Man sollte meinen, nach knapp 20 Jahren Ausbildung (Grundschule + Gymnasium + Bachelor + Diplom + Doktor) hätte ich mal genug vom Lernen. Nach dem traditionellen Weltbild sollte man auch annehmen, daß man als Erwachsener eben irgendwann erwachsen ist und damit ausgelernt hat. Heutzutage gilt aber eher das Konzept des "Lebenslangen Lernens", was sich in Weiterbildungen, Umschulungen und Freizeitkursen äußert.
Als ich 2009 nach Schweden gezogen bin, war es selbstverständlich, daß ich schwedisch lernen würde. Deshalb habe ich auch 9 Monate lang zwei SFI-Kurse (Schwedisch für Einwandererkurs) der Kommune gemacht. Die zielen darauf ab, Neu-Schweden in der Gesellschaft zu integrieren und ihnen ein Maß an schwedisch beizubringen, daß es ihnen erlaubt, einen Job zu finden. Für Deutsche ist das allemal schaffbar. Für mich war der Zeitaufwand das größte Hindernis.
Nachdem ich im Juni letzten Jahres den letzten SFI-Kurs abgeschlossen habe, hatte ich wenig Gelegenheit, mein schwedisch weiter zu verbessern. Im Alltag habe ich eben hauptsächlich mit Nicht-Schweden zutun, die schwedisch auch nur als Fremdsprache gelernt haben.Nun gibt es seit einiger Zeit bei uns am Institut eine Sprachwissenschaftlerin namens Peggy, die das nicht-studentische Personal (alle Angestellten mit Doktor) auf Wunsch in der schwedischen Sprache unterrichtet. Bei meinen Kollegen mit permanenten Verträgen steht nämlich sogar im Vertrag, daß sie nach ein paar Jahren auf schwedisch Vorlesungen halten können müssen.
Da ich sowieso überlegt hatte, wie ich mein Schwedisch weiter verbessern kann, dachte ich mir, ich sollte es wenigstens mal mit Peggy versuchen. Mittlerweile hatte ich meine 4. Privatstunde mit Peggy. Das Gute ist, daß das während der Arbeitszeit stattfindet, statt wie beim SFI zweimal die Woche 2,5 Stunden nach der Arbeit. Das ist schon ein echter Vorteil. Früher oder später will Peggy mich in eine der Gruppen bei uns am Institut integrieren, aber momentan arbeitet sie mit mir an meinen Defiziten im Einzelunterricht. Eine Sache, an der wir gearbeitet haben, ist Prosodie. Das Wort war mir zuvor völlig fremd und bezeichnet die Sprachmelodie, die in der schwedischen Sprache besonders wichtig ist. Wenn Schweden sprechen, ist das sehr melodiös. Sie betonen einige Worte im Satz, sodaß es für uns schon ziemlich übertrieben klingt. Aber wenn man die Sprache wirklich lernen will, muß man eben auch die Sprachmelodie beherrschen.
Einzelunterricht mit Peggy scheint mich also mit meinem Schwedisch durchaus weiterzubringen. Es ist auch eine neue Erfahrung für mich, auf diese Art und Weise zu lernen, ziemlich intensiv. Aber solange es was bringt...
Als ich 2009 nach Schweden gezogen bin, war es selbstverständlich, daß ich schwedisch lernen würde. Deshalb habe ich auch 9 Monate lang zwei SFI-Kurse (Schwedisch für Einwandererkurs) der Kommune gemacht. Die zielen darauf ab, Neu-Schweden in der Gesellschaft zu integrieren und ihnen ein Maß an schwedisch beizubringen, daß es ihnen erlaubt, einen Job zu finden. Für Deutsche ist das allemal schaffbar. Für mich war der Zeitaufwand das größte Hindernis.
Nachdem ich im Juni letzten Jahres den letzten SFI-Kurs abgeschlossen habe, hatte ich wenig Gelegenheit, mein schwedisch weiter zu verbessern. Im Alltag habe ich eben hauptsächlich mit Nicht-Schweden zutun, die schwedisch auch nur als Fremdsprache gelernt haben.Nun gibt es seit einiger Zeit bei uns am Institut eine Sprachwissenschaftlerin namens Peggy, die das nicht-studentische Personal (alle Angestellten mit Doktor) auf Wunsch in der schwedischen Sprache unterrichtet. Bei meinen Kollegen mit permanenten Verträgen steht nämlich sogar im Vertrag, daß sie nach ein paar Jahren auf schwedisch Vorlesungen halten können müssen.
Da ich sowieso überlegt hatte, wie ich mein Schwedisch weiter verbessern kann, dachte ich mir, ich sollte es wenigstens mal mit Peggy versuchen. Mittlerweile hatte ich meine 4. Privatstunde mit Peggy. Das Gute ist, daß das während der Arbeitszeit stattfindet, statt wie beim SFI zweimal die Woche 2,5 Stunden nach der Arbeit. Das ist schon ein echter Vorteil. Früher oder später will Peggy mich in eine der Gruppen bei uns am Institut integrieren, aber momentan arbeitet sie mit mir an meinen Defiziten im Einzelunterricht. Eine Sache, an der wir gearbeitet haben, ist Prosodie. Das Wort war mir zuvor völlig fremd und bezeichnet die Sprachmelodie, die in der schwedischen Sprache besonders wichtig ist. Wenn Schweden sprechen, ist das sehr melodiös. Sie betonen einige Worte im Satz, sodaß es für uns schon ziemlich übertrieben klingt. Aber wenn man die Sprache wirklich lernen will, muß man eben auch die Sprachmelodie beherrschen.
Einzelunterricht mit Peggy scheint mich also mit meinem Schwedisch durchaus weiterzubringen. Es ist auch eine neue Erfahrung für mich, auf diese Art und Weise zu lernen, ziemlich intensiv. Aber solange es was bringt...














