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Dienstag, 29. Juli 2014

Blogpause

Nach fünfeinhalb Jahren und mehr als 500 Posts werde ich meinen Blog fürs Erste pausieren. Es ist zwar nicht so, daß ich nichts mehr zu berichten hätte, aber nach langen Tagen am Computer auf Arbeit mit zu vielen Emails, die ich beantworten muß aber nicht will, habe ich meistens keinerlei Lust, mich abends wieder an den Computer zu setzen. Ich hab mich die letzten Jahre bemüht, regelmäßig über mein Leben in Schweden zu berichten, um Freunde und Familie auf dem Laufenden zu halten. So ein Blog ist da ein wirklich wirkungsvolles Mittel zur Berichterstattung. Gleichzeitig ist die Kommunikation aber sehr einseitig. Als würde man im Gespräch immer nur von sich erzählen, ohne je zu fragen, wie es dem anderen geht. Und wenn ich sehe, daß die meisten Einträge kaum gelesen werden, dann fühlt sich es sich irgendwie sinnlos an, überhaupt zu schreiben. Jedenfalls habe ich derzeit einfach keine Lust, den Blog weiterzuschreiben. Also ist erst einmal und bis auf Weiteres Pause.

Donnerstag, 29. Mai 2014

Meeting auf der Insel Gotland

Am Freitag war ich für ein Meeting auf Schwedens größter Insel, Gotland. Gotland liegt vor der Südostküste in der Ostsee, und vor etwa einem Jahr hat mein Arbeitgeber, Uppsala Universität, die Fachhochschule auf Gotland übernommen. Seitdem wird viel zwischen Uppsala und Campus Gotland hin- und hergereist.
Ich war Freitag das erste Mal auf Gotland. Von Arlanda gehen täglich mehrere Flüge, die einen in 35 min nach Gotland uns wieder zurück bringen. Ich bin zum Beispiel kurz nach 8 geflogen und war ca. 17:30 wieder da. Zwischendurch war in fur das Meeting im Norden der Insel auf einen Forschungsstation. Bei 27°C und Ostseeblick war es fast schon ein bißchen Urlaubsfeeling, wäre da nicht das Meeting gewesen.
Aber wenigstens weiß ich jetzt, warum Gotland das liebste Urlaubziel - übrigens auch der Ort mit den meisten Sonnenstunden - der Schweden ist. Mein nächstes Meeting auf Gotland ist im Oktober. Aber vielleicht reise ich ja auch mal privat auf die Insel.
Der stockholmer Schärengarten aus dem Flugzeug gesehen.
Am Strand an der Nordküste Gotlands.

Donnerstag, 8. Mai 2014

Mal wieder Utö

Es ist Anfang Mai, und das bedeutet wie jedes Jahr eine Woche mit den Bachelorstudenten auf Exkursion auf der Schäreninsel Utö. Wie immer spielt das Wetter eine entscheidende Rolle. Diese Woche ist es in erster Linie kalt gewesen, aber bis auf heute sind wir wenigstens trocken geblieben. Ansonsten waren diesmal nur wenige, dafür aber umso motiviertere Studenten dabei. Das ist sogar noch wichtiger als das Wetter.

Donnerstag, 3. April 2014

Gran Canaria - Teil 2

So, wir sind wieder da! Also gibt es hier schnell die zweite Hälfte des Urlaubsberichtes zu Gran Canaria.

Tag 5: Heute soll es dann doch noch klappen mit dem Wandern und wir fahren hoch auf den Paß Cruz de Tejeda. Von dort aus geht es durch Wälder, vorbei an Obstplantagen, und steile Wanderwege vom Wahrzeichen Gran Canarias, dem Roque Nublo, vorbei hinab ins Dörfchen La Culata. Und weil es immer wieder hoch gehen muß, wenn man runtergegangen ist, dann auch wieder hoch. 13 km und einige hundert Höhenmeter später kommen wir im Nebel wieder oben auf dem Paß an. Eine schöne Wanderung für einen Sonntag. Zur Belohnung essen wir kanarische Tappas in einer Palmenoase unterhalb von Fataga. Als einzige Gäste bekamen wir vom holländischen Kellner auch eine Sonderbehandlung ;-)

Tag 6: Heute ist ein Rumfahrtag, in zweierlei Hinsicht: Zum einen geht es in Europas einzige Rumbrennerei nach Arucas, wo wir an einer Führung teilnehmen und die Palette der Spirituosen durchprobieren und kaufen können. Die Stadt Arucas selbst ist übrigens sehr hübsch! Mittagspause machen wir an der Nordküste auf einer Bank an der Mohle. Kurz vorm Einpacken werden wir leider von einer Welle unfreiwillig geduscht. Nur gut, daß es 25°C sind! Weiter geht's entlang der Nordküste nach Agaete, eine niedliche Stadt mit kleinem botanischen Garten und leckerem und billigen Kaffee im La Esquina. Dann ein Abstecher zur Küste, wo die Fähre nach Teneriffa ablegt. Die Fischrestaurants merken wir uns für den nächsten Tag. Dann geht die Umrundung der Insel (es ist ja ein Rumfahrtag) weiter entlang der Westküste über kurvige Straßen, ein halbes Auge auf imposante Gelogie gerichtet, um dann irgendwann wieder in Maspalomas anzukommen. Einmal rum eben!

Tag 7: Eine letzte Wanderung steht an: das Agaete-Tal. Wir starten mit einem Kaffee im La Esquina und beginnen gegen 10 die Wanderung, die uns über einen Pilgerpfad vorbei an Gärten und Stauseen hinauf auf das Tabadaba-Massiv führt. Wir laufen lange durch flechtenverhangene Nebenwälder und blicken irgendwann wieder auf den Ausgangspunkt ganz weit unter uns zurück. Die letzten Kilometer geht es leider nur noch steil bergab, aber dafür vorbei an ehemals von den Ureinwohnern geschaffenen Höhlen und sonnige Steilhänge voller Blumen. Nach etwa 17 km und 1300 Höhenmetern erreichen wir nach 7 Stunden wieder das Auto. Wir lassen uns ins Tal hinunterrollen, wo wir im La Esquina noch einen cafe con leche schlürfen. Dann geht's noch weiter runter an die Küste zum Fisch essen. Na wenn das mal kein würdiger Abschluß für einen letzten Urlaubstag war!

Tag 8: Packen, auschecken und ein letzter Einkauf, um uns mit Verpflegung für den Flug und Leckerlies für zu Hause einzudecken. Dann sitzen wir auch schon auf dem scheinbar endlosen Flug zurück nach Schweden. Nach einer Woche ist es komisch, daß im Flugzeug nur noch schwedisch gesprochen wird :-)

Fazit: Gran Canaria ist toll! Tolle Geologie. Tolles Essen. Frühling mit Blumen und Sonne ist wunderbar, wenn man um die Zeit aus Schweden kommt. Charterreisen sind anstrengend und zähren an der Erholung. Keine E-Mails lesen oder an Arbeit denken für eine Woche, unbezahlbar!

P.S.: Fotos kommen demnächst.

