Mittwoch, 12. September 2012

Hauskauf Level 3

Es ist Mittwoch kurz nach halb 12 und ich sitze im Wald und warte auf einen Anruf oder eine SMS, bzw. hoffe ich auf keinen Anruf und keine SMS. Seit gestern bieten wir nämlich auf ein Haus, das wir uns am Sonntag bei uns im Dorf angeschaut haben. 

Das Kaufverfahren nach der Besichtigung läuft in Schweden nämlich folgendermaßen ab: Bei der Besichtigung kann man dem Makler bereits mitteilen, ob man an dem Haus interessiert ist. Ansonsten ruft der Makler am nächsten Tag alle, die bei der Besichtigung waren, an, um zu fragen, ob ein Kaufinteresse besteht. Wenn man kaufen möchte, gibt man ein Gebot beim Makler auf das Haus ab. Andere interessierte Parteien werden informiert und können den Betrag überbieten.

In diesem Stadium sind wir gerade. Gestern Mittag ging das Bieten los. Gegen Mittag rief uns die Maklering an und wir signalisierten, daß wir interessiert sind. Sie war zu diesem Zeitpunkt noch am Rumtelefonieren und konnte uns deshalb nur sagen, daß es bis dahin ein Pärchen gab, das sehr interessiert war und mitbieten wollte, sowie mehrere Parteien, die erstmal abwarten wollten. Um halb 2 hatten wir die Studenten im Gelände soweit "verarztet", daß ich die Maklerin erneut anrufen konnte. Der Startpreis lag bei 1,495 Millionen Kronen. Also dachten wir uns, wir bieten mal darunter. Die Idee hatte aber auch schon das andere Pärchen, was die Verkäufer aber nicht akzeptiert haben. Das Pärchen mußte sich daraufhin erstmal beraten. Wir haben dagegen erstmal auf den Startpreis geboten. Das Pärchen hat uns dann aber kurz darauf knapp überboten, woraufhin wir wieder deutlich höher gegangen sind. Das ganze Spiel wiederholte sich dann noch einmal. Schon ein komisches Gefühl, so mitten im Wald auf ein Haus zu bieten.

Bei unserem letzten Schlagabtausch gestern waren wir dann schon wieder zurück im Institut und in einem Meeting. Hinterher rief die Maklerin an, um mir zu sagen, daß sie das Pärchen erstmal noch nicht wieder erreicht hatte und deshalb Feierabend mache. Damit waren wir für gestern Abend erstmal die Höchstbietenden. Und jetzt ist es Mittag, und wir warten entweder auf das nächste Gebot oder die Nachricht von der Maklerin, daß der Krimi vorbei ist.

Sonntag, 9. September 2012

Meine 1. selbstgemachte Handtasche

Nachdem ich mir vor einiger Zeit das Buch "The Bag Making Bible" von Lisa Lam gekauft hatte, war es an der Zeit meine Taschennähtechniken zu verfeinern. Und was wäre da besser geeignet als eines der Projekte aus dem Buch, das übrigens super ist und alle wichtigen Techniken als Schritt-für-Schritt-Anleitungen enthält.

