Letzte Nacht hatte ich den wahrscheinlich bizarrsten Traum meines Lebens, so bizarr, daß ich ihn an dieser Stelle aufschreiben möchte.
Wer mich aus meinen Doktorzeiten kennt, weiß, daß ich kein gutes Verhältnis zu meinem ehemaligen, aus Island stammenden Chef, dem Betreuer meiner Diploarbeit, habe. Und das ist sehr milde ausgedrückt. Wenn ich ihn einmal im Jahr in Wien von Weitem sehen muß, wird mir noch immer ganz anders. Und auch wenn er in meinem Fachgebiet international erfolgreich und einflußreich ist, würde ich mich nicht freiwillig mit ihm an einen Tisch setzen.
Jedenfalls träumte ich letzte Nacht, daß mich eben dieser Mann besuchte, um mir mitzuteilen, daß ich eine Stelle für 5 Jahre in Island bekommen hätte und dort in den nächsten 10 Tagen einen Workshop zum Thema Tiefbohrungen besuchen müßte. Ich erinnere mich nicht mehr an sehr viele Details, aber ich weiß noch, daß ich meinte, ich hätte keine Zeit für den Workshop. Und: mein ehemaliger Chef war entgegen seiner tatsächlichen Art solariumsgebräunt und mit Goldkettchen behangen.
Wahrscheinlich liest sich das alles komplett unspektakulär, wenn man ihn nicht kennt und wenn man damals nicht dabei gewesen ist. Und bei Träumen ist es ja so oft auch eher das Gefühl, das man hat und das meistens länger anhält als der Traum selbst. Auf jeden Fall ist dieser Traum für mich so eine Art "Snape im Kleid von Neville Longbottoms Oma"-Situation.
Wow Steffi,
AntwortenLöschenDas hat mich überrascht und doch nicht. Ich traume mich nicht von ihm, aber in Gedanken fallt ihn mir immer ein. Zum Beispiel: Was würde G dann machen, OK ich gehe anderes rum.
Du zeigst wie wichtige es ist, für die Doktorarbeit die/der richtige Betreuer/in zu wahlen, und was passiert, wenn er/sie Deine Vertrauen verletzt.
All the best, Dave