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Montag, 17. März 2014

Katzenfernseher 2.0

Seitdem wir im Herbst von unseren alten Nachbarn vor deren Auszug ein Aquarium mit Neons und Platys geerbt hatten, war ich auf der Suche nach einem günstigen Unterschrank. Ein Aquarium steht auf Dauer einfach nicht auf einer normalen Komode. Neue Unterschränke erwiesen sich als sehr unerschwinglich, sodass ich begann, mich bei blocket.se, dem schwedischen Äquivalent von eBay, nach gebrauchten umzuschauen. Dort gibt es oft sogar ganze Sets aus gebrauchtem Aquarium mit dem passenden Unterschrank für wenig Geld. 

Im November fand ich dann ein sehr günstiges Eckaquarium mit Schrank, das wir aus einem Dorf nordwestlich von Uppsala mit dem Auto abholten. Mitte Dezember haben wir das Aquarium dann aufgestellt. Das alte Aquarium mußte dafür erst einmal in die andere Zimmerecke umziehen. Dann konnte das neue eingefahren werden, wie das im Jargon heißt. Als Boden haben wir hellen  Sand ausgewählt und mit Hilfe von Wurzeln und Pflanzen ein Südamerika-Becken eingerichtet. Nach ein paar Wochen durften dann die Fische aus dem alten Aquarium einziehen. 

Die Platys haben sich seit dem ziemlich doll vermehrt. Seit zwei Wochen haben wir zudem noch ein Pärchen Kakadu-Zwergbuntbarsche und vier Maronii, eine friedliche Buntbarschart auch aus Südamerika. Die Buntbarsche sind interessant zu beobachten, nicht nur für die Katzen. 
Nach dem Befüllen mit Sand war das Wasser für einige Tage sehr trübe.
Ein paar Tage später mit Wurzel, Steinen und ersten Pflanzen.
Noch später mit noch mehr Pflanzen erkennt man langsam, was es werden soll.
So sieht das Aquarium heute aus. Mehr Wurzeln und größere Pflanzen machen es dem Lebenraum in Südamerika ähnlicher. Die Kokosnußschalen dienen den Buntbarschen als Höhle.
Das Kakadu-Zwergbuntbarschweibchen. Das Männchen ist grau-schwarz gestreift mit prächtigen roten Flossen.
Einer von den vier Maronii. Entgegen ihres Rufes sind sie ziemlich neugierig und immer vorn dabei.

Sonntag, 16. Februar 2014

Hej då Octavia! Hej hej Octavia!

Heute haben wir unser altes Auto gegen ein neues eingetauscht. Nun ja, nicht wirklich getauscht und nicht wirklich neu. Der Neue ist auch ein Octavia. Aber natürlich jünger, von 2008, und mit nur 68000 km. Gekauft haben wir ihn in Västerås, eine Stunde Fahrt von hier, von einem Gebrauchtwagenhändler, der unseren alten in Zahlung genommen hat. Der Händler hat auch gleich Ummeldung und Versicherung für uns geregelt. Das Kennzeichen behalten Autos in Schweden ja ihr Leben lang. Also war der Autotausch ziemlich einfach. Ist aber schon ein bisschen komisch, daß jetzt kein blaues Auto mehr vorm Haus steht, sondern ein graues. Und ein bisschen wehmütig wird einem auch. Gleichzeitig ist es aber auch schön, ein neues Auto zu haben.

Freitag, 31. Januar 2014

Endlich Weihnachtsgeschenke!

Heute sind nach 2 Monaten endlich unsere Weihnachtsgeschenke geliefert worden, ein neues Sofa und ein Bett. Offensichtlich wurde das Sofa extra für uns handgeklöppelt, sonst hätten wir schon zu Weihnachten auf unseren Geschenken sitzen und schlafen können. Aber was lange währt, wird ja angeblich endlich gut.

Mittwoch, 27. November 2013

Bällchennotruf!

Der Leon hat ein ganz bestimmtes Lieblingsspielzeug, ein weißes, klapperndes Fellbällchen. Er trägt es mit Vorliebe im Maul durch das Haus, apportiert es und legt es sorgfältig auf weichen Unterlagen ab.
Bällchen auf dem Ofenhandschuh abgelegt.
Bällchen auf dem Gartenschuh abgelegt.