Um die ganze Geschichte nicht zu sehr in die Länge zu ziehen, kommen hier einfach die Fotos. Wer die Tasche selbst nähen möchte, sollte sich unbedingt das Buch kaufen. Das kann ich nur wärmstens empfehlen.
Alle Teile zugeschnitten. Ich habe Stoffe von IKEA (grau und schwarz) und Panduro Hobby verwendet.
Nicht im Projekt vorgesehen, aber eine perfekte Gelegenheit, zu üben, wie man Reißverschlußtaschen näht.
Hier ein Schritt beim Nähen der Reißverschlußtasche auf der schwarzen Seite.
Die graue Außenseite und das Fließfutter jeweils einzeln fertig zusammengenäht.
Die graue und schwarze Seite, sowie das Futter vor dem Zusammennähen.
Die Schlaufe ist schon dran. Dann wird der Rand der Tasche gesäumt.
Und hier ist der Saum am mittleren Rand fertig und man sieht die Schlaufe schön.
Als nächstes wird der seitliche Rand gesäumt. Das war für mich am schwierigsten, hat aber letztlich ganz gut geklappt.
Und hier das Ergebnis. Sieht doch gut aus.
Anschließend habe ich die Träger genäht. Das war verhältnismäßig einfach.
Voila! Die fertige Tasche. Übrigens habe ich die Knöpfe selbst bezogen. Und ist die Reißverschlußtasche nicht super geworden?
Und hier die schwarze Seite, denn die Tasche ist wendbar. Die Reißverschlußtasche ist hier auf der Rückseite, weil die beiden RVTs nicht aneinander liegen sollten. An dieser Stelle kann ich ja noch zugeben, daß ich die Henkel falsch angenäht habe. Ich hab sie dann kurzerhand oben durchgeschnitten und richtig zusammengenäht, sodaß die Tasche schön über der Schulter getragen werden kann. Auf den Bildern sind die Henkel aber noch falsch.

Ich bin sehr stolz auf das Ergebnis, und meine Freundinnen waren auch sehr neidisch. Allerdings habe ich keine Ahnung, wie viele Stunden ich an der Tasche gesessen habe. Ich hab jedenfalls eine Menge gelernt.

Samstag, 8. September 2012

Neues Semester, neue Verantwortung

Diese Woche hat hier das Herbstsemester angefangen. Damit befindet sich die Welt wieder im Alltagszustand. Für mich bedeutet das in meinem neuen Job aber eine ganze Reihe von Neuerungen, die viel Arbeit und viel Verantwortung mit sich bringen.

Zunächst mal habe ich eine ganze Menge an Lehre von meinem Vorgänger geerbt. Momentan unterrichte ich in einem Kurs über Gesteine und Bodenkunde für die Bachelorstudenten des 2. und 3. Semesters. Dazu hatte ich am Dienstag einen ganzen Tag lang Vorlesung, sowie Donnerstag und Freitag jeweils eine eintägige Exkursion in die Nähe von Uppsala, wo die Studenten lernen sollen, Gesteine zu erkennen und Messungen zu machen. In den nächsten zwei Wochen fahre ich dann an jeweils 4 Tagen von 8 bis 16 Uhr mit der Hälfte der Studenten dorthin, damit sie in kleinen Gruppen lernen, eine geologische Karte anzufertigen. 
 
Mitte Oktober sehe ich dann die selben Studenten nochmal für 12 Stunden Unterricht über Fernerkundung in den Geowissenschaften. Und im Dezember unterrichte ich dann nochmal 15 Stunden ein Praktikum im Tektonikkurs für die fortgeschrittenen Masterstudenten. Das ist im Prinzip alles machbar, und ich unterrichte auch gern. Beim ersten Mal ist das nur alles mit sehr viel Vorbereitung verbunden. Zum Beispiel rechnet man, daß jede Vorlesungsstunde 4 Stunden Vorbereitung erfordert. 
 
