Am letzten Wochenende waren wir einmal mehr in Stavanger zu Besuch. Und das erste Mal überhaupt war das Wetter dort - bis auf den obligatorischen Sturm - besser als bei uns in Schweden. So konnten wir uns dem Wandern, Lachsangeln und dem Spazieren am Strand widmen und zudem noch einen runden Geburtstag nachfeiern. Dank norwegischer Erdbeeren, eichsfelder Rostbratwurst und sherryhaltiger Vorspeisen konnten wir es uns richtig gutgehen lassen. Und auch wenn in Norwegen Mittsommer nicht richtig gefeiert wird, habe ich zur Kompensation einen Blumenkranz geflochten.
Freitag, 27. Juni 2014
Sonntag, 16. Februar 2014
Geologischer Kuchen 2.0
Vor einem Jahr habe ich das erste Mal für die Studenten in meinem Kartenanalysekurs einen Kuchen gebacken, um ihrem dreidimensionalen Denken auf die Sprünge zu helfen. Damals war der Kuchen der Abschluss des Kurses. Doch diesmal habe ich einen deutlich verbesserten Kuchen am dritten Tag mitgebracht und ihn gezielt benutzt, um Blockmodelle, Quer-, Parallel- und Schrägprofile zu erklären. Der Kuchen ist wie letztes Jahr auch schon sehr gut angekommen. Die Klasse dieses Jahr ist aber wesentlich motivierter, sodass es noch mehr Spaß gemacht hat. Und ich glaube, der Kuchen hat den Studenten wirklich geholfen, dreidimensional zu denken. Nächstes Jahr gibt es auf jeden Fall wieder Kuchen. Und ich gebe mir Mühe, daß er noch geologischer wird.
P.S. Dieses Jahr habe ich Fertigbackmischungen für Zucker- und Zitronenkuchen für den Teig benutzt, den ich dann in Etappen mit Lebensmittelfarbe, Kakao und Safran eingefärbt und auf einem Backblech gebacken habe. Jede Kuchenlage habe ich dann abkühlen lassen und dann mit Nutella zusammengeklebt.
Donnerstag, 26. Dezember 2013
Stuck, Schrotkugeln und Nobelpreisträger
Zum finalen Abschluss meines diesjährigen Führungskräftekurses war ich in der Woche vor Weihnachten zusammen mit den anderen Teilnehmern zum Abendessen bei unserer Unirektorin (in Deutschland entspricht das wohl der Unipräsidentin) eingeladen. Sowas passiert natürlich nicht bei der Rektorin zu Hause. Dafür gibt es im Hauptgebäude der Uni eine Repräsentationswohnung, die mit antiken Möbeln, Stuck und Gemälden eingerichtet ist.
Die Rektorin muß wahrscheinlich öfter solche repräsentativen Abendessen abhalten, als ihr lieb ist, Smalltalk und Reden halten und wichtige und weniger wichtige Leute treffen. Meine Gruppe war diesen Monat jedenfalls nicht der Höhepunkt, denn der Gästebucheintrag auf der Seite vor der, auf der wir unterschrieben war von den diesjährigen Nobelpreisträgern, die am Freitag zuvor Uppsala besucht hatten.
Doch auch wenn wir nicht die wichtigsten Besucher waren, bekamen wir hervorragendes Essen. Zum Hauptgang gab es Wildente (inklusive Schrotkugel), was dem Geschmack aber keinen Abbruch tat.
Punkt 20 Uhr war der Ball, äh das Abendessen jedenfalls vorbei, und ich ließ mich von meiner blauen Kutsche abholen.
Dienstag, 24. Dezember 2013
Die Regeln des schwedischen Weihmachtsessens
![]() |
| Dies ist einer der 4 Tische, durch die man sich kämpfen kann/muß. |
- Der erste Gang besteht aus eingelegtem Hering in allen Varianten, zusammen mit Brot (süß oder Knäckebrot).
- Darauf folgt ein Gang mit geräuchertem, gebeiztem, gekochtem usw. Lachs, Lachpastete und halben gekochten Eiern mit Kaviar.
- Bei Gang Nummer 3 gibt es dann endlich was Substanzielles: Sülze, Pasteten, Würstchen, Roastbeef, Hirsch, geräuchertes Fleisch und Julschinken.
