsommar

Dieses Jahr haben wir gleich zweimal eine Mittsommerfeier besucht: eine am Freitag zum midsommarafton und eine heute am mitdsommardagen, eine komplett authentische bei uns im Dorf und eine etwas touristische im Freilichtmuseum Disa Gården in Gamla Uppsala mit unserem Besuch aus Norwegen.

In Disa Gården waren wir ja vorher schon zweimal zum midsommarafton, letztes Jahr und vor drei Jahren. Beide Male waren schön, aber es ist dort schon sehr sehr voll. Dieses Mal war etwas Besonderes, da normalerweise am Samstag nicht um die Mittsommerstange getanzt wird. Das wird vom örtlichen Traditionsverein für die Touristen nochmal wiederholt, was sich gut trifft, wenn man die Feierlichkeiten am Freitag verpaßt hat wie unser Besuch. Zudem werden die Tänze auch ein bißchen mehr erklärt.

Wir waren am Freitag Nachmittag zur Feier auf dem Sportplatz in unserem Dorf. Dort waren wir erstmal überrascht, wieviele Leute hier im Einzugsgebiet so wohnen. Es waren bei dem herrlichen Sommerwetter bestimmt 400 Leute gekommen, um zu picknicken, um die midsommarstång zu tanzen, Oldtimer zu bestaunen, Luftgewehr zu schießen, an der Schnitzeljagd teilzunehmen, Tombolalose zu kaufen und in der Sonne zu sitzen. Was wie immer auffiel, waren die vielen Kinder. Wir waren in unserem Alter wohl die einzigen ohne. Unter Nachwuchsproblemen leidet unser Dorf jedenfalls nicht. Ansonsten war diese Mittsommerfeier sehr viel authetischer: Zu Anfang wurde die midsommarstång von in Trachten gekleideten Frauen und Mädchen herangetragen und aufgestellt. Dann wurde die Nationalhymne gesungen (das erste Mal, daß ich sie gehört habe). Die Lieder und Tänze wurden nur angesagt, alle wissen, was gesungen und getanzt wird. Mittlerweile erkenne ich auch die meisten Lieder und verstehe, wovon sie handeln, sofern sie einen logischen Text haben.

Der feuchtfröhliche Teil von Mittsommer, der in der IKEA-Werbung angedeutet wird, findet übrigens abends beim Grillen zu Hause statt und kann sich in einer Mittsommernacht schonmal ziemlich lange hinziehen. Es wird schließlich nicht dunkel.

Samstag, 8. Juni 2013

Ein Wochenende in Stavanger

Dank SAS ist es jetzt möglich von Stockholm-Arlanda mal eben in etwas mehr als einer Stunde nach Stavanger zu fliegen. Umso besser ist es natürlich, wenn man dort liebe Freunde hat, die man besuchen kann. Beim ersten Besuch zeigte sich die norwegische Westküste ja von ihrer stürmischen Seite, aber was will man im November auch anderes erwarten. Diesmal wurde dagegen alles gegeben, um zu beweisen, daß das Wetter auch schön sein kann. Nur das Wochenende war zu kurz, um die tolle Umgebung weiter zu erkunden. Da müssen wir dann wohl bald mal wiederkommen.
Auf dem Weg zu einem der Wahrzeichen Südnorwegens, dem Preikestolen.
Das da hinten ist er. Zugegeben, im Nebel sind die 600 m freier Fall bis runter in den Fjord nicht ganz so erschreckend, aber bei schönem Wetter ist es vor Leuten nicht auszuhalten.
Der Månafoss. Nur 30 min Klettern und man hat ihn (an diesem Tag zumindest) für sich allein.

Mittwoch, 10. April 2013

Ein Wochenende in Dresden

Waren es wirklich schon wieder 9 Monate, seit ich das letzte Mal in Deutschland gewesen bin? Und 10 Monate, seit ich das letzte Mal meine kleine Nichte gesehen habe? Auf jeden Fall war es höchste Zeit fuer einen Besuch, wenn es auch leider nur ein kurzer war. Auf der Durchreise zur jährlichen Tagung der europäischen geowissenschaftlichen Vereinigung EGU in Wien wurde deshalb ein Wochenendstopp in Dresden eingelegt.
 