Die Lehre im Gelände finde ich eigentlich besser, weil sie die praxisnaheste Erfahrung für einen Geowissenschaftenstudent überhaupt ist. Allerdings ist die Logistik vor allem beim ersten Mal eine Herausforderung. Für den jetzigen Kurs hatte mir mein Vorgänger Ende Juni eine eintägige Einführung in das Gelände gegeben und mir freundlicherweise auch das Material für die Studenten überlassen. Mitte August war ich dann nochmal einen Tag alleine unterwegs, um sicherzustellen, daß ich auch alles auf Anhieb finde. Das Gebiet ist auch eigentlich sehr interessant mit verschiedenen Eisenerzschichten, 2 Milliarden Jahre alten Vulkangesteinen und tollen Strukturen. Nur leider ist das für Anfänger alles viel zu kompliziert, weshalb es nächstes Jahr wahrscheinlich auch woanders hingeht.
Magnetische Eisenerzschicht.
Neben der Lehre habe ich seit Anfang September auch eine neue administrative Funktion: ich bin jetzt biträdande prefekt. Der prefekt ist unser Institutsleiter. Der wird von zwei biträdare unterstützt, einem in Fragen der Ausbildung und einem in Fragen von (keine Ahnung, wie ich das auf deutsch sagen soll) internen Angelegenheiten. Letzteres bin jetzt ich. Mein Vorgänger hat seine Aufgabe hervorragen gemacht, ist aber diese Woche an Krebs gestorben. Jetzt bin ich für alles, was mit Arbeitsplätzen, Büros, Hausmeisterdiensten, Labors, Post, Sicherheit und unserem hauseigenen Café  und unserer hauseigenen Druckerei zutun hat, verantwortlich. Ich bin also die Chefin der Intendentur, die sich aus 6 Leuten zusammensetzt, die sich direkt mit diesen Dingen beschäftigen. Ich bin dabei sozusagen die Vermittlering zwischen dem technischen Personal der Intendentur und der Institutsleitung. Deshalb muß ich jede Woche zum Treffen des prefekten mit den Abteilungsleitern, dem sogenannten Treffen der Leitungsgruppe (ledningsgrupp), und jede zweite Woche zum Treffen der Intendentur und mich in der Zwischenzeit darum kümmern, daß die entsprechenden Fragen und Aufgaben von beiden Seiten angegangen werden. Eine Menge Verantwortung also, die 15% meiner Arbeitszeit ausmachen soll.

Diese Woche kam beides, meine neue Aufgabe und die Lehre zusammen, was mich sehr gestreßt hat. Das lag vor allem daran, daß beides zeitlich dummerweise recht stark kollidierte. Zum Beispiel konnte ich während meiner Vorlesung natürlich nicht zum ledningsgrupp-Treffen gehen. Und dann habe ich mir auch ständig Sorgen gemacht, daß mit der Lehre alles klappt. Diese Sorgen haben mich dann nachts beschäftigt, sodaß ich wach lag und total müde war, als der Wecker um 6 Uhr klingelte.

Nachdem ich diese erste Woche des Semesters überstanden habe, bin ich aber etwas beruhigter. In den nächsten zwei Wochen kollidiert meine Lehre zwar auch mit den diversen meetings, aber hin und wieder kann ich es so einrichten, daß ich hingehen kann. Und so habe ich hoffentlich etwas weniger selbstkreierten Stress und kann besser schlafen, was die Sicht auf die Dinge ja im Allgemeinen stark verbessert. Die nächsten Wochen und Monate werden dann zeigen, wie ich mit der neuen Verantwortung klarkomme.

Freitag, 31. August 2012

Die Hausjagd ist (wieder) eroeffnet

Niedlich und gemütlich in Seenähe.
 Nur falls der Eindruck entstanden ist, wir hätten die Haussuche aufgegeben: Haben wir nicht. Im Sommer war nur eine echte Flaute auf dem Häusermarkt. Jetzt kommen dagegen endlich wieder täglich neue Häuser rein. Im August waren wir auf zwei Hausbesichtigungen: das eine Haus war recht niedlich, bei uns ganz in der Nähe und auch recht billig, aber eben zu klein und ohne gute Heizung und Isolierung. Das zweite Haus haben wir erst am Dienstag besichtigt. Es hatte ein schönes Grundstück, eine gute Größe und hübsche Einrichtung, hatte aber Probleme mit der Dichtigkeit der Fenster und exorbitante Nebenkosten.

Groß und mit Charm in Stadtnähe.

Und so suchen wir immer noch weiter und hoffen auf das perfekte Haus. Vielleicht kommt es ja heute rein.

Montag, 27. August 2012

Padjelantaleden - Teil 2: Anreise & Start

Mittwoch, 15. August
Sehr viel ist zu diesem Tag eigentlich nicht zu sagen: Wir haben die Katzen in die Pension gebracht und sind dann 18 Uhr losgefahren. Unser Ziel, das Städtchen Jokkmokk in Lappland, ist von uns 997 km und laut Routenplaner 12 Stunden 30 Minuten entfernt.