Samstag, 29. März 2014

Gran Canaria - Teil 1

Ein kleiner Bericht aus dem Urlaub auf Gran Canaria, wo wir für eine Woche mit TuiFly Nordic über ein Last Minute-Angebot Urlaub machen.
Pause im Schatten eines Löwenzahns.
Tag 1: Der Flug von Schweden ist laaang! Fünfeinhalb Stunden. Umso schöner ist es, wenn man endlich da ist, und es sind 20°C mehr als zu Hause. Die Unterkunft ist ein Bungalow ohne große Extras. Doch dank Mietwagen sind wir wohl eh nur zum Schlafen hier. Zum Abendessen gibt es kanarisches Essen: Schrumpelkartoffeln und Fisch bzw. Ziegenfleisch.

Tag 2: Nach einem frisch gepressten Fruchtsaft geht es auf eine Wanderung hoch in den Bergen. Herrliche Calderastrukturen überall! Und Blumen. Nur an die Sonne sind wir irgendwie noch nicht gewöhnt. Am späten Nachmittag sind wir fix und fertig zurück am Auto nach nur fast 6 Stunden wandern und 15 km. Zum Abschluß des Tages geht's noch in den Kakteengarten bei Aldea de San Nicolas.

Tag 3: Die Füße tun immer noch weh von gestern und die Nase hat Sonnenbrand. Wir entscheiden uns also für einen Tag in der Hauptstadt Las Palmas de Gran Canaria. Dort laufen wir durch die Straßen, schauen die hübschen Häuser an, besuchen das kanarische Museum und das Museum Elder, ein Wissenschaftsmuseum, sowie den Stadtstrand und die deutsche Bäckerei. Bevor es zurückgeht, schauen wir noch in den jardín canario, den riesigen botanischen Garten, im Nordosten der Insel. Zurück in Maspalomas ist sogar noch ein Strandspaziergang drin.

Tag 4: Eigentlich wollten wir wieder wandern und fahren hoch in die Berge. Doch es nieselt und die Einheimischen veranstalten eine Ralley auf den engen kurvigen Straßen. Also schauen wir uns das Bergdörfchen Tejeda an, kaufen Kuchen in der Dolceria und trinken cafe con leche. Dann winden wir uns die Kurvenstraßen auf der anderen Seite der Berge wieder hinunter und schauen uns noch ein Städchen an. Mehr ist wohl auch nicht drin an einem Samstag. Soll ja auch Urlaub bleiben.

Das war erstmal Teil 1.

Sonntag, 12. Januar 2014

Konferenz in Edinburgh

Um nach der langen Feiertagszeit wieder in Gang zu kommen, beziehungsweise um gar nicht erst so richtig einzurosten, ging es diese Woche zu Tagung der Volcanic and Magmatic Studies Group (VMSG) der Londoner Geologischen Gesellschaft. 
Blick auf den erloschenen Vulkan neben dem Konferenzzentrum in Edinburgh
Die Tagung, die dieses Jahr ihr 50. Jubiläum feierte, findet jedes Jahr in einer anderen Stadt in Großbritannien und Irland statt. Dieses Jahr war sie in Edinburgh in einem Tagungszentrum am Fuße eines alten Vulkans, welch passender Ort für eine Vulkanologietagung! Die Veranstalter haben zudem wirklich tolle Arbeit geleistet und sowohl die eigentlichen Tagungskomponenten (Vorträge und Poster), als auch das Drumherum hervorragend organisiert. So gab es eine Menge Twittergewitter und Blogs, die simultan berichteten, sowie einen "Vulkanausbruch" kombiniert mit einem Quietscheentchenrennen, bei dem die Enten der Teilnehmerunis auf spektakuläre Art und Weise in die Luft gejagt wurden. Das Konferenzdinner fand im "Our Dynamic Earth" Museum statt und beinhaltete die ein oder andere schottische Spezialität, unter anderem mit Häggis gefüllte Hähnchenbrust. Nach dem Essen gab es ein sogenanntes Ceilidh, eine Art Squaredance mit schottischer Volksmusik.
Vor dem Konferenzdinner im Our Dynamic Earth Museum.
Der Besuch der Konferenz diente natürlich in erster Linie der Arbeit. Die Vorbereitung der Vorträge und Poster hat durchaus einige Stunden unserer Weihnachtsferien in Anspruch genommen. Nur gut, daß sie auch gut ankamen. Zum Poster meines einen Doktoranden wurden wir sogar von Deadline News interviewt. Den etwas sensationsjournalistischen Nachrichtenartikel dazu gibt's hier.

Jedenfalls war die VMSG-Tagung ein toller Start ins neue Jahr. Und die ersten 4 Flüge sind auch schon wieder auf dem Flugkonto.

Dienstag, 31. Dezember 2013

Das war 2013!

Jetzt ist wohl im Allgemeinen die Zeit gekommen, auf das vergangene Jahr zurückzublicken und sich erinnern, was alles passiert ist.

Januar
Der Januar stand auf jeden Fall noch im Zeichen von Renovierung und Umzug, ein wahnsinniger Anstrengungsakt, dem ich im dunklen Winter niemandem empfehlen kann. Da kam auch die Dienstreise in die Slowakei nicht so passend, auch wenn es mir dort ansonsten sehr gut gefallen hat und ich gern nochmal privat hinfahren würde. Freizeittechnisch war also nicht viel los im Januar. Eine der positivsten Überraschungen war da noch die Entdeckung, daß wir eine beleuchtete Skiloipe in der Nachbarschaft haben, die auch prompt ein paar Freunde zu Besuch anlockte.

Februar
Der Februar war so vollgepackt, daß ich gar nicht weiß, wie ich diesen Monat überstanden habe. Gleich zu Anfang ging es für einen Workshop nach Oslo und dann nur wenige Stunden danach zum 2tägigen Einstand meines Führungskräftekurses auf ein Schloß bei Knivsta. Die folgenden Wochen waren voll mit Unterricht inklusive geologischem Kuchen. So ganz nebenbei haben wir im heimischen Chaos noch am Eßzimmer gearbeitet, das nach der Küche die weitaus größte Renovierung nötig hatte.

März
Der März war dagegen beinahe ereignislos, auch wenn auf Arbeit eine Menge los war, inklusive Anträgen, Beitreuung und Meetings. Zu Hause ging es mit der Renovierung des Eßzimmers und des Flures weiter. Rein wettertechnisch ist mir der März noch deutlich in Erinnerung: es war konstant knitterkalt (-15°C) und supersonning, sodaß der Schnee langsam von der Sonne weggefressen wurde und wir in der Fensterbank angefangen haben, Chilisamen auszusähen.
Resorptionsstrukturen im Schnee.
April
Ostern ist hier in Schweden eigentlich immer etwas enttäuschend, da draußen noch immer alles tot und grau ist, nachdem der Schnee so langsam wegtaut. Umso mehr habe ich mich gefreut, wenigstens für ein Wochenende meine Familie in Dresden zu besuchen. Von dort ging es direkt (na ja, mit umsteigen) nach Wien zur alljährlichen Tagung, wenn auch diesmal nur für die Hälfte der Zeit. Und auch da war dieses Jahr noch nichts von Frühling zu sehen. Wieder zu Hause mußten wir noch bis in die zweite Aprilhälfte warten, bis endlich die ersten Frühblüher zum Vorschein kamen.