Meine Nichte ist, wenn das ueberhaupt möglich ist, noch suesser geworden. Es war so schön, sie und ihre Eltern wiederzusehen. Zum Glueck wird das nächste Wiedersehen nicht erst in 9 oder 10 Monaten stattfinden!

Samstag, 26. Januar 2013

Ein Samstag der Überraschungen

Überraschung Nr. 1
Gestern bekam ich einen Anruf von einer Floristin im Nachbarort, die sagte, es gäbe eine Blumenstraußlieferung für uns. Von wem? Warum? Und wer kennt schon unsere neue Adresse? Heute kam dann der Blumenstrauß, ein hüscher mit lila und roten Blumen. Und er ist...tada: von unserer Maklerin. Gestern kam nämlich der Brief mit der Bestätigung, daß wir jetzt als Hausbesitzer im Grundbuch eingetragen sind. Damit ist der Hauskauf abgeschlossen.

Überraschung Nr. 2
Nachdem wir auf Arbeit von unserer persönlichen Langlaufloipe erzählt hatten, wollte uns dieses Wochenende ein befreundetes Pärchen besuchen, um mit uns eine Runde Ski zu laufen, Kaffee zu trinken und unser Haus anzuschauen. Heute Mittag kam dann leider ein Anruf vom ihm, daß sie erkältet ist und deshalb nur er kommen würde. Mehr Kuchen pro Person, dachte ich mir dann beim Kuchenbacken. Als der Kuchen dann so gut wie fertig war, bekam ich noch einen Anruf: Überraschung! Vier andere Freunde, die von unserer Loipe gehört hatten, waren unterwegs zu uns zum Skifahren. Es geht doch nichts über Überraschungsbesuch.

Dienstag, 1. Januar 2013

Das war 2012

Wieder mal ein Jahr vorbei, und entgegen meiner Gewohnheit habe ich dank Umzug wenig bis gar nicht darüber nachgedacht, was mir 2012 so gebracht hat. Das will ich jetzt wenigsten ins Kurzform nachholen.
 
Mein großer und fast einziger Vorsatz war, mit meinem neuen Job und den damit verbundenen Herausforderungen klarzukommen. Da ich noch immer am leben bin, keine meiner Lehrveranstaltungen zum Disaster geworden ist und ich auch noch nicht von meinen 5 Angestellten gelyncht wurde, verbuche ich meinen Vorsatz mal als erfüllt. Bis zu diesem Punkt, war es ein ganz schön stressiges Jahr, das aber auch ein paar Highlights hatte, auf die ich mich lieber konzentrieren möchte. Also hier bitte:
 
Meine Highlights 2012 und zwar ohne Ranking, sondern chronologisch rückwärts:
Ich wünsche Euch allen ein aufregendes und erfolgreiches neues Jahr 2013!

Dienstag, 31. Juli 2012

Äntligen sommar!

= endlich Sommer!
Das Weiß meiner Beine ist ein Anzeichen für das bisherige Sommerwetter.

Wir haben Ende Juli und endlich ist der Sommer auch nach Schweden gekommen. Seit letzter Woche gibt es auch mal Temperaturen über 20°C. Da traf es sich, daß ein Freund und Kollege aus Göttingen gerade mit seiner Familie an der schwedischen Küste Urlaub macht und uns eingeladen hat.
Zwei Tage Urlaub inklusive baden in der Ostsee, Grillen, Stadtbummel und Krabbenbrötchen essen... ein echter Sommertraum!