Donnerstag, 16. August
Nach etwa 3 Stunden Schlaf irgendwo auf einem Rastplatz ging es am Morgen weiter nach Norden. Und im strahlenden Sonnenschein sieht man auch die interessanten Dinge etlang des Weges, zum Beispiel den Wasserfall Storforsen oder den Polarkreis, den ich zu dieser Gelegenheit zum ersten Mal überschritten habe.
Storforsen. Da bekommt man schon einen Eindruck, wieviel Wasser so aus den Bergen herunterkommt.
Der Polarkreis liegt - man glaubt es kaum - auf einem Rastplatz. Vielleicht ist der Rastplatz auch nur da, weil da der Polarkreis durchgeht. Wer weiß...


Gegen 11 waren wir dann in Jokkmokk, von wo wir zunächst den Bus nach Porjus genommen haben. Von da aus ging es dann weiter in die Berge nach Ritsem, was schon recht nahe an der norwegischen Grenze liegt. Diese zweite Busfahrt dauerte etwa 2,5 Stunden. Insgesamt kostet dieser Bustransport etwa 25 € pro Person, was es aber wert ist, zumal man einen großen Teil durch den Stora Sjöfallet-Nationalpark und immer entlang eines riesigen Stausees fährt. Der Stausee ist der vielleicht größte in Schweden und besitzt 17 Staustufen bis zur Ostseeküste hinunter. Damit deckt er 9% der Stromversorgung Schwedens. Andererseits bedeckt er auch ein Tal, daß früher Weidegrund für Rentiere war, weshalb das eigentliche Stauseegebiet auch aus dem Laponia-Weltnaturerbe und dem Nationalpark ausgegliedert ist.
Unser Bus in Jokkmokk.
Warten auf den Bus in Porjus.
Gegen 17:30 setzte uns der Bus in der Nähe von Ritsem am Bootsanleger der MS Storlule ab, mit der wir über den See zum Start des Wanderweges übersetzen wollten. Außer uns stiegen auch noch etwa 15 andere Wanderer aus, unter anderem eine Gruppe von 3 Schweden aus Stockholm in meinem Alter, mit denen wir uns auch schon in Porjus unterhalten hatten. Direkt am Anleger angekommen, gab es schon mal eine schlechte Nachricht: Die MS Storlule war kaputt, den Transport sollte stattdessen ein Anwohner mit einem kleinen Boot übernehmen. Letzteres transportierte aber maximal 10 Personen. Also wurden erst einmal alle, die eine Alternativroute auf den ersten Etappen laufen wollten übergesetzt. Dazu gehörten auch die 3 Schweden. Wir warteten so lange am Ufer in der Sonne. Ich wußte nicht, daß es da oben so warm werden kann. An diesem Nachmittag waren es bestimmt 25°C und kein Lüftchen wehte.
Ersatzboot.
Am Ufer. Da hinten soll's losgehen.
Etwa 40 Minuten später war das Boot zurück und wir durften uns auf die grandiose Fahrt über den spiegelglatten See begeben. Die Überfahrt schlug übrigens mit etwa 28 € pro Person zu Buche.
Die Überfahrt. Immer Richtung Akkamassiv, in dessen Nähe der Wanderweg losgeht.
Endlich, gut 25 Stunden, nachdem wir zu Hause aufgebrochen waren, kamen wir am Start des Wanderweges an und konnten im letzten Sonnenschein loslaufen. Die ersten Kilometer des Wegen führen durch einen Birkenwald, in dem es fast mehr Pilze als Birken gibt. Obwohl wir einen langsamen Start hatten verglichen mit den anderen Leuten auf unserem Boot, kamen wir doch noch wesentlich weiter als sie: In den zweieinhalb Stunden vor dem Dunkelwerden schafften wir noch 8,5 km. Unser Zelt bauten wir dann an einem Bach am Fuße des Akkamassivs auf. Aufgrund von zu vielen Mücken begnügten wir uns mit einem kalten Abendessen und konnten dann erschöpft einschlafen. Der Anfang war geschafft.

