Donnerstag, 28. Februar 2013

Eßzimmer: Stand 28. Februar

Man beachte den neuen Schichtenmix aus alter Tapete, Spachtelmasse, Glasfasertapete und Papiertapete. Hier fehlt noch Farbe und Panele.
So sieht das Eßzimmer momentan aus, bevor es am Wochenende weitergeht. Hier die Checkliste der erledigten Aufgaben:
  • alte Tapete runtergerissen und mit Tapenentferner entfernt, was abging
  • alten (prä-70er) Wasserschaden in der Zimmerecke zur Küche entdeckt und entschieden: wir brauchen Panele
  • gespachtelt, gespachtelt, gespachtelt (ca. 3 l Spachtelmasse)
  • geschliffen, geschliffen, geschliffen (das Haus ist immernoch voller Staub überall)
  • die alten Risse in der bösen Zimmerecke mit Glasfaser überklebt
  • die wirklich rauen und viel gespachtelten Wände, wie die böse Wand und den Schornstein mit Glasfaserfilz tapeziert
  • angefangen, die Wände mit Papiertapete zu tapezieren
Ja, das ist noch einiges zutun. Mal sehen, wo wir nach dem Wochenende stehen.

Februarupdate

Der Monat ist schon wieder rum. Wie konnte das passieren? Er hat doch gerade erst angefangen. Ja, für mich war der Februar ein ganz schön voller Monat. Dienstreisen nach Oslo und Knivsta, 24 Stunden Unterricht, meine administrativen Pflichten... Irgendwie blieb da wenig Zeit für Privatleben. Trotzdem habe ich mich durchgesetzt, und wir haben angefangen, das Eßzimmer zu renovieren. Die letzten 2 Wochenenden sowie einige Abende sind schon dafür draufgegangen. Dieses Wochenende steht auch wieder im Zeichen des Renovierens. Ich mache mir keine Illusionen, daß das Eßzimmer wirklich fertig wird, aber es wäre doch schön, einem Ende näherzukommen.

Hier auf jeden Fall mal ein Eindruck von den Anfängen der "archäologischen Ausgrabung" im Eßzimmer:

Donnerstag, 21. Februar 2013

Geologischer Kuchen

Gerade habe ich die letzte meiner 24 Unterrichtsstunden in Kartenanalyse für dieses Semester abgeschlossen. Zur Feier des Tages habe ich für die Studenten einen geologischen Kuchen gebacken.
Dieses Jahr hatte ich eine schwierige Klasse: 32 Stundenten, darunter sehr schlaue, sehr faule und vielleicht auch ein paar dumme. Auf jeden Fall habe ich alle Register gezogen, um sie zu motivieren, und alle pädagogischen Tricks angewendet, die ich kenne. Oft war ich nach einem Nachmittag unterricht ziemlich frustriert, weil mir nicht gelungen ist, den Studies zu vermitteln, wie toll Strukturgeologie ist.

Gestern gab es dann aber doch einen Durchbruch: In den letzten 6 Stunden lasse ich die Stundenten an Projekten arbeiten, die im Vergleich zu den anderen Übungen sehr schwer sind. Außerdem gebe ich ihnen nicht vor, mit welchen Methoden sie die Aufgaben lösen sollen. Ich glaube, die ersten beiden Stunden habe ich von allen 10 Gruppen nur gehört, daß sie feststecken, nicht wissen, was sie machen sollen, und Angst haben, etwas falsch zu machen. Diese Zaghaftigkeit und Unfähigkeit, selbstständig zu denken, ist ein generelles Problem. Nach den 2 Stunden, viel Hin- und Hergerenne zwischen den Gruppen kam dann aber der Durchbruch. Langsam zeichnete sich ab, daß man durch Probieren und Zerlegung des Problems in Teilprobleme doch ein ganzes Stück weit kommt. Heute haben die Stundenten dann nach 2 weiteren Stunden ihre Ergebnisse präsentiert. Ich bin echt stolz, wie weit sie gekommen sind. Ich hoffe, sie auch.

Zum würdigen Abschluß des Praktikums gab es dann Kuchen. Mein erster Versuch, eines geologischen Kuchens und eine lohnende pädagogische Übung, denn in meinem Praktikum geht es um 3D-Vorstellungsvermögen. Nächstes Jahr werde ich ganz sicher wieder einen Kuchen backen. Vielleicht versuche ich mich dann ja mal an einer schwierigeren geologischen Situation.

Sonntag, 17. Februar 2013

Dienstreise nach Knivsta

Nur der Vollständigkeit halber darf ich natürlich meine 3. Dienstreise nicht auslassen, die sich direkt an meine Osloreise anschloß und mich für 2 Tage in das Schloß Noor bei Knivsta führte. Noor? Wo ist denn? Beziehungsweise Knivsta? Wo ist das denn? Knivsta ist eine kleine Stadt zwischen Uppsala und Stockholm und demnach nicht weit weg.