Montag, 30. Juli 2012

Hochzeitsmarathon - Teil 2

Nun also Teil 2 zur Marathonhochzeit - bevor alle Erinnerungen verblaßt sind und alle Kuchenkalorien wieder abtrainiert.
Am Samstagmorgen ging die Hochzeit glücklicherweise langsam in ihre nächste Runde. Dank Unterbringung auf der Burg Bodenstein konnten wir gemütlich frühstücken (inklusive Geburtstagstorte mit Nougat) und uns dann langsam anziehen.

Die kirchliche Trauung fand dann am frühen Nachmittag in der St. Antoniuskirche in Worbis statt. Das war nicht nur meine erste katholische Hochzeit, sondern auch mein erster katholischer Gottesdienst. Als unqualifizierte Beobachterin konnte ich manchmal nur bedingt folgen, wobei ich mich am besten an den Liedern des breitenworbiser Kirchchores orientieren. Nach Trauung, Segen, Kommunion, Kerze, Segenswünschen, Aufstehen, Knien und Hinsetzen zog dann ein strahlendes Brautpaar aus der Kirche aus, wo pünktlich auch die Sonne wieder strahlte.

Nach Glückwünschen von Familien, Bekannten und Freunden setzte sich eine Kolonne von Autos in Richtung Burg in Bewegung. Im Burghof wartete der Schützenverein des Bräutigams für Salutschüsse und der obligatorische Baumstamm zum Durchsägen. Als echter Nordmann und Nordfrau machte das Brautpaar dabei selbstverständlich eine super Figur. Beim folgenden Sektempfang mußte deshalb auch erst einmal eine Stärkung in Form von knusperwarmen Bretzeln her. Mmmmmhh...

Dann ging es auch schon zum Kaffeetrinken in den Burgsaal vorbei am üppigen Kuchenbuffet mit etwa 20 Torten neben der Hochzeitstorte. Da war es unmöglich, von allem zu probieren. Anschließend gab es für die Gäste verschiedene Aktivitäten zur Auswahl, während das Brautpaar draußen sein Hochzeitsfotoshooting absolvierte: Man konnte entweder eine Burgführung machen oder einem Orgelkonzert in der Burgkapelle beiwohnen. Wir hatten eine Extraaufgabe: In der gemütlichen Bibliothek der Burg durften wir die Gästefotos machen. Das war echt ein Spaß! Vor allem nachdem meine Freundin eine Reihe lustiger Cowbowhüte aus ihrem Zimmer hervorzauberte.
Das Abendessen war sehr lecker: 4 Gänge, darunter Hochzeitssuppe, Wachtel auf Salat, heimischer Hirschrollbraten mit thüringer Klößen und Rotkohl, sowie Erdbeeren mit Vanilleeis. Besonders der Hauptgang hat mir gefallen, wo der Hirsch doch aus dem Heimatdorf des Bräutigams kam.

Ansonsten war der Abend gesprenkelt mit schönen, kleinen Showeinlagen ohne peinliche Spiele. Mein Lieblingsbeitrag war eine Playbackaufführung des norwegischen Lieblingsliedes des Bräutigams durch seine und ihre Schwestern, dicht gefolgt vom mittelalterlichen Minnelied, das der Vater der Braut geschrieben und von der Familie der Braut aufgeführt wurde.

Alles in allem eine wahnsinnstolle Hochzeit mit viel Tradition  aber ohne Kitsch.

(P.S. Um das ganze mal zum Abschluß zu bringen: Wir sind am nächsten Tag nach dem Frühstück zu unseren Freunden in Hannover gefahren, wo wir abends noch mit einem gemeinsamen Studienfreund gegrillt haben. Am Montag haben wir dann einen Ausflug zum neuen Rathaus in Hannover gemacht, von wo aus wir einen grandiosen Ausblick über ganz Hannover hatten. Dann ging es mit dem Auto nach Berlin und von dort mit dem Flieger nach Schweden. Puh! Was für ein Wochenende!)

