Sonntag, 7. Februar 2010

6 månader Sverige

Diese Woche war etwas stressig, weshalb ich nicht dazu gekommen bin, am 3. Februar mein Resumé über meine ersten 6 Monate in Schweden zu posten. Hier also der Nachtrag:

6 Monate! Die Zeit vergeht wirklich wie im Flug, besonders wenn man sich seine Alltagsroutine aufgebaut hat. Mittlerweile bin ich wirklich so richtig angekommen. Die Arbeit läuft. Das Heim ist eingerichtet. Es gibt keine großen Überraschungen mehr. Ich mache immer noch meinen Schwedischkurs. Mittlerweile bin ich sogar ganz zufrieden mit meinem Kurs, meiner Lehrerin und meinen Fortschritten - auch wenn ich schneller sein könnte, wenn ich mehr Zeit hätte zum Lernen. Ende diesen Monats ist dann auch die nationale Prüfung für den Kurs. Danach geht es weiter mit dem aufbauenden Kurs. Nach ca. 4 Monaten bin ich aber schon ganz zufrieden mit meinem Schwedisch. Ich verstehe Fernsehen und Radio ganz gut und Gespräche auch. Ich muß halt noch ein paar Vokabeln lernen und sprechen üben. Aber das ist ja generell so bei Sprachen. Also für den Hausgebrauch reicht es, sprich am Telefon Termine machen, nach dem Weg fragen, mit Kollegen plauschen, im Geschäft nach irgendwas fragen, im Internet Rezepte oder irgendwelche Informationen suchen,... Trotzdem werde ich den Kurs weitermachen. Er nimmt zar immer noch viel Zeit in Anspruch (5 Zeitstunden Unterricht allein plus online-Aufgaben und Hausarbeiten), aber er ist kostenlos und bringt wirklich was. Warum also nicht.

Abgesehen vom Schwedischkurs verbringe ich meine Wochentage natürlich mit Arbeiten. Über Langeweile kann ich mich dort auch nicht beklagen. Nächste Woche habe ich mal wieder 2 Stunden Lehre. Ansonsten gehts nach Ostern auf eine Tagung in Frankfurt und im Mai mit den Studenten auf eine Insel. Außerdem hält mich mein Chef auch so ganz gut auf Trab.

Neben Arbeit und Schwedischkurs bleibt dann nicht mehr viel Zeit für irgendwelche anderen Aktivitäten in der Woche. Am Wochenende gehen wir dann schon eher mal raus, neuerdings langlaufen, was sich hier in der Umgebung irgendwie anbietet: Viel Schnee, keine Berge, jede Menge Platz und Wege. Wir müssen nicht mal irgenwo hinfahren.

Es ist tatsächlich erstaunlich, wie wenig Spannendes ich nach einem halben Jahr noch zu berichten habe. Es ist alles irgendwie alltäglich geworden. Man findet nicht mehr alles so faszinierend wie am Anfang. Dabei war das schön und aufregend. Man betrachtete irgendwie alles wie ein Kind. Vielleicht sollte ich mich doch bemühen, wieder ein bißchen genauer hinzuschauen. Immerhin ist es schön und aufregend, hier zu leben! Also Augen auf!

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