Um die ganze Sache endlich zuende zu bringen, hier nun der letzte Teil des Berichts ueber unseren Umzug:
Der eigentlich Umzug: Mittwoch bis Freitag
Am Mittwoch 18 Uhr war es nach dieser scheinbar endlosen Zeit des Renovierens und Packens so weit: Der Transporter konnte abgeholt und beladen werden. Ich möchte gar nicht so sehr ins Detail gehen. Wichtig ist nur: Es waren genug fleissige Helfer da*, die unzählige Kartons und Möbelteile unzählige Treppenstufen getragen haben. Es war ein echter Kraftakt von 3 Stunden. Ohne Euch Helfer hätten wir das nie geschafft. Tausend Dank!!! Ihr werdet immer bei uns willkommen sein.
Ich kann nicht sagen, wann wir fertig waren, aber bis auf einen Spiegel und 3 oder 4 Pflanzen war irgendwann alles im Auto. Tetris war nichts dagegen, kann ich Euch versichern. Ich bin froh, dass so gut wie alles reingepasst hat. Das war vorher unmöglich abzuschätzen. Uebrigens wollte ich mich auch noch bei denen bedanken, die uns Kisten zur Verfuegung gestellt haben. Die haben wir wirklich alle gebraucht.
Die letzte Nach in der leeren Wohnung auf dem Teppich zu schlafen war irgendwie nochmal seltsam. Das fuehlte sich dann nicht mehr wie zu Hause an. Deshalb mussten wir um 6 Uhr auch nicht mehr auf das Weckerklingeln warten. Ein letztes Mal Staubsaugen uns noch diverse Kleinigkeiten einsammeln, ein letztes Mal beim Edeka nebenan Brötchen und Proviant einkaufen. Nach einer so anstrengenden Woche ist man froh, wenn es endlich vorbei ist, auch wenn ich 5 einhalb Jahre sehr gern dort gewohnt habe.
Um kurz vor 9 ging es puenktlich los. Ab 9 haben wir dann natuerlich die Daumen gedrueckt fuer die laufende Verteidigung (hat sich ja auch gelohnt). Das Auto fuhr sich sehr gut fuer ein ssolch langes Vehikel uund in Anbetracht der Beladung, sodass wir am Nachmittag am Fährhafen von Travemuende ankamen. Ausser uns gab es auf der Fähre noch ein weiteres Passagierpärchen, ansonsten fuhr die Fähre nur fuer Fernfahrer. Das Essen war auch erstaunlich billig, und aufgrund des Mangels an Touristen konnten wir uns auch ein wenig in der Cafeteria ausruhen während der 7stuendigen Ueberfahrt. Um 0:15 Uhr haben wir dann auch puenktlich in Trelleborg angelegt.
Es folgte eine lange, dunkle Fahrt mit einigen Pausen zum Tanken und Fahrer wechseln. Insgesamt haben wir etwa 9 Stunden fuer die 770 km durch Schweden gebraucht. Als es hell wurde, waren wir dann auch puenktlich zum Berufsverkehr in Stockholm, was nach einer Nacht mit viel zu wenig Schlaf kein Spass ist. Doch wenigstens war das Wetter recht schön, als wir gegen 9:15 am Haus ankamen.
Seltsamerweise war die Muedigkeit dann fast weg. Wenigstens beschlossen wir, uns nicht gleich hinzulegen, sondern schon mal ein paar Sachen aus dem Auto zu laden. Zwischendurch habe ich noch ueber Skype mit meinen Kollegen kommuniziert, um herauszufinden, wann sie zum Helfen vorbeikommen können. Immerhin war es ein ganz normaler Arbeitstag. Da wir aber zur Mittagszeit schon fast alles ausgepackt hatten, war es gar nicht nötig, dass noch irgendjemand zum Helfen kommen musste. Wir haben letztendlich den ganzen Transporter zu zweit in 3 Stunden wieder ausgeräumt. Es ist unglaublich, wieviel schneller es geht, wenn man nicht 3 Etagen laufen muss und die Sachen nicht ganz sorgfälgtig stapeln muss.
Nach dem Entladen sind wir dann wieder zurueck nach Uppsala gefahren, um den Mietwagen abzugeben, unser Auto mitzunehmen, Essen einzukaufen und die Katzen wieder abzuholen. Fuer die armen Katzen war das vorerst die letzte Autofahrt, bis sie vielleicht irgendwann mal zum Tierarzt muessen. Sie sind jedenfalls keine grossen Fans des Reisens geworden.
Am Freitag haben wir dann noch das Bett und das Sofa aufgebaut, bevor wir dann endlich den Schlaf der Gerechten schlafen durften. Was fuer ein langer, langer Tag! Momentan möchte ich nie mehr umziehen, auch wenn alles nach Plan verlaufen ist.
* Die Geburt des ersten Kindes ist eine gute Entschuldigung, nicht beim Umziehen zu helfen. Glueckwunsch und alles, alles Gute nach Clausthal!