Donnerstag, 28. Juni 2012

Dresden goes Schweden

Leider ist der Urlaub der Dresdner hier in Schweden schon wieder vorbei. Heute Morgen sind sie Richtung Heimat geflogen. Dabei nehmen sie aus ihrer Schwedenwoche hoffentlich eine Menge Erinnerungen mit nach Hause: von Mittsommer in Disa Gården, Spaziergängen durch die schwedische Landidylle, Schaukeln im Garten, Walderdbeeren pflücken, Besuch in Skansen in Stockholm, Shopping in Uppsala, Enten füttern und Eis essen in Sala und Grillen im Garten.
Tanz um die mittsommarstång (Maibaum).
Elch im Zoo von Skansen in Stockholm.
 Es war schön, daß Ihr da ward. Kommt bald wieder.

Dienstag, 26. Juni 2012

Arbeit auf Rum - Teil 3

Und nun zu guter letzt der dritte Teil des Berichts über die Reise zur Hebrideninsel Rum.

Nach insgesamt 5 Tagen hatten wir dank des untypischen Wetters alles geschafft, was wir uns vorgenommen hatten, unsere Regenbeschäftigungen nicht einmal angerührt und eigentlich noch anderthalb Tage Zeit, bevor die Fähre zurück ans schottische Festland gehen sollte. Laut Plan würde uns das etwa 14 Stunden geben, um Schottland zu durchqueren und es zu unserem Flug am Flughafen von Edinburgh zu schaffen. Eine recht knappe Sache, die wahrscheinlich eine kurze Nacht auf dem Flughafen beinhaltet hätte. Angesichts dessen und auch, weil unser Mietwagen etwa 7 Meilen von der Anlegestelle der Fähre, die am Donnerstag ging, stand, entschieden wir uns zu einer Planänderung. Dank der erfolgreichen Arbeit entschieden wir uns also, einen Tag vorher mit der Fähre, die direkt nach Mallaig zu unserem Mietwagen fuhr, abzureisen. Das gab uns einen extra Tag, um zum Flughafen zu kommen.

Da die Fähre aber erst am Mittwoch um 16 Uhr abfuhr, blieb noch Zeit für einen halben Geländetag bei strahlendem Sonnenschein. Von oben auf dem Berg hatten wir nicht nur einen tollen Blick auf die Gesteine des Calderarandes, sondern auch auf die Fähre, die am Anleger einen Zwischenhalt vor einem 5 Stunden-Abstecher zur Insel Canna machte, bevor sie um 16 Uhr nach Rum zurückkam.
Noch einmal strahlender Sonnenschein am letzten halben Geländetag.
Blick von oben auf die Fähre am Anleger.
Pünktlich zurück im Schloß hatten wir dann sogar noch Zeit für einen kleinen Spaziergang durch Kinloch, bevor wir dann mit der Fähre nach Mallaig übersetzten. Dort angekommen, nahmen wir erst einmal Abschied von unseren neu gewonnen Kollegenfreunden. Dann konnten wir uns schön gemütlich in den Mietwagen setzen und die Panorama-Küstenstraße entlang den Rückweg antreten.
"Mediterranes" Schottland bei Arisaig an der Westküste.
Loch Earn.
Unsere Autofahrt durch Schottland war sehr schön mit einigen Zwischenstopps und schönem Wetter. Ich habe sogar das berühmte Glencoe zum ersten Mal im Sonnenschein gesehen! Nach einer Nacht in einem Bed and Breakfast in Crianlarrich erreichten wir am Freitag gegen Mittag Edinburgh.
Obligatorisch.
Edinburgh ist eine sehr schöne Stadt mit viel Harry-Potter-Charm. An diesem Freitag war sie noch schöner, denn die Sonne schien. Für die Nacht vor dem Flug buchten wir in der Touristinformation ein B&B in der Nähe des Flughafens und spazierten dann ganz unbedarft und ohne festes Ziel durch die Stadt. Hier lediglich ein paar fotografische Eindrücke.
Nicht nur wir genossen die Sonne: im Park am Fuße des Schlosses saßen jede Menge Leute im Gras.
Blick aufs Schloß vom Park aus. Der Felsen, auf dem das Schloß steht, war übrigens mal ein Vulkan.
Whisky überall. Natürlich nur schottischer.
Direkt vorm Schloß.
In einer Weberei für schottische Kiltstoffe.
Am Nachmittag erschöpft in einem Coffeeshop sitzend bemerkte ich dann erst, daß ich mehrere Anrufe von einer britischen Nummer verpaßt hatte. Das war einer der Geologen, die mit uns auf Rum gewesen waren und der in Edinburgh wohnte. Ein Rückruf brachte mir seine Frau ans Telefon, die uns zum Abendessen und zur Übernachtung bei Ihnen einlud. Wir also direkt zurück in die Touristinformation, um unser B&B zu stornieren. Das war nach einigem Rumtelefonieren und Augen zudrücken auch möglich (immer das Kleingedruckte lesen bei solchen Buchungen!). Dann machten wir uns auf den Weg in den Vorort von Edinburgh, in dem unser Kollege mit seiner Frau wohnte. Dazu sei nur gesagt, daß sie super nette Leute sind, trotz ihres Alters (Mitte 70) beide sehr jung geblieben, ein tolles Haus haben und wir uns sehr wohlgefühlt haben. Ich hoffe, wir können uns irgendwann revanchieren, wenn sie mal wieder nach Schweden kommen.

