Und nun zu guter letzt der dritte Teil des Berichts über die Reise zur Hebrideninsel Rum.
Nach insgesamt 5 Tagen hatten wir dank des untypischen Wetters alles geschafft, was wir uns vorgenommen hatten, unsere Regenbeschäftigungen nicht einmal angerührt und eigentlich noch anderthalb Tage Zeit, bevor die Fähre zurück ans schottische Festland gehen sollte. Laut Plan würde uns das etwa 14 Stunden geben, um Schottland zu durchqueren und es zu unserem Flug am Flughafen von Edinburgh zu schaffen. Eine recht knappe Sache, die wahrscheinlich eine kurze Nacht auf dem Flughafen beinhaltet hätte. Angesichts dessen und auch, weil unser Mietwagen etwa 7 Meilen von der Anlegestelle der Fähre, die am Donnerstag ging, stand, entschieden wir uns zu einer Planänderung. Dank der erfolgreichen Arbeit entschieden wir uns also, einen Tag vorher mit der Fähre, die direkt nach Mallaig zu unserem Mietwagen fuhr, abzureisen. Das gab uns einen extra Tag, um zum Flughafen zu kommen.
Da die Fähre aber erst am Mittwoch um 16 Uhr abfuhr, blieb noch Zeit für einen halben Geländetag bei strahlendem Sonnenschein. Von oben auf dem Berg hatten wir nicht nur einen tollen Blick auf die Gesteine des Calderarandes, sondern auch auf die Fähre, die am Anleger einen Zwischenhalt vor einem 5 Stunden-Abstecher zur Insel Canna machte, bevor sie um 16 Uhr nach Rum zurückkam.
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| Noch einmal strahlender Sonnenschein am letzten halben Geländetag. |
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| Blick von oben auf die Fähre am Anleger. |
Pünktlich zurück im Schloß hatten wir dann sogar noch Zeit für einen kleinen Spaziergang durch Kinloch, bevor wir dann mit der Fähre nach Mallaig übersetzten. Dort angekommen, nahmen wir erst einmal Abschied von unseren neu gewonnen Kollegenfreunden. Dann konnten wir uns schön gemütlich in den Mietwagen setzen und die Panorama-Küstenstraße entlang den Rückweg antreten.
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| "Mediterranes" Schottland bei Arisaig an der Westküste. |
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| Loch Earn. |
Unsere Autofahrt durch Schottland war sehr schön mit einigen Zwischenstopps und schönem Wetter. Ich habe sogar das berühmte Glencoe zum ersten Mal im Sonnenschein gesehen! Nach einer Nacht in einem Bed and Breakfast in Crianlarrich erreichten wir am Freitag gegen Mittag Edinburgh.
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| Obligatorisch. |
Edinburgh ist eine sehr schöne Stadt mit viel Harry-Potter-Charm. An diesem Freitag war sie noch schöner, denn die Sonne schien. Für die Nacht vor dem Flug buchten wir in der Touristinformation ein B&B in der Nähe des Flughafens und spazierten dann ganz unbedarft und ohne festes Ziel durch die Stadt. Hier lediglich ein paar fotografische Eindrücke.
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| Nicht nur wir genossen die Sonne: im Park am Fuße des Schlosses saßen jede Menge Leute im Gras. |
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| Blick aufs Schloß vom Park aus. Der Felsen, auf dem das Schloß steht, war übrigens mal ein Vulkan. |
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| Whisky überall. Natürlich nur schottischer. |
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| Direkt vorm Schloß. |
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| In einer Weberei für schottische Kiltstoffe. |
Am Nachmittag erschöpft in einem Coffeeshop sitzend bemerkte ich dann erst, daß ich mehrere Anrufe von einer britischen Nummer verpaßt hatte. Das war einer der Geologen, die mit uns auf Rum gewesen waren und der in Edinburgh wohnte. Ein Rückruf brachte mir seine Frau ans Telefon, die uns zum Abendessen und zur Übernachtung bei Ihnen einlud. Wir also direkt zurück in die Touristinformation, um unser B&B zu stornieren. Das war nach einigem Rumtelefonieren und Augen zudrücken auch möglich (immer das Kleingedruckte lesen bei solchen Buchungen!). Dann machten wir uns auf den Weg in den Vorort von Edinburgh, in dem unser Kollege mit seiner Frau wohnte. Dazu sei nur gesagt, daß sie super nette Leute sind, trotz ihres Alters (Mitte 70) beide sehr jung geblieben, ein tolles Haus haben und wir uns sehr wohlgefühlt haben. Ich hoffe, wir können uns irgendwann revanchieren, wenn sie mal wieder nach Schweden kommen.
Unsere Fahrt am nächsten Morgen zum Flughafen, Mietwagen abgeben und einchecken waren eher unspektakulär. Leider hatte unser Flug nach Kopenhagen Verspätung: erst 10 Minuten, dann nochmal 20, dann nochmal 20, und dann nochmal 2 Stunden. Irgendwas war mit der Maschine nicht in Ordnung, und ich möchte ja durchaus in einem funktionierenden Flugzeug fliegen. Nur leider bedeutete die Verspätung, daß wir unseren Anschlußflug nach Stockholm-Arlanda verpaßten. Da half auch kein Verköstigungsgutschein für einen Kaffee. Zu guter letzt durften wir aber dennoch an Board und landeten mit 3 Stunden Verspätung in Kopenhagen. Doch was nun? Der einzige Hinweis, den wir bekamen, führte uns zum SAS-Transferschalter, wo sich auch die anderen Passagiere unseres Fluges einfanden. Nach geschlagenen 45 Minuten erfuhren wir dann auch, daß der Flug auf den man uns automatisch gebucht hatte, schon seit 25 Minuten in der Luft war. Ein Hoch auf die Informationspolitik am Flughafen! Die Dame am Schalter buchte uns also erneut um, auf einen Flug um kurz nach 20 Uhr (unser ursprünglicher Flug ging um 15 Uhr), und überreichte uns gleich auch noch einen Verköstigungsgutschein. Der erlaubte uns noch ein Abendessen, bevor es dann endlich nach Schweden ging. Eine unserer Taschen war auch schonmal vorgeflogen, was wir in Arlanda natürlich erst am Gepäckverlustschalter erfuhren. Nun ja, jedenfalls waren wir dann doch kurz nach 23 Uhr zu Hause (statt geplanten 17:30 oder so), wo uns zwei hungrige Katzen erwarteten. Endlich zu Hause!!!