Donnerstag, 10. Juni 2010

Eyjafjallajökull und ich - Teil 2

Wer hätte gedacht, wie weite Kreise meine Einmischung in die Belange des o.g. isländischen Vulkans irgendwann noch ziehen würde. Nach dem ganzen Presserummel während der Eruption gab es nämlich noch ein Nachspiel hinter den Kulissen. Dabei sollte sich herausstellen, daß meine Einmischung ein zwar ungeplanter, aber taktisch sehr kluger Schritt für meine Karriere war.

Vor wenigen Wochen stellte sich nämlich heraus, daß die schwedische Behörde für Gesellschaftsschutz und Bereitschaft jedes Jahr Geld für die Anstellung junger Wissenschaftler vergibt. Just in diesem Jahr haben sie auch noch kurzfristig das Thema "Gefahr durch vulkanische Asche" in die Liste der förderwürdigen Themen aufgenommen. Leider erreichte diese Information unseren Korridor am Tag der Deadline. Doch mit viel Improvisation und Teamarbeit haben wir tatsächlich zwischen 2 Uhr nachmittags und 9 Uhr abends einen Antrag zusammengeschustert und abgeschickt. Entschieden wird darüber im Juli.

Letzte Woche ergab sich dann noch eine weitere Last minute Gelegenheit, als bekannt wurde, daß für dieses Jahr noch ein paar interne Gelder des Zentrums für Naturkatastrophen zur Verfügung stehen, über die am Dienstag dieser Woche entschieden werden sollte. Also hieß es mal wieder einen Antrag zusammenzuklöppeln. Zum Glück in diesem Fall nur einen kurzen, da für wenig Geld. Dienstag wurde dann entschieden, daß wir beinahe den gesamten beantragten Betrag bekommen, was bedeutet, daß wir fast 2 volle Monate Gehalt für mich rausgeschlagen haben. Ich werde also in diesem Herbst an 2 Projekten arbeiten. Zu meinem nun bewilligten Projekt, an dem ich schon seit letztem Jahr arbeite, kommt jetzt noch die Analyse von Ascheproben der Eyjafjallajökull-Eruption. Dabei soll ich herausfinden, welchen Weg das Magma genommen hat, wie lange es wo gespeichert wurde, und das ganze mit den Erdbebendaten, die während des Ausbruchs aufgezeichnet wurden, vergleichen.

Wer hätte das gedacht...

1 Kommentar:

  1. Das klingt ja toll! Meinen Glückwunsch zu so viel guten Neuigkeiten. Die Entscheidung im Juli wird sicher positiv ausfallen :-)

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