Mai
Über den 1. Mai war ich mit meinen Schulfreunden an der deutschen Nordseeküste, was wirklich schön war, aber wie immer viel zu kurz. In der darauf folgenden Woche war ich nämlich wieder einmal mit den Stundenten im stockholmer Schärengarten auf Exkursion. Das Wetter zeigte sich von seiner besten Seite, ganz zur Freude von Studenten und Lehrern. Wieder zu Hause war dann endlich der Frühling da. Die Katzen bekamen einen Freilaufbalkon und ich ein Kräuterbeet im noch immer etwas kahlen Garten. Am Samstag, den 18. Mai, haben wir dann endlich unsere Einweihungsparty gefeiert, zu der die meisten unserer hiesigen Freunde (sogar ein paar aus Oslo) gekommen sind. Bei fast vorsommerlichen Temperaturen haben wir das erste Mal im Garten gegrillt und drinnen Cocktails getrunken und Eurovision Song Contest geschaut. Rein wettertechnisch hat der Mai ansonsten keine Wünsche offengelassen: eine echte Frühlingsexplosion mit allem, was dazugehört.

Juni
Neben Mai ist Juni einer meiner Lieblingsmonate in Schweden. Dieses Jahr stand erstmal ein Wochenendbesuch in Stavanger an, bevor es dann ab Mittsommer in den Urlaub ging. Der führte uns und unsere Freunde ein paar tausend Kilometer nach Norden durch Schweden, Finnland und Norwegen zunächst nach Alta und dann an den Lyngenfjord zum Angeln. Sowohl zu Hause als auch bei 70°N war das Wetter einfach nur fantastisch. Ein Sommer, wie man ihn sich besser nicht wünschen kann.

Juli
Als es Anfang Juli aus dem Urlaub wieder zurückging, war der schwedische Sommer noch in vollem Gang. Bei langen Tagen und warmem Wetter machte selbst das Arbeiten Spaß, zumal der ganze Stress von Meetings im Sommer einfach ausfällt. Zu meinem Geburtstag waren wir dann auf Exkursion, um etwas mehr über Schwedens Geologie zu lernen. Die war gefolgt von einem kleinen Stresspeak, da wir auf Arbeit Besuch von einem Kamerateam von Discovery Channel hatten.

August
Der August stand hauptsächlich im Zeichen der Geländearbeit in Island. Neben einem Besuch auf dem Vulkan Hekla, hatten wir noch eine ganze Menge anderer Aufgaben zu erledigen. Unter anderem haben wir eine neue Caldera entdeckt und den schönsten Berg Islands bestiegen. Für mich war die Islandreise nicht zuletzt wegen des außergewöhnlich tollen Wetters der Höhepunkt des Jahres, wenn auch leider das Ende des Sommers.

September
Der September bringt mit dem Anfang des Herbstsemesters immer auch eine riesige Menge Arbeit mit sich. Die ersten zwei Wochen laufe ich generell Stundenten im Wald hinterher, was in der ersten Woche dieses Jahr noch OK war, denn der Sommer war kurzfristig zurück. Ab der zweiten Woche wurde es aber doch sehr herbstlich, was der Motivation der Studenten nicht gerade zuträglich ist. Die schöne Seite des Septembers ist, daß man es sich endlich wieder auch drinnen gemütlich machen kann und im Garten ernten kann, was über den Sommer gewachsen ist.

Oktober
Den diesjährigen Oktober verbinde ich in erster Linie mit Laubharken und Wintervorbereitungen. Und irgendwo war da auch noch Zeit für Kreativität, sowohl in meinem Führungskräftekurs, als auch zu Hause. Das Wetter war typisch für den Oktober. Bei einem Sturm fiel doch tatsächlich ein Baum in unserem Garten um und verfehlte nur knapp das Haus.

November
Der November ist generell mein am wenigsten geliebter Monat. Aber ein großer Teil der Lehre des Herbstes war vorbei und so beschlossen eine Freundin und ich, übers Wochenende nach Kopenhagen zu fahren, um zu shoppen und uns zu erholen. Außerdem fand noch die 2tägige Abschlußveranstaltung meines Kurses auf dem Rånäs-Schloß statt. Am zweiten Tag bekam ich dann die Nachricht, daß meine zweite Nichte das Licht der Welt erblickt hatte, was den Monat November dieses Jahr auf jeden Fall zu einem der vorderen Plätze verhilft. Mitte des Monats fand dann auf Arbeit noch ein populärwissenschaftliches Kolloquium zum 50. Jubiläum des Vulkanausbruchs, der die Insel Surtsey geschaffen hat, statt. Dort durfte ich auch einen Vortrag halten. Abgesehen davon habe ich dann in der zweiten Hälfte des Monats noch recht viel unterrichtet, was in dem Fall aber wirklich Spaß gemacht hat. Zum Schluß des Monats bin ich dann nach Deutschland zu meinem 12jährigen Klassentreffen gereist. Wow, ein ereignisreicher November!

Dezember
Vom Klassentreffen ging es dann weiter nach Dresden, wo ich meine neue Nichte kennenlernen durfte und mit meiner "alten" Nichte ihren 3. Geburtstag gefeiert habe. Trotz Sturm bin ich nach einer Woche wieder in Schweden angekommen, nur um in der Woche darauf wieder nach Deutschland zu reisen. Das zweite Mal ging es zur diamantenen Hochzeit meiner Großeltern. Ein echter Blitzbesuch übers Wochenende. Am Montag darauf war ich zum Abendessen bei der Unipräsidentin. Und dann war weihnachtsbedingt endlich frei! Ich kann Euch sagen, daß ich nach einem solch rasanten Jahr echt geschafft bin und mich über ein paar freie Tage gefreut habe.

2013 war also ein Jahr voller Ereignisse. Man könnte sagen, es war das Jahr der Kurzreisen und das Jahr, in dem unser Haus ein richtiges Heim geworden ist. Ein tolles Jahr, das wahnsinnig schnell vorbeiging und in dem es eindeutig zu wenig Zeit für Freizeit gab. Ein Jah, an das ich mich auf jeden Fall gern erinnern werde.

