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Montag, 16. Juni 2014

Hochzeit auf dem Kyffhäuser

Am Wochenende haben zwei liebe Freunde von mir auf dem Kyffhäuser ihre Hochzeit gefeiert. Die Feier war wunderschön, mit ca. 75 Gästen genau die richtige Größe. Und so gut wie alle meine Freunde waren da (bis auf einen, der ausgerechnet am Tag der Hochzeit im Interesse der Nation in Mali gebraucht wurde!). Es war so schön, alle wiederzusehen und mit ihnen einen so besonderen Tag zu feiern. 

Danke für die Einladung! Alles Gute für die Zukunft! Ich vermisse Euch jetzt schon.

Dienstag, 31. Dezember 2013

Das war 2013!

Jetzt ist wohl im Allgemeinen die Zeit gekommen, auf das vergangene Jahr zurückzublicken und sich erinnern, was alles passiert ist.

Januar
Der Januar stand auf jeden Fall noch im Zeichen von Renovierung und Umzug, ein wahnsinniger Anstrengungsakt, dem ich im dunklen Winter niemandem empfehlen kann. Da kam auch die Dienstreise in die Slowakei nicht so passend, auch wenn es mir dort ansonsten sehr gut gefallen hat und ich gern nochmal privat hinfahren würde. Freizeittechnisch war also nicht viel los im Januar. Eine der positivsten Überraschungen war da noch die Entdeckung, daß wir eine beleuchtete Skiloipe in der Nachbarschaft haben, die auch prompt ein paar Freunde zu Besuch anlockte.

Februar
Der Februar war so vollgepackt, daß ich gar nicht weiß, wie ich diesen Monat überstanden habe. Gleich zu Anfang ging es für einen Workshop nach Oslo und dann nur wenige Stunden danach zum 2tägigen Einstand meines Führungskräftekurses auf ein Schloß bei Knivsta. Die folgenden Wochen waren voll mit Unterricht inklusive geologischem Kuchen. So ganz nebenbei haben wir im heimischen Chaos noch am Eßzimmer gearbeitet, das nach der Küche die weitaus größte Renovierung nötig hatte.

März
Der März war dagegen beinahe ereignislos, auch wenn auf Arbeit eine Menge los war, inklusive Anträgen, Beitreuung und Meetings. Zu Hause ging es mit der Renovierung des Eßzimmers und des Flures weiter. Rein wettertechnisch ist mir der März noch deutlich in Erinnerung: es war konstant knitterkalt (-15°C) und supersonning, sodaß der Schnee langsam von der Sonne weggefressen wurde und wir in der Fensterbank angefangen haben, Chilisamen auszusähen.
Resorptionsstrukturen im Schnee.
April
Ostern ist hier in Schweden eigentlich immer etwas enttäuschend, da draußen noch immer alles tot und grau ist, nachdem der Schnee so langsam wegtaut. Umso mehr habe ich mich gefreut, wenigstens für ein Wochenende meine Familie in Dresden zu besuchen. Von dort ging es direkt (na ja, mit umsteigen) nach Wien zur alljährlichen Tagung, wenn auch diesmal nur für die Hälfte der Zeit. Und auch da war dieses Jahr noch nichts von Frühling zu sehen. Wieder zu Hause mußten wir noch bis in die zweite Aprilhälfte warten, bis endlich die ersten Frühblüher zum Vorschein kamen.

Mai
Über den 1. Mai war ich mit meinen Schulfreunden an der deutschen Nordseeküste, was wirklich schön war, aber wie immer viel zu kurz. In der darauf folgenden Woche war ich nämlich wieder einmal mit den Stundenten im stockholmer Schärengarten auf Exkursion. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite, ganz zur Freude von Studenten und Lehrern. Wieder zu Hause war dann endlich der Frühling da. Die Katzen bekamen einen Freilaufbalkon und ich ein Kräuterbeet im noch immer etwas kahlen Garten. Am Samstag, den 18. Mai, haben wir dann endlich unsere Einweihungsparty gefeiert, zu der die meisten unserer hiesigen Freunde (sogar ein paar aus Oslo) gekommen sind. Bei fast vorsommerlichen Temperaturen haben wir das erste Mal im Garten gegrillt und drinnen Cocktails getrunken und Eurovision Song Contest geschaut. Rein wettertechnisch hat der Mai ansonsten keine Wünsche offengelassen: eine echte Frühlingsexplosion mit allem, was dazugehört.

