Dienstag, 29. Juli 2014

Blogpause

Nach fünfeinhalb Jahren und mehr als 500 Posts werde ich meinen Blog fürs Erste pausieren. Es ist zwar nicht so, daß ich nichts mehr zu berichten hätte, aber nach langen Tagen am Computer auf Arbeit mit zu vielen Emails, die ich beantworten muß aber nicht will, habe ich meistens keinerlei Lust, mich abends wieder an den Computer zu setzen. Ich hab mich die letzten Jahre bemüht, regelmäßig über mein Leben in Schweden zu berichten, um Freunde und Familie auf dem Laufenden zu halten. So ein Blog ist da ein wirklich wirkungsvolles Mittel zur Berichterstattung. Gleichzeitig ist die Kommunikation aber sehr einseitig. Als würde man im Gespräch immer nur von sich erzählen, ohne je zu fragen, wie es dem anderen geht. Und wenn ich sehe, daß die meisten Einträge kaum gelesen werden, dann fühlt sich es sich irgendwie sinnlos an, überhaupt zu schreiben. Jedenfalls habe ich derzeit einfach keine Lust, den Blog weiterzuschreiben. Also ist erst einmal und bis auf Weiteres Pause.

Samstag, 5. Juli 2014

Besuch aus der Heimat 1

Letzte Woche waren zum ersten Mal, seit wir im neuen Haus wohnen, meine Eltern zu Besuch. Mit dem Wohnwagen hatten sie sich auf den Weg zu uns gemacht, um eine Woche mit uns zu verbringen. Auch wenn das Wetter sehr wechselhaft war, konnten wir einiges unternehmen, zum Beispiel im Garten grillen oder ins Museum in Gamla Uppsala gehen.

Freitag, 27. Juni 2014

Mittsommerwochenende in Stavanger

Am letzten Wochenende waren wir  einmal mehr in Stavanger zu Besuch. Und das erste Mal überhaupt war das Wetter dort - bis auf den obligatorischen Sturm - besser als bei uns in Schweden. So konnten wir uns dem Wandern, Lachsangeln und dem Spazieren am Strand widmen und zudem noch einen runden Geburtstag nachfeiern. Dank norwegischer Erdbeeren, eichsfelder Rostbratwurst und sherryhaltiger Vorspeisen konnten wir es uns richtig gutgehen lassen. Und auch wenn in Norwegen Mittsommer nicht richtig gefeiert wird, habe ich zur Kompensation einen Blumenkranz geflochten.

Pimp my Keller

Mein Himmelfajrtsprojekt muß ich unbedingt noch loswerden: wir haben im vorderen Kellerraum den Boden renoviert. Die alte Farbe blätterte vor allem unter der Waschmaschine und entlang der Durchgangswege ziemlich stark ab. Mit dem Kärcher haben wir dann noch so viel Farbw wie möglich entfernt. Dann hab ich die Risse gespachtelt und drei Schichten Epoxyfarbe aufgetragen. Nach jeder Schicht hieß es mindestens 24 Stunden warten, und nach weiteren 7 Tagen durften dann die Waschmaschine und Co. wieder einziehen. Fertig.

Dienstag, 17. Juni 2014

Abstecher zur Himmelsscheibe

Auf dem Weg von der Hochzeit zum Flughafen haben wir am Sonntag noch einen Abstecher zum Himmelsscheibenmuseum in Nebra gemacht. Nebra liegt im Burgenland inmitten von Feldern und Hügeln und wäre wahrscheinlich immer noch ein verschlafenes Nest, wenn es nicht vor einigen Jahren archäologischen Weltruhm erlangt hätte.

Auf einem Berg in der Nähe wurde nämlich von Grabräubern eine Broncescheibe gegunden, die sich nach einigen Jahren auf dem Schwarzmarkt als der älteste astronomische Kalender der Menschheit herausstellte. Die Scheibe ist 3600 Jahre alt und zeigt Sonne, Mond und Sterne sowie Horizontbögen aus Gold.

Schon als die Himmelsscheibe gerade erst entdeckt war, habe ich ihre Entdeckungsgeschichte und die Deutung mit Spannung in National Geographic verfolgt. Das Museum eröffnete aber erst, als ich schon in Schweden wohnte. Also war das Museum ein schönes Ausflugsziel. Dort gibt es eine Ausstellung zur Fundgeschichte, zu den Rohstoffen der Scheibe, der Gesellschaft in der Bronzezeit und noch vieles mehr. Das Highlight ist wahrscheinlich die Vorführung zur Verwendung der Scheibe im Planetarium.