Sonntag, 18. August 2013

Live aus Island: Auf der Jagd nach der verschollenen Caldera

Dienstag und Mittwoch waren der Mission dieser Geländekampagne gewidmet, die mir am meisten am Herzen gelegen hat. Wir waren ausgezogen, um eine verschollene  Caldera zu finden. Und das war ein echtes Abenteuer.
Doch fangen wir am Anfang an. "Was ist eigentlich eine Caldera?", mag sich der geneigte Leser fragen. Eine Caldera entsteht, wenn das Dach einer Magmakammmer in einem Vulkan einbricht und dabei ein riesiger Einsturzkessel entsteht. Oft entweicht dabei hoch explosives Magma in einem Ausbruch, dessen Eruptionssäule bis in die Stratosphäre reichen kann. Nach kurzer Zeit fällt die Eruptionssäule, die aus Lava, Gesteinsbrocken und vulkanischen Gasen besteht, wieder in sich zusammen und rast als Glutwolke über die Landschaft in der Umgebung des Vulkans. Wenn die Glutwolke dann abkühlt, entsteht ein Gestein, das Ignimbrit heißt. Bekannte Beispiele für Calderen sind übrigens Yellowstone in den USA, Santorin in Griechenland und Toba in Indonesien, deren Ausbruch fast die Menschheit ausgerottet hätte.
Zurück nach Island und zur Suche nach der verschollenen Caldera. Warum eigentlich verschollen? Nun, hier in den Ostfjorden gibt es eine ganze Reihe alter, toter und ziemlich stark erodierter Vulkane, die nebenbei noch eine der schönsten Landschaften Islands geformt haben. Die alten Vulkane sind meine Lieblingsforschungsobjekte, denn sie erlauben mir, zu sehen, wie Vulkane von innen aussehen. Alles, was man hier in den toten Vulkanen lernen kann, hilft, die aktiven Vulkane, die nur ein paar Stunden Autofahrt entfernt sind, zu verstehen. Momentan sind wir im Nordosten Islands, der nur wenig erforscht ist. Viele der Fjorde sind sogar nicht einmal mehr bewohnt, weil sie so abgelegen sind und das Leben hier so hart war. Die wenigen Menschen, die hier von der Schafzucht lebten, waren teilweise 6 Monate von der Außenwelt abgeschnitten. Heute gibt es nur noch zwei bewohnte Fjorde. In einem der beiden gibt es ein winziges Dorf, in das Touristen nur ein oder zwei Tage kommen, um Papageientaucher zu sehen und zu wandern. Von hier führt eine einzige mit Geländewagen zu befahrende Straße in die sogenannten "verlassenen Fjorde". Hier gibt es nur Ruinen von alten Bauernhöfen, ein paar Wanderwege und Schutzhütten. Die alten Vulkane zu untersuchen, bedarf es oft  einer Menge Lauferei und Kletterei. Und so ist es nicht völlig verwunderlich, daß es tatsächlich noch weiße Flecken auf der geologischen Karte gibt. Zum Beispiel entdeckten drei deutsche Diplomanden, die 1988 hier kartierten, eine bis zu 120 m dicke Schicht von Ignimbrit auf den Gipfeln mehrerer Berge. Doch wo dieser Ignimbrit herkam, war bis Dienstag dieser Woche ungeklärt. So riesig, wie der Ignimbrit heute noch ist - und es sind immerhin nur noch Reste davon auf den Bergen übrig -, muß es eine gigantische Eruption gegeben haben, bei der sich eine Caldera gebildet hat.
Das Problem bei der Suche ist, daß es so wahnsinnig schwer ist, in das Gebiet vorzustoßen, in dem man die Caldera vermuten könnte. Die drei Diplomanden von damals sind 7 Stunden bis in ihr Kartiergebiet gelaufen, haben dort ihr Zelt aufgebaut und in der Umgebung kartiert. Jede Woche sind sie einmal für 7 Stunden ins nächste Dorf drei Fjorde nach Norden gelaufen, haben Proviant gekauft und sind dann 7 Stunden über Berge und Täler zurück zu ihrem Gebiet gelaufen. Die Arbeit, die sie geleistet haben, ist für einen Zivilisationsmenschen von heute kaum in ihrem Wert abzuschätzen. Zum Glück sind aber auch die Bedingungen nicht mehr ganz so wie 1988.
Wie findet man also eine  verschollene  Caldera? Zur Vorbereitung habe ich mir schon vor Monaten alles an Informationen beschafft, die es über das Gebiet gibt. Ich habe mit dem Betreuer der drei Kartierer guten Kontakt, und wir haben viel darüber diskutiert, wo man denn suchen müßte. Google Earth ist übrigens unbezahlbar bei ei er solchen Suche. Auf jeden Fall konnte ich es dann gar nicht mehr erwarten, als wir endlich hier im Nordosten angekommen waren. Nur das Wetter mußte für 2 Tage gut sein!

Der Wetterbericht fuer Dienstag und Mittwoch klang vielversprechend, also machten wir uns am Dienstag Morgen mit dem Geländewagen auf den Weg in den suedlichsten der verlassenen Fjorde. Nach zweieinhalb Stunden Fahrt stellten wir das Auto an der Schutzhuette ab, die Wanderern als Unterkuft dient. dann ging es zu Fuss weiter ein Tal hinauf, in dem es keine Pfade mehr gibt, immer auf den Berg zu, in dem ich die Caldera vermutete. Nach drei Stunden ständigem Bergaufgehen, dem Ueberqueren von drei Fluessen und einigem Gekletter mit schweren Rucksäcken, fanden wir einen Platz unterhalb des Berges, den wir uns anschauen wollten, an dem wir unser Zelt aufbauten. Dann ging esmit etwas leichterem Gepäck weiter hinauf an den Fuss des vermeindlichen Calderaberges. Und anderthalb Stunden später standen wir endlich vor ihr, der verschollenen Caldera!

Die Sonne stand schon ziemlich niedrig, aber es war trotzdem klar, dass dort einmal eine gewaltige Eruption stattgefunden hatte. Ich erspare Euch die Details, aber es war eindeutig der Ursprung des riesigen Ignimbrits, den die Diplomanden vor 25 Jahren gefunden hatten!

Gluecklich ueber die Entdeckung, ging es zurueck zum Zelt, wo es zur Feier des Tages ein leckeres Fertiggericht gab. Leider zogen ganz plötzlich Wolken auf, ein kalter Wind blies vom Berg herunter und es gan sogar einen Regenschauer. Es war also fraglich, ob wir unseren Plan, am nächsten Tag den Calderaberg von der anderen Seite zu untersuchen, am nächsten Tag in die Tat umsetzen konnten oder ob wir den gleichen Weg, den wir gekommen waren, wieder zuruekgehen mussten. Am nächsten Morgen, als ich die Zeltklappe aufmachte, war ich also auf alles gefasst - Nebel, Wolken? Doch zum Glueck schien die Sonne und kam langsam herum in unser Tal. Zum Fruehstueck gab es dann Instantcappucchino, den mein Chef uns in einem kleinen Ueberlebenspaket eingepackt hatte.
Ein leckerer Cappucchino an einem der schönsten Orte, an denen ich je gezeltet habe.
So gestärkt konnte es weiter gehen, mit komplettem Gepäck und einigen Gesteinsproben, die wir am Abend zuvor mitgenommen hatten. Es ging immer weiter nach oben und um den Calderaberg herum. Was mich nämlich immernoch wunderte, war die Grösse der Caldera. Denn ein so gewaltiger Ausbruch sollte eigentlich eine viel grössere Caldera hinterlassen. Erst nachdem wir am höchsten Punkt unserer Wanderung angekommen waren und den Berg fast völlig umrundet hatten, wurde klar, dass die Caldera tatsächlich viel grösser war als nur der eine Berg. Tatsächlich tronte ueber uns eine kilometerlange senkrechte Wand aus Ignimbrit, die wahrscheinlich das Calderainnere fuellte, bevor grosse Teile des Vulkans abgetragen wurden. Die nächsten Kilometer gingen wir ueber ausgedehnte Schneefelder unterhalb der Ignimbritwand entlang. Dabei dachte ich die ganze Zeit darueber nach, warum vor uns noch niemand diese riesige Caldera gefunden hatte. Wahrscheinlich liegt es daran, dass sie hoch oben ueber einer Hochfläche tront, von der aus man in etwa 5 bis 6 Stunden bis zur nächsten Strasse laufen laufen kann. Von der anderen Seite, also vom Fjord aus, ist die Caldera dagegen kaum zu sehen, weil sie so weit oben liegt.

