Auch wenn ich mich sonst nicht sonderlich für Politik interessiere, muß ich heute mal eine Ausnahme machen. Schließlich gab es heute vor 20 Jahren das politische Ereignis, das mein Leben und das meiner Familie und vieler meiner Freunde auf lange Sicht hin für immer verändert hat: der Mauerfall. Ich war zwar damals gerade in die Schule gekommen, aber schon damals begriff ich, daß da etwas Besonderes geschehen war.
Im Nachhinein kann ich kaum ermessen, wie sich mein Leben entwickelt hätte, wenn die Mauer damals nicht gefallen wäre. Ganz sicher ist: Ich hätte wohl nicht studiert. Ich hätte bestimmt nicht "im Westen" studiert. Ich wäre ganz sicher nicht so weit gereist, wie ich das bisher schon getan habe. Und ich würde heute garantiert nicht in Schweden wohnen.
Ich kann nur spekulieren, daß sich mein Leben wohl "ganz normal" gestaltet hätte: Nach der 10. Klasse hätte ich wohl eine Lehre gemacht, gearbeitet, dann irgenwann geheiratet, einen Trabi gekauft, Kinder bekommen und in einer Wohnung im Plattenbau in meiner Heimatstadt gewohnt. Und das alles schon vor Jahren. In meinem Alter hätte ich wohl schon 2 Kinder im Kindergarten, würde wieder arbeiten und im Sommer an die Ostsee fahren. Diese Vision gründet sich natürlich darauf, wie ich es in meiner Kindheit beobachtet habe, und beinhaltet nicht die Option, das sich das Leben in der DDR weiterentwickelt hätte. Was ich beschrieben habe, ist das Leben der Generation meiner Eltern, die am 9. November 1989 28 und 30 Jahre alt waren.

Macht schon ziemlich nachdenklich, gerade weil dieses alternative Leben so greifbar und vorstellbar ist.
Im Nachhinein kann ich kaum ermessen, wie sich mein Leben entwickelt hätte, wenn die Mauer damals nicht gefallen wäre. Ganz sicher ist: Ich hätte wohl nicht studiert. Ich hätte bestimmt nicht "im Westen" studiert. Ich wäre ganz sicher nicht so weit gereist, wie ich das bisher schon getan habe. Und ich würde heute garantiert nicht in Schweden wohnen.
Ich kann nur spekulieren, daß sich mein Leben wohl "ganz normal" gestaltet hätte: Nach der 10. Klasse hätte ich wohl eine Lehre gemacht, gearbeitet, dann irgenwann geheiratet, einen Trabi gekauft, Kinder bekommen und in einer Wohnung im Plattenbau in meiner Heimatstadt gewohnt. Und das alles schon vor Jahren. In meinem Alter hätte ich wohl schon 2 Kinder im Kindergarten, würde wieder arbeiten und im Sommer an die Ostsee fahren. Diese Vision gründet sich natürlich darauf, wie ich es in meiner Kindheit beobachtet habe, und beinhaltet nicht die Option, das sich das Leben in der DDR weiterentwickelt hätte. Was ich beschrieben habe, ist das Leben der Generation meiner Eltern, die am 9. November 1989 28 und 30 Jahre alt waren.

Macht schon ziemlich nachdenklich, gerade weil dieses alternative Leben so greifbar und vorstellbar ist.
Tolles Foto! :)
AntwortenLöschenaber steffi, warum hast du nur so große augen...lach
AntwortenLöschensehr knuffiges Bild
der sepp