Mir hat unser Besuch im Himmelsscheibenmuseum sehr gefallen. Schade, daß wir nicht so viel Zeit hatten. Man kann dort locker mehrere Stunden verbringen.

Montag, 16. Juni 2014

Hochzeit auf dem Kyffhäuser

Am Wochenende haben zwei liebe Freunde von mir auf dem Kyffhäuser ihre Hochzeit gefeiert. Die Feier war wunderschön, mit ca. 75 Gästen genau die richtige Größe. Und so gut wie alle meine Freunde waren da (bis auf einen, der ausgerechnet am Tag der Hochzeit im Interesse der Nation in Mali gebraucht wurde!). Es war so schön, alle wiederzusehen und mit ihnen einen so besonderen Tag zu feiern. 

Danke für die Einladung! Alles Gute für die Zukunft! Ich vermisse Euch jetzt schon.

Freitag, 13. Juni 2014

Mein erster Doktorand - Teil 1

Nach all dem Gejammer will ich doch mal etwas Positives berichten, das sich diese Woche ereignet hat: am Montag ging endlich die Stellenausschreibung für meine erste eigene Doktorandenstelle online. Ab Herbst möchte ich einen Doktoranden einstellen, der sich mit Aufbau und Funktion von Magmatransportwegen beschäftigt.

Zwar bin ich schon Zweit- und Drittbetreuering von drei Doktoranden, die wahrscheinlich nächstes Jahr verteidigen werden, aber um irgendwann befördert zu werden und um meine eigene Forschung voranzutreiben, brauche ich einen eigenen Doktoranden. Die Schwierigkeit liegt darin, daß man in Schweden eine volle Finanzierung für 4 Jahre vorweisen muß, bevor man die Stelle auch nur ausschreiben darf. Das hat natürlich den Vorteil, daß ein Doktorand eine sichere Anstellung hat. Nicht wie in Deutschland, wo viele erst nur kurze Verträge ohne Garantie auf Verlängerung bekommen. Für mich als angehende Betreuerin ist ein Doktorand aber dadurch eine riesige Investition, zumal Doktorandenlöhne in Schweden viel höher sind als in Deutschland. Ich habe also vor der Ausschreibung ein Budget gemacht und es meinem Abteilungsleiter und der Sekretärin vorgelegt, die beide ihr OK geben mussten. Dann brauchte ich noch eine Stellenanzeige in schwedisch und englisch, die von der Personalabteilung geprüft wurde, bevor sie am Montag auf der Uni homepage veröffentlicht wurde.

Die Bewerbungsfrist endet am 31. August. Bis dahin möchte ich viele qualifizierte Bewerber anlocken. Wenn ihr also jemanden kennt, der interessiert ist, soll er sich auf meiner professionellen Homepage (mein name und dann .com) informieren.

Vorferienpanik

Diese Woche war der reinste Horror. Da in Schweden nächste Woche die Sommerferien losgehen und sich das ganze Land kollektiv in ihre Ferienhäuser zurückzieht, ist auf Arbeit eine derartige Geschäftigkeit ausgebrochen, daß es kaum auszuhalten ist.

Zum einen haben letzte Woche die Bachelorstudenten des 6. Semesters ihre Arbeiten verteidigt und sind jetzt erstmal fertig. Ich hatte dieses Jahr drei Bachelorstudenten zu betreuen. Zum Glück waren die fleißig und  verhältnismäßig pflegeleicht. Mein einer Masterstudent hat sich heute von mir verabschiedet und mir zum Abschied ein Tonkrokodil von den Ureinwohnern seines Heimatlandes Brasilien geschenkt. :-)

Ansonsten war diese Woche sozusagen der Höhepunkt der Betriebsamkeit. Alle versuchen noch au die letzte Minute ein Meeting reinzuquetschen, bevor keiner mehr da ist. Am Montag hatte ich 5 Meetings! Und ich erwähne lieber gar nicht, mit was für Mist ich mich da teilweise auseinandersetzen muß.

Am Dienstag war ich den ganzen Tag auf einem Lehrertreffen, bei dem jetzt nach Semesterende die Organisation des Bachelorstudienganges in den Geowissenschaften diskutiert wurde. Da gibt's eine Menge zu tun.