Juni
Neben Mai ist Juni einer meiner Lieblingsmonate in Schweden. Dieses Jahr stand erstmal ein Wochenendbesuch in Stavanger an, bevor es dann ab Mittsommer in den Urlaub ging. Der führte uns und unsere Freunde ein paar tausend Kilometer nach Norden durch Schweden, Finnland und Norwegen zunächst nach Alta und dann an den Lyngenfjord zum Angeln. Sowohl zu Hause als auch bei 70°N war das Wetter einfach nur fantastisch. Ein Sommer, wie man ihn sich besser nicht wünschen kann.

Juli
Als es Anfang Juli aus dem Urlaub wieder zurückging, war der schwedische Sommer noch in vollem Gang. Bei langen Tagen und warmem Wetter machte selbst das Arbeiten Spaß, zumal der ganze Stress von Meetings im Sommer einfach ausfällt. Zu meinem Geburtstag waren wir dann auf Exkursion, um etwas mehr über Schwedens Geologie zu lernen. Die war gefolgt von einem kleinen Stresspeak, da wir auf Arbeit Besuch von einem Kamerateam von Discovery Channel hatten.

August
Der August stand hauptsächlich im Zeichen der Geländearbeit in Island. Neben einem Besuch auf dem Vulkan Hekla, hatten wir noch eine ganze Menge anderer Aufgaben zu erledigen. Unter anderem haben wir eine neue Caldera entdeckt und den schönsten Berg Islands bestiegen. Für mich war die Islandreise nicht zuletzt wegen des außergewöhnlich tollen Wetters der Höhepunkt des Jahres, wenn auch leider das Ende des Sommers.

September
Der September bringt mit dem Anfang des Herbstsemesters immer auch eine riesige Menge Arbeit mit sich. Die ersten zwei Wochen laufe ich generell Stundenten im Wald hinterher, was in der ersten Woche dieses Jahr noch OK war, denn der Sommer war kurzfristig zurück. Ab der zweiten Woche wurde es aber doch sehr herbstlich, was der Motivation der Studenten nicht gerade zuträglich ist. Die schöne Seite des Septembers ist, daß man es sich endlich wieder auch drinnen gemütlich machen kann und im Garten ernten kann, was über den Sommer gewachsen ist.

Oktober
Den diesjährigen Oktober verbinde ich in erster Linie mit Laubharken und Wintervorbereitungen. Und irgendwo war da auch noch Zeit für Kreativität, sowohl in meinem Führungskräftekurs, als auch zu Hause. Das Wetter war typisch für den Oktober. Bei einem Sturm fiel doch tatsächlich ein Baum in unserem Garten um und verfehlte nur knapp das Haus.

November
Der November ist generell mein am wenigsten geliebter Monat. Aber ein großer Teil der Lehre des Herbstes war vorbei und so beschlossen eine Freundin und ich, übers Wochenende nach Kopenhagen zu fahren, um zu shoppen und uns zu erholen. Außerdem fand noch die 2tägige Abschlußveranstaltung meines Kurses auf dem Rånäs-Schloß statt. Am zweiten Tag bekam ich dann die Nachricht, daß meine zweite Nichte das Licht der Welt erblickt hatte, was den Monat November dieses Jahr auf jeden Fall zu einem der vorderen Plätze verhilft. Mitte des Monats fand dann auf Arbeit noch ein populärwissenschaftliches Kolloquium zum 50. Jubiläum des Vulkanausbruchs, der die Insel Surtsey geschaffen hat, statt. Dort durfte ich auch einen Vortrag halten. Abgesehen davon habe ich dann in der zweiten Hälfte des Monats noch recht viel unterrichtet, was in dem Fall aber wirklich Spaß gemacht hat. Zum Schluß des Monats bin ich dann nach Deutschland zu meinem 12jährigen Klassentreffen gereist. Wow, ein ereignisreicher November!

Dezember
Vom Klassentreffen ging es dann weiter nach Dresden, wo ich meine neue Nichte kennenlernen durfte und mit meiner "alten" Nichte ihren 3. Geburtstag gefeiert habe. Trotz Sturm bin ich nach einer Woche wieder in Schweden angekommen, nur um in der Woche darauf wieder nach Deutschland zu reisen. Das zweite Mal ging es zur diamantenen Hochzeit meiner Großeltern. Ein echter Blitzbesuch übers Wochenende. Am Montag darauf war ich zum Abendessen bei der Unipräsidentin. Und dann war weihnachtsbedingt endlich frei! Ich kann Euch sagen, daß ich nach einem solch rasanten Jahr echt geschafft bin und mich über ein paar freie Tage gefreut habe.

