Zwar bin ich noch recht frisch auf dem E-Book-Planeten mit meinem Reader, aber mir sind schon jetzt einige Veränderungen beim Bücherstöbern bei amazon.com und anderen online-Buchläden wie kobo.com aufgefallen, denn auch wenn ich kein Kindle habe, mag ich das Stöbern bei amazon einfach, um eine Idee zu bekommen, was ich als nächstes lesen möchte.
Dabei sind mir spontan ein paar Dinge aufgefallen. Vielleicht sind es subjektive Eindrück, aber ich wollte sie einfach mal zum Besten geben. Sollte ich mich irren, bitte ich um Nachsicht.
Dabei sind mir spontan ein paar Dinge aufgefallen. Vielleicht sind es subjektive Eindrück, aber ich wollte sie einfach mal zum Besten geben. Sollte ich mich irren, bitte ich um Nachsicht.
- Klassiker wie die von Jules Vernes, Shakespeare und Karl Mai sind überall frei also kostenlos als E-Books erhältlich. Das wird vermutlich dazu führen, daß sie neue Leser gewinnen. Junge Leute vielleicht, die einfach neugierig sind auf die großen Namen, sich aber nie für Geld ein analoges Papierbuch gekauft hätten. Diese Entwicklung finde ich äußerst positiv.
- Für deutsche Bücher gilt sowohl für Papierbücher als auch E-Books die Buchpreisbindung. Daher sind E-Books nicht billiger als Papierbücher. Das finde ich wirklich schade, denn auch wenn ich den Autoren ihr Geld gönne, kann ich mir doch vorstellen, daß ein E-Book in Herstellung und Transport billiger ist als ein Papierbuch. Und umweltfreundlicher ist es allemal. Zum Glück beschränke ich mich nicht auf deutsche E-Books. Zum gleichen Preis würde ich mir doch öfter mal ein Papierbuch kaufen.
- Auf dem englischsprachigen Markt, der dank fehlender Buchpreisbindung und größerer Leser- sowie Autorenschaft recht wandlungsfähig und modern ist und damit wohl am besten die Trends für die Zukunft anzeigt, gibt es momentan die Tendenz, den ersten Band mehrteiliger Romane für kleines Geld oder sogar kostenlos anzubieten. Die filgenden Bände sind dann etwas teurer. Das finde ist für mich ein deutlicher Kaufanreiz, und ich habe schon 2 solcher Serien gelesen. Von denen hat das erste Buch der einen Serie 99 cent gekostet und das der anderen Serie war sogar kostenlos.
- Überhaupt sind E-Books auf dem englischsprachigen Markt viel billiger, billiger als Papierbücher allemal. Wenn man nicht gerade ein ganz bestimmtes Buch sucht, kann man leicht etwas Billiges finden.
- Wie schon das Internet im Vergleich zu Printmedien verhelfen E-Books im Vergleich zu gerdruckten Büchern Autoren dazu, sich Gehör zu verschaffen. Bisher stand es einem Autoren offen, sein Buch auf eigene Kosten im Selbstverlag zu publizieren oder einen Verlag von der Qualität des Manuskriptes zu überzeugen. Letzteres war der Fall, wenn einem einfach das Geld fehlte, beinhaltet aber natürlich, daß die Verlage sich die besten Manuskripte aussieben können und im Erfolgsfall dann auch mitverdienen wollen. So eine Publikation über einen Verlag hat natürlich auch Vorteile: ein Lektor hilft, das Manuskript zu überarbeiten und inhaltlich sowie grammatikalisch und orthografisch zu verbessern, und ein PR-Mensch hilft bei der Vermarktung. Das steigert die Qualität eines Buches natürlich allgemein sehr, macht es aber schwierig, überhaupt veröffentlichen zu dürfen. Durch E-Books ist es im Prinzip möglich, daß jeder seine geistigen Ergüsse öffentlich zur Verfügung stellt, und sei es auf der eigenen Website. Auch amazon und andere E-Bookläden bieten E-Books an, die im Selbstverlag veröffentlicht wurden. Ich habe eine Serie gelesen, deren erster Band zumindest im Selbstverlag als E-Book erschien, dann dank der positiven Resonanz der Leser auch von einem Verlag publiziert wurde. Als ich angefangen hatte, das erste E-Book der Reihe zu lesen, fiel mir auf, daß da doch der ein oder andere Rechtschreib- und Grammatikfehler drinsteckte. Das wäre mit einem Verleger nicht passiert. Nach etwas Nachforschung stellte ich dann aber fest, daß man sich eine überarbeitete Fassung des Buches mit Korrekturen runterladen kann. Der Autorin hat die Welt der E-Books jedenfalls offensichtlich ermöglicht, mittlerweile 3 Bücher zu veröffentlichen und eine beträchtliche Fangemeinde zu sammeln. So gesehen machen E-Books die Veröffentlichung eines Buches leichter und billiger, wenngleich auch die Gefahr besteht, daß die Qualität der Manuskripte im Allgemeinen sinkt. Wie so oft im Leben ist die Lösung dazu einfach, wählerisch zu sein.