Leider enden Abenteuer wie dieses nie auf dem Höhepunkt der Entdeckung. Im wirklichen Leben muss man immer noch stundenlang ueber Schneefelder, durch eiskalte Fluesse, Klippen hinunter, durch sumpfige Wiesen und eiskalte Fluesse laufen - und die Fluesse unterhalb der Schneefelder sind so kalt, dass einem schon nach wenigen Schritten Fuesse und Beine so wehtun, dass man am liebsten schnell ans andere Ufer rennen möchte. Doch weil die Wasserströmung so stark ist, darf man sich nur ganz langsam und Schritt fuer Schritt vortasten. Erst wenn die Fuesse wieder trocken sind und in warmen Socken und Wanderschuhen stecken und zu kribbeln beginnen, denkt man, dass sich der Schmerz fast gelohnt hat.
Fuesse trocknen vor dem Abstieg ins Tal.
Insgesamt haben wir an den zwei Tagen fast 2000 Höhenmeter bergauf und mehr als 31 km zu Fuss durch die weglose Wildnis zurueckgelegt. Zur Belohnung gab es eine bisher unentdeckte Caldera. Wenn man bedenkt, dass die meisten Vulkane der Welt bekannt sind, ist es eine einmalige Erfahrung, eine solche Entdeckung zu machen. Diese ist also wahrscheinlich meine erste und letzte selbst entdeckte Caldera!

Samstag, 3. August 2013

4 Jahre Schweden

Heute vor 4 Jahren bin ich nach Schweden gekommen! 
 
Gewöhnlich philosophiere ich ja zu meinem Jahrestagen immer, was sich seit dem Anfang und seit dem letzten Jubiläum so ereignet hat. Nach einem Jahr fühlte ich mich noch immer, als stände ich am Anfang. Nach zwei Jahren fand ich mich einigermaßen zurecht. Nach drei Jahren fühlte ich mich hier zu Hause. Was kann sich da nach einem weiteren Jahr schon noch getan haben?

Der wahrscheinlich größte Unterschied zum letzten Mal ist wohl, daß ich in meinem eigenen Haus sitze und blogge. Das ist schon ein riesiger Schritt. Und rein arbeitstechnisch habe ich mich recht gut eingefunden in meine Stelle, die seit letztem September ja auch teilweise eine Führungsrolle im Institut beinhaltet. Beides, das eigene Haus und meine Arbeit, hat irgendwie dazu geführt, daß ich näher als je zuvor am Eingang zur schwedischen Kultur stehe. 
 
Ich bilde mir ganz und gar nicht ein, daß ich tatsächlich einen echten Einblick habe. Bisher habe ich wirklich nur beobachtet. Ich kenne wenige Schweden privat, und es fehlt mir einfach an einem Hund oder Kind, um wirklich Kontakt aufnehmen zu können. Trotzdem habe ich im letzten Jahr noch einmal wahnsinnige Fortschritte beim schwedisch Sprechen gemacht. Ich kann jetzt richtig small talk halten. Vor einer halben Stunde habe ich doch tatsächlich mit unserer Nachbarin geredet, sie überredet unsere Katzen zu füttern und ihr beim Stachelbeeren pflücken geholfen. Das ist für mich ein Meilenstein der Kontaktaufnahme. Mittlerweile sind schwedische Konversationen um mich herum oder im Radio auch nicht mehr nur Hintergrundrauschen. 
 
Vielleicht wird Jahr 5 ja das Jahr der echten Kontaktaufnahme. Wer weiß? Ich bin gespannt.

Sonntag, 28. Juli 2013

Exkursion zu Skandinaviens Rückgrat

Norwegen und Schweden teilen sich ein gemeinsames Gebirge, das sich die gesamte skandinavische Halbinsel entlang zieht, die sogenannten Skanden. Sie sind der Rest eines Gebirges, das vor 440 Millionen Jahren Nordamerika, Nordeuropa, Großbritannien und Grönland verbandt und kaledonisches Gebirge oder Kaledoniden genannt wird. Letzte Woche durften wir an einer Exkursion teilnehmen, die einmal quer durch die skandinavischen Kaledoniden führte. Aus Zeitmangel haben wir uns zwar nur den schwedischen Teil anschauen können, aber es war trotzdem sehr spannend.
 
Unter anderem ging es zu Skandinaviens größtem Meteoritenkrater, dann zu Europas ältestem Meteoritenkrater, zu Ozeangesteinen, die 100 km tief im Erdmantel versunken waren, dann wieder aufgetaucht und 400 km über die darunterliegenden Gesteine geschoben wurden
Wasserfall am Rande des Siljan-Meteoritenkraters, den man sogar aus dem Weltraum sehen kann (siehe Ortsangabe).
Aussicht auf den See Storsjön, an dessen südlichem Ende Europas ältester Meteoritenkrater liegt.
Die steinzeitlichen Felszeichnungen von Gösa wurden zufällig genau auf der Überschiebungsbahn einer Gesteinsdecke gemalt. Ob die Steinzeitleute das wohl gewußt haben? 
Auf dem Gipfel des Åreskutan, Schwedens Nummer 1 Skigebiets. Was heute 1470 m hoch ist, war mal 100 km tief im Erdmantel versunken.
Hier ist der Beweis: Katzen gab es schon vor mehr als 400 Millionen Jahren.

Mittwoch, 3. Juli 2013

Sommerurlaub Teil 4: Fischsaison beendet

Mit diesem Fang ist die Fischsaison für diesen Urlaub beendet. Heute war es nochmal eine richtig gute Ausbeute: 2 Steinbeißer und einiges an großen Dorschen und Seelachsen.

Auf dem Foto sieht man den Fang des letzten Mitternachssonnenangelns. Nach dem Abendessen sind wir rausgefahren. Jetzt ist es gerade 3, und wir sind mit Filettieren fertig und müssen noch die Filets einschweißen und einfrieren. Dann gehts endlich ins Bett. Man muß dazu sagen, daß man hier aufgrund der Mitternachtssonne ganz schnell den normalen Tag- und Nachtrhythmus verliert.

Trotzdem gute Nacht!

Sonntag, 30. Juni 2013

Sommerurlaub Teil 3: ein paar Fotos

Aufgrund mangelnder technischer Ausstattung (der Laptop ist zu Hause geblieben) kommen die ersten fotografischen Eindrücke vom Handy etwas losgelöst.

Dabei ist der Blick von der Terrasse des Ferienhauses, Mackbier aus der nördlichsten Brauerei der Welt in Tromsö und Bilder von meinem ersten gefangenen Steinbeißer und ein paar Dorschen. Ich hoffe, daß die Übertragung klappt.

Sommerurlaub Teil 2: arktischer Sommer in Nordnorwegen

Während es in Deutschland bei 6 Grad regnet, ist wohl Nordnorwegen der beste Plarz, um seinen Sommerurlaub zu verbringen. Wir haben hier manche Tage 23 Grad und 24 Stunden Sonne.

Nach unserer Ankunft in Alta ging es am Donnerstag weiter zu unserem Ferienhaus. Ein kurzer Abstecher zum Øksfjordjöckel, dem einzigen Gletscher Norwegens der ins Meer kalbt (zumindest gerade noch so), brachte uns tatsächlich nach 70 Grad Nord, meinem nördlichsten bisher erreichten Punkt. Unsere Hütte liegt etwas weiter südlich bei 69 Grad 47 Minuten Nord und etwa 20 Grad Ost in Djupvik am Fjord Lyngen. Die Aussicht auf die Lyngalpen und die dazugehörenden Gletscher auf der anderen Seite des Fjords ist atemberaubend. Ich hoffe noch auf eine Wanderung zu einem der Gletscher.