2013 war also ein Jahr voller Ereignisse. Man könnte sagen, es war das Jahr der Kurzreisen und das Jahr, in dem unser Haus ein richtiges Heim geworden ist. Ein tolles Jahr, das wahnsinnig schnell vorbeiging und in dem es eindeutig zu wenig Zeit für Freizeit gab. Ein Jah, an das ich mich auf jeden Fall gern erinnern werde.

Montag, 16. Dezember 2013

Diamanten, Plätzchen und Harzkäse

Am Wochenende waren wir auf Blitzbesuch in Deutschland zur diamantenen Hochzeit meiner Großeltern. Für alle, die wie ich vor ein paar Wochen nicht wussten, was das ist: diamantene Hochzeit feiert man nach 60 Jahren Ehe. Wahnsinn! 

Das Wochenende war also sehr kurz und intensiv mit gerade genug Zeit, um unsere Harzkäse- und Kaffeevorräte aufzustocken und dann mit der Familie im Dorf meiner Großeltern bei Kaffee und Plätzchen (und Kuchen) und dann später beim Abendessen zu feiern. Es war schön, mal wieder etwas Zeit mit Verwandten zu verbringen, die schon Jahre nicht gesehen habe.

Sonntag Mittag saßen wir dann auch schon wieder im Flieger zurück nach Schweden. Für mich war das dieses Jahr übrigens mein 21. Flug (Verbindungsflüge einzeln gezählt). Das reicht wohl.

Freitag, 6. Dezember 2013

Familienurlaub mit Neubekanntschaft

Jeder Auswanderer wird es einem bestätigen: Besuche in der Heimat werden nie wieder erholsam sein, wenn man erstmal im Ausland wohnt. Dann muß man nämlich Familie und Freunde in kürzester Zeit besuchen.

Gerade sitze ich nach einem sechstägigen Deutschlandbesuch auf dem schönefelder Flughafen und hoffe, daß Orkan Xaver mir nicht die Heimreise verdirbt. Bis jetzt waren meine 6 Tage in Deutschland nämlich sehr schön. Ich habe meine Klassenkameraden aus der Schulzeit und meine alten Freunde getroffen, hab meine Eltern und Großeltern gesehen und hab dann 4 Tage mit der Familie meiner Schwester verbracht. Dort habe ich meine fast 4 Wochen alte, zuckersüße und total liebe Nichte kennengelernt und hab ausgiebig Zeit mit meiner anderen Nichte verbracht, die heute schon ihren dritten Geburtstag feiert. Es hat super viel Spaß gemacht, mit ihr Plätzchen zu backen und ein Pfefferkuchenhaus zu bauen. Heute Vormittag haben sie und ich auch einen Ausflug zum Tierladen gemacht und für Leon ein neues Bällchen gekauft. Dann hat sie heute Nachmittag die Kerzen auf ihrem Geburtstagskuchen ausgepustet. Sie ist echt schon wieder so groß.

Ich hoffe, meine Reise nimmt demnächst noch ein planmäßiges Ende und ich kann, wie meine Nichte es ausdrücken würde, heute wieder in meinem Schweden schlafen.

Samstag, 16. November 2013

Willkommen in der Familie!

Vor einer Woche bin ich zum zweiten Mal Tante geworten. Meine neue Nichte ist eine zuckersüße dunkelhaarige Schönheit mit leicht schwedischem Namenseinschlag. Bin sehr stolz!

Willkommen in der Familie, Elli!
Die Finger sind eindeutig von der Mama, die Augen vom Papa.

Dienstag, 1. Januar 2013

Das war 2012

Wieder mal ein Jahr vorbei, und entgegen meiner Gewohnheit habe ich dank Umzug wenig bis gar nicht darüber nachgedacht, was mir 2012 so gebracht hat. Das will ich jetzt wenigsten ins Kurzform nachholen.
 