Leider ist das Bällchen schon seit einiger Zeit am Auseinanderfallen. Alle Versuche, ein identisches Ersatzbällchen zu beschaffen, waren bisher ohne Erfolg. Leon ist mittlerweile der Kater mit der größten Bällchensammlung in ganz Schweden. Nur akzeptieren tut Leon die neuen Bällchen nicht. Sie haben einfach nicht das richtige Fell und das richtige Klappern. 



Bällchen auf Sandalen abgelegt.

Ein Teil von Leons Bällchensammlung.
Schweden ist abgesucht, jetzt brauchen wir Hilfe, das perfekte Ersatzbällchen zu finden. Sachdienliche Hinweise, die zur Ergreifung des richtigen Ersatzbällchens führen, werden dankend entgegengenommen.











Die Ginny läßt das Bällchen kalt.

Sonntag, 3. November 2013

Belohnungswochenende in Kopenhagen

Dieses Wochenende bin ich mit einer Freundin in Kopenhagen zum Shopping und Wellness. Wir hatten vor einiger Zeit beschlossen, daß wir für das viele Unterrichten diesen Herbst eine Belohnung verdient haben. Leider ist Wellness in Schweden sehr teuer. Außerdem ist zum Beispiel in Schweden auch die Auswahl an Schuhläden inakzeptabel. Also beschlossen wir, das ganze nach Kopenhagen zu verlegen, wohin man von Uppsala aus mal eben für wenig Geld in einer Stunde fliegen kann. Außerdem kann man hier gut einkaufen, und Wellness ist viel billiger als in Schweden. Zudem hat meine Freundin während ihrer Doktorarbeit zwei Jahre hier gewohnt, sodaß ich einen Insidereinblick bekomme.

Geshoppt haben wir gestern jedenfalls schon mal. Als schwedisches Landei komme ich sonst nicht groß dazu. Nachher steht dann noch unsere Wellnessbehandlung an, bevor es heute Abend wieder nach Hause geht.

Donnerstag, 5. September 2013

Katzenfernseher

Seit vorgestern haben unsere Katzen ihre eigenen Haustiere. Unsere alten Nachbarn, die gerade ausziehen und die Katzen gefüttert haben, während wir in Island waren, haben uns ihr Aquarium überlassen. Sie haben in ihrem neuen Haus keinen Platz dafür. Also haben Ginny und Leon jetzt einen Katzenfernseher.

Freitag, 9. März 2012

Leben und lesen mit meinem E-Book-Reader

Zu Weihnachten hat mir mein Freund einen Sony Reader PRS-T1RC geschenkt, und zwar in rot! Damit bin ich die einzige in ganz Schweden mit diesem Reader in rot, denn hier gibt es ihn nur in weiß und schwarz. Mein Reader kommt von amazon und hat seinen Weg über meine dresdner Familie zusammen mit einem Etui und einer LED-Klemmlampe zu mir gefunden. Seitdem bin ich eine Readerin.

Ursprünglich war ich ja ein wenig skeptisch eingestellt gegenüber E-Books. Ich liebe meine Papierbücher, den Geruch, das Gefühl beim Durchblättern, das Blättern zu nächsten Kapitelanfang und meine Bibliothek. Ich nehme sogar Bücher mit zum Wandern in Island. Andererseits habe ich beruflich natürlich tagtäglich mit Literaturrecherche zutun, was zu 98% online aufläuft und meinen Computer mit hunderten PDFs von wissenschaftlichen Artikeln füllt. Nur lese ich diese Artikel nur äußerst ungern am Bildschirm. Also drucke ich sie mir aus und lese sie auf Papier. Würde ich also einen E-Book-Reader überhaupt nutzen?