Mittwoch, 26. Juni 2013

Sommerurlaub Teil 1: 3 Länder in 3 Tagen

Der erste Teil unseres diesjährigen Sommerurlaubs führt uns (4 Deutsche, die in Norwegen und Schweden wohnen) in 3 Tagen auf einer Strecke von 1700 km durch Schweden, Finnland und Norwegen von 60 nach 70 Grad Nord.

Nachdem unsere Stavangerer das Mittsommerwochenende bei uns verbracht hatten, ging es an Tag 1 bis nach Gammelstad bei Luleå in Nordschweden. Damit hatten wir schon den Großteil der Strecke geschafft. Zur Belohnung besuchten wir das Weltkulturerbe Gammelstads kyrkstad, die Kirchenstadt von Gammelstad. Dort stehen hunderte winziger roter Hütten um die mittelalterliche Kirche, in denen früher die von weit angereisten Nordschweden während der kirchlichen Feiertage übernachteten. Auch Margarethes Restaurant, in dem wir zu Abend gegessen haben, ist sehr zu empfehlen.

Dienstag Morgen ging es dann weiter nach Norden von der Ostsee durch den schwedischen Wald entlang des Flusses Kalix nach Finnland. Finnland besteht im Wesentlichen aus waldiger Einöde, nur unterbrochen durch Flüsse, Seen und die gelegentliche Rentierherde, die mitten auf der Straße steht. Zusammengehalten wird das alles durch Milliarden von Mücken, die einen gnadenlos attackieren. Die haben uns leider ein bißchen den Abend verdorben. Dabei hatten wir so eine niedliche Hütte an einem See.

Dank der Mücken war die Nacht dann auch eher kurz. Noch vor dem Frühstück flüchtetenwir weiter nach Kautokeino kna, dem Zentrum der nordskandinavischen Samenkultur. Dort besuchten wir die Juhls Silberschmiede, in der samischer Schmuck hergestellt wird. Weiter ging es an die norwegische Küste nach Alta, das vor allem wegen seines Lachsflusses und der prähistorischen Felsbilder berühmt ist. Die Felsbilder des Altamuseums gehören zum Unesco-Weltkulturerbe und sind teilweise über 6000 Jahre alt. Von der Qualität des Lachsflusses konnten wir uns beim Grillen vor der Hütte überzeugen, als eine Gruppe Angler in einem heroischen Kampf einen über 1 m langen Lachs ins Boot zog.

Morgen erreichen wir den nördlichsten Punkt unserer Reise und dann unsere Hütte am Lyngfjord, in der wir eine Woche bleiben.

Mittwoch, 8. Mai 2013

Grüße aus dem Stockholmer Schärengarten

Positive Überraschungen sind mir ja die liebsten, besonders wenn ich eigentlich mit dem Schlimmsten rechne. Diese Woche bin ich das vierte Jahr in Folge für eine Woche auf der Insel Utö, um dort Studenten das Kartieren geologischer Strukturen beizubringen. Das ist an sich kein Grund zum Klagen, aber dieses Jahr bin ich mit der Hälfte der Klasse hier, die ich schon im Februar unterrichtet habe und die ich mit Kuchen bestechen mußte. Und wenn ich dann vor dem Kurs Emails bekomme wie "Ich finde, es ist unfair über Himmelfahrt auf Exkursion zu fahren", dann bin ich im Vorhinein nicht gerade motiviert, tatsächlich meine 2 Himmelfahrtstage (Brückentage sind frei) zu opfern.

Der Montagmorgen fing dann auch entsprechend an mit Aufstehen kurz nach 5, um Punkt 7 den Bus mit den Studies zum Fähranleger zu schaffen. Dann fuhren wir nördlich von Stockholm erstmal prompt in einen riesigen Stau und verpaßten dadurch die Fähre.

Zum Glück ging 2 Stunden später die nächste Fähre, sodaß der Plan nicht völlig zerstört war. Überhaupt ging es ab dann eigentlich stetig bergauf. Es stellte sich nämlich heraus, daß die Hälfte der Klasse, die sich für den Utökurs angemeldet hatte, hauptsächlich aus den Studenten besteht, die in meinem Kartenanalysekurs gut waren. Das waren vor allem die Jungs, die jetzt mit 10 von 17 Teilnehmern überproportional vertreten sind. Leider sind zwar auch drei Problemmädels dabei, aber die verteilen sich ganz gut auf die Gruppen. Und so macht es tatsächlich Spaß, dem Haufen die geologischen Wunder dieser ehemaligen Vulkaninsel (vor 1,8 Milliarden Jahren gab es hier Vulkane) näherzubringen. Zu allem Überfluß zeigt sich das Wetter auch noch von seiner besten Seite, was sich immer positiv auf die Motivation auswirkt.

Ich hoffe, die nächsten 2 Tage werde ich meine Meinung nicht revidieren müssen. Trotzdem freue ich mich jetzt schon auf zu Hause. Das eigene Bett ist doch durch kein Jugendherbergsbett zu übertreffen.

Dienstag, 1. Januar 2013

Das war 2012

Wieder mal ein Jahr vorbei, und entgegen meiner Gewohnheit habe ich dank Umzug wenig bis gar nicht darüber nachgedacht, was mir 2012 so gebracht hat. Das will ich jetzt wenigsten ins Kurzform nachholen.
 
Mein großer und fast einziger Vorsatz war, mit meinem neuen Job und den damit verbundenen Herausforderungen klarzukommen. Da ich noch immer am leben bin, keine meiner Lehrveranstaltungen zum Disaster geworden ist und ich auch noch nicht von meinen 5 Angestellten gelyncht wurde, verbuche ich meinen Vorsatz mal als erfüllt. Bis zu diesem Punkt, war es ein ganz schön stressiges Jahr, das aber auch ein paar Highlights hatte, auf die ich mich lieber konzentrieren möchte. Also hier bitte:
 
Meine Highlights 2012 und zwar ohne Ranking, sondern chronologisch rückwärts:
Ich wünsche Euch allen ein aufregendes und erfolgreiches neues Jahr 2013!

Montag, 27. August 2012

Padjelantaleden - Teil 2: Anreise & Start

Mittwoch, 15. August
Sehr viel ist zu diesem Tag eigentlich nicht zu sagen: Wir haben die Katzen in die Pension gebracht und sind dann 18 Uhr losgefahren. Unser Ziel, das Städtchen Jokkmokk in Lappland, ist von uns 997 km und laut Routenplaner 12 Stunden 30 Minuten entfernt.

Donnerstag, 16. August
Nach etwa 3 Stunden Schlaf irgendwo auf einem Rastplatz ging es am Morgen weiter nach Norden. Und im strahlenden Sonnenschein sieht man auch die interessanten Dinge etlang des Weges, zum Beispiel den Wasserfall Storforsen oder den Polarkreis, den ich zu dieser Gelegenheit zum ersten Mal überschritten habe.
Storforsen. Da bekommt man schon einen Eindruck, wieviel Wasser so aus den Bergen herunterkommt.
Der Polarkreis liegt - man glaubt es kaum - auf einem Rastplatz. Vielleicht ist der Rastplatz auch nur da, weil da der Polarkreis durchgeht. Wer weiß...


