Sonntag, 12. Mai 2013

Mein Schwedengarten

Mit einem 1850 Quadratmeter großen Garten kann man eigentlich unendlich viel Zeit in Gartenarbeit investieren, ohne daß man auch nur das Unkraut in Schach halten kann oder den Rasen kurz hält. 
 
Im alten Haus waren das eigentlich so ziemlich die einzigen Prioritäten. Ein eigener Garten ist da ein bißchen was anderes. Da macht man die Arbeit ja schon für sich selbst. Außerdem rechnet sich angeblich jede Krone, die man in den Garten investiert, beim Verkauf fünffach. Beides sollte Motivation genug sein, um sich raus an die frische Luft zu begeben und die Hände schmutzig zu machen.
 
Doch gerade jetzt im Frühling gibt es unglaublich viel zutun, zumal die vorherigen Besitzer auch nicht wirklich mehr gemacht haben, als Rasenmähen. So haben wir letztes Wochenende Apfelbäume und Büsche beschnitten und Frühblüher verpflanzt. Da fällt ganz schön viel Holz an, das man ja weder in den Biomüll werfen darf, noch kompostieren kann. Wahrscheinlich läuft das auf ein Feuerchen hinaus. Dieses Wochenende war dann neben dem Balkon noch das Bezähmen der Himbeeren an der Tagesordnung. Die sollen ja auch in Reih und Glied wachsen.
Zwei Reihen Himbeeren aus den dahinter befindlichen Johannisbeerbüschen extrahiert. Vielleicht reichts ja zum Naschen.
Ach ja, zum Thema Garten als Investition und so: Mir selbst fehlt es an Zeit und Motivation, wirklich etwas Grandioses mit dem Garten anzufangen. Ich bin an sich schon zufrieden, daß das meiste der Fläche Rasen ist. Manche Leute planen da richtig mit Konzept und über Jahre hinweg, wie sie den Garten entwickeln wollen. Das zahlt sich beim Verkauf auch bestimmt aus. Mein einziges Konzept ist allerdings: mit wenig Arbeit alles in Ordnung halten. 

Dazu gehört leider trotzdem etwas Planung und etwas mehr Arbeit. Zum Beispiel ist der Kompost unseres Gartens bisher in der äußersten Ecke angesiedelt und an sich nur ein Haufen aus Ästen und gammligen Äpfeln vom letzten Herbst. Das geht so nicht, sagt sich der ordentlich deutsche Gartenbesitzer. Ein vernünftiger Kompost muß her, was die Biotonne überflüssig machen würde und so übers Jahr auch mal 445 Kronen (ca. 50 €) sparen kann, zumal der Haushaltsbiomüll die Tonne nie mehr als zu einem Viertel füllt. Nach etwas Einlesen in die Materie und viel Sägen und Schrauben haben wir jetzt einen wundervollen Kompost, ein Wunderwerk deutscher Ingenieurskunst und garantiert ordenlich rechteckig.
Alter Kompost im Hintergrund, neuer Kompost im Vordergrund. Es ist eine eindeutige Verbesserung festzustellen.

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