Nach nur 2 Monaten mit meinem Reader habe lese ich mittlerweile mein 5. E-Book. Ich nehme meinen Reader überall mit hin und lese überall. Ich bin äußerst zufrieden damit, wie es sich mit dem Reader liest. Anfangs habe ich das Durchblättern vermißt, aber dafür ist der Reader handlicher als ein Buch. Er klappt sich nicht von alleine zu, wenn man ihn nicht festhält. Er ist superleicht. Der Akku hält so lange, daß ich den Reader bisher einmal geladen habe, und jetzt ist er gerade halb voll.
Was elektronische Bücher und ihre Beschaffung angeht, gibt es leider noch ein paar Schwierigkeiten mit einem in Deutschland erworbenen Reader in Schweden zu sitzen, wenn es bisher noch keinen deutschen Sony-Store gibt und der amerikanische Sony-Store nicht an Kunden ohne amerikanische Kreditkarte verkauft. Mit einem Kindle (von amazon) gäbe es ein ähnliches Problem: In Schweden bekommen wir beim Suchen nach E-Books auf amazon.de die Nachricht: "Bei amazon.de sind keine Kindle-Titel für Ihr Land verfügbar. Kindle-Bücher finden sie bei amazon.com." Nun ja, zum Glück gibt es ja auch noch unglaublich viele kostenlose E-Books da draußen. Und PDFs kann man mit meinem "Rotkehlchen" (so hab ich meinen Reader genannt (nach einem kostenlos mitgelieferten Buch auf dem Reader und der roten Farbe) auch lesen.

Donnerstag, 29. September 2011

Schwedisierung: Besuch beim glasögonspecialist (Optiker)

Nach mehr als zweieinhalb Jahren, in denen ich nicht beim Optiker war, war es dringend Zeit, meine Augen testen zu lassen, bevor ich neue Kontaktlinsen bestellen konnte. Außerdem war es höchste Zeit, mir überhaupt wieder eine Brille (glasögon) machen zu lassen. Meine 16 Stunden täglich,  7 Tage die Woche, 365 Tage im Jahr Kontaktlinsengewohnheiten sind nämlich nicht besonders gesund für die Augen, auch wenn ich eigentlich nie Probleme hatte. In Chile mußte ich nach einer Nacht auf dem Altiplano meinen Kontaktlinsenbehälter auftauen, bevor ich die Linsen reintun konnte, aber das war nicht so schlimm.

Also hatte ich vor 3 Wochen einen Sehtest (synundersökning) beim Optiker (optiker) hier in Uppsala. Das ganze hatte ich einfach übers Internet gebucht und dann am Telefon etwas abgestimmt. Ein Sehtest für Kontaktlinsen kostet 395 SEK (ca. 43 €), einer für eine Brille 295 SEK. Beim Kontaktlinsendings ist aber die Brillenuntersuchung schon mit drin. Funktionieren tat das ganze wie ich das aus Deutschland auch kannte: Buchstaben vorlesen, durch seltsame Geräte schauen, runter gucken, hoch gucken usw. Das einzige, was seltsam war, was, daß ich meine Kontaktlinsen anfangs drinhatte und dann rausnehmen sollte. In Deutschland durfte ich sie die 7 Stunden vor der Untersuchung nicht tragen. So oder so haben sich meine Augen aber erstaunlicherweise seit dem letzten Sehtest nicht verschlechtert. Eine positive Überraschung.

Nach dem Sehtest, der etwa eine halbe Stunde dauerte, bestellte Karin, die nette Optikerin im Laden, meine Kontaktlinsen. Nach 3 Tagen bekam ich dann eine SMS, daß ich sie abholen konnte. Zu dieser Gelegenheit habe ich mir dann gleich mal eine Brille ausgesucht. Der Optiker, der mich dabei beraten hat, war sehr nett. Ich mußte ihn nur bei der Farbe der Brillengestelle bremsen, denn offensichtlich ist lila gerade die Modefarbe. Einige der Brillengestelle, die er mir empfahl und die mir wohl standen, sind den Brillen meiner Schwester sehr ähnlich. Darauf sagte der Optiker, daß ich meiner Schwester zu ihrem guten Brillengeschmack gratulieren soll (also Gratulation! sera). Am Ende wurden es zwei Brillen zum Preis von einer, was mir auch die Auswahl erleichterte.

Nach eineinhalb Wochen konnte ich dann die Brillen abholen. Jetzt muß ich mich nur noch an sie gewöhnen. Nach den ersten paar Stunden hatte ich ganz schön Kopfschmerzen. Außerdem wird mir noch etwas schwindlich beim Laufen. Aber das wird schon werden.
Die eine Brille. Mit dünnem Rand. Trägerin war heute Morgen noch ziemlich verschlafen.