Gegen 11 waren wir dann in Jokkmokk, von wo wir zunächst den Bus nach Porjus genommen haben. Von da aus ging es dann weiter in die Berge nach Ritsem, was schon recht nahe an der norwegischen Grenze liegt. Diese zweite Busfahrt dauerte etwa 2,5 Stunden. Insgesamt kostet dieser Bustransport etwa 25 € pro Person, was es aber wert ist, zumal man einen großen Teil durch den Stora Sjöfallet-Nationalpark und immer entlang eines riesigen Stausees fährt. Der Stausee ist der vielleicht größte in Schweden und besitzt 17 Staustufen bis zur Ostseeküste hinunter. Damit deckt er 9% der Stromversorgung Schwedens. Andererseits bedeckt er auch ein Tal, daß früher Weidegrund für Rentiere war, weshalb das eigentliche Stauseegebiet auch aus dem Laponia-Weltnaturerbe und dem Nationalpark ausgegliedert ist.
Unser Bus in Jokkmokk.
Warten auf den Bus in Porjus.
Gegen 17:30 setzte uns der Bus in der Nähe von Ritsem am Bootsanleger der MS Storlule ab, mit der wir über den See zum Start des Wanderweges übersetzen wollten. Außer uns stiegen auch noch etwa 15 andere Wanderer aus, unter anderem eine Gruppe von 3 Schweden aus Stockholm in meinem Alter, mit denen wir uns auch schon in Porjus unterhalten hatten. Direkt am Anleger angekommen, gab es schon mal eine schlechte Nachricht: Die MS Storlule war kaputt, den Transport sollte stattdessen ein Anwohner mit einem kleinen Boot übernehmen. Letzteres transportierte aber maximal 10 Personen. Also wurden erst einmal alle, die eine Alternativroute auf den ersten Etappen laufen wollten übergesetzt. Dazu gehörten auch die 3 Schweden. Wir warteten so lange am Ufer in der Sonne. Ich wußte nicht, daß es da oben so warm werden kann. An diesem Nachmittag waren es bestimmt 25°C und kein Lüftchen wehte.
Ersatzboot.
Am Ufer. Da hinten soll's losgehen.
Etwa 40 Minuten später war das Boot zurück und wir durften uns auf die grandiose Fahrt über den spiegelglatten See begeben. Die Überfahrt schlug übrigens mit etwa 28 € pro Person zu Buche.
Die Überfahrt. Immer Richtung Akkamassiv, in dessen Nähe der Wanderweg losgeht.
Endlich, gut 25 Stunden, nachdem wir zu Hause aufgebrochen waren, kamen wir am Start des Wanderweges an und konnten im letzten Sonnenschein loslaufen. Die ersten Kilometer des Wegen führen durch einen Birkenwald, in dem es fast mehr Pilze als Birken gibt. Obwohl wir einen langsamen Start hatten verglichen mit den anderen Leuten auf unserem Boot, kamen wir doch noch wesentlich weiter als sie: In den zweieinhalb Stunden vor dem Dunkelwerden schafften wir noch 8,5 km. Unser Zelt bauten wir dann an einem Bach am Fuße des Akkamassivs auf. Aufgrund von zu vielen Mücken begnügten wir uns mit einem kalten Abendessen und konnten dann erschöpft einschlafen. Der Anfang war geschafft.

Sonntag, 26. August 2012

Padjelantaleden - Teil 1: Fakten

Unser diesjähriger Wanderurlaub ging nach Lappland über den Padjelantaleden. Der Grund dafür war eigentlich, daß ich endlich einmal mehr von Schweden sehen wollte als den Süden. Zu Weihnachten hatte uns unsere Freundin Anna eine Karte des Sarek-Nationalparks in Lappland geschenkt, was letztlich die Inspiration für einen Wanderurlaub dort oben gewesen ist. Sarek wird auch als "letzte Wildnis Europas" bezeichnet und ist tatsächlich weg- und steglos, was doch etwas mehr ist, als wir wollten. Schweden hat dort oben im Norden aber noch einiges mehr zu bieten, unter anderem hunderte Kilometer von gekennzeichneten Wanderwegen wie den berühmten Kungsleden.
Ein weiterer Wanderweg in Lappland ist der Padjelantaleden, der mit 142 km relativ kurz ist und als vergleichsweise leicht gilt. Das sind in etwa die Informationen, die man leicht im Internet zum Beispiel auf der offiziellen Website findet und die dann auch für unsere Entscheidung für diesen Wanderweg verantwortlich waren. Er führt zum größten Teil durch den Padjelanta-Nationalpark und gibt einem einen guten Eindruck von den unterschiedlichen Landschaften, der Flora und der Fauna des skandinavischen Fjälls. Der Padjelanta-Nationalpark ist Teil des Laponia-Weltnaturerbes, zu dem auch der Sarek- und der Stora Sjöfallet-Nationalpark gehören. Zusammen schützen sie 9400 km² schwedischer Natur und den Lebensraum der letzten Ureinwohner Europas, der Samen. Da Laponia komplett über dem Polarkreis liegt, sind die Sommer kurz und die Vegetation zwischen Gletschern und Gebirgstälern perfekt daran angepaßt. 
Zur Vorbereitung auf die Wanderung hatten wir ja schon die geschenkte Karte, die auch das Gebiet des Padjelantaleden beinhaltete. Außerdem haben wir uns bei amazon.de dieses Buch gekauft. Das liefert schon die wichtigsten Informationen zur Länge der Etappen und was man so zu erwarten hat, ist aber im Nachhinein betrachtet etwas lieblos geschrieben und bei genauerem Hinsehen oftmals fehlerhaft. Hinterher weiß man eben immer mehr. 
Die Koordinaten unserer geogetaggten Fotos als Eindruck von unserer Wanderung.

Im nächsten Post berichte ich dann aber mal, was wir so erlebt haben.

Mittwoch, 18. Juli 2012

Deutschland als Tourist

Das letzte Wochenende bot neben einer Hochzeit und dem Besuch bei Freunden und Familie (zu all dem später mehr) auch die Möglichkeit, ein wenig (ca. 1000 km) im Land herumzufahren, nämlich von Berlin nach Nordthüringen über Niedersachsen zurück nach Berlin. Dabei ist mir aufgefallen, daß ich jetzt nach fast 3 Jahren in Schweden langsam einen anderen Blick für Deutschland bekomme.

Tatsächlich sieht man seine tägliche Umgebung ja meist nur noch als Hintergrund. Und gerade, wenn man an einem Ort aufgewachsen ist, ist alles einfach nur normal, wenn vielleicht auch schön, aber eben doch unbemerkenswert. 

