Sonntag, 30. Juni 2013

Sommerurlaub Teil 3: ein paar Fotos

Aufgrund mangelnder technischer Ausstattung (der Laptop ist zu Hause geblieben) kommen die ersten fotografischen Eindrücke vom Handy etwas losgelöst.

Dabei ist der Blick von der Terrasse des Ferienhauses, Mackbier aus der nördlichsten Brauerei der Welt in Tromsö und Bilder von meinem ersten gefangenen Steinbeißer und ein paar Dorschen. Ich hoffe, daß die Übertragung klappt.

Sommerurlaub Teil 2: arktischer Sommer in Nordnorwegen

Während es in Deutschland bei 6 Grad regnet, ist wohl Nordnorwegen der beste Plarz, um seinen Sommerurlaub zu verbringen. Wir haben hier manche Tage 23 Grad und 24 Stunden Sonne.

Nach unserer Ankunft in Alta ging es am Donnerstag weiter zu unserem Ferienhaus. Ein kurzer Abstecher zum Øksfjordjöckel, dem einzigen Gletscher Norwegens der ins Meer kalbt (zumindest gerade noch so), brachte uns tatsächlich nach 70 Grad Nord, meinem nördlichsten bisher erreichten Punkt. Unsere Hütte liegt etwas weiter südlich bei 69 Grad 47 Minuten Nord und etwa 20 Grad Ost in Djupvik am Fjord Lyngen. Die Aussicht auf die Lyngalpen und die dazugehörenden Gletscher auf der anderen Seite des Fjords ist atemberaubend. Ich hoffe noch auf eine Wanderung zu einem der Gletscher.

Mittwoch, 26. Juni 2013

Sommerurlaub Teil 1: 3 Länder in 3 Tagen

Der erste Teil unseres diesjährigen Sommerurlaubs führt uns (4 Deutsche, die in Norwegen und Schweden wohnen) in 3 Tagen auf einer Strecke von 1700 km durch Schweden, Finnland und Norwegen von 60 nach 70 Grad Nord.

Nachdem unsere Stavangerer das Mittsommerwochenende bei uns verbracht hatten, ging es an Tag 1 bis nach Gammelstad bei Luleå in Nordschweden. Damit hatten wir schon den Großteil der Strecke geschafft. Zur Belohnung besuchten wir das Weltkulturerbe Gammelstads kyrkstad, die Kirchenstadt von Gammelstad. Dort stehen hunderte winziger roter Hütten um die mittelalterliche Kirche, in denen früher die von weit angereisten Nordschweden während der kirchlichen Feiertage übernachteten. Auch Margarethes Restaurant, in dem wir zu Abend gegessen haben, ist sehr zu empfehlen.

Dienstag Morgen ging es dann weiter nach Norden von der Ostsee durch den schwedischen Wald entlang des Flusses Kalix nach Finnland. Finnland besteht im Wesentlichen aus waldiger Einöde, nur unterbrochen durch Flüsse, Seen und die gelegentliche Rentierherde, die mitten auf der Straße steht. Zusammengehalten wird das alles durch Milliarden von Mücken, die einen gnadenlos attackieren. Die haben uns leider ein bißchen den Abend verdorben. Dabei hatten wir so eine niedliche Hütte an einem See.

Dank der Mücken war die Nacht dann auch eher kurz. Noch vor dem Frühstück flüchtetenwir weiter nach Kautokeino kna, dem Zentrum der nordskandinavischen Samenkultur. Dort besuchten wir die Juhls Silberschmiede, in der samischer Schmuck hergestellt wird. Weiter ging es an die norwegische Küste nach Alta, das vor allem wegen seines Lachsflusses und der prähistorischen Felsbilder berühmt ist. Die Felsbilder des Altamuseums gehören zum Unesco-Weltkulturerbe und sind teilweise über 6000 Jahre alt. Von der Qualität des Lachsflusses konnten wir uns beim Grillen vor der Hütte überzeugen, als eine Gruppe Angler in einem heroischen Kampf einen über 1 m langen Lachs ins Boot zog.

Morgen erreichen wir den nördlichsten Punkt unserer Reise und dann unsere Hütte am Lyngfjord, in der wir eine Woche bleiben.

Freitag, 21. Juni 2013

Doppeltes Midsommar

Dieses Jahr haben wir gleich zweimal eine Mittsommerfeier besucht: eine am Freitag zum midsommarafton und eine heute am mitdsommardagen, eine komplett authentische bei uns im Dorf und eine etwas touristische im Freilichtmuseum Disa Gården in Gamla Uppsala mit unserem Besuch aus Norwegen.