Die Schwester-Brille. Und ich muß sagen, der Optiker und der Freund haben recht.

Samstag, 26. März 2011

neues Spielzeug

Nach einer gefühlten (und tatsächlichen) Ewigkeit, in der ich mein Handy immer nur zum SMSen und Telefonieren verwendet habe, habe ich mich jetzt auf den neuesten Stand gebracht: Ich habe ein HTC Legend erworben, und das für einen Preis, der etwa 80€ unter dem niedrigsten bei amazon liegt.

Für mich ist es eine ganz neue Erfahrung, plötzlich einen Minicomputer zu haben. Momentan bin ich noch in der Eingewöhnungsphase, aber ich habe schon ein paar ziemlich nützliche Apps entdeckt. Mein momentaner Favorit ist evernote, mit dem man Listen anlegen und online abgleichen kann. Damit will ich in Zukunft die Vorratsinventarliste verwalten, um zu vermeiden, daß man z.B. die 30. Packung Nudeln aber keinen Zucker kauft. Wenn man auf dem Land lebt, muß Einkaufen geplant werden ;-)

Donnerstag, 2. Dezember 2010

Gesellschaftsstudien beim Shopping

Heute war ich hier in Göttingen in der Innenstadt einkaufen. Göttingen ist zwar eine kleine Stadt, aber ich mochte schon immer die kleinen Gassen mit winzigen Läden, von denen man sich fragt, wie sie sich überhaupt halten können. Trotz Kälte und Schnee war die Stadt voller Menschen. Das Gänseliesel ist vom Weihnachtmarkt umringt, und die Leute schlürfen fröhlich Glühwein. Heute Abend hole auch ich mir meinen alljährlichen Becher und nehme eine Tasse mit der JAhreszahl 2010 drauf (übrigens dann die 10. in meiner Sammlung) mit.

Auch ich habe mich einem nostalgischen Stadtbummel ergeben, war bei meinem alten Friseur, im ein oder anderen Geschäft und hab einen Cappucchino neben der Johanniskirche getrunken. Bis auf die normale Fluktuation von Imbissen (der Trend geht eindeutig zu gesundem Slowfood und weg von Fastfood) und die Eröffnung eines großen Thalia Buchladens ist die Innenstadt noch genau so, wie ich sie in Erinnerung habe.

Als ich im Karstadt war hat mir außerdem eine alte Dame entrüstet mitgeteilt, daß sie denkt, daß die kleinen Wollknäule viel zu teuer sind. Das würde einem in Schweden, glaube ich, nicht passieren. Dort sprechen einen Fremde auf keinen Fall an.

Ein Freund von mir aus Frankreich war übrigens im Sommer hier und hat sich das Gänseliesel angeschaut, in der besten Eisdiele der Stadt (Claudio) ein Eis gegessen und dem Glockenspiel gegenüber gelauscht. Er bestätigt, daß Göttingen durchaus eine Reise wert ist.

Dienstag, 23. November 2010

1980/2010 oder: Bin ich langsam zu alt für Mode?

Gerade komme ich von einem kurzen aber intensiven Shoppingtrip mit 3 Freundinnen in der Innenstadt Uppsalas zurück. Wir hatten eine Mission: Am Samstag gehen wir alle zu einer 80er-Jahre-Party! 
Abgesehen von Kindheitserinnerungen bietet sich als Quelle der Inspiration für die Kleidung natürlich Google an. Bei den Ergebnissen dort  fragt man sich durchaus, ob Leute vor 20 bis 30 Jahren wirklich so rumgelaufen sind. Wäre ich nicht selbst dabei gewesen, würde ich es nicht glauben. Allerdings sind die Bildergebnisse für Suchbegriffe wie "80er Mode Madonna" durchaus inspirierend. 
Was ist also typisch 80er? Hochtupierte Haare mit einer Menge Haarspray und Stirnband, Nietenhals- und armbänder, bis zur Unkenntlichkeit ausgeblichene Jeanshosen, -jacken, -westen, Strumphosen oder Leggins in allen erdenklichen Farben und Mustern, Stulpen, Glitzer und Blingbling, Kleider, die oben anliegend und unten fluffig sind, dicke Plastikbrillen, Farben, die mit neon- anfangen und auf pink, türkis, etc. enden.......

