Heute habe ich erfahren, daß morgen in Schweden ebenfalls ein Feiertag ist. Ich vermute mal sowas wie Reformationstag. Im gleichen Zug habe ich auch erfahren, daß es in Schweden ganz normal ist, daß man nur bis 12 Uhr arbeitet, wenn am nächsten Tag ein Feiertag ist, zumindest wenn man Staatsangestellter ist wie ich. Deshalb sind heute auch alle regulären Angestellten (das technische Personal auf jeden Fall) ab Mittag nicht mehr zu sehen gewesen.
Noch was Gutes: Wenn der Feiertag auf einen Donnerstag oder Dienstag fällt, ist der Brückentag automatisch frei! Ohne daß man extra Urlaub nehmen müßte! Und scheinbar macht sich deshalb keiner ins Hemd von wegen die Volkswirtschaft bricht zusammen oder sowas...
Und noch was Gutes: Wer sich immer schon gewünscht hat, einen Feiertag mal zu shoppen nutzen zu können, sollte nach Schweden ziehen. Hier haben die meisten Geschäfte an Feiertagen offen, wenigstens mit den Sonntagsöffnungszeiten.
Und zum Schluß noch ein Grund, warum es schön ist, in Schweden zu arbeiten: Der Arbeitgeber kümmert sich wesentlich mehr darum, daß man glücklich ist mit seiner Arbeit und sich mit dem Unternehmen identifiziert. Nächsten Freitag gibts zum Beispiel ein Novemberfest hier am Institut mit Essen, Trinken und Unterhaltung, ganz und gar kostenlos für die Angestellten, und nur damit wir alle happy sind. Schade, daß ich dann ausgerechnet nicht da bin. Aber dafür läuft ja demnächst die Saison der Weihnachtsparties an. Ich werd schon nicht zu kurz kommen.
Ach ja: Die Obstkorbfrequenz scheint sich jetzt zur ungemütlichen Jahreszeit drastisch erhöht zu haben. Auf jeden Fall gab es in den letzten 2 Wochen zweimal pro Woche einen Obstkorb. Ich weiß, 2 Punkte machen auch eine Gerade, deshalb kann ich jetzt noch nicht sagen, ob es sich dabei um einen Trend handelt. Aber ich werde die Sache im Auge behalten.