In Disa Gården waren wir ja vorher schon zweimal zum midsommarafton, letztes Jahr und vor drei Jahren. Beide Male waren schön, aber es ist dort schon sehr sehr voll. Dieses Mal war etwas Besonderes, da normalerweise am Samstag nicht um die Mittsommerstange getanzt wird. Das wird vom örtlichen Traditionsverein für die Touristen nochmal wiederholt, was sich gut trifft, wenn man die Feierlichkeiten am Freitag verpaßt hat wie unser Besuch. Zudem werden die Tänze auch ein bißchen mehr erklärt.

Wir waren am Freitag Nachmittag zur Feier auf dem Sportplatz in unserem Dorf. Dort waren wir erstmal überrascht, wieviele Leute hier im Einzugsgebiet so wohnen. Es waren bei dem herrlichen Sommerwetter bestimmt 400 Leute gekommen, um zu picknicken, um die midsommarstång zu tanzen, Oldtimer zu bestaunen, Luftgewehr zu schießen, an der Schnitzeljagd teilzunehmen, Tombolalose zu kaufen und in der Sonne zu sitzen. Was wie immer auffiel, waren die vielen Kinder. Wir waren in unserem Alter wohl die einzigen ohne. Unter Nachwuchsproblemen leidet unser Dorf jedenfalls nicht. Ansonsten war diese Mittsommerfeier sehr viel authetischer: Zu Anfang wurde die midsommarstång von in Trachten gekleideten Frauen und Mädchen herangetragen und aufgestellt. Dann wurde die Nationalhymne gesungen (das erste Mal, daß ich sie gehört habe). Die Lieder und Tänze wurden nur angesagt, alle wissen, was gesungen und getanzt wird. Mittlerweile erkenne ich auch die meisten Lieder und verstehe, wovon sie handeln, sofern sie einen logischen Text haben.

Der feuchtfröhliche Teil von Mittsommer, der in der IKEA-Werbung angedeutet wird, findet übrigens abends beim Grillen zu Hause statt und kann sich in einer Mittsommernacht schonmal ziemlich lange hinziehen. Es wird schließlich nicht dunkel.

Donnerstag, 20. Juni 2013

Endlich Urlaub

Mir fiel gerade auf, daß ich in diesem Monat erst einmal was gepostet habe. Das ist doch sonst gar nicht meine Art. Ich schiebe das jetzt mal darauf, daß hier in Schweden mit dem Beginn der allgemeinen Stilllegung des Landes ab Mittsommer natürlich auch eine gewisse Geschäftigkeit verbunden ist. Dinge müssen schnell zuendegebracht, Kursnoten eingereicht, Arbeiten abgegeben, Halbjahresbuchführungen durchgerechnet und Paper eingereicht werden. All das bringt es mit sich, wenn man einfach mal ein ganzes Land für 10 Wochen zum Stillstand bringt.

Ich habe deshalb die letzten Wochen eine Menge Meetings gehabt, Bachelor- und Masterstudenten betreut, Kursnoten zusammengestellt, an diversen Papern gearbeitet, Umzugspläne für unser Institut geschmiedet und Geländearbeit geplant. Irgendwie hält einen der Sommeranfang selbst dann auf Trab, wenn man nicht den ganzen Sommer Urlaub macht.

Aber jetzt machen wir tatsächlich Urlaub: Ab Montag gehts 2 Wochen nach Nordnorwegen!

Samstag, 8. Juni 2013

Ein Wochenende in Stavanger

Dank SAS ist es jetzt möglich von Stockholm-Arlanda mal eben in etwas mehr als einer Stunde nach Stavanger zu fliegen. Umso besser ist es natürlich, wenn man dort liebe Freunde hat, die man besuchen kann. Beim ersten Besuch zeigte sich die norwegische Westküste ja von ihrer stürmischen Seite, aber was will man im November auch anderes erwarten. Diesmal wurde dagegen alles gegeben, um zu beweisen, daß das Wetter auch schön sein kann. Nur das Wochenende war zu kurz, um die tolle Umgebung weiter zu erkunden. Da müssen wir dann wohl bald mal wiederkommen.
Auf dem Weg zu einem der Wahrzeichen Südnorwegens, dem Preikestolen.
Das da hinten ist er. Zugegeben, im Nebel sind die 600 m freier Fall bis runter in den Fjord nicht ganz so erschreckend, aber bei schönem Wetter ist es vor Leuten nicht auszuhalten.
Der Månafoss. Nur 30 min Klettern und man hat ihn (an diesem Tag zumindest) für sich allein.