Mein großer und fast einziger Vorsatz war, mit meinem neuen Job und den damit verbundenen Herausforderungen klarzukommen. Da ich noch immer am leben bin, keine meiner Lehrveranstaltungen zum Disaster geworden ist und ich auch noch nicht von meinen 5 Angestellten gelyncht wurde, verbuche ich meinen Vorsatz mal als erfüllt. Bis zu diesem Punkt, war es ein ganz schön stressiges Jahr, das aber auch ein paar Highlights hatte, auf die ich mich lieber konzentrieren möchte. Also hier bitte:
 
Meine Highlights 2012 und zwar ohne Ranking, sondern chronologisch rückwärts:
Ich wünsche Euch allen ein aufregendes und erfolgreiches neues Jahr 2013!

Montag, 30. Juli 2012

Hochzeitsmarathon - Teil 2

Nun also Teil 2 zur Marathonhochzeit - bevor alle Erinnerungen verblaßt sind und alle Kuchenkalorien wieder abtrainiert.
Am Samstagmorgen ging die Hochzeit glücklicherweise langsam in ihre nächste Runde. Dank Unterbringung auf der Burg Bodenstein konnten wir gemütlich frühstücken (inklusive Geburtstagstorte mit Nougat) und uns dann langsam anziehen.

Die kirchliche Trauung fand dann am frühen Nachmittag in der St. Antoniuskirche in Worbis statt. Das war nicht nur meine erste katholische Hochzeit, sondern auch mein erster katholischer Gottesdienst. Als unqualifizierte Beobachterin konnte ich manchmal nur bedingt folgen, wobei ich mich am besten an den Liedern des breitenworbiser Kirchchores orientieren. Nach Trauung, Segen, Kommunion, Kerze, Segenswünschen, Aufstehen, Knien und Hinsetzen zog dann ein strahlendes Brautpaar aus der Kirche aus, wo pünktlich auch die Sonne wieder strahlte.

Nach Glückwünschen von Familien, Bekannten und Freunden setzte sich eine Kolonne von Autos in Richtung Burg in Bewegung. Im Burghof wartete der Schützenverein des Bräutigams für Salutschüsse und der obligatorische Baumstamm zum Durchsägen. Als echter Nordmann und Nordfrau machte das Brautpaar dabei selbstverständlich eine super Figur. Beim folgenden Sektempfang mußte deshalb auch erst einmal eine Stärkung in Form von knusperwarmen Bretzeln her. Mmmmmhh...

Dann ging es auch schon zum Kaffeetrinken in den Burgsaal vorbei am üppigen Kuchenbuffet mit etwa 20 Torten neben der Hochzeitstorte. Da war es unmöglich, von allem zu probieren. Anschließend gab es für die Gäste verschiedene Aktivitäten zur Auswahl, während das Brautpaar draußen sein Hochzeitsfotoshooting absolvierte: Man konnte entweder eine Burgführung machen oder einem Orgelkonzert in der Burgkapelle beiwohnen. Wir hatten eine Extraaufgabe: In der gemütlichen Bibliothek der Burg durften wir die Gästefotos machen. Das war echt ein Spaß! Vor allem nachdem meine Freundin eine Reihe lustiger Cowbowhüte aus ihrem Zimmer hervorzauberte.
Das Abendessen war sehr lecker: 4 Gänge, darunter Hochzeitssuppe, Wachtel auf Salat, heimischer Hirschrollbraten mit thüringer Klößen und Rotkohl, sowie Erdbeeren mit Vanilleeis. Besonders der Hauptgang hat mir gefallen, wo der Hirsch doch aus dem Heimatdorf des Bräutigams kam.

Ansonsten war der Abend gesprenkelt mit schönen, kleinen Showeinlagen ohne peinliche Spiele. Mein Lieblingsbeitrag war eine Playbackaufführung des norwegischen Lieblingsliedes des Bräutigams durch seine und ihre Schwestern, dicht gefolgt vom mittelalterlichen Minnelied, das der Vater der Braut geschrieben und von der Familie der Braut aufgeführt wurde.

Alles in allem eine wahnsinnstolle Hochzeit mit viel Tradition  aber ohne Kitsch.

(P.S. Um das ganze mal zum Abschluß zu bringen: Wir sind am nächsten Tag nach dem Frühstück zu unseren Freunden in Hannover gefahren, wo wir abends noch mit einem gemeinsamen Studienfreund gegrillt haben. Am Montag haben wir dann einen Ausflug zum neuen Rathaus in Hannover gemacht, von wo aus wir einen grandiosen Ausblick über ganz Hannover hatten. Dann ging es mit dem Auto nach Berlin und von dort mit dem Flieger nach Schweden. Puh! Was für ein Wochenende!)