Welche Reihen sind das denn? (Die für 99 Cent und die Kostenlose)
AntwortenLöschenAlso, empfehlen kann ich:
AntwortenLöschen- für Freunde von YA Fantasy: die Fallen Star Reihe, wo das erste und zweite je 0,99$ und 3. 2,99$ kosten (eigentlich 3 Bücher, aber ein 4. kommt demnächst): http://www.amazon.com/Fallen-Star-Series-Book-ebook/dp/B004W0COEY/ref=sr_1_1?ie=UTF8&qid=1332489167&sr=8-1
- eine interessante Reihe aus einem seltenen Ü18-Horror-Fantasy-Mix mit 3 Bänden, davon der erste kostenlos bei amazon.com die anderen beiden Bände je 4,99$
http://www.amazon.com/Jenny-Pox-Paranormals-Book-ebook/dp/B003X9775G/ref=sr_1_1?s=digital-text&ie=UTF8&qid=1332489321&sr=1-1
Sind alle nicht unglaublich lang (etwa 200-250 Seiten), hab sie aber echt verschlungen.
So ganz ohne direkte e-book Erfahrung, aber mit einem IPod, der das auch kann bin ich immer noch Fan "echter" Bücher... was auch am kleinen Display liegen mag...
AntwortenLöschenIch befürchte es würde mir da wie mit der Musik gehen: spannendes in online Shop finden, runter laden, weils schnell geht und verhältnismäßig günstig ist und am ende so viel Musik(Bücher) haben, dass man sie gar nicht hören(lesen) kann...
klar! ich hab dabei schon ein paar tolle Entdeckungen gemacht!!!
Was die Rechtschreib- und Grammatik. Prüfung durch einen Verleger angeht... ich hab hier zu viele Bücher, in denen eine menge Fehler aller arten sind. das hilft also nicht, da sind e-books eindeutig im voreilt, weil sie über angeschlossene Blogs und Schwarmintelligenz korrigiert werden können.
Unbestritten sind e-books eine super Möglichkeit für unbekannte Autoren sich auszuprobieren! Es macht bestimmt Spaß in dem Bereich zu stöbern! Die Möglichkeiten für Marktforschung für Verlage und andere sind sicher sehr hoch.
Fazit: ich kaufe erst mal weiter "echte" Bücher... das ist eine so schöne Abwechslung zu dem ganzen montagmorgens auf Arbeit und ... jetzt ;-).
sozusagen meine Bastion gegen die Technologiesierung des Lebens. ;-)
Außerdem liebe ich Buchläden!
PS. Meine aktuelle Leseempfehlung (immer noch), wenn es um Reihen geht... "Das Lied von Eis und Feuer." Hab es endlich geschafft mich durch Wälzer 2(von 9/10 je nachdem, ob welche der englischen oder deutschen Ausgabe) zu lesen und es wird immer spannender.
Meine Leseempfehlung: Cassandra Clare - Mortal Instruments (bisher 4) und Infernal Devices (bisher 2) ---- totales Suchtpotential im YA-Bereich und die Autorin ist auf Twitter super nett!
AntwortenLöschenIch hab gerade "Beautiful Creatures" angefangen, nachdem amazon mir das schon seit Ewigkeiten empfiehlt. Habs bei kobo.com sogar billiger bekommen als bei amazon. Hat 8$ gekostet statt 12 bei amazon, was genauso viel ist wie das Papierbuch.
AntwortenLöschenBin gespannt, ob die Beautiful Creatures Serie hält, was sie verspricht. Bisher kommts mir vor wie Twilight andersrum: Junge als Hauptcharakter und Südstaaten statt Forks.
Also beautiful creatures hab ich schon gelesen. Mag ich recht gerne, aber: Buch 2 ist besser als Buch 1 und 3 und es kommt noch ein 4. im Herbst. Am blödesten ist die weibliche Hauptfigur, die ist so unlikeable und das wird immer schlimmer...
AntwortenLöschenAchso, die e-Books aus dem Artikel sind bei uns im Amazon.de-Land nicht kostenlos bzw. weicht der preis ab...
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