Sonntag, 26. August 2012

Padjelantaleden - Teil 1: Fakten

Unser diesjähriger Wanderurlaub ging nach Lappland über den Padjelantaleden. Der Grund dafür war eigentlich, daß ich endlich einmal mehr von Schweden sehen wollte als den Süden. Zu Weihnachten hatte uns unsere Freundin Anna eine Karte des Sarek-Nationalparks in Lappland geschenkt, was letztlich die Inspiration für einen Wanderurlaub dort oben gewesen ist. Sarek wird auch als "letzte Wildnis Europas" bezeichnet und ist tatsächlich weg- und steglos, was doch etwas mehr ist, als wir wollten. Schweden hat dort oben im Norden aber noch einiges mehr zu bieten, unter anderem hunderte Kilometer von gekennzeichneten Wanderwegen wie den berühmten Kungsleden.
Ein weiterer Wanderweg in Lappland ist der Padjelantaleden, der mit 142 km relativ kurz ist und als vergleichsweise leicht gilt. Das sind in etwa die Informationen, die man leicht im Internet zum Beispiel auf der offiziellen Website findet und die dann auch für unsere Entscheidung für diesen Wanderweg verantwortlich waren. Er führt zum größten Teil durch den Padjelanta-Nationalpark und gibt einem einen guten Eindruck von den unterschiedlichen Landschaften, der Flora und der Fauna des skandinavischen Fjälls. Der Padjelanta-Nationalpark ist Teil des Laponia-Weltnaturerbes, zu dem auch der Sarek- und der Stora Sjöfallet-Nationalpark gehören. Zusammen schützen sie 9400 km² schwedischer Natur und den Lebensraum der letzten Ureinwohner Europas, der Samen. Da Laponia komplett über dem Polarkreis liegt, sind die Sommer kurz und die Vegetation zwischen Gletschern und Gebirgstälern perfekt daran angepaßt. 
Zur Vorbereitung auf die Wanderung hatten wir ja schon die geschenkte Karte, die auch das Gebiet des Padjelantaleden beinhaltete. Außerdem haben wir uns bei amazon.de dieses Buch gekauft. Das liefert schon die wichtigsten Informationen zur Länge der Etappen und was man so zu erwarten hat, ist aber im Nachhinein betrachtet etwas lieblos geschrieben und bei genauerem Hinsehen oftmals fehlerhaft. Hinterher weiß man eben immer mehr. 
Die Koordinaten unserer geogetaggten Fotos als Eindruck von unserer Wanderung.

Im nächsten Post berichte ich dann aber mal, was wir so erlebt haben.

Mittwoch, 15. August 2012

Realitätsflucht

So, nach einem Sommer voller Arbeit heißt es endlich auch für uns endlich Urlaub, auch wenn alle Schweden jetzt wieder zurück sind auf Arbeit und auch die Schule ab heute wieder losgeht. Nach 6 bis 8 Wochen Sommerurlaub sind die Schweden schon mitten in der PHD, der post holiday depression. Anfang September geht dann auch in der Uni der Lehrbetrieb wieder los, und ich bin das erste Mal richtig eingeplant. Drei Wochen Vollzeitlehre. Und mir bleibt nur noch eine Woche Zeit, den Rest vorzubereiten, wenn wir zurück sind.

Aber Schluß mit den Stressgedanken. In einer Stunde und 19 Minuten geht es los nach Jokkmokk in Nordschweden. Das sind nur 12,5 Stunden fahrt ohne Pause. Und von da aus geht es morgen mit dem Bus weiter in Richtung norwegischer Grenze, wo wir den Padjelantaleden, einen 150 km langen Wanderweg wandern werden. Mein Chef ist schon etwas nervös, weil er mich in den nächsten 1,5 Wochen nicht erreichen kann. Außer ein paar Rentieren und Samen gibt es da oben nämlich nur Natur und Abgeschiedenheit. Und genau das brauch ich, bevor die Realität wieder vollends über mich hereinbricht.

Also bis in 1,5 Wochen!