Montag, 23. Juli 2012

Hochzeitsmarathon - Teil 1

Die Hochzeit unserer besten Freunde war das gesellschaftliche Großereignis dieses Sommers. Ein wirklicher Marathon aus Familie, Tradition und jede Menge leckerem Essen und das in insgesamt zwei Schlössern.

Los ging's am Donnerstag Nachmittag auf der Burg in Nörten-Hardenberg bei Göttingen. Schon beim Betreten des Geländes wird man vor den ernsten Konsequenzen der Ehe gewarnt.
Das Burgtor.
Die standesamtliche Trauung fand in einem geschmackvoll beleuchteten Gewölbe statt, das das Standesamt Nörten-Hardenberg für standesamtliche Trauungen zur Verfügung stellt. Die Trauung selbst war sehr schön mit einer romantischen, persönlichen und auch manchmal lustigen Ansprache der Standesbeamtin. Als Trauzeugen durften wir ganz vorn das Brautpaar flankieren. Die Adressen, sowohl die des Brautpaares in Norwegen, als auch unsere in Schweden, trieben die Standesbeamtin zwar ein wenig zur Verzweiflung, aber sie nahm es mit Humor. Und so stand einer erfolgreichen Eheschließung kraft des deutschen Staates nichts mehr im Wege.
Schöne Ringe!
Das Wetter an diesem Tag war leider wenig festlich. Dem Gewittersturm fiel leider auch das Partyzelt im Garten der Braut zum Opfer. Zum Glück war dann aber der Rest des Abends sonnig und schön, perfekt für den Polterabend. Der hatte es allerdings in sich, nicht zuletzt wegen der 100 Würstchen oder wegen der 20 Flaschen Likör, die die Schwestern des Bräutigams den ganzen Abend lang verteilten.
Die besten Bratwürstchen der Welt!
Nur gegrillt sind sie noch schöner.
Gepoltert wurde natürlich auch.
Nach dem feuchtfröhlichen Polterabend waren alle beteiligten froh, daß es erst am Samstag wieder weitergehen würde. Für uns bot der Freitag die Möglichkeit, meine Großeltern zum Kaffee zu besuchen. Das war wirklich schön, wenn auch kurz, denn wir mußten zum Abendessen auf der Burg Bodenstein sein, wo die Hochzeitsfeier stattfinden sollte.
Burg Bodenstein: das Turmzimmer ist übrigens die Honeymoonsuite mit grandiosem Blick.
Die Burg tront oberhalb der Stadt Worbis über das Eichsfeld und innen erst kürzlich renoviert worden. Mit einer ganzen Reihe von Zimmern und einem schönen Saal, sowie Catering ist die Burg perfekt für Familienfeiern. Und daß wir dort übernachten konnten, war total toll. Da konnten wir am Freitag Abend noch gemütlich zusammensitzen und in den Geburtstag einer ebenfalls als Gast geladenen Freundin reinfeiern.

So, das war Teil 1 über die Hochzeit. Ein solcher Marathon erfordert 2 Teile.

Montag, 5. Dezember 2011

1. Geburtstag

Heute feiert meine kleine Nichte ihren ersten Geburtstag. Es gab Geburtstagskuchen und jede Menge Geschenke.
Herzlichen Glückwunsch, kleine Rennsemmel!

Dienstag, 22. März 2011

Bescherung - das war doch im März

März scheint der Monat der riesigen Südpakete zu sein. Erst ein  10kg-Paket aus Nordhausen, heute dann ein 5,8kg-Paket aus Dresden, beide voll mit ganz vielen kreativen Überraschungen. Nicht fehlen in einem Südpaket durfte natürlich in keinem Falle die obligatorische Flasche Schnaps. In beiden Paketen fand sich auch jeweils ein Buch, eins mit Fantasy und eins über Makrofotografie. Außerdem gab's (ohne Anspruch auf Vollständigkeit) Schoki, ein paar neue Lieblingsklamotten (paßt alles wie angegossen), Fotos von meiner anbetungswürdigen Nichte und ihren Eltern, eine Obst- und Pilztrocknungsmaschine (wurde direkt ausprobiert) samt einer Wagenladung getrockneter Äpfel, Haarverwöhnsubstanzen, Kaffeepads, eine DVD, Tee, ein gaaaaaanz langes Feuerzeug, Tee, Katzenleckerlies und und und.