Wir sind also heute nach der Arbeit losgezogen, um im Second-Hand-Laden ein paar Sachen zu finden. Der war überraschend ergiebig. Hab ein schwarzes, durchaus tragbares Kleid mit Tüllunterrock erstanden, die anderen glitzernde Tops und sowas. Dann gings weiter in "richtige" Geschäfte, die heutige Mode verkaufen sollten. Erster Stopp war Glitter (sowas wie Bijou Brigit), ein Modeschmuckladen. Und da kann einen wirklich der Schlag treffen, wenn man nicht vorbereitet ist auf (wie der Name schon sagt) GLITTER. Dort gibt es wirlich nur Blingbling in allen Farben. Und das Größte: Alles, wirklich alles ist 80er-tauglich! Für die Party habe ich Plastikohrstecker, einen Haarreifen mit Stoffblume, eine 8fache Glitzerperlenkette und Spitzenhandschuhe erstanden. Schön und gut für ne Party, aber wer kauft solche Sachen im Ernst?! Offensichtlich gibt es genug Käufer, denn sonst würde sich so ein Laden ja nicht halten.

Nächster Stopp: Schuhladen. Alles voller 80er-tauglicher Schuhe mit goldenen Nieten! Aber zu teuer, um sie nur für eine Party zu kaufen. Ich komme aus dem Wundern nicht mehr raus, daß es wirklich Leute gibt, die sowas kaufen und sogar tragen.

Die nächsten 2 Stopps kann man gemeinsam abhandeln: Cubus und H&M, beides Klamottenläden voll mit 80er-tauglichen Klamotten. Dort haben wir vor allem nach Leggins und Stulpen gesucht. Und das ist absolut nicht schwer. Es gibt sie in allen Farben, selbst pink in verschiedenen Tönen,. Eine davon habe ich erworben, zusammen mit grauen Stulpen (wie zurückhaltend!). Trotzdem habe ich mich noch nicht an den Gedanken gewöhnt, daß es Leute gibt, die sowas tatsächlich tragen, ohne daß sie dafür bezahlt werden.

Fazit: Die Mode der 80er Jahre ist zurück in all ihrer Häßlichkeit. Die heutigen Träger sind wahrscheinlich zu jung, sich an die 80er zu erinnern, sonst könnte man ja vermuten, daß das Modebewußtsein sind insgesamt weiter- und nicht zurückentwickelt. Für mich ist es jedenfalls zu früh für ein Revival.

Mittwoch, 20. Oktober 2010

Makrofotografie

Wie man vielleicht hin und wieder anhand meiner Posts erkennen kann, ist Fotografieren eines meiner großen Hobbies. Ich fotografiere nicht gerne Menschen (außer vielleicht bei der Hochzeit meiner Schwester. Bei so unwiderstehlichen Fotomotiven muß man draufhalten!). Viel lieber mag ich Landschaftsfotografie, was eine gute Ergänzung ist, wenn man als Geologe an spektakuläre Orte reist und Eindrücke von dort mit nach Hause nehmen möchte. Ich habe aber auch schon immer gern kleine Dinge fotografiert, zum Beispiel Blumen.
Dieses Jahr habe ich von meinen Freunden hier in Schweden einen Satz Zwischenringe für die Spiegelreflexkamera bekommen. Diese Ringe können zwischen Kamera und Objektiv gesetzt werden und verringern so den Abstadt, den man zum Objekt (der Begierde) einhalten muß. Sie sind Ersatz für Makroobjektive, die wesentlich teurer sind als Zwischenringe.

