Nach der
Apfelflut in diesem Herbst war Einfallsreichtum gefragt, um die
Äpfel zu verwerten. Eine der köstlichsten Möglichkeiten ist natürlich ein Apfelkuchen. Glücklicherweise konnte ich diesen Herbst ganz viele verschiedene Rezepte für Apfelkuchen ausprobieren. Ich habe sie aus dem Internet, von Freunden, aus Kochbüchern, und aus Rezeptzeitschriften und Rezeptkarten, die man aus dem Supermarkt mitnehmen kann. Manche waren toll, andere würde ich nich nochmal backen. Hier ein paar Rezepte und meine Beurteilung.
Berliner Apfelkuchen
Für den Teig:
375 g Mehl
120 g Zucker
180 g Margarine
2 Eier
1 TL Backpulver
Für die Füllung:
1 l gesüßtes Apfelmus
75 g Rosinen
½ TL Zimt
4 EL Speisestärke
Teig zusammenkneten, bis er eine geschmeidige Kugel gibt. ½-1h im Kühlschrank ruhen lassen. 2/3 des Teiges dünn in der Form ausbreiten, am Rand richtig hochdrücken. Apfelmus mit Rosinen, Zimt und Speisestärke gut verrühren und in die Form füllen. Restlichen Teig als Gitter oder ausgestochene Decke auf den Kuchen legen. Mindestens 50 min bei 180°C in der Mitte des Ofens backen.
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| Berliner Apfelkuchen. |
Dieses Rezept habe ich von meiner Freundin in Heidelberg. Wenn man dem Rezept folgt, ist es ein recht leicht zu backender Kuchen, der gut aussieht und lecker schmeckt. Der kritische Punkt ist lediglich die Dosierung der Speisestärke, damit die Apfelmusfüllung nicht zu flüssig wird. Lecker ist der Kuchen aber allemal.
Klassischer Apfelkuchen
Für den Teig:
500 g Mehl
80 g Zucker
100 g Margarine
1 Ei
1/4 l Milch
1 Prise Salz
1 Päckchen Trockenhefe Für den Belag:
1-1,5 kg Äpfel
Zimtzucker
und/oder Rosinen
und/oder Streusel aus:
150 g Mehl
100 g Zucker
100 g Butter
Mehl und Hefe mischen und nach uund nach die anderen Zutaten verkneten. Teig zugedeckt an einem warmen Ort ½-1h gehen lassen. Teig dünn auf das Blech ausbreiten, am Rand etwas hochdrücken. Streusel am besten mit der Hand zusammenkneten, damit sie nicht zu klein werden. Äpfel schälen und in Scheiben oder Stücke schneiden. Äpfel auf den Teig legen und mit Rosinen, Zimtzucker und/oder Streuseln belegen. Bei 180-200°C in der Mitte des Ofens backen. Kann gut eingefroren werden
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| Klassischer Apfelkuchen, hier mit Streuseln. |
Auch dieses Rezept habe ich aus Heidelberg. Ich habe sowohl die Variante mit Zimt und Zucker, als auch mit Streuseln ausprobiert. Wenn man den Hefeteig in der Brotbackmaschine gehen läßt, kann man die Teigmenge etwas reduzieren. Ein leckerer Kuchen, leicht zuzubereiten und je nach Geschmack abwandelbar.
Traditioneller Apfelkuchen aus Åmål
6 Äpfel
1 dl Mandeln
50 g Butter
1 EL Mehl
2 EL Milch
1 dl Zucker
Ofen auf 225°C vorheizen. Mandeln überbrühen und schälen, dann hacken. Äpfel schälen, entkernen und in Stücke schneiden. In eine eingefettete Auflaufform geben und für 5-10 min im Ofen backen. Butter in einem kleinen Topf schmelzen, Mehl, Milch, Mandeln und Zucker unterrühren. Alles über die Äpfel geben und zusammen für ca. 20 min backen, bis der Kuchen braun wird.
Das Rezept stammt aus einem schwedischen Kochbuch mit regionaler Küche. Das ganze Kuchen zu nennen, ist etwas gewagt, denn es gibt keinen Teig. Trotzdem ist das Ergebnis superlecker, wenn man es warm mit Vanillesauce oder Eis ißt.
