Am 10. August 1628 ging das Kriegsschiff Vasa im Stockholmer Hafen auf Jungfernfahrt. Die dauerte nur wenige Stunden, denn dann sank das Schiff noch im Hafen. 1961 wurde das Schiff vom Grund der Ostsee geborgen und anschließend konserviert und restauriert. Heute bildet die Vasa eine der größten Attraktionen Stockholms und ein absolutes Muß für jeden Touristen.
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| Die Vasa. Einen Eindruck von ihrer Größe vermittelt der Vergleich mit den Personen ganz unten auf der untersten Ebene des Museums. |
Dank des geringen Salzgehaltes der Ostsee ist das Schiff in den 333 Jahren seines Aufenthaltes auf dem Meeresboden kaum beschädigt worden. So besteht es noch heute aus 98% seiner unsprünglichen Teile. Diese geben Einblick in den Prunk und das Leben an Bord eines Kriegsschiffes aus dieser Zeit. Die Vasa wurde von König Gustaf II Adolf, der sich im Krieg mit dem polnischen König befand, in Auftrag gegeben. Mehr ein Prestigeobjekt als ein seetaugliches Gefährt, war die Vasa jedoch zu instabil und sank schon durch eine starke Böe. Ein Glück für Historiker und Touristen, denn die Vasa ist das einzige dertart gut erhaltene Schiff aus dieser Zeit. Es ist mehr als 11 m breit, 69 m lang und 52 m hoch. An Bord befanden sich 145 Soldaten mit deren Familien. 300 Soldaten warteten darauf, an Bord zu gehen.
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| Wichtiger als Stabilität waren den Schiffsbauern auf jeden Fall die zahlreichen Verzierungen und special features. Man stelle sich auch vor, daß das Schiff sehr bunt bemalt war. |
Zugegeben, ein Besuch des Vasa-Museums ist nich billig: 110 SEK (11 €) Normalpreis, 80 SEK ermäßigt. Aber das ist es wirklich wert. Das Museum bietet neben dem Schiff selbst, das man über 7 Etagen bestaunen kann, zusätzlich vielerlei Ausstellungen zu interessanten Themen wie dem Leben an Bord, der Gesellschaft der damaligen Zeit, Schiffsbau und Kriegsführung auf See. Besonders beeindruckend ist die Rekonstruktion der Gesichter und Geschichten der mit dem Wrak gefundenen Skelette. Diese sind als Wachsfiguren so rekonstruiert, wie man es von CSI kennt, und sehen erschreckend lebensecht aus. Dazu gibt es Informationen zu ihrem Lebensstandard, ihrem Gesundheitszustand und ihrer Funktion, soweit sich diese von den mit ihnen gefundenen Kleidungsstücken und Artefakten ableiten läßt. Wer sich nicht gern Schautafeln durchliest, kann ein Gefühl für das Leben an Bord bei einem Besuch in der Nachbildung des Schiffsinnenraums bekommen. Zudem kann man sich einen Film anschauen oder an einer der halbstündig stattfindenden Führungen (in den wichtigsten Sprachen) teilnehmen.
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| Das Vasa-Museum von außen. Man sieht nur die Masten aus dem Holzgebäude, das schon mehrfach den Preis für Stockholms häßlichstes Gebäude gewonnen hat, herausragen. |
Fazit: Wer in Stockholm ist, sollte das Vasa-Museum auf keinen Fall auslassen.



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