An dieser Stelle noch ein ganz großes DANKE in den Süden. Wir haben uns riesig gefreut.

Mittwoch, 19. Januar 2011

Bescherung - das war doch im Januar

Der Januar ist dieses Mal ein Monat positiver Post-Überraschungen, denn gestern kam zum 2. Mal ein unerwartetes Paket mit Geschenken. Solche Überraschungen liebe ich, und ich wollte an dieser Stelle ein ganz großes DANKE nach Göttingen (und Rijsvijk) und nach Gera schicken.

Für die neugierigen Menschen, die nicht in den Verschickungs- oder Empfangsprozeß einvolviert waren: Das erste Paket kam aus Göttingen und war riesig, sodaß wir es bei der Post abholen mußten. Es enthielt unser derzeitiges Lieblingsspielzeug: eine Wetterstation mit Außensensoren für Temperatur, Luftfeuchtigkeit, Luftdruck, Windrichtung- und geschwindigkeit und Niederschlagsmenge. Es ist großartig! Das Windrad und der Außensensor sind schon fest an der Garage und dem Gästehaus angebracht. Der Regensensor mißt derzeit auf der Treppe, wird aber eine Plattform oder sowas auf der Wiese erhalten, wenn der Schnee weg ist. Jetzt machen wir das Wetter selbst.
Die Ablesestation im Wohnzimmer neben dem Fernseher.
Das zweite Paket steckte gestern Abend im Briefkasten und hatte exakt die größe des Kastens, sodaß es gar nicht mehr raus wollte, nachdem es, wie ich höre, eine längere Reise von unseren Adoptivschwiegereltern in Gera hinter sich hatte. Letztlich wurde es aber doch noch befreit und ausgepackt. Es war über und über voll mit wunderbaren Dingen, zum Beispiel Schokolade, Tee, Duschbad, Stifte, ein Kalender, eine Flasche brauner Rum, eine Kerze, Badesalz, Paté, eine Grußkarte (die mit dem Pilz auf dem Foto unten und lieben Grüßen aus Gera) und Fotos von meiner wundervollen Nichte. Das nenn ich eine Überraschung! Die Katzen waren genauso fasziniert vom raschelnden und knisternden Auspackprozess wie wir vom Inhalt des Pakets. Wir haben uns ganz doll gefreut.
Das Überraschungspaket aus Gera.

Donnerstag, 30. Dezember 2010

Weihnachten in Deutschland - Bäuerchen, Bahnfahren & Bauchschmerzen

Weihnachten ist vorüber für dieses Jahr, und es war im Guten wie im Schlechten mal eine ganz neue Erfahrung.
Doch beginnen wir am Anfang. Am 21. gings mit einem Billigflug nach Berlin und zwar vom Flughafen Skavsta 100 km südwestlich von Stockholm und 170 km südlich von uns. Leider ging der Flug schon um 6:30, was eine schlaflose Nacht und eine Fahrt durch die verschneite, schwedische Pampa erforderte. Doch trotz einer halben Stunde Verspätung wegen erforderlicher Flugzeugenteisung war der Flug in Ordnung. Immerhin kann man bei dem Flugchaos in Deutschland dankbar sein, daß das Flugzeug überhaupt flog. In Berlin stellte dann die Fahrt mit der S-Bahn zum Bahnhof die erste echte Hürde dar. Zum Glück hatte ich einen großen Zeitpuffer bis zu meinem Zug, den habe ich aber dank Wartezeiten, Ausfällen und Zwangsumsteigen bis auf etwa 5 Minuten aufgebraucht. Da war ich dann glücklich, daß mein Zug nach Dresden pünktlich, warm und nicht mal besonders voll war. Zwischenfallsfreies Reisen ist schon was!

Dann kam der allerbeste Teil meines Weihnachtsurlaubs: 3,5 ganze Tage bei der Familie meiner Schwester, wo ich meine 2,5 Wochen alte Nichte kennenlernen durfte. Sie ist das süßeste und liebste Baby der Welt! Nicht nur ist sie sehr hübsch, sondern sie hat auch schon richtig Persönlichkeit, meistens großen Durst und ein noch größeres Kuschelbedürfnis. Die Tage vergingen wie in einer Zeitblase: man richtet seinen Rythmus voll am Baby aus und kriegt von der Außenwelt nichts mit. Auf jeden Fall verstehe ich jetzt, warum Leute mit Kindern kein anderes Thema kennen als ihre Kinder.
Stolze Tante mit schlafender Nichte. Das Copyright für dieses Foto und das Kind liegt bei Sera und hiergiltdiestfu.