Unsere Fahrt am nächsten Morgen zum Flughafen, Mietwagen abgeben und einchecken waren eher unspektakulär. Leider hatte unser Flug nach Kopenhagen Verspätung: erst 10 Minuten, dann nochmal 20, dann nochmal 20, und dann nochmal 2 Stunden. Irgendwas war mit der Maschine nicht in Ordnung, und ich möchte ja durchaus in einem funktionierenden Flugzeug fliegen. Nur leider bedeutete die Verspätung, daß wir unseren Anschlußflug nach Stockholm-Arlanda verpaßten. Da half auch kein Verköstigungsgutschein für einen Kaffee. Zu guter letzt durften wir aber dennoch an Board und landeten mit 3 Stunden Verspätung in Kopenhagen. Doch was nun? Der einzige Hinweis, den wir bekamen, führte uns zum SAS-Transferschalter, wo sich auch die anderen Passagiere unseres Fluges einfanden. Nach geschlagenen 45 Minuten erfuhren wir dann auch, daß der Flug auf den man uns automatisch gebucht hatte, schon seit 25 Minuten in der Luft war. Ein Hoch auf die Informationspolitik am Flughafen! Die Dame am Schalter buchte uns also erneut um, auf einen Flug um kurz nach 20 Uhr (unser ursprünglicher Flug ging um 15 Uhr), und überreichte uns gleich auch noch einen Verköstigungsgutschein. Der erlaubte uns noch ein Abendessen, bevor es dann endlich nach Schweden ging. Eine unserer Taschen war auch schonmal vorgeflogen, was wir in Arlanda natürlich erst am Gepäckverlustschalter erfuhren. Nun ja, jedenfalls waren wir dann doch kurz nach 23 Uhr zu Hause (statt geplanten 17:30 oder so), wo uns zwei hungrige Katzen erwarteten. Endlich zu Hause!!!

Donnerstag, 12. April 2012

Deutschlandrundreise Teil 4: Dresden

Letzte Station meiner Deutschlandrundreise war Dresden, wo ich die Familie meiner Schwester besucht habe. Ich hab mich super gefreut, Euch alle wiederzusehen, besonders natürlich meine bezaubernde Nichte, die nicht nur mit dem Handy gut umgehen kann, sondern auch alle Tierstimmen beherrscht und sich als echtes Tanztalent herausgestellt hat.

Ich freu mich schon, Euch Mittsommer wiederzusehen.
(Die Fotos wurden freundlicherweise von sera und schmiddtchen zur Vefügung gestellt.)

