Ich wollte eigentlich schon längst über das Thema Alkohol in Schweden berichten, weil es so derartig auffällig ist, daß man absolut nicht drumherumkommt. Nun habe ich aber endlich einen Anlaß:
Am Freitag war ich das erste Mal in meinem Leben im systembolaget. Dazu ist zu sagen, daß man in Schweden im Supermarkt und überall sonst nur nicht-alkoholische Getränke bis ca 2,8% kaufen kann. Es gibt also sogenanntes lettöl (Leichtbier), was man aber eher als "isotonisches Sportgetränk" bezeichnen sollte. Alles, was härter ist als das, gibt es nur im systembolaget zu kaufen. Diese Ladenkette hat das Monopol auf Hartalkohol in Schweden, und das hat vor allem zwei Hauptfolgen:
Auch auf dem Heimweg sah man unzählige Menschen mit den eindeutigen, türkisblauen Tüten auf den Straßen und im Bus. Offensichtlich ist es ein gesellschaftlicher Zwang hier, vorm Wochenende zum systembolaget zu pilgern und sich mit Alkohol einzudecken. Als normaler Mitteleuropäer kann man da nur den Kopf schütteln, aber ich fühle bereits erste Anzeichen der Alkoholfixierung. Immerhin denke ich darüber nach, wieviel Alkohol ich einführe, wenn ich meinen Umzug mache und mein Auto hierher überführe.
P.S. In Schweden gibt es Sirup mit z.B. Wiskeygeschmack, den man dann mit Ethanol aus der Apotheke auffüllen kann. Wiederum Kopfschütteln meinerseits.
P.P.S. Zum Thema "Man trinkt mehr": freitags bereits gegen 8 laufen in der Innenstadt einige Jugendliche schon nicht mehr ganz geradeaus. Das Ziel schwedischen Alkoholkonsums ist also, so betrunken wie möglich zu werden mit dem, was einem zur Verfügung steht.
Am Freitag war ich das erste Mal in meinem Leben im systembolaget. Dazu ist zu sagen, daß man in Schweden im Supermarkt und überall sonst nur nicht-alkoholische Getränke bis ca 2,8% kaufen kann. Es gibt also sogenanntes lettöl (Leichtbier), was man aber eher als "isotonisches Sportgetränk" bezeichnen sollte. Alles, was härter ist als das, gibt es nur im systembolaget zu kaufen. Diese Ladenkette hat das Monopol auf Hartalkohol in Schweden, und das hat vor allem zwei Hauptfolgen:
- Alkohol ist teuer. Eine 0,5 l Flasche Erdinger Weißbier kostet mehr als 2 €, und selbst die 0,5 l Dose tchechisches Bier kostet um die 1,50 €. Bier trinken ist also schon ein kleiner Luxus. Wenn es dann zu härteren Sachen kommt, werden schonmal 50 bis 100% auf den deutschen Preis draufgeschlagen. Dabei gilt: je billiger der Alkohol in Deutschland, umso mehr wird draufgeschlagen.
- Alle Leute haben eine Alkoholfixierung! Es wird viel mehr über Alkohol geredet, als ich das gewohnt bin. Man hortet. Man versucht, Quellen aufzutun. Man kennt die Öffnungszeiten des systembolaget auswendig. Man kauft, so viel man kann, wenn man im Ausland ist. Man läßt sich Alkohol von Besuchern mitbringen. Man trinkt bewußter und, soweit ich das bisher beurteilen kann, mehr.
Auch auf dem Heimweg sah man unzählige Menschen mit den eindeutigen, türkisblauen Tüten auf den Straßen und im Bus. Offensichtlich ist es ein gesellschaftlicher Zwang hier, vorm Wochenende zum systembolaget zu pilgern und sich mit Alkohol einzudecken. Als normaler Mitteleuropäer kann man da nur den Kopf schütteln, aber ich fühle bereits erste Anzeichen der Alkoholfixierung. Immerhin denke ich darüber nach, wieviel Alkohol ich einführe, wenn ich meinen Umzug mache und mein Auto hierher überführe.
P.S. In Schweden gibt es Sirup mit z.B. Wiskeygeschmack, den man dann mit Ethanol aus der Apotheke auffüllen kann. Wiederum Kopfschütteln meinerseits.
P.P.S. Zum Thema "Man trinkt mehr": freitags bereits gegen 8 laufen in der Innenstadt einige Jugendliche schon nicht mehr ganz geradeaus. Das Ziel schwedischen Alkoholkonsums ist also, so betrunken wie möglich zu werden mit dem, was einem zur Verfügung steht.
"In Schweden gibt es Sirup mit z.B. Wiskeygeschmack, den man dann mit Ethanol aus der Apotheke auffüllen kann. Wiederum Kopfschütteln meinerseits."
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