In den letzten 3 Jahren war ich insgesamt vielleicht 6 Wochen in Deutschland, sowohl zu Besuch bei Familie und Freunden und im Urlaub, als auch auf Tagungen. Wenn ich da war, field mir meistens auf, wie voll es überall ist und wie viel die Leute doch ständig meckern und sich beschweren - ein typisch deutscher Zug, der uns auch im Ausland nachgesagt wird. Ansonsten kriege ich zwar nicht mehr alles mit, was sich so tut im Deutscheland, aber ich bin doch mit den meisten Dingen durch das deutsche Fernsehen auf dem Laufenden.
Burg Bodenstein über dem Eichsfeld tronend.
Nochmal die Burg Bodenstein bei Worbis.
Was ich dieses Mal allerdings doch als neu und spannend empfand, ist, daß ich auf einmal sehe, wie schön es doch dort ist, wo ich herkomme. Gerade jetzt im Sommer mit Kirschbäumen, goldenen Feldern und Blumen überall. Mittlerweile kann ich also Deutschland schon mit den Augen eines Touristen betrachten. Erstaunlich!
Richtig echter Touristenblick vom Neuen Rathaus in Hannover.
Und hier der Maschteich vorn und der Maschsee hinten, sowie das Landesmuseum vom Neuen Rathaus aus gesehen.

Dienstag, 26. Juni 2012

Arbeit auf Rum - Teil 3

Und nun zu guter letzt der dritte Teil des Berichts über die Reise zur Hebrideninsel Rum.

Nach insgesamt 5 Tagen hatten wir dank des untypischen Wetters alles geschafft, was wir uns vorgenommen hatten, unsere Regenbeschäftigungen nicht einmal angerührt und eigentlich noch anderthalb Tage Zeit, bevor die Fähre zurück ans schottische Festland gehen sollte. Laut Plan würde uns das etwa 14 Stunden geben, um Schottland zu durchqueren und es zu unserem Flug am Flughafen von Edinburgh zu schaffen. Eine recht knappe Sache, die wahrscheinlich eine kurze Nacht auf dem Flughafen beinhaltet hätte. Angesichts dessen und auch, weil unser Mietwagen etwa 7 Meilen von der Anlegestelle der Fähre, die am Donnerstag ging, stand, entschieden wir uns zu einer Planänderung. Dank der erfolgreichen Arbeit entschieden wir uns also, einen Tag vorher mit der Fähre, die direkt nach Mallaig zu unserem Mietwagen fuhr, abzureisen. Das gab uns einen extra Tag, um zum Flughafen zu kommen.

Da die Fähre aber erst am Mittwoch um 16 Uhr abfuhr, blieb noch Zeit für einen halben Geländetag bei strahlendem Sonnenschein. Von oben auf dem Berg hatten wir nicht nur einen tollen Blick auf die Gesteine des Calderarandes, sondern auch auf die Fähre, die am Anleger einen Zwischenhalt vor einem 5 Stunden-Abstecher zur Insel Canna machte, bevor sie um 16 Uhr nach Rum zurückkam.
Noch einmal strahlender Sonnenschein am letzten halben Geländetag.
Blick von oben auf die Fähre am Anleger.
Pünktlich zurück im Schloß hatten wir dann sogar noch Zeit für einen kleinen Spaziergang durch Kinloch, bevor wir dann mit der Fähre nach Mallaig übersetzten. Dort angekommen, nahmen wir erst einmal Abschied von unseren neu gewonnen Kollegenfreunden. Dann konnten wir uns schön gemütlich in den Mietwagen setzen und die Panorama-Küstenstraße entlang den Rückweg antreten.
"Mediterranes" Schottland bei Arisaig an der Westküste.
Loch Earn.
Unsere Autofahrt durch Schottland war sehr schön mit einigen Zwischenstopps und schönem Wetter. Ich habe sogar das berühmte Glencoe zum ersten Mal im Sonnenschein gesehen! Nach einer Nacht in einem Bed and Breakfast in Crianlarrich erreichten wir am Freitag gegen Mittag Edinburgh.
Obligatorisch.
Edinburgh ist eine sehr schöne Stadt mit viel Harry-Potter-Charm. An diesem Freitag war sie noch schöner, denn die Sonne schien. Für die Nacht vor dem Flug buchten wir in der Touristinformation ein B&B in der Nähe des Flughafens und spazierten dann ganz unbedarft und ohne festes Ziel durch die Stadt. Hier lediglich ein paar fotografische Eindrücke.
Nicht nur wir genossen die Sonne: im Park am Fuße des Schlosses saßen jede Menge Leute im Gras.
Blick aufs Schloß vom Park aus. Der Felsen, auf dem das Schloß steht, war übrigens mal ein Vulkan.
Whisky überall. Natürlich nur schottischer.
Direkt vorm Schloß.
In einer Weberei für schottische Kiltstoffe.
Am Nachmittag erschöpft in einem Coffeeshop sitzend bemerkte ich dann erst, daß ich mehrere Anrufe von einer britischen Nummer verpaßt hatte. Das war einer der Geologen, die mit uns auf Rum gewesen waren und der in Edinburgh wohnte. Ein Rückruf brachte mir seine Frau ans Telefon, die uns zum Abendessen und zur Übernachtung bei Ihnen einlud. Wir also direkt zurück in die Touristinformation, um unser B&B zu stornieren. Das war nach einigem Rumtelefonieren und Augen zudrücken auch möglich (immer das Kleingedruckte lesen bei solchen Buchungen!). Dann machten wir uns auf den Weg in den Vorort von Edinburgh, in dem unser Kollege mit seiner Frau wohnte. Dazu sei nur gesagt, daß sie super nette Leute sind, trotz ihres Alters (Mitte 70) beide sehr jung geblieben, ein tolles Haus haben und wir uns sehr wohlgefühlt haben. Ich hoffe, wir können uns irgendwann revanchieren, wenn sie mal wieder nach Schweden kommen.

Unsere Fahrt am nächsten Morgen zum Flughafen, Mietwagen abgeben und einchecken waren eher unspektakulär. Leider hatte unser Flug nach Kopenhagen Verspätung: erst 10 Minuten, dann nochmal 20, dann nochmal 20, und dann nochmal 2 Stunden. Irgendwas war mit der Maschine nicht in Ordnung, und ich möchte ja durchaus in einem funktionierenden Flugzeug fliegen. Nur leider bedeutete die Verspätung, daß wir unseren Anschlußflug nach Stockholm-Arlanda verpaßten. Da half auch kein Verköstigungsgutschein für einen Kaffee. Zu guter letzt durften wir aber dennoch an Board und landeten mit 3 Stunden Verspätung in Kopenhagen. Doch was nun? Der einzige Hinweis, den wir bekamen, führte uns zum SAS-Transferschalter, wo sich auch die anderen Passagiere unseres Fluges einfanden. Nach geschlagenen 45 Minuten erfuhren wir dann auch, daß der Flug auf den man uns automatisch gebucht hatte, schon seit 25 Minuten in der Luft war. Ein Hoch auf die Informationspolitik am Flughafen! Die Dame am Schalter buchte uns also erneut um, auf einen Flug um kurz nach 20 Uhr (unser ursprünglicher Flug ging um 15 Uhr), und überreichte uns gleich auch noch einen Verköstigungsgutschein. Der erlaubte uns noch ein Abendessen, bevor es dann endlich nach Schweden ging. Eine unserer Taschen war auch schonmal vorgeflogen, was wir in Arlanda natürlich erst am Gepäckverlustschalter erfuhren. Nun ja, jedenfalls waren wir dann doch kurz nach 23 Uhr zu Hause (statt geplanten 17:30 oder so), wo uns zwei hungrige Katzen erwarteten. Endlich zu Hause!!!