Meine Freunde haben mir das Geld für die Ringe geschenkt, sodaß ich sie mir bei Amazon bestellen und (um Lieferkosten zu sparen) nach Heidelberg liefern lassen konnte. Dort habe ich sie im botanischen Garten ausprobiert. Trotz suboptimaler Bedingungen (zu dunkel, kein Stativ etc.) sind schonmal ein paar tolle Fotos dabei herausgekommen.
Eine Palmenblüte, vielleicht so groß wie eine Kinderfaust.
Wassertropfen auf einer Orchideenblüte.
Zurück in Schweden kann ich die Bedingungen für meine Makroexperimente natürlich verbessern, indem ich ein Stativ und einen Fernauslöser verwende und meine Fotoobjekte ordentlichausleuchte. Wir werden sehen, was dabei herauskommt. 

Ich hoffe, ich konnte schon mal einen kleinen Vorgeschmack geben.

Freitag, 9. Juli 2010

Bären pflücken auf schwedisch

Die Blaubeersaison hält gerade in den schwedischen Wäldern Einzug. Für alle, die es noch nie ausprobiert haben, muß ich an dieser Stelle anmerken: Blaubeeren pflücken ist harte Arbeit!

Da die Schweden aber schlau und/oder faul sind, haben sie sich was einfallen lassen: den bärplockare (Beerenpflücker), eine Art Kamm, mit dem man die Blaubeeren einfach aus dem Busch kämmt. Dabei werden zwar ein paar Blätter mit abgerupft, aber die sammeln sich oben auf den Beeren und man kann sie somit leicht absammeln oder aussieben. Ganz schön clever, was?

P.S.: Das Wort Beere heißt auf schwedisch bär. Man geht also im wahrsten Sinne des Wortes Bären pflücken.

Donnerstag, 1. Juli 2010

Sweden entdecken

Beim gestrigen Einkauf habe ich dieses formschöne Buch erworben: ein schwedischer Reiseführer für Schweden. Gegliedert nach Regionen und mit Tipps von Einheimischen. Wenn die nicht wissen, was bei ihnen um die Ecke sehenswert ist, wer dann?

Offensichtlich geht der Trend unter den Schweden auch zum Urlaub im eigenen Land, wie es ja in Deutschland auch seit einigen Jahren der Fall ist. Ohnehin bevorzugen es die Schweden, ihren Sommerurlaub auf dem Lande zu verbringen. Und wer will auch ernsthaft weg aus Schweden zu dieser Jahreszeit. Es ist zu schön!

Montag, 19. Oktober 2009

Meine PYPpi

Ja, ich habe ein Auto! Jippiiiiie! Einen Skoda Oktavia Combi. Details finden sich hier. Da ich ja eine absolute Nicht-Expertin bin, bin ich sehr dankbar, daß mein Vermieter den Kauf in die Hand genommen hat. Er hat auch gleich 3 Freunde mitgenommen, die was von Autos verstehen. So hab ich ein echt gutes Geschäft gemacht.

(Das Copyright für dieses Foto hat der ehemalige Besitzer meines Autos, Linus aus Stockholm.)

Der alte Besitzer wollte das Auto loswerden, weil der Zahnriemen gewechselt werden muß und er kein Geld hat. Doch bis auf das und die Sommerreifen ist das Auto absolut in Topzustand. 109 000 km, Baujahr 2000.

Ich bin so froh, jetzt endlich wieder mobil zu sein. Nur nach Deutschland kann ich mit PYPpi (so mein Name für das Auto, weil das Kennzeichen mit PYP anfängt) im Winter nicht. Die Winterreifen haben Spikes, was außerhalb Schwedens nicht zugelassen ist. Aber im Sommer komm ich bestimmt mit PYPpi nach Deutschland. Dann machen wir den Kofferraum voll mit leckeren Sachen, die es in Schweden nicht gibt.

Übrigens: In Schweden behalten Autos ihr Leben lang das gleiche Kennzeichen. Gibt man das Kennzeichen im Internet in eine Datenbank ein, kann man alles erfahren, was mit dem Auto je geschehen ist. Deshalb legt man in Schweden soviel Wert darauf, daß Autos svensksåld (in Schweden gekauft und verkauft) sind. Da gibts keinen Mogel mit dem Kilometerstand oder möglichen Unfallschäden. Gleichzeitig weiß die Polizei aber auch sofort, ob das Auto versichert ist, wenn sie das Kennzeichen überprüfen. Ja, so ist das mit der schwedischen Transparenz.