Gestern am Mittwoch war ich den ganzen Tag auf einem Weiterbildungstreffen mit der Gruppe technischer Angestellter, für die ich verantwortlich bin. Auf einem Anwesen am See 10 km südlich von Uppsala haben wir vormittsags etwas über Kommunikation von einer Privatdozentin, die ich zu diesem Zweck engagiert hatte, gelernt. Dazu hatten wir einen Nebenflügel des Anwesens als Konferenzräume. Dann haben wir am See auf der Veranda Mittag gegessen und dann hab ich die Nachmittagsunterhaltung, auch als Gruppendiskussion bekannt, geleitet. Technisches Personal zu unterrichten ist schon ziemlich anders als Studenten etwas beizubringen.

Heute war ich dann ziemlich beschäftigt, meine angesammelten Emails zu beantworten. Dann habe ich den neuen Vertrag des Instituts mit dem Café, das wir im Eingangsbereich haben, verhandelt, einem Angestellten in der Probezeit mitgeteilt, daß er nicht übernommen wird und drei Gewerkschaftsvertrefer getroffen, um sie von Umstrukturierungen, die das Institut im Herbst durchführen will, zu informieren.

Wenn ich das alles so lese und drüber nachdenke, muß sagen: Was für eine furchtbare Woche! Was für furchtbar langweilige Aufgaben ich da doch habe! Und ich habe so gut wie nichts für meine eigene Forschung gemacht. Diese Woche war zwar nicht der Normalfall, aber so kann das nicht weitergehen. Ich bin so froh, daß jetzt Ruhe einkehrt auf Arbeit. Endlich kann ich mal in Ruhe forschen.

Samstag, 31. Mai 2014

Gartenmöbel für Katzen

Unsere Katzen haben heute für den Balkon ein eigenes Möbelstück bekommen, nämlich eine Sonnenbank mit Graseinsatz. Leider ist heute kein gutes Balkonwetter, aber auch in naß haben Ginny und Leon das eigens für sie angefertigte Kunstwerk schon mal für gut befunden. Mein Anteil war übrigens das Gras.
Letztes Wochenende war die Bank schon fertig, aber der Rasen noch in Arbeit.
Anwändertest.

Donnerstag, 29. Mai 2014

Meeting auf der Insel Gotland

Am Freitag war ich für ein Meeting auf Schwedens größter Insel, Gotland. Gotland liegt vor der Südostküste in der Ostsee, und vor etwa einem Jahr hat mein Arbeitgeber, Uppsala Universität, die Fachhochschule auf Gotland übernommen. Seitdem wird viel zwischen Uppsala und Campus Gotland hin- und hergereist.
Ich war Freitag das erste Mal auf Gotland. Von Arlanda gehen täglich mehrere Flüge, die einen in 35 min nach Gotland uns wieder zurück bringen. Ich bin zum Beispiel kurz nach 8 geflogen und war ca. 17:30 wieder da. Zwischendurch war in fur das Meeting im Norden der Insel auf einen Forschungsstation. Bei 27°C und Ostseeblick war es fast schon ein bißchen Urlaubsfeeling, wäre da nicht das Meeting gewesen.
Aber wenigstens weiß ich jetzt, warum Gotland das liebste Urlaubziel - übrigens auch der Ort mit den meisten Sonnenstunden - der Schweden ist. Mein nächstes Meeting auf Gotland ist im Oktober. Aber vielleicht reise ich ja auch mal privat auf die Insel.
Der stockholmer Schärengarten aus dem Flugzeug gesehen.
Am Strand an der Nordküste Gotlands.

Sonntag, 18. Mai 2014

Endlich Vorsommer

Nachdem wir in den letzten Wochen wieder Temperaturen von unter 10°C tagsüber und Frost nachts hatten, ist dieses Wochenende endlich sowas wie Sommer geworden. Für die schwedische Definition von Sommer - 7 Tage in Folge mit Durchschnittstemperaturen von mehr als 10°C - ist es noch ein bisschen zu früh, aber plötzlich haben wir mehr als 20°C. Zeit also, draußen zu sein und zu grillen, die Blumen zu bewundern und ein bisschen zu gärtnern.
Es wird gegrillt!
Das Kräuterbeet ist auch langsam grün genug, daß die Ernte Spaß macht.
Selbst am Kompost blüht es.