Leider ging die Zeit inklusive Heiligabend viel zu schnell vorbei, und weiter gings mit der Bahn zu Eltern und Großeltern. Mal abgesehen davon, daß alle drei meiner Züge etwas Verspätung hatten, in dem einen nur zwei Wagons beheizt waren und ich beim Aussteigen die Tür nicht aufbekommen und deshalb 15 km weiterfahren mußte, war es doch noch erträglich, immerhin gings ja zum Gänsebraten und zur Familie. Abends gings dann zum alljährlichen Treffen mit meinen Schulfreunden in unsere Stammkneipe. Das war wie jedes Jahr toll, zumal ich einige von ihnen gut 1,5 Jahre nicht gesehen hatte.

Nun zum negativen Teil des Weihnachtsurlaubs. Leider habe ich seit dem 24. eine misteriöse Magen-Darm-Geschichte mit Bauchschmerzen und allem anderen, was so dazugehört, sodaß ich am Sonntag arg daran gezweifelt habe, daß ich meine Heimreise antreten konnte. Doch trotz allem habe ich mich dann am Nachmittag auf den Weg nach Berlin gemacht, wo ich in der Wohnung eines verreisten Bekannten übernachten wollte, bevor mein Flug am Montag früh zurück nach Schweden gehen sollte. Bis nach Halle war der Zug auch pünktlich und geheizt und auch der ICE hatte nur 15 Minuten Verspätung. Da konnte ich  trotz Bauchschmerzen verkraften, daß ich keinen Sitzplatz hatte und im kalten Einstiegsbereich stehen mußte. Doch hinter Bitterfeld begann die ganze Sache schiefzugehen. Wegen einer Weichenstörung stand der Zug 60 Minuten mitten in der Pampa. Erst dann entschied man sich, zurück nach Bitterfeld zu fahren, um auf einem anderen Gleis nach Berlin weiterzufahren. Dort kamen wir mit 85 Minuten an. Die Kollegin meines Bekannten war nach langem Warten mit dem Schlüssel der Wohnung zurück nach Potsdam gefahren und ich hatte einfach nicht die Kraft, noch dorthin zu fahren, um mir den Schlüssel zu holen, zurückzufahren und dann die Wohnung meines Bekannten zu suchen. Ist echt blöd gelaufen, aber ich war einfach nur krank und fertig. Deshalb habe ich mich einfach in den Flughafen-Express gesetzt und habe am Flughafen übernachtet. Mal abgesehen davon, daß ich für solche Aktionen eindeutig zu alt bin, habe ich immerhin fast 5 Stunden geschlafen und war am nächsten Morgen wenigstens gleich am Check-in.

Der Flug, sowie der anschließende Bus nach und der Zug von Stockholm waren pünktlich (oh Wunder!). Wenn man übermüdet ist, kann man auch eine Menge Zeit mit Schlafen überbrücken. Dann war ich einfach nur froh, zu Hause zu sein. Da erholt es sich doch am besten.

Das war also Weihnachten. Außer meiner Schwester, die die gleiche blöde Magen-Darm-Geschichte hatte, bin ich wohl die einzige, die über Weihnachten 2 kg abgenommen hat. Das war so nicht geplant.

Dienstag, 7. Dezember 2010

Nichts ist mehr wie es war

Wer hätte gedacht, daß sich so vieles ändert, bevor ich wieder zurückkomme nach Schweden? Mal abgesehen davon, daß mittlerweile fast alle meine Kollegen in unseren neuen Flur umgezogen sind und eine gute Freundin hier seit Freitag ihren Doktor hat, hat sich noch eine sehr weltbewegende und lebensverändernde Sache ergeben, die ich erfahren habe, als wir gestern Vormittag auf der Fähre von Puttgarden nach Dänemark waren:

Am Sonntag, den 5. Dezember 2010, wurde meine Nichte Christina Lucia geboren! Ein 3260 g schweres und 48 cm langes Baby, auf das ich mich schon lange gefreut habe.
Das erste Foto aus der Bildergalerie des St. Josephstifts.
Herzlichen Glückwunsch zur Geburt Eurer Tochter! Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag, Christina! Ich freu mich schon, Dich in 2 Wochen kennenzulernen.