- Wer jetzt immer noch nicht genug hat, kann sich beim 4. Gang mit Weihnachtswürstchen, Auflauf, Omelette, Rippchen, Rotkohl und in Lauge gekochtem Trockenfisch (lutfisk) und Fleischbrühe mit eingetunktem Brot.
- Völlig fertig darf man sich beim 5. Gang endlich den süßen Dingen des Lebens widmen, dem Nachtisch. Der besteht typich schwedisch aus Reisbrei mit Schlagsahne (ris a la Malta), knuspriges Waffelgebäck, Bonbons und Pralinen, Käse und Cracker, sowie natürlich der obligatorische Kaffee.
Montag, 16. Dezember 2013
Diamanten, Plätzchen und Harzkäse
Mittwoch, 29. Mai 2013
Der einzig wahre Vulkankuchen
Montag, 1. April 2013
Påsk - Ostern auf schwedisch
Donnerstag, 21. März 2013
Märzupdate
- Letzte Woche habe ich mit Kollegen einen großen Antrag auf Forschungsgelder abgeschickt. Das war ein hartes Stück Arbeit mit langen Tagen. Aber hinterher waren wir alle verdientermaßen stolz auf uns.
- Die Zeit der Bachelor- und Masterarbeiten hat angefangen. Ich betreue und zweitbetreue 4 Bachelor- und 2 Masterstudenten. Mit den Bachelorstudenten geht es morgen ins Gelände in die Nähe von Stockholm. Das wird ein Spaß bei -8 bis max. -4°C.
- Heute habe ich nach mehreren Monaten Arbeit unserem Vorstand einen Plan vorgelegt, wie man die Platzprobleme unseres Instituts lösen kann. Der Plan wurde angenommen. Jetzt kann die Arbeit also richtig losgehen.
- Der tolle neue und besonders teure IKEA-Herd in unserer neuen Küche ist kaputt. Wenn wir Glück haben, können wir Ostern vielleicht wieder was backen.
- Das Eßzimmer wird als solches genutzt, auch wenn wir noch nicht ganz fertig sind und auch noch keine Lampe an der Decke hängt.
Donnerstag, 21. Februar 2013
Geologischer Kuchen
Freitag, 23. November 2012
Quer durch Südafrika - Fazit
![]() |
| Google Maps Link. |
![]() |
| Nur ein Handyfoto, aber immerhin: so nah waren die Elefanten. |
![]() |
| Noch ein Elefantenhandyfoto. |
Auch kulinarisch hat Südafrika so einiges zu bieten. Wo sonst kann man so lecker und sogar bezahlbar essen gehen. Der Service ist um einiges besser als in Schweden, und neben köstlichen Weinen gibt es auch so exotische Dinge wie Krokodil, Warzenschwein und Kudu, was ich alles nur empfehlen kann.
![]() |
| Voila! Carpaccio vom Warzenschwein, Krokodil und Springbock. |
![]() |
| Springbockcarpaccio. Auch allein ein Wahnsinn! |
![]() | |
| Kudu, Warzenschwein und Springbock als Filets! |
![]() |
| Noch eine Neuentdeckung für mich: Red Cappucchino mit Roibos. |
![]() |
| Mein neues Motto. |
Auf der anderen Seite ist Südafrika ein Land, in dem ein großer Teil der Bevölkerung in Lehmhütten mit Strohdach und ohne Strom oder fließend Wasser lebt, während der Lebensstandard in einigen Städten durchaus mit dem europäischen mithalten kann. Vielerorts, auch in den teuren und noblen Nationalparkunterkünften, sieht man, daß zwar alles pieksauber ist, aber seit Jahren nichts mehr repariert oder renoviert wurde. Auch im Gespräch mit unserem ersten Gastgeber, der zu den Buren (weißer Südafrikaner niederländischer Abstammung) gehört, haben wir erfahren, daß es momentan kaum Fortschritt auf irgendeinem Gebiet in Südafrika gibt. Besonders deutlich war das in Coffee Bay, wo es wirklich traurig und trostlos zuging, obwohl man dort touristisch bestimmt einiges auf die Beine stellen könnte.
