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Sonntag, 1. Dezember 2013

Jahrgangstreffen 12 Jahre nach dem Abitur

Gestern fand in einem kleinen Restaurant in meiner Heimatstadt ein Treffen meines Abiturjahrgangs statt, zu dem aber nur etwa ein Viertel gekommen sind. Trotzdem war es mal interessant herauszufinden, was aus allen so geworden ist.

Nach 12 Jahren gibt es natürlich einiges zu berichten in den Kategorien "mein Haus, mein Auto, meine Pferdepflegerin". Allerdings klangen die tatsächlichen Berichte eher nach "mein Beruf, meine Kinder, und ich wohne in Hannover". Die wenigsten haben tatsächlich die Berufe ergriffen, die sie damals im Jahrbuch als Berufswunsch angegeben haben. Einige haben schon richtig große Kinder, andere haben Tschibofilialen oder ein Priestergelübde. Einer war neulich im Fernsehen. Einer ist ein Aussteiger. Eine wohnt in den USA. Einer ist gerade wieder bei Mami eingezogen.

Es war sogar eine Lehrerin da, meine Klassenlehrerin in der 11. und 12. Klasse. Auf die hätte ich wirklich verzichten können.

Irgendwie hat mich im Vorhinein der Gedanke an so ein Jahrgangstreffen mental wieder zurückversetzt in die Schulzeit, in der man sich an der Meinung der Mitschüler mißt. Doch beim Treffen wurde mir klar, daß auch die anderen Falten bekommen haben und daß ich auf meiner Pferdepflegerinnenliste genau da bin, wo ich sein will.

Sonntag, 9. Dezember 2012

Umzug ins neue Haus

Mit der Schlüsselübergabe am Montag fiel endlich auch der Startschuß für den Umzug. Ich hatte es kaum noch erwarten können, alle Pläne in die Tat umzusetzen, damit wir Weihnachten vielleicht annähernd fertig sind.

Zum Planen hatten wir ja seit Mitte September Zeit. Und so haben wir uns auch eine Menge vorgenommen. Die Hauptpunkte, die wir uns für vor dem Einzug vorgenommen hatten, sind:
  • Die Küche muß komplett renoviert werden: Schränke und Elektrogeräte raus. Decke und Wände streichen. Neue Küche inklusive Elektrogeräte rein. Ein Durchbruch zum Eßzimmer mit Bar.
  • Im Eßzimmer und im Wohnzimmer muß tapeziert und gemalert werden.
Doch wie so oft sah auch hier die Realität etwas anders aus, sodaß wir unsere Pläne etwas abändern müssen. Zu den positiven Überraschungen zählte, daß die Tapete im Wohnzimmer noch zu retten war. Dagegen war die schlimmste Überraschung, daß es in der alten Küchenzeile einen zusätzlichen Heizkörper gibt, der an der Seite der Spüle befestigt ist. Der muß natürlich weg. Nur ist es nach dem Wintereinbruch der letzten Woche mit Temperaturen unter -20°C nicht so einfach, einen Heizungsmonteur zu bekommen. Die sind natürlich überall unterwegs, um geplatzte Wasserrohre zu reparieren. Am Dienstag gab es dann zu allem Überfluß noch einen großen Schneesturm, der den öffentlichen Nahverkehr lahmlegt, zur Schließung der Schulen und des Stockholmer Flughafens und jeder Menge Unfällen auf den Straßen führte. Wir haben deshalb einige Stunden damit verbracht, vor unseren beiden Häusern Schnee wegzuräumen, der sich dank Verwehungen bis über einen halben Meter hoch türmt. Das hat uns ganz schön im Plan zurückgeworfen.

Hinzukommt, daß ich mir momentan kaum erlauben kann, von der Arbeit fernzubleiben. Ich muß fast jeden Tag unterrichten und außerdem an unzähligen Meetings teilnehmen. Das führt dazu, daß ich es kaum schaffe, meine Emails zu beantworten oder meinen Unterricht ordentlich vorzubereiten. Und wenn ich es nach 12 Stunden auf Arbeit nicht schaffe, noch so viel für den Umzug zu machen, wie ich das eigentlich vorhatte, dann bin ich einfach frustriert. 
 
Doch ich bin immerhin bei meinem Plan geblieben, mir den Freitag freizunehmen. Also frei bis auf einen Anruf von Arbeit und etwas Unterrichtsvorbereitung. Aber dieses Wochenende hat sich gelohnt:
Die unzerstörbare Küche - noch unberührt am Tag der Schlüsselübergabe.
  • Das Wohnzimmer ist gemalert. Das dafür vorgesehene Bücherregal steht aufgebaut drin. Die Deckenlampe ist angebracht.
  • Fast alle Bücher und das große Bücherregal haben ihren Weg ins neue Haus gefunden. Als ungeordnetes Chaos, aber immerhin.
  • Das Gästebett steht aufgebaut im Gästezimmer.
  • Die erbebensichere und unzerstörbare Einbauküche, die von einer Milliarde Nägeln zusammengehalten wurde, ist bis auf die Spüle, an der ja der notorische Heizkörper befestigt ist, deinstalliert. Die Küchendecke ist zur Hälfte fertig gestrichen.
 
Morgen früh zwischen 8 und 9 will dann auch der Heizungsmonteur kommen. Dann kann es mit der Küche weitergehen. Wenn die ganzen Kartons mit den Küchenmöbeln und -geräten aus dem Eßzimmer raus sind, kann dort auch die Tapete runter und die neue drauf. 
 