Mittwoch, 18. Januar 2012

Island im Januar - Teil 3

Wieder mal lautet das Motto "besser spät als nie". In dem Falle heißt das: Ich bin seit Freitag Nachmittag zurück aus Island, hab aber eine ziemliche Erkältung, weshalb ich das Wochenende hauptsächlich auf dem Sofa verbracht habe. Jetzt bin ich wieder auf Arbeit, das aber vorwiegend wegen Deadlines und Vorbereitung für einen Kurs, den ich in 2 Wochen unterrichten muß. Trotzdem erst einmal noch mein restlicher Bericht aus Island.

Tag 2: Konferenzdinner
Vor dem Dinner: Blick von der Empore auf die Tische. Im Hintergrund der Pool mit schneebedeckten Felsen am Rand.
Nach einstündiger Busfahrt durch den Schneesturm zur Blauen Lagune erwartete uns Konferenzteilnehmer ein ziemlich nobles Restaurant direkt mit Blick auf den Pool. Die Tische waren weiß gedeckt, und eröffnet wurde das ganze von der isländischen Umweltministerin, die eindeutig besser reden kann als die Tourismusministerin, die am Vorabend den Empfang im Rathaus eröffnet hatte. Auch beim Dinner gab es wieder Livemusik, diesmal von einem jungen Mann mit Gitarre und dann von zwei Damen, eine davon die Nichte von irgendeinem Minister. Vielleicht hätte den Mädels jemand sagen sollen, daß man bei einem solchen Event keine Lieder über Kindesmißbrauchh singt. Die Stimmung war jedenfalls kurzfristig recht gedrückt. Das Essen war dagegen durchgängig gut, wenn man auch nicht wußte, was man da aß. Das wurde immer erst nachträglich mitgeteilt. Und vom Aussehen konnte man auch nicht immer auf das tatsächliche Gericht schließen. Als Vorspeise gab es Garnele, Hummer und Jakobsmuschel (natürlich in entprechend vornehmen Portionsgrößen). Zum Hauptgericht gab es dann Lammsteak auf einem Ragout aus 12 Stunden-gekochtem Lammhals an einem Kartoffel-Pilz-Gratin, das aber eher aussah wie Lasagne. Und schließlich zum Nachtisch gab es eine Skyr-Creme (ein typisch isländisches Milchprodukt, dem deutschen Quark sehr ähnlich) mit Schokofüllung und ein Ananas-Basilikum-Sorbet an getrockneter Ananasknusperscheibe. Wie gesagt, der Überraschungseffekt war ein wichtiger Teil des Dinners. 5 Minuten nach dem Ende des Deserts wurden dann alle wieder in die Busse verfrachtet, und es ging zurück nach Reykjavik. Die 1stündige Fahrt habe ich komplett verschlafen.
Tag 3: Exkursion zum Eyjafjallajökull
Glücklicherweise war der Schneesturm am nächsten Morgen vorüber. Im Dunkeln (die Tageszeiten waren wie bereits erwähnt sehr schräg angeordnet) machte ich mich auf den Weg zum Konferenzzentrum, von wo aus Busse zu drei verschiedenen Exkursionszielen abfuhren. Da der Exkursionstag mitten in der Konferenz lag und in der zugegebenermaßen horrenden Tagungsgebühr enthalten war, gab es kein Alternativprogramm für mich, auch wenn ich den Sinn einer geologischen Exkursion in Island im Januar sehr zweifelhaft finde. Von den 3 möglichen Exkursionszielen gab es keines, das ich nicht aus dem Sommer kannte. Deshalb habe ich mich für die populärste Exkursion entschieden, die zum Eyjafjallajökull.