Gartennacht in Uppsala

Zur Zeit feiert ganz Uppsala den Geburtstag eines seinerberühmtesten Söhne, Karl von Linné, dem Begründer der systematischen Botanik. Zu diesem Anlaß gibt es über mehrere Wochen jede Menge Aktivitäten in Uppsalas Parks und botanischen Gärten, sowie in Linnés Landsitz Hammarby und in den Naturreservaten im Umland.
Ein Tulpenmeer im botanischen Garten. Im Hintergrund ein Stand vom Pflanzenflohmark und ein paar der Steine von Prinzessin Estelles eigenem "Berg".
Gestern waren wir bei schönstem Vorsommerwetter im botanischen Garten, haben die Blumenpracht genossen, Prinzessin Estelles "Berg" (einen imposanten Steingarten mit Pflanzen aus den Bergen Skandinaviens) bewundert, ein paar Pflanzen auf dem Flohmarkt erstanden und uns eine Vorführung zum Anlegen eines Steingartens angeschaut.

Trotz meiner eher amatörhaften Gärtnerkünste fühle ich mich jetzt auf jeden Fall etwas besser informiert, wie es mit meiner Steinmauer weitergehen soll.

Donnerstag, 8. Mai 2014

Mal wieder Utö

Es ist Anfang Mai, und das bedeutet wie jedes Jahr eine Woche mit den Bachelorstudenten auf Exkursion auf der Schäreninsel Utö. Wie immer spielt das Wetter eine entscheidende Rolle. Diese Woche ist es in erster Linie kalt gewesen, aber bis auf heute sind wir wenigstens trocken geblieben. Ansonsten waren diesmal nur wenige, dafür aber umso motiviertere Studenten dabei. Das ist sogar noch wichtiger als das Wetter.

Sonntag, 4. Mai 2014

Mal wieder Wien

Diese Woche war ich mal wieder in Wien auf der EGU-Konferenz. Wie schon die beiden Jahre zuvor habe ich auch diesmal eine Session mit einigen Kollegen. Ansonsten habe ich ein Poster von zweien meiner Masterstudenten präsentiert und mich mit Kollegen aus Oslo, Potsdam usw. getroffen. Mein Besuch war dieses Jahr ziemlich kurz: von Dienstag Mittag bis Freitag Morgen, was das ganze nicht entspannter gemacht hat. Und dank Feiertag konnte ich nicht mal Kaffee kaufen :-( 

Aber eigentlich ging es ja wie immer um sehen und gesehen werden, und das hab ich erledigt :-)
Bei der Postersession: Jede Menge interessierte Besucher, also keine Zeit zum Luftholen oder für Langeweile :-)

Montag, 28. April 2014

Projekt Schattenecke - Teil 4

Meine Arbeitsbank. Außerdem hat die Mauer ein paar neue Steine bekommen.
Und noch ein Teil im Projekt Schattenecke. So langsam nähert sich das ganze dem Endergebnis an. Am Wochenende habe ich das herrliche Wetter genutzt, um einen Arbeitstisch (fast ganz alleine) zu bauen. Außerdem haben wir als Sichtschutz zwei Aroniabüsche gepflanzt, die hoffentlich schön groß werden und im Herbst auch ein paar Beeren tragen. Jetzt muß nur noch der Rasen wachsen.
Die beiden Aroniabüsche sollen bald den Blick in die Schattenhecke begrenzen.

Sonntag, 27. April 2014

Fischbabies 2.0

Am Samstag erwartete uns zum Frühstück eine Überraschung: unsere Kakadu-Zwergbuntbarsche hatten das erste mal Nachwuchs bekommen. Eine Menge sandkorngroßer Minifische wurde am Eingang der Kokosnußhöhle von der Barschmama im Zaum gehalten.
Samstag: Mama Kakadu (gelb-schwarz) und Papa Kakadu (rot-schwarz) halten den Schwarm Babyfische in der Höhle und verteidigen ihr Revier vor anderen Fischen.
Heute morgen: Mama Kakadu und die Kinder sind umgezogen. Man sieht die Babies kaum, da sie nur so groß sind wie ein Sandkorn mit Flossen.
Mama Kakadu verteidigt die Kleinen. Gegen Ende sieht man, wie sie eines der Kleinen ins Maul nimmt und zur Höhle zurückspruckt.

Kakadu-Zwergbuntbarsche legen Eier in Höhlen und bewachen diese dann aggressiv. Wenn die Kleinen dann schlüpfen werden sie von der Mutter gehütet, während der Vater das Revier gegen die anderen Fische verteidigt, die die Minifische natürlich als Futter betrachten. Unser Kakadu-Pärchen ist noch sehr jung, weshalb es vom ersten Nachwuchs leider keiner geschafft hat, was aber nichts Ungewöhnliches ist.

