Mit der Schlüsselübergabe am Montag fiel endlich auch der Startschuß für den Umzug. Ich hatte es kaum noch erwarten können, alle Pläne in die Tat umzusetzen, damit wir Weihnachten vielleicht annähernd fertig sind.
Zum Planen hatten wir ja seit Mitte September Zeit. Und so haben wir uns auch eine Menge vorgenommen. Die Hauptpunkte, die wir uns für vor dem Einzug vorgenommen hatten, sind:
- Die Küche muß komplett renoviert werden: Schränke und Elektrogeräte raus. Decke und Wände streichen. Neue Küche inklusive Elektrogeräte rein. Ein Durchbruch zum Eßzimmer mit Bar.
- Im Eßzimmer und im Wohnzimmer muß tapeziert und gemalert werden.
Doch wie so oft sah auch hier die Realität etwas anders aus, sodaß wir unsere Pläne etwas abändern müssen. Zu den positiven Überraschungen zählte, daß die Tapete im Wohnzimmer noch zu retten war. Dagegen war die schlimmste Überraschung, daß es in der alten Küchenzeile einen zusätzlichen Heizkörper gibt, der an der Seite der Spüle befestigt ist. Der muß natürlich weg. Nur ist es nach dem Wintereinbruch der letzten Woche mit Temperaturen unter -20°C nicht so einfach, einen Heizungsmonteur zu bekommen. Die sind natürlich überall unterwegs, um geplatzte Wasserrohre zu reparieren. Am Dienstag gab es dann zu allem Überfluß noch einen großen Schneesturm, der den öffentlichen Nahverkehr lahmlegt, zur Schließung der Schulen und des Stockholmer Flughafens und jeder Menge Unfällen auf den Straßen führte. Wir haben deshalb einige Stunden damit verbracht, vor unseren beiden Häusern Schnee wegzuräumen, der sich dank Verwehungen bis über einen halben Meter hoch türmt. Das hat uns ganz schön im Plan zurückgeworfen.
Hinzukommt, daß ich mir momentan kaum erlauben kann, von der Arbeit fernzubleiben. Ich muß fast jeden Tag unterrichten und außerdem an unzähligen Meetings teilnehmen. Das führt dazu, daß ich es kaum schaffe, meine Emails zu beantworten oder meinen Unterricht ordentlich vorzubereiten. Und wenn ich es nach 12 Stunden auf Arbeit nicht schaffe, noch so viel für den Umzug zu machen, wie ich das eigentlich vorhatte, dann bin ich einfach frustriert.
Doch ich bin immerhin bei meinem Plan geblieben, mir den Freitag freizunehmen. Also frei bis auf einen Anruf von Arbeit und etwas Unterrichtsvorbereitung. Aber dieses Wochenende hat sich gelohnt:
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| Die unzerstörbare Küche - noch unberührt am Tag der Schlüsselübergabe. |
- Das Wohnzimmer ist gemalert. Das dafür vorgesehene Bücherregal steht aufgebaut drin. Die Deckenlampe ist angebracht.
- Fast alle Bücher und das große Bücherregal haben ihren Weg ins neue Haus gefunden. Als ungeordnetes Chaos, aber immerhin.
- Das Gästebett steht aufgebaut im Gästezimmer.
- Die erbebensichere und unzerstörbare Einbauküche, die von einer Milliarde Nägeln zusammengehalten wurde, ist bis auf die Spüle, an der ja der notorische Heizkörper befestigt ist, deinstalliert. Die Küchendecke ist zur Hälfte fertig gestrichen.
Morgen früh zwischen 8 und 9 will dann auch der Heizungsmonteur kommen. Dann kann es mit der Küche weitergehen. Wenn die ganzen Kartons mit den Küchenmöbeln und -geräten aus dem Eßzimmer raus sind, kann dort auch die Tapete runter und die neue drauf.
Mal sehen, was wir tatsächlich unter der Woche schaffen. Der Plan ist jedenfalls, den nächsten Freitag wieder freizunehmen und nächsten Sonntag die Küche stehen zu haben. Dann können wir, sobald denn auch der Backofen nachgeliefert wird, den Elektriker zum Anschließen von Kochfeld und Backofen bestellen.
Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, wie der Stand in einer Woche um diese Uhrzeit sein wird.