Der mittlerweile in der ganzen Welt berühmte Vulkan liegt etwa anderthalb bis 2 Stunden Fahrt von Reykjavik entfernt an der Südküste. Die Fahrt führt entlang der Ringstraße durch die Dunkelheit. So gegen 10:30 kamen wir dann zum Seljalandsfoss, der an der Westflanke des Vulkans liegt. Jetzt im Winter besticht er vor allem durch Eiszapfen, die aufgrund des Spritzwassers alles überziehen.
Eiszapfen am Geländer des Aussichtspunkten am Seljalandsfoss.
Weiter ging es zum Skogafoss, einem sehr populären Ausflugsziel an der Ringstraße. Ich erinnere an diesen Post von 2009. Im Winter hat er auch seinen Charm, aber im Sommer ist er eindeutig schöner.
Der Skogafoss in Südisland am Fuße des Eyjafjallajökull.
Mittags kam dann auch langsam die Sonne raus, die zwar sehr niedrig am Horizont stand, aber der an der Südküste nicht hinter Bergen verschwinden kann. Und erstaunlicherweise war auch kaum eine Wolke über dem Gipfel des Eyjafjallajökull zu sehen. Selten ist er so schön zu sehen. Nur im Sommer habe ich ihn noch schöner gesehen auf unserer Wanderung.
Eyjafjallaökull in winterlicher Schönheit.
Geologen beim Buddeln in der Asche.
Für die Exkursionsteilnehmer gab es sonst wenig Geologie zu sehen. Wir hielten leidglich an der Straße um zu sehen, daß der Fluß dort immer noch voller Asche ist und nur ein paar Dezimeter unter der Brücke durchfließt. Dann gab es noch einen Stopp an einem neuen Besucherzentrum, das von einer Bauernfamilie eingerichtet wurde, die direkt am Fuße des Eyjafjallajökull wohnt und damals evakuiert wurde. Jetzt zeigen sie einen Film über ihre Erfahrungen und verdienen eine Menge Geld mit Souveniers.
Eyjafjallajökull und ich.
Und noch mal: Eyjafjallajökull (die Flanke) und ich. Mein leicht verquollenes Gesicht deutet meine Erkältung nur an.
Tag 4: und noch ein Tagungstag
Ja, am Donnerstag fanden dann nochmal Vortrgäge und Posterpräsentationen statt. Am interessanten fand ich einen Vortrag über den Vulkan Hekla (wir erinnern uns: 2. Bild), einem wahrscheinliches Kandidaten für den nächsten Ausbruch in Island. Im Gegensatz zu Katla gibt es dafür aber maximal eine Vorwarnzeit von 50 min.

Am Nachmittag war dann die Tagung vorbei. Dumm nur, daß es nur einen Flug pro Tag nach Stockholm gibt. Also saß ich noch bis zum nächsten Morgen in Island fest. Mein Chef überredete deshalb Sylvia und mich dazu, zu einem Konzert in der Harpa, dem Konzert- und Kongresshaus, zu gehen. Am Abend spielten und sangen 4 junge Solisten zusammen mit dem isländischen Symphonieorchester in einer Art "Island sucht den Superstar", nur daß sie Mozart und Prokoview aufführten. Es war schon mal interessant, so ein Klassikkonzert.
Nochmal ein etwas besseres Bild von der Harpa. Die Lichtspiele sollen das Nordlicht simulieren.
Die Decke in der Eingangshalle der Harpa.
Tag 5: Heimreise
Schon um 4:30 mußte ich aufstehen, um den Bus zum Flughafen um 5 Uhr zu erwischen. Ist schon seltsam, sein Gepäck durch das dunkle und völlig menschenleere Reykjavik und die Schneehaufen am Straßenrand zu tragen. Es regnete übrigens ziemlich. Der Flug ging dann um 7:45. Und um 11:40 bin ich dann endlich in Arlanda gelandet. Den Flug hab ich verschlafen, was will man auch anderes machen? Und nach Taxi, Mittag beim Chef, etwas Arbeit und Einkauf war ich dann endlich wieder zu Huase. ENDLICH!