Trotzdem war es sehr interessant, zu beobachten, wie sich die Buntbarscheltern um die Winzlinge kümmern: Wenn sie aus der Höhle herausschwimmen, werden sie kurzerhand von Mama oder Papa in den Mund genommen und zurück in die Höhle gespuckt. Wie liebevoll!

Heute Morgen war dann die ganze Sippe in die Nachbarnuß umgezogen. Hoffen wir, daß beim nächsten Mal ein paar der kleinen Fischies durchkommen.

Projekt Schattenecke - Teil 3

Ohne den riesigen Haufen Äste ist die Schattenecke gleich viel größer.
Auch das Projekt Schattenecke wurde zu Ostern weiter vorangetrieben. Zunächst mal haben wir einen ganzen Tag lang den riesigen Haufen mit Ästen verbrannt, der sich von der umgefallenen Birke und dem Baumschnitt des ganzen letzten Jahres aufgetürmt hatte. Zwischen dem 15. und 30. April darf man nämlich hier in Uppland, unserem Bundesland, seine Gartenabfälle verbrennen. Und das war wie gesagt bitter nötig.
Der alte Sandkasten muß weg!
Neben dem Ästehaufen mußte auch der alte Sandkasten weichen. Der stellte sich nach dem Auseinandernehmen als ziemlich marode heraus. Außerdem habe ich mit dem Spaten eine Menge Blumen mit dicken Wurzelballen aus der Erde in der Schattenecke ausgegraben und an den Rand der Fliederhecke versetzt. Dort in der Ecke herrschte irgendwie schon seit Jahren Wildwuchs. Also sprossen auch nicht zu wenige kleine Bäumchen und Unkraut, die da nix zu suchen hatten.
Endlich tabula rasa.
Zum Schluß war dann endlich der Boden geglättet und wir konnten Rasen aussähen. Zur Begrünung des Holzschuppens haben wir dann noch zwei immergrüne, stachellose Brombeeren gepflanzt, die noch auf ein Spalier warten.

Geologischer Kräutergarten 2.0


Kein richtiges Vorherbild. Der Busch ist schon weg.
Über das Osterwochenende haben wir meinen geologischen Kräutergarten verdoppelt. Ich hatte mich ja schon gefreut, daß bis auf den Lavendel alle meine Kräuter (sogar der Estragon) den zugegebenermaßen milden Winter überstanden haben. Und dieses Jahr wollte ich die Kräutergartenfläche dann eben noch vergrößern. Dazu mußte ein Busch weg, die ganze Erde einmal umgegraben werden und eine neue Umrandung aus Steinen und neue Erde her. Das alles ist leichter gesagt als getan und dauert schonmal mindestens einen ganzen Tag. Mittlerweile sieht man kaum noch, daß der Kräutergarten vorher nur halb so groß war.
Das Nachherbild. Fehlen nur noch neue Kräuter, für die es jetzt eindeutig noch zu kalt ist.

April-Update

Puh, was für eine Funkstille im Blog und überhaupt. Ich hab ein ganz schlechtes Gewissen. Meine mangelnde Kommunikationswilligkeit kann ich nur mit zu viel Computerarbeit und zu viel Menschenkontakt auf Arbeit erklären. Abends und am Wochenende will ich dann einfach nur abschalten und nicht noch mehr am Computer sitzen oder noch mehr Kontakte pflegen. Ich weiß, daß ist furchtbar, zumal ich Freunde und Familie den Leuten auf Arbeit immer vorziehen würde. Ich entschuldige mich an dieser Stelle und bemühe mich um Besserung.

Ansonsten stand der April wohl im Zeichen des Aufholens. Alles, was ich in der Schlußphase des Antragschreibens liegengelassen habe, mußte ich ja früher oder später doch erledigen. Und so hatte ich eine Menge Meetings, der Untericht für die nächste Zeit wollte vorbereitet werden, meine Bachelor- und Masterstudenten wollten betreut werden usw. In den letzten 2 Wochen haben bei uns außerdem alle intensiv an den Vorbereitungen für die EGU-Tagung in Wien nächste Woche gearbeitet. Dieses Jahr fahre ich nur Dienstag bis Freitag morgen hin und hab eigentlich keinen eigenen Vortrag oder Poster. Ich organisiere wie schon in den letzten Jahren eine eigene Session mit. Außerdem stehe ich auf mehreren Studentenpostern mit drauf, was mich sehr stolz macht. Meine Austauschpraktikantin vom letzten Sommer kommt auch aus München. Sie hat übrigens für ihre Praktikumsarbeit einen Preis gewonnen! Juhu!

