Sonntag, 4. Mai 2014

Mal wieder Wien

Diese Woche war ich mal wieder in Wien auf der EGU-Konferenz. Wie schon die beiden Jahre zuvor habe ich auch diesmal eine Session mit einigen Kollegen. Ansonsten habe ich ein Poster von zweien meiner Masterstudenten präsentiert und mich mit Kollegen aus Oslo, Potsdam usw. getroffen. Mein Besuch war dieses Jahr ziemlich kurz: von Dienstag Mittag bis Freitag Morgen, was das ganze nicht entspannter gemacht hat. Und dank Feiertag konnte ich nicht mal Kaffee kaufen :-( 

Aber eigentlich ging es ja wie immer um sehen und gesehen werden, und das hab ich erledigt :-)
Bei der Postersession: Jede Menge interessierte Besucher, also keine Zeit zum Luftholen oder für Langeweile :-)

Montag, 28. April 2014

Projekt Schattenecke - Teil 4

Meine Arbeitsbank. Außerdem hat die Mauer ein paar neue Steine bekommen.
Und noch ein Teil im Projekt Schattenecke. So langsam nähert sich das ganze dem Endergebnis an. Am Wochenende habe ich das herrliche Wetter genutzt, um einen Arbeitstisch (fast ganz alleine) zu bauen. Außerdem haben wir als Sichtschutz zwei Aroniabüsche gepflanzt, die hoffentlich schön groß werden und im Herbst auch ein paar Beeren tragen. Jetzt muß nur noch der Rasen wachsen.
Die beiden Aroniabüsche sollen bald den Blick in die Schattenhecke begrenzen.

Sonntag, 27. April 2014

Fischbabies 2.0

Am Samstag erwartete uns zum Frühstück eine Überraschung: unsere Kakadu-Zwergbuntbarsche hatten das erste mal Nachwuchs bekommen. Eine Menge sandkorngroßer Minifische wurde am Eingang der Kokosnußhöhle von der Barschmama im Zaum gehalten.
Samstag: Mama Kakadu (gelb-schwarz) und Papa Kakadu (rot-schwarz) halten den Schwarm Babyfische in der Höhle und verteidigen ihr Revier vor anderen Fischen.
Heute morgen: Mama Kakadu und die Kinder sind umgezogen. Man sieht die Babies kaum, da sie nur so groß sind wie ein Sandkorn mit Flossen.
Mama Kakadu verteidigt die Kleinen. Gegen Ende sieht man, wie sie eines der Kleinen ins Maul nimmt und zur Höhle zurückspruckt.

Kakadu-Zwergbuntbarsche legen Eier in Höhlen und bewachen diese dann aggressiv. Wenn die Kleinen dann schlüpfen werden sie von der Mutter gehütet, während der Vater das Revier gegen die anderen Fische verteidigt, die die Minifische natürlich als Futter betrachten. Unser Kakadu-Pärchen ist noch sehr jung, weshalb es vom ersten Nachwuchs leider keiner geschafft hat, was aber nichts Ungewöhnliches ist.

Trotzdem war es sehr interessant, zu beobachten, wie sich die Buntbarscheltern um die Winzlinge kümmern: Wenn sie aus der Höhle herausschwimmen, werden sie kurzerhand von Mama oder Papa in den Mund genommen und zurück in die Höhle gespuckt. Wie liebevoll!

Heute Morgen war dann die ganze Sippe in die Nachbarnuß umgezogen. Hoffen wir, daß beim nächsten Mal ein paar der kleinen Fischies durchkommen.