Donnerstag, 8. Dezember 2011

Familienwochenende in Dresden

Und noch ein Wochenendtrip, dieses mal nach Dresden zur Familie meiner Schwester. wie bereits bemerkt, feierte meine kleine Nichte ihren ersten Geburtstag. Es war echt schön, dabei zu sein, zumal ich normalerweise trotz wöchentlichem Telefonieren schon sehr viel davon verpasse, wie sie wächst und sich entwickelt. Das ist schon ein Nachteil des Auswanderns.

Ansonsten war es auch mal wieder interessant, in Dresden zu sein. Dresden ist einfach eine sehr schöne Stadt, wenn sie auch dank Weihnachtstrubel unglaublich überlaufen war an diesem Wochenende. Den Strietzelmarkt haben wir deshalb wegen Überfüllung gemieden. Stattdessen waren wir im Deutschen Hygienemuseum und haben uns die Ausstellung zur menschlichen Anatomie angeschaut.
Wärmebild meiner Dresdner Familie. Selbst in Thermo ist meine Nichte niedlich.
Neben ausgiebigem Spielen mit meiner Nichte war das Wochenende dem leiblichen Wohl gewidmet. Unter anderem gab es die berühmten hausgemachten Buletten und Putenröllchen, Birnenlebkuchen und Eisschollenplätzchen, von denen ich die Rezepte auch sehr gern auf voracious silence sehen möchte, um sie nachzukochen. Und dann gab es natürlich noch extra leckeren, außen knusprigen und innen saftigen Geburtstagskuchen. Folglich heißt es jetzt wohl Diät halten bis Weihnachten, zumal wir ja das Wochenende vorher schon gemästet worden sind.
Superleckerer Geburtstagskuchen.
Natürlich durfte auch das obligatorische Deutschlandshopping nicht zu kurz kommen. Dabei haben sich die Produkte, die unbedingt bei jedem Deutschlandbesuch eingekauft werden müssen auf ein paar Basics reduziert, die es in Schweden einfach nicht gibt: Senseo Kaffeepads, Elmex und Harzkäse. Außerdem haben wir die deutsche Lebkuchen-, Stollen- und Gummibärchenindustrie unterstützt. Haribo Goldbären schmecken nämlich im Ausland anders als in Deutschland. So waren die Taschen auf dem Rückflug auch gut gefüllt.

Alles in allem war es sehr schön in Dresden mit der Familie. Vielen Dank für die schöne Zeit!

Mittwoch, 30. November 2011

Orkanwochenende in Stavanger

Häuser am Hafen von Stavanger.
Am Wochenende waren wir für einen Blitzbesuch bei unseren besten göttinger Freunden im norwegischen Stavanger. Von Uppsala ist das sozusagen um die Ecke. Und wir mußten uns ja auch davon überzeugen, daß es unseren Freunden in Erdölcity gutgeht und sie sich dort auch zu Hause fühlen. Leider zeigte sich da Wetter von seiner stürmischen Seite: ein Orkan fegte von der Küste über Skandinavien und hat Flugzeuge, Häuser und uns ganz schön durchgepustet. Da mußten wir uns dann aufs Schlechtwetterprogramm verlegen. Das ließ aber keine Wünsche offen: Ölmuseum, Stadtspaziergang, Inselhopping und strom watching am Strand. Auch die Verpflegung war exzellent: Shrimps, Lachs und Quarkkuchen Stavanger Art.... Lecker! Ich hoffe, ein paar der Rezepte, wird es demnächst auf voracious silence geben.
Eingang zum Ölmuseum.
Frage: Was machen Norweger bei Orkan? Antwort: Sie fahren an den Strand. Das sorgt dann schon mal für Verkehrsstaus in der Pampa.
Die berühmte Altstadt von Stavanger. Zu dieser Jahreszeit niedlich und ganz für uns.
Auf dem Turmberg in Stavanger mit Blick auf den Hafen und die Altstadt.
Das Ölmuseum am Stavanger Hafen.


Wir kommen auf jeden Fall wieder, und dann ziehen wir das Gutwetterprogramm durch!