Auf Arbeit war es also wie immer ziemlich anstrengend, aber wann ist es das nicht?! Als Kompensation habe ich mich zu Ostern und am Wochenende im Garten verausgabt. Jetzt im Frühling gibt es viel zutun, und ich habe zwischendurch natürlich Fotos gemacht, die ich in separaten Beiträgen posten will, um der Funkstille etwas entgegenzuwirken. Freut Euch auf mehr!

Donnerstag, 3. April 2014

Gran Canaria - Teil 2

So, wir sind wieder da! Also gibt es hier schnell die zweite Hälfte des Urlaubsberichtes zu Gran Canaria.

Tag 5: Heute soll es dann doch noch klappen mit dem Wandern und wir fahren hoch auf den Paß Cruz de Tejeda. Von dort aus geht es durch Wälder, vorbei an Obstplantagen, und steile Wanderwege vom Wahrzeichen Gran Canarias, dem Roque Nublo, vorbei hinab ins Dörfchen La Culata. Und weil es immer wieder hoch gehen muß, wenn man runtergegangen ist, dann auch wieder hoch. 13 km und einige hundert Höhenmeter später kommen wir im Nebel wieder oben auf dem Paß an. Eine schöne Wanderung für einen Sonntag. Zur Belohnung essen wir kanarische Tappas in einer Palmenoase unterhalb von Fataga. Als einzige Gäste bekamen wir vom holländischen Kellner auch eine Sonderbehandlung ;-)

Tag 6: Heute ist ein Rumfahrtag, in zweierlei Hinsicht: Zum einen geht es in Europas einzige Rumbrennerei nach Arucas, wo wir an einer Führung teilnehmen und die Palette der Spirituosen durchprobieren und kaufen können. Die Stadt Arucas selbst ist übrigens sehr hübsch! Mittagspause machen wir an der Nordküste auf einer Bank an der Mohle. Kurz vorm Einpacken werden wir leider von einer Welle unfreiwillig geduscht. Nur gut, daß es 25°C sind! Weiter geht's entlang der Nordküste nach Agaete, eine niedliche Stadt mit kleinem botanischen Garten und leckerem und billigen Kaffee im La Esquina. Dann ein Abstecher zur Küste, wo die Fähre nach Teneriffa ablegt. Die Fischrestaurants merken wir uns für den nächsten Tag. Dann geht die Umrundung der Insel (es ist ja ein Rumfahrtag) weiter entlang der Westküste über kurvige Straßen, ein halbes Auge auf imposante Gelogie gerichtet, um dann irgendwann wieder in Maspalomas anzukommen. Einmal rum eben!

Tag 7: Eine letzte Wanderung steht an: das Agaete-Tal. Wir starten mit einem Kaffee im La Esquina und beginnen gegen 10 die Wanderung, die uns über einen Pilgerpfad vorbei an Gärten und Stauseen hinauf auf das Tabadaba-Massiv führt. Wir laufen lange durch flechtenverhangene Nebenwälder und blicken irgendwann wieder auf den Ausgangspunkt ganz weit unter uns zurück. Die letzten Kilometer geht es leider nur noch steil bergab, aber dafür vorbei an ehemals von den Ureinwohnern geschaffenen Höhlen und sonnige Steilhänge voller Blumen. Nach etwa 17 km und 1300 Höhenmetern erreichen wir nach 7 Stunden wieder das Auto. Wir lassen uns ins Tal hinunterrollen, wo wir im La Esquina noch einen cafe con leche schlürfen. Dann geht's noch weiter runter an die Küste zum Fisch essen. Na wenn das mal kein würdiger Abschluß für einen letzten Urlaubstag war!

Tag 8: Packen, auschecken und ein letzter Einkauf, um uns mit Verpflegung für den Flug und Leckerlies für zu Hause einzudecken. Dann sitzen wir auch schon auf dem scheinbar endlosen Flug zurück nach Schweden. Nach einer Woche ist es komisch, daß im Flugzeug nur noch schwedisch gesprochen wird :-)

Fazit: Gran Canaria ist toll! Tolle Geologie. Tolles Essen. Frühling mit Blumen und Sonne ist wunderbar, wenn man um die Zeit aus Schweden kommt. Charterreisen sind anstrengend und zähren an der Erholung. Keine E-Mails lesen oder an Arbeit denken für eine Woche, unbezahlbar!

P.S.: Fotos kommen demnächst.