Ansonsten sind einige Kommentare einfach nur Schwachsinn. Ich sage nur "Im tödlichen Würgegriff der Physik"
Freitag, 3. Februar 2012
Supervulkane im tödlichen Würgegriff der Physik
Ansonsten sind einige Kommentare einfach nur Schwachsinn. Ich sage nur "Im tödlichen Würgegriff der Physik"
Mittwoch, 25. Januar 2012
Studentenperspektive
Mittwoch, 18. Januar 2012
Island im Januar - Teil 3
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| Vor dem Dinner: Blick von der Empore auf die Tische. Im Hintergrund der Pool mit schneebedeckten Felsen am Rand. |
Glücklicherweise war der Schneesturm am nächsten Morgen vorüber. Im Dunkeln (die Tageszeiten waren wie bereits erwähnt sehr schräg angeordnet) machte ich mich auf den Weg zum Konferenzzentrum, von wo aus Busse zu drei verschiedenen Exkursionszielen abfuhren. Da der Exkursionstag mitten in der Konferenz lag und in der zugegebenermaßen horrenden Tagungsgebühr enthalten war, gab es kein Alternativprogramm für mich, auch wenn ich den Sinn einer geologischen Exkursion in Island im Januar sehr zweifelhaft finde. Von den 3 möglichen Exkursionszielen gab es keines, das ich nicht aus dem Sommer kannte. Deshalb habe ich mich für die populärste Exkursion entschieden, die zum Eyjafjallajökull.
Der mittlerweile in der ganzen Welt berühmte Vulkan liegt etwa anderthalb bis 2 Stunden Fahrt von Reykjavik entfernt an der Südküste. Die Fahrt führt entlang der Ringstraße durch die Dunkelheit. So gegen 10:30 kamen wir dann zum Seljalandsfoss, der an der Westflanke des Vulkans liegt. Jetzt im Winter besticht er vor allem durch Eiszapfen, die aufgrund des Spritzwassers alles überziehen.
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| Eiszapfen am Geländer des Aussichtspunkten am Seljalandsfoss. |
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| Der Skogafoss in Südisland am Fuße des Eyjafjallajökull. |
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| Eyjafjallaökull in winterlicher Schönheit. |
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| Geologen beim Buddeln in der Asche. |
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| Eyjafjallajökull und ich. |
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| Und noch mal: Eyjafjallajökull (die Flanke) und ich. Mein leicht verquollenes Gesicht deutet meine Erkältung nur an. |
Ja, am Donnerstag fanden dann nochmal Vortrgäge und Posterpräsentationen statt. Am interessanten fand ich einen Vortrag über den Vulkan Hekla (wir erinnern uns: 2. Bild), einem wahrscheinliches Kandidaten für den nächsten Ausbruch in Island. Im Gegensatz zu Katla gibt es dafür aber maximal eine Vorwarnzeit von 50 min.
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| Nochmal ein etwas besseres Bild von der Harpa. Die Lichtspiele sollen das Nordlicht simulieren. |
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| Die Decke in der Eingangshalle der Harpa. |
Mittwoch, 11. Januar 2012
Island im Januar - Teil 2
Es ist schon etwas widersinnig, eine Tagung in Island im Januar zu veranstalten. Und jetzt kam es auch, wie es kommen mußte: ein Schneesturm tobt über Island. Der erste Redner heute Morgen war 10 min zu spät, weil er mit dem Auto im Schnee steckengeblieben war. Auch den Rest des Tages war die Stadt außerhalb des Opernhauses nur sporadisch zu sehen. Die Straßen Reykjaviks werden seltsamerweise nicht geräumt. Schnee ist hierim Winter nicht so häufig. Und überhaupt reicht es ja, daß die Hauptstraßen beheizt sind.
Heute am Abend des 2. Konferenztages findet, wie zu solchen Anlässen üblich, das Konferenzdinner statt.Gerade sitze ich im Bus zur blauen Lagune, wo es stattfindet. Die blaue Lagune ist ein Freiluftschwimmbad, das mit geothermisch beheiztem Meerwasser gefüllt ist. Ich kann nur eine kurze Google-Bildersuche empfehlen. Es sieht sehr schön aus. Vor dem Dinner hätte ich als Tagungsteilnehmerin dort baden können. Aber erstens war ich 2006 schonmal dort und fand es nicht so toll, und zweitens sind den Badenden heute bestimmt Ohren und Nasen abgefroren. Das Dinner findet hoffentlich drinnen statt.
Ansonsten habe ich heute gelernt, daß Jan Mayen ein ziemlich absonderlicher Vulkan ist, von dem keiner recht weiß, warum er existiert.
Dienstag, 10. Januar 2012
Island im Januar
Ich befinde mich momentan auf dem Nordic Geological Winter Meeting in Reykjavik. Gestern Nachmittag bin ich vom sonnigen und eisigen Schweden hierher geflogen. Ich übernachte bei meiner Doktorandin Sylvia, die seit Oktober hier wohnt und sich über etwas Gesellschaft freut.