Projekt Schattenecke - Teil 3

Ohne den riesigen Haufen Äste ist die Schattenecke gleich viel größer.
Auch das Projekt Schattenecke wurde zu Ostern weiter vorangetrieben. Zunächst mal haben wir einen ganzen Tag lang den riesigen Haufen mit Ästen verbrannt, der sich von der umgefallenen Birke und dem Baumschnitt des ganzen letzten Jahres aufgetürmt hatte. Zwischen dem 15. und 30. April darf man nämlich hier in Uppland, unserem Bundesland, seine Gartenabfälle verbrennen. Und das war wie gesagt bitter nötig.
Der alte Sandkasten muß weg!
Neben dem Ästehaufen mußte auch der alte Sandkasten weichen. Der stellte sich nach dem Auseinandernehmen als ziemlich marode heraus. Außerdem habe ich mit dem Spaten eine Menge Blumen mit dicken Wurzelballen aus der Erde in der Schattenecke ausgegraben und an den Rand der Fliederhecke versetzt. Dort in der Ecke herrschte irgendwie schon seit Jahren Wildwuchs. Also sprossen auch nicht zu wenige kleine Bäumchen und Unkraut, die da nix zu suchen hatten.
Endlich tabula rasa.
Zum Schluß war dann endlich der Boden geglättet und wir konnten Rasen aussähen. Zur Begrünung des Holzschuppens haben wir dann noch zwei immergrüne, stachellose Brombeeren gepflanzt, die noch auf ein Spalier warten.

Geologischer Kräutergarten 2.0


Kein richtiges Vorherbild. Der Busch ist schon weg.
Über das Osterwochenende haben wir meinen geologischen Kräutergarten verdoppelt. Ich hatte mich ja schon gefreut, daß bis auf den Lavendel alle meine Kräuter (sogar der Estragon) den zugegebenermaßen milden Winter überstanden haben. Und dieses Jahr wollte ich die Kräutergartenfläche dann eben noch vergrößern. Dazu mußte ein Busch weg, die ganze Erde einmal umgegraben werden und eine neue Umrandung aus Steinen und neue Erde her. Das alles ist leichter gesagt als getan und dauert schonmal mindestens einen ganzen Tag. Mittlerweile sieht man kaum noch, daß der Kräutergarten vorher nur halb so groß war.
Das Nachherbild. Fehlen nur noch neue Kräuter, für die es jetzt eindeutig noch zu kalt ist.

April-Update

Puh, was für eine Funkstille im Blog und überhaupt. Ich hab ein ganz schlechtes Gewissen. Meine mangelnde Kommunikationswilligkeit kann ich nur mit zu viel Computerarbeit und zu viel Menschenkontakt auf Arbeit erklären. Abends und am Wochenende will ich dann einfach nur abschalten und nicht noch mehr am Computer sitzen oder noch mehr Kontakte pflegen. Ich weiß, daß ist furchtbar, zumal ich Freunde und Familie den Leuten auf Arbeit immer vorziehen würde. Ich entschuldige mich an dieser Stelle und bemühe mich um Besserung.

Ansonsten stand der April wohl im Zeichen des Aufholens. Alles, was ich in der Schlußphase des Antragschreibens liegengelassen habe, mußte ich ja früher oder später doch erledigen. Und so hatte ich eine Menge Meetings, der Untericht für die nächste Zeit wollte vorbereitet werden, meine Bachelor- und Masterstudenten wollten betreut werden usw. In den letzten 2 Wochen haben bei uns außerdem alle intensiv an den Vorbereitungen für die EGU-Tagung in Wien nächste Woche gearbeitet. Dieses Jahr fahre ich nur Dienstag bis Freitag morgen hin und hab eigentlich keinen eigenen Vortrag oder Poster. Ich organisiere wie schon in den letzten Jahren eine eigene Session mit. Außerdem stehe ich auf mehreren Studentenpostern mit drauf, was mich sehr stolz macht. Meine Austauschpraktikantin vom letzten Sommer kommt auch aus München. Sie hat übrigens für ihre Praktikumsarbeit einen Preis gewonnen! Juhu!

Auf Arbeit war es also wie immer ziemlich anstrengend, aber wann ist es das nicht?! Als Kompensation habe ich mich zu Ostern und am Wochenende im Garten verausgabt. Jetzt im Frühling gibt es viel zutun, und ich habe zwischendurch natürlich Fotos gemacht, die ich in separaten Beiträgen posten will, um der Funkstille etwas entgegenzuwirken. Freut Euch auf mehr!