Mal sehen, was wir tatsächlich unter der Woche schaffen. Der Plan ist jedenfalls, den nächsten Freitag wieder freizunehmen und nächsten Sonntag die Küche stehen zu haben. Dann können wir, sobald denn auch der Backofen nachgeliefert wird, den Elektriker zum Anschließen von Kochfeld und Backofen bestellen. 

Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, wie der Stand in einer Woche um diese Uhrzeit sein wird.

Dienstag, 3. November 2009

Ein irgendwie guter Tag irgendwie

Obwohl ich wegen meiner Lehrverpflichtung augenblicklich eine Menge zutun habe, war heute irgendwie ein guter Tag. Auf eine seltsame Weise haben sich heute gleich mehrere Dinge in Bewegung gesetzt bzw. gelöst, die mich schon länger wurmen. Aus Zeitmangel nur eine Liste:
  • Heute habe ich dank meines Vermieters endlich eine Werkstatt gefunden, die mir den Zahnriemen repariert und dann für 100 € weniger als die, die ich angerufen hatte.
  • Ich bin heute in mein eigenes Büro gezogen. Nichts mehr mit Gästebüro. Jetzt hab ich mein Privatbüro gleich neben der Küche.
  • Der Computer für mich ist auch bestellt und sollte innerhalb der nächsten 10 Tage eintreffen.
  • Heute wurde nach einer Woche Stillstand endlich wieder am Bad gearbeitet.
  • Mein Vermieter hat eingesehen, daß es geringfügig unannehmlich ist für mich, kein Badezimmer zu haben. Deshalb gibt er mir für nächsten Monat eine Mietminderung von 150 €.
Na wenn das mal nichts ist. So, jetzt muß ich aber noch ein bißchen Vorbereitung machen für meine Übung morgen. Strain analysis. Ich bitte um gedrückte Daumen.

Freitag, 31. Juli 2009

Mein Juli

Ja, der Juli ist schon wieder vorbei, und irgendwie hatte ich den Eindruck, es war viel los. Immerhin gab es:
  • 1 Doktorurkunde
  • 2 Disputationen
  • 1 Doktorparty
  • 3 Geburtstage
  • 1 Hochzeit
  • 1 Friseurtermin
  • 2 Besuche in der Autowerkstatt
  • 1432 km (mindestens) unterwegs durch Deutschland
  • 2 Kinobesuche
  • und unzählige Kartons, die jetzt teilweise gepackt sind.
Insgesamt war dieser Monat also ziemlich ereignisreich. Es wäre bestimmt auch schön gewesen, ein paar ganz ruhige Wochen zu haben, bevor es im August in einen neuen Lebensabschnitt geht, aber so hatte ich wenigstens Gelegenheit, viele meiner Freunde wiederzusehen und mich zu verabschieden.

Heute Abend fange ich dann auch mal ernsthaft an zu packen. Es wird langsam Zeit. Irgendwie habe ich schon jetzt den Eindruck, die Hälfte vergessen zu haben.

Dienstag, 28. Juli 2009

Abschiedswoche

Meine letzte Woche in heimischen Landen ist angebrochen, bevor es am Montag nach Schweden geht; und ich habe verständlicherweise einiges zutun: vorwiegend packen, aber eben auch Abschied nehmen von dem Ort, an dem ich die letzten 8 Jahre gelebt habe.

Zum Abschied gehört neben einem Kaffee-und-Kuchen-Nachmittag heute mit meinen Kollegen und einem Gläschen Sekt am Freitag mit anderen Kollegen, einem französischen Käseabend mit Freunden, Kino am Donnerstag und Essen gehen mit der Familie am Wochenende auch, daß ich nochmal die ganz alltäglichen Dinge genieße, die ich an meinem Leben hier so mag, z.B.
  • sonntags morgens aufstehen und mit meiner National Geographic auf dem Balkon frühstücken
  • beim Bäcker um die Ecke mein übliches halbes Landbrot für 1,38€ kaufen
  • meine Jogging-Runde oben auf dem Niko-berg
  • Schnitten-Hüpfen im Uni-Sport
  • die tägliche Kaffeepause mit meiner Freundin
  • spielen mit meinen Raubtieren
  • ...

Sonntag, 5. Juli 2009

4...

... Dinge, die ich heute gemacht habe:
  • Spinnweben entfernt
  • Kirschen gegessen
  • Katzen gefüttert
  • "Lautlos" gelesen
... Punkte auf meiner To-do-Liste:
  • staubsaugen
  • zum Friseur gehen
  • Jacke kaufen für eine Hochzeit Ende Juli
  • Auswanderungsvorbereitungen
... "guilty pleasures" (Dinge, auf die ich nicht unbedingt stolz bin, die ich aber trotzdem nicht lassen kann, weil sie Spaß machen):
  • Geld ausgeben beim Internetshopping
  • Gummibärchen
  • sammeln, horten und nichts wegwerfen
  • für alles Listen machen
... zufällige und seltsame Fakten über mich:
  • ich bin furchtbar langweilig und liebe mein Alltagsleben
  • es ist das Größte für mich, an einem Ort zu sein, wo noch nie jemand vorher war
  • ich habe einen grünen Daumen
  • ich singe laut Lieder mit,... aber nur, wenn mich keiner hört
Die Vorlage für diese Liste habe ich aus dem Blog My so called life von Catrine.