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| Kein richtiger Kuchen, aber allemal lecker: der Apfelkuchen aus Åmål. |
Apfelkuchen mit Zitrone und Kardamom
Für den Teig:
125 g Butter oder Margarine
1,5 dl Zucker
1 Päckchen Vanillezucker
geriebene Schale einer Zitrone
2 Eier
2,5 dl Mehl
1/2 Päckchen Backpulver
2 EL Milch
Für den Belag:
4 mittelgroße Äpfel
1 TL Kardamom
Ofen auf 175°C vorheizen. Springform einfetten. Butter schmelzen und abkühlen lassen. Zucker, Vanillezucker und Zitronenschale einrühren. Ei zugeben. Mit Backpulver vermischtes Mehl und die Milch unterrühren. Teig in die Form geben. Äpfel in dünne Spalten schneiden und in den Teig stecken. Kardamom und etwas Zucker über die Äpfel streuen. Im unteren Teil des Ofens 30-35 min backen.
Das Rezept habe ich aus einer kleinen Broschüre mit Herbstrezepten aus unserem Stammsupermarkt. Ein leckerer Kuchen mit viel Teig und einen extravaganten Pfiff durch Zitronenschale Kardamom. Leider verschwinden die Äpfel beim Backen im Teig. Dadurch sieht er oben aus wie ein Zuckerkuchen. Das fand ich ein bißchen enttäuschend und hab deshalb kein Foto gemacht. Vielleicht sollte man die Apfelstücke etwas breiter halten, damit sie nicht versinken.
Apfel-Buttermilch-Kuchen
180 g Zucker
2 Eier
2 Eiweiß
500 ml Buttermilch
200 g Weizenmehl
200 g Weizenvollkornmehl
1 Päckchen Backpulver
5 Äpfel
1 Päckchen Vanillezucker
Zimt
Rosinen
Eier, Eiweiß, Zucker und Vanillezucker schaumig schlagen. Nach und nach Mehl und Backpulver, sowie Buttermilch unterrühren. Teig auf ein mit Backpapier belegtes Blech geben, mit Apfelstücken, Zimt und Rosinen belegen. Bei 180°C 25-30 min backen.
Ein sehr einfach zuzubereitendes Rezept von
chefkoch.de. Das einzig Verwirrende ist, daß der Teig sehr flüssig ist. Doch ein hoher Backpapierrand hilft.Ein wirklich leckerer Kuchen ohne Butter. Gut zu transportieren.
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| Apfel-Buttermilch-Kuchen |
Herzhafte Apfelmuffins mit Sonnenblumenkernen
25 g frische Hefe
300 ml lauwarmes Wasser
50 ml flüssige Margarine
50 g Roggenflocken
50 g Weizenkleie
50 g Sonnenblumenkerne
50 g Leinsamen
1 TL Salz
1 Apfel
50 ml Sirup (oder Honig)
330 g Weizenmehl
Hefe mit Wasser, Margarine, Roggenflocken, Weizenkleie, Sonnenblumenkerne, Leinsamen und Salz verrühren. 10 min gehen lassen. Apfel in Stückchen, sowie Sirup und Mehl zugeben und 5 min mit der Knetmaschine kneten. Teig 30 min gehen lassen.In 12 Muffinformen geben. Weitere 30 min gehen lassen. Ofen auf 225°C einstellen. Oberfläche der Muffins mit Wasser einpinseln. 15 min backen.
Das Rezept stammt aus dem Supermarkt, wo ein hin und wieder Rezeptkärtchen zum mitnehmen gibt. Leider habe ich etwas anderes unter der Bezeichnung Muffin erwartet. Ich wollte ein süßes Gebäck. Wenn man dem Rezept folgt, sind die Muffins eher herzhaft. Aber dem kann mit einem Belag aus Äpfeln, Zimt und Zucker abgeholfen werden.
Fazit
Es war schön, so viele verschiedene Rezepte zu einem Thema auszuprobieren. Perfekt ist mir beim 1. Mal leider keines gelungen, aber für ein 2. Mal lohnen sich fast alle Rezepte. Wahrscheinlich werde ich als nächstes den Buttermilchkuchen noch mal machen.