Donnerstag, 3. April 2014

Gran Canaria - Teil 2

So, wir sind wieder da! Also gibt es hier schnell die zweite Hälfte des Urlaubsberichtes zu Gran Canaria.

Tag 5: Heute soll es dann doch noch klappen mit dem Wandern und wir fahren hoch auf den Paß Cruz de Tejeda. Von dort aus geht es durch Wälder, vorbei an Obstplantagen, und steile Wanderwege vom Wahrzeichen Gran Canarias, dem Roque Nublo, vorbei hinab ins Dörfchen La Culata. Und weil es immer wieder hoch gehen muß, wenn man runtergegangen ist, dann auch wieder hoch. 13 km und einige hundert Höhenmeter später kommen wir im Nebel wieder oben auf dem Paß an. Eine schöne Wanderung für einen Sonntag. Zur Belohnung essen wir kanarische Tappas in einer Palmenoase unterhalb von Fataga. Als einzige Gäste bekamen wir vom holländischen Kellner auch eine Sonderbehandlung ;-)

Tag 6: Heute ist ein Rumfahrtag, in zweierlei Hinsicht: Zum einen geht es in Europas einzige Rumbrennerei nach Arucas, wo wir an einer Führung teilnehmen und die Palette der Spirituosen durchprobieren und kaufen können. Die Stadt Arucas selbst ist übrigens sehr hübsch! Mittagspause machen wir an der Nordküste auf einer Bank an der Mohle. Kurz vorm Einpacken werden wir leider von einer Welle unfreiwillig geduscht. Nur gut, daß es 25°C sind! Weiter geht's entlang der Nordküste nach Agaete, eine niedliche Stadt mit kleinem botanischen Garten und leckerem und billigen Kaffee im La Esquina. Dann ein Abstecher zur Küste, wo die Fähre nach Teneriffa ablegt. Die Fischrestaurants merken wir uns für den nächsten Tag. Dann geht die Umrundung der Insel (es ist ja ein Rumfahrtag) weiter entlang der Westküste über kurvige Straßen, ein halbes Auge auf imposante Gelogie gerichtet, um dann irgendwann wieder in Maspalomas anzukommen. Einmal rum eben!

Tag 7: Eine letzte Wanderung steht an: das Agaete-Tal. Wir starten mit einem Kaffee im La Esquina und beginnen gegen 10 die Wanderung, die uns über einen Pilgerpfad vorbei an Gärten und Stauseen hinauf auf das Tabadaba-Massiv führt. Wir laufen lange durch flechtenverhangene Nebenwälder und blicken irgendwann wieder auf den Ausgangspunkt ganz weit unter uns zurück. Die letzten Kilometer geht es leider nur noch steil bergab, aber dafür vorbei an ehemals von den Ureinwohnern geschaffenen Höhlen und sonnige Steilhänge voller Blumen. Nach etwa 17 km und 1300 Höhenmetern erreichen wir nach 7 Stunden wieder das Auto. Wir lassen uns ins Tal hinunterrollen, wo wir im La Esquina noch einen cafe con leche schlürfen. Dann geht's noch weiter runter an die Küste zum Fisch essen. Na wenn das mal kein würdiger Abschluß für einen letzten Urlaubstag war!

Tag 8: Packen, auschecken und ein letzter Einkauf, um uns mit Verpflegung für den Flug und Leckerlies für zu Hause einzudecken. Dann sitzen wir auch schon auf dem scheinbar endlosen Flug zurück nach Schweden. Nach einer Woche ist es komisch, daß im Flugzeug nur noch schwedisch gesprochen wird :-)

Fazit: Gran Canaria ist toll! Tolle Geologie. Tolles Essen. Frühling mit Blumen und Sonne ist wunderbar, wenn man um die Zeit aus Schweden kommt. Charterreisen sind anstrengend und zähren an der Erholung. Keine E-Mails lesen oder an Arbeit denken für eine Woche, unbezahlbar!

P.S.: Fotos kommen demnächst.