Mittwoch, 3. August 2011

Live aus Island: Klagen über das Wetter

Nach anderthalb Wochen Island habe ich völlig vergessen, was Sommer ist. Stattdessen hoffe ich jeden Tag auf Wetter, daß es erlaubt nach draußen zu gehen und vielleicht einmal mit trockenen Füßen zurückzukommen. Doch gehen wir chronologisch vor.

Nach unserem Flug am 22. Juli haben wir uns mit einem Kollegen, der in den 80ern aus Deutschland nach Island gezogen ist und uns schon mehrfach im Gelände geführt hat, zu einer Besprechung getroffen. Dann haben wir uns Campinggas und eine Wanderkarte besorgt und unser Zelt auf dem Campingplatz in Reykjavik aufgeschlagen. Von dort sind wir am nächsten Morgen mit dem Bus nach Landmannalaugar gefahren, wo unsere 4tägige Wanderung nach Thorsmörk entlang des Laugarvegur startete. Das Wetter an diesem, ersten Tag war ganz in Ordnung mit Wolken und etwas Sonne, nur daß gegen Abend der Wind immer stärker wurde. Deshalb haben wir unser Zelt auch an der Berghütte extra sicher aufgestellt. Leider fing es in der Nacht zusätzlich auch noch zu regnen an. Am nächsten Morgen war ein echter Sturm daraus geworden, durch den wir uns die 12 km bis zum nächsten Etappenziel kämpfen mußten. Durch das Wetter haben wir leider nur wenig von der wunderschönen Landschaft gesehen. Stattdessen sind wir, sowie unsere Rucksäcke und auch unsere Schlafsäcke gehörig naß geworden. Am nächsten Etappenziel waren wir deshalb erstmal mit Zeltaufstellen bei Sturm und dann mit Schlafsäcketrocknen mit Hilfe der eigenen Körperwärme beschäftigt. Zu essen gab es übrigens Fertignudelgerichte, sowohl zum Abensessen als auch zum Frühstück, und Trockenfrüchte tagsüber. Am 3. Tag war das Wetter mit bedecktem Himmel und gelegentlichen Schauern dagegen wirklich annehmbar. Und der 4. Tag war sogar teilweise ein bißchen sonnig, bis wir am Nachmittag am Ende der Wanderung angekommen waren. Da der Wetterbericht aber auf Regen und Sturm stand, haben wir uns gegen einen zusätzlichen Rag Wandern entschieden und sind stattdessen mit dem Bus zurück nach Reykjavik gefahren.

Auf der Fahrt regnete es schon ordentlich, sodaß wir uns ein Gästehaus gesucht haben, statt zu zelten. Bei regnerischem und stürmischem Wetter haben wir dann 3 Tage in Reykjavik alle für uns interessanten Museen besucht und haben unsere müden Beine im Schwimmbad entspannt.

Am Freitag haben wir dann meinen Chef und unsere neue schwedische Doktorandin am Flughafen getroffen und sind zusammen nach Egilstadir in den Nordosten geflogen. Dort war es tatsächlich sonnig! Mit dem Mietwagen ging es dann nach Borgarfjördur eystri, um für die Doktorarbeit der Doktorandin Gesteinsproben zu sammeln. Bis Sonntag war außerdem unser isländisch-deutscher Auswandererkollege dabei, der hier in den 80ern seine Doktorarbeit über die Vulkane gemacht hat. Ab Samstag Abend hat sich leider das Wetter verschlechtert mit abwechselnd Niesel, Regen und Nebel, was uns nicht viele Optionen gibt, etwas zu tun. Morgen soll für den Rest unseres Aufenthaltes der einzige Tag mit gutem Wetter sein. Deshalb geht es auch schon 6:30  los.

Das ist also das Leid mit dem Wetter hier in Island. Ich verspreche, ich berichte auch noch ausführlich von anderen Dingen und stelle Fotos online, zum Beispiel von dem Abenteuer, als wir mit dem Jeep im Schlamm steckengeblieben sind.

1 Kommentar:

  1. Trockenfrüchte und Fertiggerichte, das ist ja wie auf ner Insel gestrandet :P

    AntwortenLöschen