Die Tagung ist eher klein: nur etwa 300 Teilnehmer aus Island, Norwegen, Dänemark und Schweden. Ich habe zur Abwechslung mal keinen Vortrag. Sylvia hat ein Poster über ihr Projekt.
Die Tagung findet in Reykjaviks nagelneuem Opernhaus Harpa statt, ein Prachtbau aus Glas, Beton und Lichtinstallationen direkt am Hafen. Zum Glück wohnt Sylvia nur 20 min zu Fuß von hier. Heute muß ich mich erst einmal an die seltsamen Tageszeiten gewöhnen: dank der Lage Islands geht de Sonne erst gegen 10 auf und gegen 16 Uhr wieder unter. Da war es heute Morgen natürlich noch Nacht auf dem Weg hierher. Die Tagung wurde dann unter anderem von Islands Präsident Grimsson eröffnet, der meinte, daß Geowissenschaftler die letzten sind, die sich über das Wetter in Island beschweren dürften. Den Witz hab ich nicht ganz verstanden.
Ansonsten habe ich gelernt, daß Gletscher ziemlich stur sind und bei gleichbleibendem Klima auch in 200 Jahren noch nicht abgetaut sind.
Mal sehen, was es noch so gibt diese Woche.
Freitag, 6. Januar 2012
Schwedenupdate im neuen Jahr
Die Feiertage haben wir dieses Mal hier in Schweden verbracht und es einfach mal ruhig angehen lassen. Nach dem Streß der letzten Monate hatte ich das wirklich dringen nötig. Heilig Abend und Silvester waren wir bei Freunden, die seit August Nachwuchs haben. Entsprechend ging es ruhig zu, was aber nicht reichliches Essen ausschloß. Zu Weihnachten gab es typisch polnische Spezialitäten, zum Beispiel Borscht. Für mich das erste Mal, der/die/das Borscht. Silvester gab es dann italienische Speisen, da kann man ja nichts falsch machen. Neujahr ging es dann wie im letzten Jahr auch schon zu meinem Chef zum Mittagessen, wo entsprechend fränkischer Tradition Sauerkraut und Würstchen auf den Tisch kamen. Sauerkraut zu Neujahr zu essen, bringt angeblich Geldsegen für das neue Jahr.
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| Borscht mit pilzgefüllten Teigtaschen. |
Ansonsten wurde nicht wenig gearbeitet, was irgendwie ganz schön war, da fast niemand auf Arbeit war. Endlich konnte ich mich mal den Dingen widmen, für die ich sonst zu wenig Zeit habe. Und überhaupt ist es manchmal ganz schön, mal einen Moment innezuhalten und zu überlegen, was denn in den nächsten Monaten so anliegt und wohin es denn gehen soll.
Dazu gibt es natürlich die ein oder andere Sache, die schon geplant sind für 2012. Nächste Woche bin ich erstmal für eine Konferenz in Reykjavik. Ich hab zwar nicht so richtig Lust zu verreisen momentan, und schon gar nicht an einen Ort, an dem es dunkel und naß und kalt ist, aber in dem Fall geht es um networking, vom Chef verordnet. In der dritten Januarwoche beginnt dann ein Kurs über die Betreuung von Doktoranden für mich, der ein paar Tage im Januar und dann hin und wieder im Februar, März und Mai stattfindet. Ende Januar und Mitte Februar unterrichte ich dann einen Kurs in geologischer Kartenanalyse. Den muß ich demnächst auch erstmal richtig vorbereiten. Dank dieses Kurses fällt leider auch unser geplanter Thailandurlaub ins Wasser. Dabei würd ich so gern Urlaub machen und die Sonne sehen. Bis auf eine Woche Urlaub in Island und ein paar einzelne Tage, als der Besuch aus Dresden da war und als wir übers Wochenende in Stavanger und Dresden waren, gabs 2011 keinen Urlaub. Mal sehen, was sich dann 2012 so an Urlaub einrichten läßt. Urlaubsreif bin ich jetzt schon. Abgesehen davon geht es im März nach Deutschland. Vor Ostern findet in Kiel eine Tagung statt, bei dem wohl auch einige Kollegen aus Göttingen sein werden. Apropos Tagung: Im April ist dann auch wieder die EGU in Wien. Diesmal muß ich unbedingt einen Kaiserschmarrn essen. Und dann heiraten im Juli unsere besten Göttingen/Stavanger-Freunde. Da muß ich mich langsam mal auf Kleidsuche begeben.
Vieles ist aber auch noch ungeplant, vor allem was meine Stelle angeht. Da bisher alle im Urlaub waren, hat sich da nicht nichts getan. Na ja, das Leben in Schweden wird ab nächste Woche schon wieder losgehen. Diese Woche ist jedenfalls schon wieder vorbei, weil morgen Feiertag ist, nein, nicht Knut, sondern der 13. Tag nach Weihnachten. Am 20., dem Namenstag von Knut, werden hier in Schweden traditionell die Weihnachtsbeleuchtung und der -schmuck entfernt. Frei ist deshalb nicht.
Noch was: Neujahrsvorsätze. Die fallen dieses Jahr bescheiden aus. Vor allem aber: so weitermachen wie bisher und mit allem Neuen klarkommen.