Was hab ich nun da gemacht? Die zwei Tage waren ein sogenanntes internat, noch so ein schwedisches Wort, das klingt wie ein deutsches, aber was anderes bedeutet (genau wie semester zum Beispiel). Ein schwedisches Internat ist ein dienstlicher Kurs, bei dem man irgendwo hinfährt und dort auch übernachtet. Mein Kurs war der Führungskräftekurs, den ich dieses Jahr mache, und dafür war ich eben 2 Tage auf dem Noorschloß, einem Jadgschloß aus dem 17. Jahrhundert, das heute für Tagungen genutzt wird. Das Ambiente war wirklich wahnsinnig schön, und das Essen wurde von dem Koch zubereitet, der letztes Jahr in Deutschland auf der Kocholympiade die Goldmedallie gewonnen hat. Die Uni läßt sich diesen Kurs also echt was kosten.

Die 2 Tages des Kurses waren ansonsten auch ganz interessant. Es ging darum, daß sich die Teilnehmerinnen besser kennenlernen und wir über unsere persönlichen Rollen als Führungspersonen sprechen. Allerdings war das auch ziemlich anstrengend, vor allem nach den Reisen in die Slowakei und nach Oslo. Dementsprechend fertig war ich am Freitag. Und diese Woche bin ich auch kaum zum Luftholen gekommen, nachdem ich mit den Emails von 2 Wochen fertigwerden mußte, 12 Stunden unterrichtet habe und gefühlte 100 Stunden in Meetings verbracht habe. Nächste Woche kehrt hoffentlich wieder etwas Normalität ein.

Mittwoch, 6. Februar 2013

Dienstreise nach Oslo

Viele Gruesse vom Osloer Flughafen Gardemoen, wo ich gerade mit meinen Kollegen festsitze. Ich hoffe, nicht fuer sehr lange, aber das Wetter in Schweden ist offensichtlich so schlecht, dass unser Flug schon zweimal verschoben wurde. Ich hoffe nur, dass wir nicht so lange warten muessen. Nach der jetzigen Abflugzeit sollte ich gegen 23:30 zu Hause sein. Das wäre gerade noch OK. Das Problem ist nur, dass ich morgen frueh um 8:15 in Uppsala sein muss, um meine nächste Dienstreise anzutreten, und zwar zu einem 2tägigen Kurs in Knivsta, einer Nachbarstadt von Uppsala.

Ach so, warum war ich eigentlich in Oslo? Ich habe zusammen mit 2 Kollegen einen Workshop fuer eine Gruppe von Vulkanologen aus ganz Europa organisiert, der von Montag bis heute ging und von der European Science Foundation finanziert wurde. Dazu sind meine Kollegen aus Schweden und ich am Montag um 7 Uhr nach Oslo geflogen (3:50 aufstehen!). Der Workshop war sehr erfolgreich. Es hat sich wirklich gelohnt, ihn zu organisieren und herzukommen, aber jetzt möchte ich einfach nur nach Hause und in mein eigenes Bett, wenigstens fuer ein paar Stunden. 

Sonntag, 3. Februar 2013

Dienstreise in die Slowakei

Vor genau einer Woche ging der Flieger für mich und 3 meiner Kollegen zu einem Projektmeeting in die Slowakei. Der Inhalt des Meetings muß an dieser Stelle geheim bleiben, aber soviel sei gesagt: wir und noch 10 andere Wissenschaftler aus verschiedenen Ländern wurden von einem multinationalen Energieunternehmen eingeladen, um ihnen bei einem Projekt in der zentralen Slowakei zu helfen. Die Einladung umfaßte ein 2tägiges Treffen in einem Spahotel inklusive Transport vom Wiener Flughafen, Unterkunft und Verpflegung. 
 
Während das Meeting selbst eher seltsam, wenn auch recht erfolgreich, verlief, war ich von der Slowakei, der Gastfreundschaft der Einheimischen, dem guten Essen, dem exzellenten Service und dem Hotel sehr angetan. 
 
Auf dem Rückweg machten wir auch noch für einen halben Tag in Bratislava Halt, wo wir die slowakische Geologiebehörde und die Akademie der Wissenschaften besuchten, um Kontakte aufzubauen und zu pflegen, bevor es am späten Mittwochabend wieder von Wien nach Schweden ging.

Ich hoffe, ich darf bald wieder in die Slowakei reisen, um das Land mal ohne Schnee zu sehen. Im März werden wir wohl erfahren, ob wir für das Projekt angeheuert werden.