So oder so haben wir nicht einmal die Hälfte des Landes gesehen. Ich würde gern wenigstens noch einmal hinreisen und mir Kapstadt und die Südküste entlang der sogenannten Gartenstraße anschauen. Vielleicht wird das ja irgendwann noch mal was.
Montag, 8. Oktober 2012
Dinos, Schnittchen & kaltes Rentier
| Das Ichtyosaurusskelett im Foyer des Instituts. |
| Die Abteilung Luft, Wasser und Landschaftslehre lassen einen Wetterbalon steigen. |
Mittwoch, 1. August 2012
Die Bärenjagd ist eröffnet
| Blaubeeren, Himbeeren, Stachelbeeren und Johannisbeeren und eine leicht genervt guckende Katze. |
Geburtstagskuchen mit Erdbeeren und Blaubeeren
Blaubeer-Johannisbeermarmelade
Waldbeermarmelade mit Blaubeeren, Walderdbeeren und Himbeeren
Stachelbeer-Johannisbeermarmelade
Pinke Sommerbeerenmuffins
Die Rezepte werden dann verlinkt, sobald sie fertiggepostet sind.
| Sieben. |
| Ein bißchen sortieren. |
| Fertig. |
Montag, 30. Juli 2012
Hochzeitsmarathon - Teil 2

Sonntag, 22. Juli 2012
30 über Nacht
![]() |
| Mein Geburtstagskuchen. Rezept gibt's demnächst auf voracioussilence.blogspot.com. |
![]() |
| Die Blaubeeren sind reif!!! |
![]() |
| Wandern auf dem Upplandsleden. |
![]() |
| Wandern am Siggeforasjön. |
Samstag, 26. Mai 2012
Der Frühling, der ein Sommer war
![]() |
| Hausfoto am 1. Mai 2012. |
![]() |
| Am 26. Mai. |
Donnerstag, 26. April 2012
Vienna calling
An den anderen Tagen höre ich mir natuerlich Vortäge in anderen Sessions an, die mich interessieren. Am Montag habe ich so erfahren, dass der riesige Vulkan, der die Santorini-Inseln bildet und vor 3600 Jahren die minoische Kultur durch einen Ausbruch vernichtet hat, wieder Zeichen von Aktivität zeigt. Sehr besorgniserregend! Gestern war ich dann beim Vortrag von Deutschlands beruehmtestem Vulkanologen, dem "Grossvater der deutschen Vulkanologie", Hans-Ulrich Schmincke. Den kennt man sonst aus dem Fernsehen, wenn er ueber die Eifel oder die Kanaren berichtet.
So eine Tagung muss natuerlich auch mit der Zeit gehen, und so ist mir neben den EGU-Fähnchen an den Strassenbahnen vor allem das EGU-App aufgefallen, das anstelle eines Tagungsbandes das Programm und die Raumpläne der Tagung enthält. Noch gibt es zwar einen gedruckten Band mit Zeit und Namen der einzelnen Sessions, aber das App enthält auch den Titel der einzelnen Vorträge und Poster, eine Suchfunktion, einen verlinkten Raumplan und so weiter. Zudem ist mir zum ersten Mal untergekommen, dass jemand sein Poster mittels QR-Code auf seinem gedruckten Poster mit dem PDF verlinkt hatte. Sehr spitzfindig.
Abends geht es eigentlich immer mit Freunden und Kollegen irgendwo essen. Die österreichische Kueche ist ja bekannt fuer Deftiges und Suesses aller Art. Ansonsten kann ich mich nur ueber das wunderbare Wetter freuen. Hier ist der Fruehling wirklich in vollem Gange: Die Sonne scheint, es ist 20 Grad und alles blueht. Zu Hause in Schweden hatte es am Wochenende noch geschneit und wir hatten uns gefreut, dass die Krokusse bluehen und der Rhabarber langsam aus der Erde schaut. Aber dafuer haben wir dann eben nochmal Fruehling von vorn.
Sonntag, 25. März 2012
Heute ist Waffeltag (våffeldagen)!
Sonntag, 26. Februar 2012
Apfelciderproduktion
Freitag, 6. Januar 2012
Schwedenupdate im neuen Jahr
Die Feiertage haben wir dieses Mal hier in Schweden verbracht und es einfach mal ruhig angehen lassen. Nach dem Streß der letzten Monate hatte ich das wirklich dringen nötig. Heilig Abend und Silvester waren wir bei Freunden, die seit August Nachwuchs haben. Entsprechend ging es ruhig zu, was aber nicht reichliches Essen ausschloß. Zu Weihnachten gab es typisch polnische Spezialitäten, zum Beispiel Borscht. Für mich das erste Mal, der/die/das Borscht. Silvester gab es dann italienische Speisen, da kann man ja nichts falsch machen. Neujahr ging es dann wie im letzten Jahr auch schon zu meinem Chef zum Mittagessen, wo entsprechend fränkischer Tradition Sauerkraut und Würstchen auf den Tisch kamen. Sauerkraut zu Neujahr zu essen, bringt angeblich Geldsegen für das neue Jahr.
![]() |
| Borscht mit pilzgefüllten Teigtaschen. |
Ansonsten wurde nicht wenig gearbeitet, was irgendwie ganz schön war, da fast niemand auf Arbeit war. Endlich konnte ich mich mal den Dingen widmen, für die ich sonst zu wenig Zeit habe. Und überhaupt ist es manchmal ganz schön, mal einen Moment innezuhalten und zu überlegen, was denn in den nächsten Monaten so anliegt und wohin es denn gehen soll.
Dazu gibt es natürlich die ein oder andere Sache, die schon geplant sind für 2012. Nächste Woche bin ich erstmal für eine Konferenz in Reykjavik. Ich hab zwar nicht so richtig Lust zu verreisen momentan, und schon gar nicht an einen Ort, an dem es dunkel und naß und kalt ist, aber in dem Fall geht es um networking, vom Chef verordnet. In der dritten Januarwoche beginnt dann ein Kurs über die Betreuung von Doktoranden für mich, der ein paar Tage im Januar und dann hin und wieder im Februar, März und Mai stattfindet. Ende Januar und Mitte Februar unterrichte ich dann einen Kurs in geologischer Kartenanalyse. Den muß ich demnächst auch erstmal richtig vorbereiten. Dank dieses Kurses fällt leider auch unser geplanter Thailandurlaub ins Wasser. Dabei würd ich so gern Urlaub machen und die Sonne sehen. Bis auf eine Woche Urlaub in Island und ein paar einzelne Tage, als der Besuch aus Dresden da war und als wir übers Wochenende in Stavanger und Dresden waren, gabs 2011 keinen Urlaub. Mal sehen, was sich dann 2012 so an Urlaub einrichten läßt. Urlaubsreif bin ich jetzt schon. Abgesehen davon geht es im März nach Deutschland. Vor Ostern findet in Kiel eine Tagung statt, bei dem wohl auch einige Kollegen aus Göttingen sein werden. Apropos Tagung: Im April ist dann auch wieder die EGU in Wien. Diesmal muß ich unbedingt einen Kaiserschmarrn essen. Und dann heiraten im Juli unsere besten Göttingen/Stavanger-Freunde. Da muß ich mich langsam mal auf Kleidsuche begeben.
Vieles ist aber auch noch ungeplant, vor allem was meine Stelle angeht. Da bisher alle im Urlaub waren, hat sich da nicht nichts getan. Na ja, das Leben in Schweden wird ab nächste Woche schon wieder losgehen. Diese Woche ist jedenfalls schon wieder vorbei, weil morgen Feiertag ist, nein, nicht Knut, sondern der 13. Tag nach Weihnachten. Am 20., dem Namenstag von Knut, werden hier in Schweden traditionell die Weihnachtsbeleuchtung und der -schmuck entfernt. Frei ist deshalb nicht.
Noch was: Neujahrsvorsätze. Die fallen dieses Jahr bescheiden aus. Vor allem aber: so weitermachen wie bisher und mit allem Neuen klarkommen.
Sonntag, 18. Dezember 2011
Lucia
![]() |
| Lussekatter und lussebullar. Das Rezept gibts hier. |
![]() |
| Zum Luciafika gab es pepperkaka mit alkoholfreiem glögg, Rosinen und Mandeln. |




























